Asien

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Rezension Thailand-Memoiren: My Boyhood in Siam, von Kumut Chandruang (1938) – 7 Sterne

Kumut Chandruang erzählt über viele Jahrzehnte das Leben seiner Eltern und sein eigenes Leben in Thailand. Er klingt naiv versöhnlich, liefert jedoch viele interessante, gelegentlich humorvolle Details und Einblicke in eine untergegangene Welt, und das in gefälliger Schreibe – samt unterschiedlicher Ansichten zu Europäern. Nord und Süd: Chandruangs Vater verließ mit 14 auf eigene Faust…

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Kritik Kurzgeschichten: Von Männern, die keine Frauen haben, von Haruki Murakami (2014) – 4 Sterne

Die sieben Geschichten transportieren nicht nur gleichförmige Stimmung und Figuren, sie sind mit 30 bis 40 locker bedruckten Seiten auch gleichförmig lang (gefühlte Länge 22 Seiten; ich hatte die von Dumont lizenzierte Büchergilde-Ausgabe). Man liest sie mühelos (wenn man sich nicht an Verrätseltem stört). Distanz und Mittelmäßigkeit: Obwohl hier ein Mann über einsame Männer schreibt,…

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Rezension Thai-Geschichten: People of Esarn, von Pira Sudham (1997) – 5 Sterne

Die Hauptfiguren im eher literarischen Teil dieses schmalen Buchs sind Ich-Erzähler aus dem Isaan, der armen flachen Gegend im Nordosten Thailands. Manche können nicht lesen. Sie berichten von ihrem armseligen Landleben, Pech in der Liebe, einige gehen zum Arbeiten nach Bangkok. Schmucklose Protokolle: Die Geschichten klingen fast wie Interview-Protokolle, so schmucklos und ohne Effekthascherei schreibt…

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Rezension Thai-Roman: Shadowed Country, von Pira Sudham (2004, enthält Moonsoon Country, 1988 + The Force of Karma, 2002) – 2 Sterne

Autor Pira Sudham (Pira Canning Sudham) wurde in einem nordostthailändischen Dorf geboren (also in der Region Isaan/Esarn), ging mit 14 zum Lernen nach Bangkok, studierte und lebte später in Neuseeland, Australien und England, zuletzt offenbar wieder in Thailand. Er schreibt nur auf Englisch. Ich bespreche hier das dicke Hardcover-Buch Shadowed Country (Verlag Asiashire, 2004); es…

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Buchkritik: Bangkok Days, von Lawrence Osborne (2009) – 4 Sterne

Das Bangkok-Buch beginnt mit fast vorhersehbaren Themen: Alte weiße Männer in schäbigen Wohnklitschen und Klamotten – „in baggy pants, a crinkled shirt… espadrilles“… „undescribably shabby and old now“… „paunchy and mottled“ (während wir von Autor Lawrence Osborne nur Dandy-Fotos im Anzug kennen); dazu Bars und eine Prostituierte für mehrere Nachbarn. Sie ist eine der ganz…

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Kritik Reise-Trink-Buch: The Wet and the Dry. A Drinker’s Journey, von Lawrence Osborne (2013) – 5 Sterne

Lawrence Osborne erforscht in einer Reise, wie man in islamischen Ländern Alkohol anbaut und trinkt, u.a. im Libanon, in Pakistan, Abu Dhabi, Dubai und im Oman. Osborne pflegt einen schnöseligen, pseudokultivierten Ton, als ob er alles aus größter, mild amüsierter Distanz betrachte. Auf Goodreads erhielt das Buch maue 3,4 von 5 möglichen Lesersternen (Stand Juni…

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Rezension Sachbuch: Stealth of Nations, von Robert Neuwirth (2011) – 7 Sterne – mit Video

Neuwirth beschreibt Händler im informellen Sektor vor allem heißer Länder wie China, Nigeria oder Brasilien. So leben nach Neuwirths Informationen vielleicht 30.000, 100.000 oder 300.000 Afrikaner allein im chinesischen Guangzhou, zumeist ohne gültiges Visum. Sie schaffen chinesische Ware wie Handys oder Autoteile nach Afrika – und zahlen nur einen Bruchteil der regulären Steuern und Zölle,…

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Rezension Roman: So wirst du stinkreich im boomenden Asien, von Mohsin Hamid (2013, engl. How to Get Filthy Rich in Rising Asia) – 5 Sterne

Das Erfolgsbuch des Erfolgsautors begeisterte auch die Profikritik. Es hat ein paar kurze, markante Dialoge und gelegentlich kleine, hübsche Szenen. Ansonsten passiert nicht besonders viel: ein armer pakistanischer Dorfjunge kommt in die Großstadt Lahore und wird allmählich reich; auf jeder neuen Stufe ringt er mit Dreck, Gewalt und Korruption, bis zum verklärten Ende Jahrzehnte später….

