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Kritik Kindheitsmemoiren: In fremden Kleidern, von Paula Fox (2001, engl. Borrowed Finery) – 8 Sterne

᛫ ᛫ ᛫   In stimmungsvollen Vignetten erinnert sich die gefeierte Autorin Paula Fox (1923 – 2017) an ihre Kindheit in und um New York, Los Angeles, Kuba, Florida, Montreal, Pennsylvania, New New Hampshire. Weil ihre Eltern sie nicht um sich haben wollten, wurde sie immer wieder weitergereicht – an einen Kirchenmann, an Verwandte, quer…

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Filmkritik: Ein griechischer Sommer (2011) – 7 Sterne – mit Video

Dieser griechische Dorffilm richtet sich an Jugendliche, mag aber auch Oldtimer heiter stimmen. Die Stars: eine Ziege, ein Pelikan und ein paar mediterrane Hügel und Strände, die fast an Mamma Mia erinnern. Die menschlichen Schauspieler sind nichts Besonderes. Und obwohl der Streifen im Deutschen „Ein griechischer Sommer“ heißt, gibt es nur am Rand eine kleine,…

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Kritik Krimi-Roman: Der Malteser Falke, von Dashiell Hammett (1930, engl. The Maltese Falcon) – 7 Sterne – mit Video

Autor Dashiell Hammett lässt nichts anbrennen. Auf den ersten 25 Seiten führt er entspannt ein paar Frauen und Männer ein. Doch kaum kennt man sich ein bisschen, werden zwei Akteure von unbekannt und ohne ersichtliches Motiv erschossen; andere erweisen sich sodann als gehörnt, polyamour, Ehebrecher. Schon hat der Autor seine Leser am Haken. Alle Rätsel…

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Filmkritik: Das Leben ist ein Fest (2018) – 7 Sterne – mit Video

Ein französischer Hochzeitsplaner und sein chaotisches Team richten eine Nobelhochzeit im Schloss aus. Da gibt’s allerlei Chaos mit verdorbenem Essen, unwilligen Angestellten, ehrgeizigen Showsängern und natürlich Liebeshändeln. Im Vordergrund stehen die Bediensteten, die Hochzeitsgesellschaft bleibt in der Kulisse. Gelegentlich erklingt perkussive Jazzmusik – eingespielt von Jazzer Avishai Cohen. Die Regisseure und Autoren Olivier Nakache und…

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Romankritik: Zenos Gewissen (Zeno Cosini), von Italo Svevo (1923) – 8 Sterne

Auf Anraten seines Arztes schreibt der Handelsmann Zeno Cosini sein Leben nieder. Dabei geht er nicht streng chronologisch vor, sondern nach Themen: Zigaretten, Tod des Vaters, Eheschließung, Eheleben und Geliebte, Geschäftsleben. Fazit: Über knapp 540 von rund 590 Seiten Haupttext wirkt der Roman ebenmäßig, durchdacht und uneitel – fast ein Meisterwerk alter Schule. Italo Svevo…

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Kritik Kurzgeschichtensammlung: Mein Müßiggang, von Italo Svevo – 8 Sterne

Die Hauptfiguren der meisten Kurzgeschichten kratzte Italo Svevo scheint’s im Cognac-Rauchereck einer Ü60-Party zusammen: Gediegen rüstige Signores mit ihren Gebresten, ihren Geschäften, ihrem Hunger auf Zigaretten und hübsche junge Dinger. Diese Themen kennt man so ähnlich aus Italo Svevos berühmtem Altersroman, Zenos Gewissen (Zeno Cosini, 1923) oder aus der späten Svevo-Erzählung Der alte Herr und…

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Buchkritik: Der alte Herr und das schöne Mädchen, von Italo Svevo (1929) – 7 Sterne

Einsamer alter Herr verguckt sich in armes junges Ding, gibt ihr Geld und gutes Essen, sie gibt sich. Doch der Triestiner Zuckerdaddy kann seine zweite Jugend nicht freudig genießen: Denn nicht nur blickt die Haushälterin sehr sauertöpfisch auf das tugendlose Treiben; auch muss der alte Herr unentwegt über sein kurioses Verhältnis theoretisieren und schreiben –…

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Romankritik: Was geschah mit Slocum, von Joseph Heller (1974, engl. Something Happened) – 7 Sterne

Seinen sensationellen Erstling Catch-22 (1961) konnte Joseph Heller nicht mehr toppen, schon gar nicht mit der Fortsetzung Endzeit (1994, engl. Closing Time). Doch zumindest Hellers Was geschah mit Slocum (1974, engl. Something Happened) ist streckenweise nicht übel und enthält viele fiebrig-repetitive, absurde, misanthropische und zynische Passagen, die vage an Catch-22 erinnern. Im Vergleich zu Catch-22…

