Frankreich

Zur Textsammlung: Anthologie des schwarzen Humors, von André Breton (1997)

Mehrere Vorwörter scheinen sagen zu wollen, dass André Breton diese auf Französisch erstellte Sammlung mehrfach erweiterte. Ich hatte die dt. Ausgabe 2011 des Verlags Rogner & Bernhard, die lt. Impressum auf frz. Ausgaben von 1979 und 2000 beruht. Breton bringt kurze Auszüge u.a. dieser Autoren: Jonathan Swift, de Sade, G.C. Lichtenberg, de Quincey, Fourier, Grabbe, […]

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Filmkritik: Alexander, der Lebenskünstler (1968, mit Philippe Noiret) – 7 Sterne – mit Video

Liebenswerter Bauernschwank aus einem französischen Dorf: Bauer Alexandre (Philippe Noiret) wird von seiner Frau jeden Tag per Walkie-Talkie über alle Felder gehetzt. Dann endlich rafft ein gnädiger Unfall das herrische Weib hinweg, und Alexandre legt sich zwei Monate ins Bett; zuvor lässt er noch alle Tiere frei, und zum Einkaufen schickt er sein gewitztes Hundchen.

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Romankritik: So, und jetzt kommst Du, von Arno Frank (2017) – 7 Sterne

Mehrfach habe ich laut gelacht, das passiert nicht oft, gefällt mir aber sehr. Weiterer Vorteil: Arno Frank garniert die angeblich „wahre Geschichte“ seiner Familie, die aber doch als Roman figuriert, mit vielen packenden Details – Süßigkeiten und Spielzeug der 1980er und 1990er Jahre, extralange Eisenoxid-Musikkassetten, zeitgenössische Fernsehsendungen und Sprüche, Ereignisse wie Space Shuttle und Tschernobyl

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Rezension Erzählung: Heirate nie in Monte Carlo, von Graham Greene (1955, engl. Loser Takes All) – 7 Sterne – mit 2 Videos

Zwei englische Flitterwöchner verbringen 14 Tage in Monte Carlo, geraten in Geldnöte, werden reich, trennen sich und – Aber der Inhalt spielt gar nicht die große Rolle: So leicht wie dieses dünne Penguin-Taschenbuch ist auch sein Inhalt – eine milde Brise: Graham Greenes geistreich ironische, intelligente Dialoge plätschern possierlich dahin, gewürzt mit nonchalanten Bosheiten; er

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Kritik TV-Spielfilm: Eine zweite Chance auf Glück (2018, mit Émilie Dequenne) – 7 Sterne

Drei kultivierte Paare leben in Trennung, ringen um alte und neue Beziehungen, um Sorgerecht, und suchen „eine zweite Chance auf Glück“. Sie agieren ruhig, überlegt, ohne große Ausbrüche, zugewandt noch im Moment der Enttäuschung; sie leiden still unter stillen Erwartungen der Partner. Seinen angenehm langsamen, nicht-hysterischen, nicht zu unrealistischen und in Frankreich preisgekrönten TV-Spielfilm garniert

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Buchkritik: Die Leute von Port Madeleine, von Klaus Harpprecht (1989) – 6 Sterne

Das plätschert so ganz nett dahin: 15 einheitlich kurze Geschichtchen aus dem fiktiven Örtchen Port Madeleine an der Côte d’Azur, sicherlich dem südfranzösischen Wohnort des deutschen Autors nachempfunden, aber leider als Fiktion ausgegeben. Wir lernen die ganze Dorfgesellschaft kennen: den Wirt, seine Wirtin, die Postlerin, den Pfaffen, den Bürgermeister, seinen Stellvertreter und ihre Schreibkraft. Nach

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Romankritik: Drei Frauen, von Georges Simenon (1959) – 4 Sterne – mit Medien-Links