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Romankritik: Crazy Rich Asians, von Steven Kwan (2013) – 6/10 – mit Video

Crazy Rich Asians (2013, dt. u. engl. Buchtitel) ist der erste Teil einer Trilogie, die Kevin Kwan 2016 mit Crazy Rich Girlfriend (engl. China Rich Girlfriend) und 2018 mit Crazy Rich Problems (engl. Rich People Problems) fortsetzte. Die Verfilmung von Crazy Rich Asians erschien 2018 (dt. Titel Crazy Rich). Die Teile 2 und 3 wurden…

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Filmkritik: Crazy Rich (2018, engl. Crazy Rich Asians) – 7 Sterne

Ungewöhnlich für eine *Hollywood*-Produktion: Der Erfolgsfilm auf Basis des Erfolgsbuchs von Kevin Kwan zeigt nur chinesische Gesichter unter chinesischer Regie an asiatischen Schauplätzen. Die Mittelschicht-US-Chinesin Rachel erlebt in Crazy Rich Asians die Welt der chinesisch-stämmigen Superreichen in Singapur, mit atemberaubendem Luxus und schockierenden Intrigen. Die romantische Komödie läuft flockig durch, hat Schwung, die richtige Menge…

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Rezension Indonesien-Roman: Das Zigarettenmädchen, von Ratih Kumala (2012) – 7 Sterne

Dass Autorin Ratih Kumala auch TV-Filme skriptet, glaube ich gern: sie liefert in diesem Roman viele Dialoge, mild schmalzige Momente und Cliffhanger, wenn es spannend wird; eine zentrale Frage entsteht auf den ersten Buchseiten und wird erst 250 Seiten später beantwortet; das Ende bringt sogar Lösungen zu Problemen, die man gar nicht gesehen hatte. Insgesamt…

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Kritik Indonesien-Roman: In Fesseln, von Armijn Pane (1940) – 5 Sterne

Ein sehr provinzielles Batavia (Jakarta) in den 1930ern. Der Arzt Tono ist lieb- und kinderlos mit der mürrischen, herrischen und stolzen Tini verheiratet. Abends aber täuscht er Krankenbesuche vor und kehrt ein bei der gepflegten Ex-Prostituierten Yah. Die ist handzahm und immer lächelnd, da kann Tono entspannen. Viel historisch-indonesische Atmosphäre breitet der indonesische Autor Armijn…

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Rezension Länder-Bericht: Jenseits des Glaubens: Eine Reise in den anderen Islam, von V.S. Naipaul (1998, engl. Beyond Belief, sein 2. Islam-Buch) – 8 Sterne

V.S. Naipaul liefert hier lange Portraits aus vier Ländern, die sich einst – fern von Arabien – dem Islam zuwandten: aus Indonesien, Iran, Pakistan und Malaysia. In diesem Buch von 1998 wiederholt er eine frühere Reise, die er bereits 1981 in dem Band Eine islamische Reise: Unter den Gläubigen (engl. Among the The Believers: An…

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Rezension: Gebrauchsanweisung für Istanbul, von Kai Strittmatter (2014) – 7 Sterne

Kai Strittmatter findet Istanbul und die Türkei total toll, und das erklärt er hier aufdringlich enthusiastisch. Aber auch sehr informativ und leicht lesbar: Bei aller Humoristik („Mehr noch als mit dem Krummsäbel ist der Türke nämlich mit dem Siruplöffel in der Hand geboren“, S. 67) produziert Strittmatter keine heiße Luft, sondern Fakten, Fakten, Fakten und…

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Rezension: Frauen auf den Philippinen, Kurzgeschichtensammlung 1987 – 5 Sterne

Neben Kurzgeschichten enthält der schmale dtv-Band auch drei biografische Protokolle sowie Gedichte, die ich nicht gelesen habe, weil mir die Lyrik-Ader fehlt. Die Texte stammen ausschließlich von Frauen, u.a. von Ester Vallado DaRoy, Lina Espina Moore, Amelia Lapeña Bonifacio und Ines Taccad Camayo. (Zum Vergleich: Der Band Frauen in Thailand, 1989, bringt fast nur Kurzgeschichten,…

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Rezension: Frauen in Thailand (Kurzgeschichten 1989) – 5 Sterne