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Filmkritik: Plötzlich Papa (2016) – 7/10

Sicher, der Film ist sehr unrealistisch und zeigt ein Disney-Kuckucksheim. Die Motivation der Figuren bleibt teils völlig diffus. Da ist der schwarze Ferienclub-Animateur in Südfrankreich, der plötzlich allein mit einem Milchkaffee-Baby dasteht – angeblich seins. Rubbldikatz wird er hochbezahlter Stuntman in London und baut seinem Kiddie eine Kinderzimmer-Traumwelt. Zur Schule geht die Kleine nur selten,…

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Filmkritik: Immer Drama um Tamara (2010) – 7 Sterne – mit Video

Ausgefeilt Psychologisieren wollte Regisseur Stephen Frears sicher nicht. Aber er produzierte eine stets kurzweilige, relativ intelligente Komödie, die Klischees vom (sehr englischen) Land- und Schriftstellerleben aufspießt, schöne Bilder und Abläufe zeigt. Nur punktuell wird es zu grell oder vulgär, erscheint Ex-Bondgirl Gemma Arterton gar zu knusprig; dafür gibt es viele witzige Einfälle und Figuren, die…

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Doku-Kritik: Betrug (2018, von David Spaeth) – 8 Sterne – mit Video

Diese Dokumentation fasziniert inhaltlich und gestalterisch. Sie berichtet von einem Eltern-geführten Kindergarten im reichen München-Schwabing; ein neu hinzugekommener Vater wird Kassenwart und stiehlt tausende Euro. Die anderen Eltern merken es erst, als er sich selbst offenbart – und fast muss der Kindergarten schließen. Es ist eine dieser Langformat-Dokus mit Kino-Ambitionen, in denen keine Stimme aus…

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Filmkritik: Paradies: Liebe (2012) – 7 Sterne – mit Video

Vier füllige Österreicherinnen lachen sich im Kenia-Strandurlaub junge, gutgebaute Afrikaner an. Sie wollen an Liebe glauben, werden aber laufend zum Zahlen gedrängt. Ulrich Seidls Film wirkt einerseits sehr dokumentarisch, auch weil er auf jeden Glamour und auf Hintergrundmusik verzichtet; die Gesichter, die Körper, die Innenräume, die Regungen könnten nicht durchschnittlicher sein. Es gibt auch keine…

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Kritik Reise-Wein-Buch: The Accidental Connoisseur, von Lawrence Osborne (2004) – 7 Sterne

In Italien, USA und Frankreich tafelt, bechert und palavert Lawrence Osborne mit Star-Winzern, aber auch mit weniger bekannten Bauern und Landwirten, die nebenher eigene Tropfen keltern, sowie mit ein paar Beratern und Importeuren. Gastronomen oder Endverbraucher kommen kaum zu Wort (Osborne sieht sich selbst als weniger erfahrener Endverbraucher). Portugal, Deutschland, Österreich, Südafrika, Chile, Argentinien, Neuseeland…

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Romankritik: Das Testament Donadieu, von Georges Simenon (1937) – 7 Sterne

George Simenon beschreibt das 1930er-Leben in einer kleinen französischen Hafenstadt, in Paris und anderen Orten wie immer sehr plastisch und mit vielen markanten Details. Er schafft dramatische und vergnügliche Konstellationen. Der Roman gilt als frühes Meisterwerk. Für mich ist es ein typischer Simenon: sehr solides Handwerk, seine Zeit wert, leicht lesbar, allemal besser als aktuelle…

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Biografie-Rezension: Der Mann, der nicht Simenon war, von Patrick Marnham (1993) – 7 Sterne

Patrick Marnham malt gern atmosphärisch aus, doch die Zeit vor Simenons Geburt beschreibt er zu ausführlich – Simenons Vorfahren und ihre Lebensumstände in Lüttich und andernorts. Auch Simenons Kindheit und Jugend erscheinen sehr ausführlich: Der Zeit, bis Simenon 1923 von Lüttich nach Paris zieht um seine Karriere zu beginnen, widmet die dt. Biografie-Ausgabe überproportional großzügige…

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Biografie-Rezension: Simenon, von Pierre Assouline (1992) – 8 Sterne

Der Biograf, Romancier, Dozent und Journalist Pierre Assouline (*1953) erzählt Simenons Leben so packend wie einen Roman, mit viel Sinn für Skurrilitäten, interessante Nebenfiguren, knackige Dialoge, Einzeiler und Storytelling, ganz ohne professorale Langatmigkeit. Immer wieder zieht Assouline Parallelen zwischen Simenons Leben und dessen Romanen, zitiert auch aus Simenons zahlreichen Memoirenbüchern. Das liest sich sehr lebendig…