Die junge, selbstbewusste Fallschirmspringerin und Rennfahrerin Sophie lebt mit einer labilen Freundin und einer Haushälterin zusammen. Da muss die fast vergessene Großmutter aufgenommen werden – sie kommt in die zweite Dienstbotenkammer. Zwischen den Frauen entsteht eine Art Machtkampf; zum Beispiel konfisziert Sophie den Konservenvorrat ihrer Großmutter, um Gäste zu bewirten; es gibt ein wenig Zickenkrieg,

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Rezension Biografien: The Life of Graham Greene, Vol. I 1904 – 1939 (1989), Vol. II 1939 – 1955 (1994), Vol. III 1955 – 1991 (1999), von Norman Sherry – 6 Sterne – mit Presse-Links

Graham Greene hatte Norman Sherry 1974 zum Biografen ernannt, ihm unbeschränkten Zugang zu allen Briefen und Tagebüchern und über 17 Jahre viele Interviews gegeben – und die Erlaubnis, alles zu zitieren, auch seine Romane. Sherry schrieb von 1976 bis 2002. Er sprach ausführlich mit allen Familienangehörigen, Frauen, Bekannten, Kollegen, las unveröffentliche Teile Greenescher Memoiren und

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Rezension: Leihen Sie uns Ihren Mann, von Graham Greene (Kurzgeschichten 1967, engl. May We Borrow Your Husband?) – 8 Sterne – mit Presse-Links

Graham Greene schreibt nonchalant, exquisit humorvoll mit geistreich-mokanten Dialogen, jederzeit ohne Wort-Bling, kaum einmal unverständlich enigmatisch. Das Gehabe ist englisch steif und passt in 40er-Jahre-Komödien; es erinnert auch an (einen strikt entkrassten) Mr. Bean. Schwule Inneneinrichter, alternde verlassene Damen, einfühlsame Jungehefrauen und lächerliche Pekinesen bevölkern die Kurzgeschichten, die zum Teil in Antibes und Nizza an

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Rezension: Gebrauchsanweisung für Südfrankreich, von Birgit Vanderbeke (2002, 2011) – 5 Sterne

Birgit Vanderbeke lebt in Südfrankreich, einige ihrer vergnüglichen Romane spielen dort und vermitteln gute Eindrücke vom Landleben. Ihre „Gebrauchsanweisung für Südfrankreich“ klingt jedoch wortreich, geschwätzig, betulich, bei gleichwohl leicht konsumierbarem Plauderton. Immer wieder konstruiert Birgit Vanderbeke hypothetische Reisesituationen mit einem männlichen Leser, der mit „Sie“ angeredet wird. Sie deutet ihre eigenen Südfrankreich-Erlebnisse mehrfach kurz an,

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Filmkritik: Chocolat – Ein Biss genügt (Frankreich/England 2000, mit Juliette Binoche) – 5 Sterne – mit Video

Der Film ist noch ölig-süßer als die Schokokreationen, die Juliette Binoche hier unentwegt auftischt. Handlung und Bilder direkt aus dem Märchen: Gut und Böse stehen klar gegenüber, und zum völlig vorhersehbaren Schluss gelingen ein paar Crossover-Läuterungen (mit Juliette Binoche, Alfred Molina, Carrie-Anne Moss, Lena Olin, Johnny Depp, Judi Dench, Leslie Caron). Perma-innige Frauensolidarität, perma-brühwarmes Binoche-Lächeln,

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Filmkritik: Das blaue Zimmer (Frankreich 2014) – 6 Sterne – mit Video

Die Simenon-Verfilmung wirkt optisch sehr edel, die beträchtliche Erotik nicht viel zu schwülstig, und nach 71 Minuten im Format 4:3 ist alles vorbei. Doch der Streifen wechselt fast im Sekundentakt die Zeitebene – mal vor, mal nach der Tat, ganz klar wird das Geschehen bis zum Schluss nicht. Die meisten Figuren außer Hauptdarsteller, Ko-Autor und

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Rezension: Das blaue Zimmer, von Georges Simenon (Roman 1964) – 8 Sterne – mit Video

George Simenon beschreibt das Leben in der französischen Provinz wie immer sehr plastisch und mit vielen markanten Details. Der verheiratete Landmaschinenhändler Toni Falcone kurvt über die Dörfer und betreut Bauern. Regelmäßig trifft er sich im Hotel seines Bruders mit einer ebenfalls verheirateten Geliebten; die möchte unbedingt ganz zu Falcone wechseln – doch dem stehen beide

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Rezension: Die Marie vom Hafen, von Georges Simenon (1938) – 8 Sterne – mit Medien-Links

Simenon schildert die Atmosphäre in dem französischen Fischerort knapp, aber eindrucksvoll – die einlaufenden Boote, die Drehbrücke, die wartenden Frauen, Regen und Nebel. George Simenon (1903 – 1989) schrieb den Roman offenbar am Schauplatz der Handlung. Wie immer präsentiert er interessante Details, viele knappe Dialogzeilen, und er erzählt diesen Nicht-Maigret ohne Mord strikt chronologisch (O-Titel

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Rezension: Der Mann mit dem kleinen Hund, von Georges Simenon (1964) – 7 Sterne

Der Ich-Erzähler ist ein betont dröger, alleinstehender Endvierziger in Paris. Er arbeitet in einem kleinen Antiquariat und redet praktisch nur mit seiner Chefin und seinem Pudel. Dieser Félix Allard schreibt sein wechselhaftes, aber langweiliges Leben in schlingernden Rückblenden auf. Erst ganz allmählich wird klar, dass die Hauptfigur vier Jahre im Gefängnis saß (O-Titel L’Homme au

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Rezension: Der große Bob, von Georges Simenon (1954) – 8 Sterne – mit Medien-Links

Der große Bob liegt tot auf dem Grund der Seine. Es sieht nach Selbstmord aus. Dabei war Bob doch glücklich verheiratet und immer gesellig gewesen. Ein Freund Bobs, ein Arzt, befragt Bobs Umfeld auf der Suche nach Gründen für den Freitod. So erfahren wir in vielen kleinen Rückblenden mehr über Bob. Gewaltige Spannung erzeugt Georges

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Rezension: Fremd im eigenen Haus, von Georges Simenon (1940) – 6 Sterne – mit Video

Ein leicht verlotterter, weinseliger, alleinerziehender Kleinstadt-Rechtsanwalt muss überrascht feststellen, dass unter es unter seinem Dach nicht nur heimliche Parties und Krankenversorgung, sondern auch einen Mord gab. Georges Simenon (1903 – 1989) beschreibt die Vernetzung der verschiedenen Kleinstadt-Figuren wie Staatsanwalt, Wirt oder Gefängniswärter. Das ist ganz interessant, allerdings streut Simenon zu erkennbar falsche Fährten aus. Und

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Kritik Filmkomödie: Die Ferien des Monsieur Hulot (1953, von und mit Jacques Tati) – 7 Sterne – mit Video

Liebenswert, wie an einem gutbürgerlichen bretonischen Ferienstrand immer wieder kleine, skurrile Missgeschicke passieren, oft ausgelöst vom ungelenken Herrn Hulot/Tati, ausgedacht mit viel Fantasie, aber nie schrill. Eine Geschichte spielt sich hier zwar nicht ab, aber viele kleine, drollige Szenen zum Thema Sommerfrische am Meer. Es gibt kaum Dialoge, fast nur Geräusche – und zuviel immergleiche

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Rezension frz. Beziehungsdrama: Die Ökonomie der Liebe (2016, fr. L’économie du couple) – 8 Sterne – mit Trailer

Die Wohnung gehört Marie, doch Ex Thierry will einfach nicht ausziehen. Sie zanken sich um die zwei Töchter, um Entschädigung für Thierrys Renovierungsleistungen und um die Zukunft. Bérénice Bejo überzeugt als junge, beherrschte Frau, die alles kopfgesteuert regeln und nie die Beherrschung verlieren will und kaum damit zurecht kommt, wie ihr doch die Kontrolle entgleitet.