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Filmkritik: Alexander, der Lebenskünstler (1968, mit Philippe Noiret) – 7 Sterne – mit Video

Liebenswerter Bauernschwank aus einem französischen Dorf: Bauer Alexandre (Philippe Noiret) wird von seiner Frau jeden Tag per Walkie-Talkie über alle Felder gehetzt. Dann endlich rafft ein gnädiger Unfall das herrische Weib hinweg, und Alexandre legt sich zwei Monate ins Bett; zuvor lässt er noch alle Tiere frei, und zum Einkaufen schickt er sein gewitztes Hundchen….

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Filmkritik: Night on Earth (1991, von Jim Jarmusch, mit Gena Rowlands, Winona Ryder, Roberto Benigni) – 7 Sterne – mit Video

Der Film zeigt fünf unverbundene Geschichten von fünf längeren, nächtlichen Taxifahrten in fünf Großstädten – Los Angeles, New York, Paris, Rom und Helsinki. Regisseur und Autor Jim Jarmusch skriptete überwiegend hervorragend, teils sehr gefühlvoll, teils rabiat sarkastisch, mit starken Dia- und Monologen. Die Schauspieler bringen ihre oft schrägen Figuren oft überzeugend und sehr präsent auf…

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Filmkritik: Crazy Rich (2018, engl. Crazy Rich Asians) – 7 Sterne

Ungewöhnlich für eine *Hollywood*-Produktion: Der Erfolgsfilm auf Basis des Erfolgsbuchs von Kevin Kwan zeigt nur chinesische Gesichter unter chinesischer Regie an asiatischen Schauplätzen. Die Mittelschicht-US-Chinesin Rachel erlebt in Crazy Rich Asians die Welt der chinesisch-stämmigen Superreichen in Singapur, mit atemberaubendem Luxus und schockierenden Intrigen. Die romantische Komödie läuft flockig durch, hat Schwung, die richtige Menge…

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Filmkritik: Julieta (2016, von Pedro Almodóvar) – 7 Sterne – mit Video

Die Trauer einer Mutter über den Kontaktabbruch der Tochter steht im Mittelpunkt des Films;  die Vorgeschichte läuft in langen, meist überschaubar angeordneten Rückblenden durch. Der Kontaktabbruch kam für mich völlig überraschend, ebenso wie die nachgelieferte Begründung für das Abtauchen der Tochter. Die gezeigte Handlung macht das nicht ganz nachvollziehbar. Noch mehr Tragödie liefern zwei Todesfälle,…

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Rezension Kurzgeschichten: Like Birds, Like Fishes, von Ruth Prawer Jhabvala (1963) – 8 Sterne

Sechs der elf unverbundenen Kurzgeschichten erschienen im New Yorker. Ruth Prawer Jhabvala erzählt meist von städtischen indischen Mittelschichtfamilien der frühen 1960er Jahre. Mal beschreibt Prawer Jhabvala mit vielen Dialogen einen einzigen Nachmittag in einer Familie; mal rafft sie ein ganzes Leben auf 20 Seiten zusammen, fast ohne Dialog. Doch stets fließen die Geschichten stimmig dahin,…

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Romankritik: So, und jetzt kommst Du, von Arno Frank (2017) – 7 Sterne

Mehrfach habe ich laut gelacht, das passiert nicht oft, gefällt mir aber sehr. Weiterer Vorteil: Arno Frank garniert die angeblich „wahre Geschichte“ seiner Familie, die aber doch als Roman figuriert, mit vielen packenden Details – Süßigkeiten und Spielzeug der 1980er und 1990er Jahre, extralange Eisenoxid-Musikkassetten, zeitgenössische Fernsehsendungen und Sprüche, Ereignisse wie Space Shuttle und Tschernobyl…

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Rezension Roman: Komödie in Moll, von Hans Keilson (1947) – 7/10 Sterne

Niederlande zur Zeit der Nazi-Besetzung im zweiten Weltkrieg: Ein Gutmenschen-Ehepaar versteckt den Juden Nico im Haus, den sie zuvor nicht kannten. Der Verfolgte muss sich immer verbergen – auch wenn überraschend der Fischhändler kommt. Bald wird Nico schwer krank, könnte sterben. Was dann? Der Autor und deutsche Jude Hans Keilson (1909 – 2011, Wikipedia) betreute…

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Rezension Roman: Wie macht sie’s bloß, von Michael Frayn (1989, engl. The Trick of it) – 7 Sterne