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Filmkritik Komödie: Ein Dorf sieht schwarz, (2016, fr. Bienvenue à Marly-Gomont, engl. The African Doctor) – 7 Sterne – mit 2 Videos

Distinguierte Kongolesen-Familie lässt sich in den 1970ern in einem französischen Dorf nieder und wird von den Alteingesessenen erst einmal kräftig gemobbt. Familienvater Zatoko wollte als Arzt praktizieren, doch seine Dorfpraxis bleibt meist leer. Der Film ist humorvoll, feel-good warmherzig – und schlicht: Hier die dummen verstockten weißen Dörfler; dort die lieben Afrikaner, die all die

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Kritik Frankreich-Bericht: French Spirits (2002), von Jeffrey Greene – 6 Sterne – mit Kritiken

Der US-Literaturprofessor und Dicher Jeffrey Greene und seine US-Partnerin Mary, promovierte Biologin und Laborleiterin beim Pasteur-Institut, kaufen 1992 ein verfallenes Pfarrhaus im burgundischen Kaff Rogny-les-Sept-Écluses, zwei Stunden südlich von Paris. Greene erzählt amüsant vom Renovieren, von seinen Nachbarn und seiner Hochzeit in der neuen Immobilie, die jedoch nur am Wochenende bewohnt wird. Gelehrte Vergleiche und

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Romankritik: Der Sommer der Wildschweine, von Birgit Vanderbeke (2014) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Klar, der neue Vanderbeke, das ahnt man schon: es spielt sicher wieder in Südfrankreich, ist pseudo-naiv erzählt und schnell vorbei. Und so kommt es auch (145 luftig bedruckte Seiten). Witzig und überraschend packt Birgit Vanderbeke diesmal jedoch viele moderne Themen in den Urlaubsbericht einer modernen Familie: Es geht um Modedesign, 3D-Design, Tierschutz à la PETA,

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Filmkritik: Ein Augenblick Liebe (2014, mit Sophie Marceau) – 6 Sterne – mit Video & Links

Sophie Marceau ist moderne alleinziehende Mutter und verliebt sich in einen verheirateten Rechtsanwalt (François Cluzet). Der ist auch sehr angetan, will aber seine Familie eigentlich nicht riskieren. Oder doch? Sie schleichen umeinander herum. Der Film ist voller Klischees und platter Küchenpsychologie (O-Titel Une rencontre). Sophie Marceau als angebliche Erfolgsautorin klaut sich Cluzets Nummer aus dem

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Rezension Spielfilm: Frankreich Privat, Die Sexuellen Geheimnisse einer Familie (2012) – 5 Sterne – mit Presse-Links & Video

Das muss einfach ein französischer Film sein, denn alle in der Großfamilie reden unentwegt über Sex. Oder sie praktizieren ihn, in deftigen Szenen. Hauptfigur ist ein 18jähriger, der schon mal in Tränen ausbricht, weil er noch nie – aber auch Geschwister, Eltern und Großvater kommen zur Sache, in Wort und Tat. Das ist offenherzig und

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Rezension Murphy-Biografie: Living Well Is the Best Revenge, von Calvin Tomkins (2013) – 7 Sterne

Die US-Amerikaner Gerald und Sara Murphy hatten ein hochinteressantes Leben. Calvin Tomkins schreibt hier vor allem über die 1920er Jahre, als die Murphys ohne Geldsorgen in Paris und Südfrankreich mit Picasso, Cole Porter, F. Scott Fitzgerald, Hemingway und anderen Kulturgrößen verkehrten, große Feste in ihrer Villa America mit Mittelmeerblick gaben. Das dünne Bändchen ist schnell