Ein kleiner englischer Uni-Dozent geht eine Beziehung mit der Großschriftstellerin ein, deren Werk er seit 12 Jahren erforscht und lehrt. Darüber berichtet er in aufgeregten Briefen an einen befreundeten Geisteswissenschaftler in Australien. Frayns Roman gibt ausschließlich die Briefe des neu verbandelten Uni-Dozenten wieder. Dieser Dozent, Extremkauz, schreibt schrullig und mit Esprit. Sicher textet so etwas…

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Rezension Erzählung: Heirate nie in Monte Carlo, von Graham Greene (1955, engl. Loser Takes All) – 7 Sterne – mit 2 Videos

Zwei englische Flitterwöchner verbringen 14 Tage in Monte Carlo, geraten in Geldnöte, werden reich, trennen sich und – Aber der Inhalt spielt gar nicht die große Rolle: So leicht wie dieses dünne Penguin-Taschenbuch ist auch sein Inhalt – eine milde Brise: Graham Greenes geistreich ironische, intelligente Dialoge plätschern possierlich dahin, gewürzt mit nonchalanten Bosheiten; er…

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Kritik Kurzgeschichte: Kleines Herz in Not, von Graham Greene (1935, engl. The Basement Room bzw. The Fallen Idol) – 7 Sterne – mit Video

Das Söhnchen reicher Eltern verbringt ein Wochenende allein mit dem Diener-Ehepaar; der Junior mag den Butler, der ihn viel ernster nimmt und weniger herumkommandiert als dessen Frau. Dann macht sich der Butler strafbar – kann und will der Kleine das Vergehen des Butlers decken? Graham Greene (1904 – 1991) entwirft eine spannende Konstellation mit interessanten…

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Romankritik: Der dritte Mann, von Graham Greene (1950) – 8 Sterne

Angeblich sollte dies nie im Druck erscheinen. Graham Greene (1904 – 1991) sagt selbst, er schrieb den Kurzroman Der Dritte Mann nur als Vorbereitung für das von Alexander Korda und Carol Reed bestellte Drehbuch. Doch kaum zu glauben, dass dies ein Wegwerftext für den internen Gebrauch ist: Der dritte Mann in Buchform ist besser als…

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Filmkritik: Der dritte Mann (1949, mit Orson Welles) – 7 Sterne – mit Video

Der Klassiker ist in ganz erlesenem Schwarzweiß gedreht – perfekte Kontraste, markant, schön arrangierte Einstellungen, fast jede Szene wie eine Postkarte oder ein Standbild (Regie Carol ReedCarol Reed, Kamera Robert Krasker). Das sieht auch heute noch sehr gut aus, viel besser als sagen wir Billy Wilders schwarzweißer Sunset Boulevard von 1950. Allerdings wirken die Szenen…

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Kritik TV-Komödie: Lychees weiß blau (1998) – 7 Sterne

16jährige Thailänderin wird als Sexsklavin nach DE entführt, rettet sich aber in ein hinterwäldlerisches Oberbayerndorf. Dort weckt sie Beschützer-, Begatter- und Abwehrinstinkte – und irgendwann mischen sich Tempel- und Blasmusik. Das ist eine naive Heimatkomödie, noch weniger realistisch als möglich, aber nicht extrem grell oder extrem kitschig. Einige Dörfler haben das Herz liebenswert am rechten…

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Kritik Kinokomödie: Das Mädchen Rosemarie (1958, mit Nadja Tiller, Mario Adorf) – 7 Sterne – mit Videos

Was sind die Herren Generaldirektoren und Industriebarone doch für lächerliche Hurenböcke in dieser frechen Schwarzweißsatire von 1958. Mit schwarzen Benzen und unerträglich selbstgefälligem Mundwerk walzen sie im spöttisch choreografierten Gänsemarsch durch die deutsche Wirtschaftswunderkulisse. Sie verfallen verständlicherweise dem hinreißenden Callgirl, das Nadja Tiller mit Verve und konservativem Sexappeal auf die Leinwand stöckelt. Das ist alles…

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Filmkritik: The Artist (2011, mit Jean Dujardin) – 7 Sterne – mit Trailer

In diesem 4:3-Schwarzweiß-Stummfilm von 2011 dudelt unentwegt Musik – zu viel. Ganz gelegentlich hört man ein paar Geräusche oder gar Wörter – zur Überraschung der Zuschauer und der Filmfiguren. Die Handlung: Ein Stummfilm-Schauspieler findet sich im Hollywood der 1920er Jahren nicht damit ab, dass jetzt die Ära der Sprechfilme (Talkies) beginnt; da denkt man an…

Filmkritik: The Artist (2011, mit Jean Dujardin) – 7 Sterne – mit Trailer Weiterlesen »

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