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Rezension Biografie: Some Sort of Epic Grandeur, The Life of F. Scott Fitzgerald, von Matthew J. Bruccoli (2002, Second Revised Edition) – 7 Sterne – mit Pressekommentaren

Autor Bruccoli (1938 bis 2008) galt zu Lebzeiten als bekanntester Fitzgerald-Gelehrter. Der Haupttext dieser Fitzgerald-Biografie hat gut 500 Seiten, auf eher großem Druckblatt und eher eng bedruckt, also viel Stoff. Dazu kommen rund 155 Seiten Vorwörter, Zeittafeln, Danksagungen und Anhänge wie Bibliografien, Anmerkungen, Stichwortverzeichnis und ein paar reproduzierte interne Aufzeichnungen Fitzgeralds, etwa seine Finanzen und

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Rezension Bluray Romanverfilmung: Zärtlich ist die Nacht (BBC 1985)

1985 produzierte die BBC eine sechsteilige Serie nach dem Roman Zärtlich ist die Nacht (1934, engl. Tender Is the Night) von F. Scott Fitzgerald mit Peter Strauss und Mary Steenburgen. Ich hatte eine geliehene Bluray von Lovefilm (bei Lovefilm als Doppel-DVD bezeichnet). Bei dieser 2015 erschienen Bluray ließ sich an einem Bluray-Player von 2009 nur

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Romankritik: Zärtlich ist die Nacht, von F. Scott Fitzgerald (1934, engl. Tender is the Night) – 5 Sterne – mit Hintergründen, Video & Presse-Links

Das US-amerikanische Ehepaar Dick und Nicole Diver lebt in den 1920ern ohne Geldsorgen in Südfrankreich und Zürich. F. Scott Fitzgerald verarbeitet hier wie fast immer sein eigenes Leben und das seiner Frau, also geht es auch um Nervenkrankheit, scheiternde Träume und Alkoholismus – Fitzgeralds entsprechender Lebensabschnitt heißt in der Bruccoli-Biografie „A Drunkard’s Holiday, 1925 –

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Romankritik: Glücklich die Glücklichen, von Yasmina Reza (2013) – 6 Sterne – mit int. Presse-Links

Ein gutes Dutzend Hauptfiguren mit gleichberechtigten Anteilen hat der kurze Roman. Einige Ehepaare zanken ungut und betrügen sich. Ohnehin gibt es viel Rechthaberei und Machtspiele, außerdem einen Psychiatriefall, Stricherbesuche mit bezahltem Geschlagenwerden, Kindesmissbrauch, Krankheiten und Streit über Beerdigung versus Einäschern. Yasmina Reza produziert 21 Kapitel mit je sieben Seiten und 18 verschiedenen Ich-Erzählern. Die Beziehungen

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Romankritik: Adam Haberberg, von Yasmina Reza (2007) – 7 Sterne – mit internat. Presse-Links

Die Erfolgsdramatikerin Yasmina Reza greift ein global relevantes und sehr populäres Thema auf: Die Schriftstellerin schreibt über einen Schriftsteller in der Krise. Adam Haberberg, 47, greint das ganze (kurze) Buch hindurch. Krankheiten plagen ihn, die Gattin ist lieblos, und die Kritiker haben sein drittes Buch kaum mehr ignoriert, so dass er – Schmach über Schmach

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Romankritik: Die sonderbare Karriere der Frau Choi, von Birgit Vanderbeke (2007) – 7 Sterne

Ihr Tonfall ist sehr eigen, doch nie eitel und aufdringlich. Leichthändig und beflissen säuselnd verbindet Birgit Vanderbeke ihre fiktive südfranzösische Dorfchronik ca. 1990 – 2002 mit Schmetterlingskunde, Lokalpolitik, Pilzarten, Forensik, einer Fußball-WM, DTP sowie fernöstlicher Architektur und Küche Das klingt keinen Moment lang angelesen und aufgepfropft, Vanderbeke beschreibt lebendige Figuren. Frauen stehen allerdings tendenziell weise

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