Der 220-Seiten-Band enthält Kurzgeschichten und ein Gedicht über Frauen in Thailand, geschrieben von Männern und Frauen, u.a. Pira Sudham, Atsiri Dhammachoti, Krisna Asokesin, Lao Kamhom, Manop Thanomsi, Visanchani Nakorn, Sri Dao Rüang, Sirem-on Unehathup, Prabhassorn Sevikun, Mon. Methi, Wat Wanlayangkun, Rong Wongsawan, Kong Krailat, K. Surangkanang und Niramon Prudtatorn. Herausgeberin Hella Kothmann begründet die Aufnahme…

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Rezension Indonesien-Buch: Surviving against the Odds, von Stanley Ann Dunham (1992/2009) – mit Kritiker-Links

Stanley Ann Dunham, Barack Obamas Mutter, war eine hochinteressante, weltoffene Intellektuelle, die in Hawaii erst einen Kenianer (Obamas Vater) und später einen Indonesier heiratete. Sie reichte ihre über 1000seitige Dissertation über indonesische Dorfwirtschaft 1992 an der Uni Hawaii bei Alice Dewey ein und starb 1995 mit 52, lange bevor ihr Sohn weltbekannt wurde. Ab 2005…

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Rezension: A Singular Woman, Barack Obama’s Mother, von Janny Scott (2011) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Stanley Ann Dunham, Barack Obamas Mutter, war eine hochinteressante, weltoffene Intellektuelle, die in Hawaii erst einen Kenianer (Obamas Vater) und dann einen Indonesier heiratete und zeitweise mit Sohn in Indonesien lebte. Sie verbrachte insgesamt die Hälfte ihres erwachsenen Lebens in Indonesien, forschte und promovierte dort über Dorfwirtschaft, leitete Hilfsorganisationen und beriet Regierungen und Banken in…

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Rezension Biografie: Barack Obama, The Story, von David Maraniss, (2012) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Das Buch reicht von Obamas Urgroßeltern in Kansas und Kenia bis zu Obamas Jurastudiumbeginn 1988 in Harvard. Es endet also deutlich vor Beginn der politischen Laufbahn. Washington-Post-Journalist Maraniss erzählt ausführlich aus dem Kansas der 1920er Jahre, in Kenia geht er kurz zurück bis auf 1820. Fast stolz erwähnt Maraniss im Vorwort, dass der spätere US-Präsident…

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Rezension: Mai Pen Rai Means Never Mind, von Carol Hollinger (Thailand-Bericht 1965) – 7 Sterne

Carol Hollinger bewohnt Ende der 1950er Jahre mit Mann und Tochter ein Haus in Bangkok. Ich habe selten so gelacht wie in den ersten Kapiteln dieses Buchs. Laut Werbung ist es „an American housewife’s honest love affair with the irrepressable people of Thailand“ – aber das klingt irreführend: Hollinger werden die Damenkränzchen der Ausländerinnen schnell…

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Buchkritik: Bangkok People, von James Eckardt (1999) – 5 Sterne

In knapp drei Dutzend Geschichten portraitiert James Eckardt Bangkok-Bewohner, die er bis 1997 für Bangkoks Manager Magazine traf. Im Nachwort schreibt er einige Geschichten noch bis 1999 fort. Die Texte sind jeweils nur drei bis zehn luftig bedruckte Seiten lang. Eckardt ist mit einer Thailänderin verheiratet und spricht gut Thai. Er formuliert flüssig, sehr gut…

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Rezension Reisebuch: Indonesien und so weiter, von Elizabeth Pisani (2014, engl. Indonesia etc.) – 8 Sterne – mit Presse-Links

Fazit: Wenn auch nicht ganz homogen, so doch ebenso unterhaltsam wie informativ: dies ist eins der besten Hot Country-Bücher, die ich kenne. Pisani schreibt warmherzig, intelligent und witzig ohne Schmalz und Verklärung, dabei mit verblüffenden Ausdrücken und Vergleichen (ich kenne nur das englische Original und kann die Eindeutschung nicht beurteilen). Statistisches und Geschichtliches mit Tiefgang…

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Rezension Sprechbücher: Indonesisch Wort für Wort, plus Wörterbuch (Reise KnowHow) & Indonesian Phrasebook (Lonely Planet ) – je 7 Sterne

  Nach Indonesien habe ich diese zwei Sprechbücher mitgenommen: Lonely Planet: Indonesian Phrase Book & Dictionary (6th Edition 2012) Reise KnowHow: Kauderwelsch plus. Indonesisch Wort für Wort plus Wörterbuch (2. Auflage 2016) Das Reise-KnowHow Sprechbuch mit ganzen Sätzen für Touristen hat mir besser gefallen als das englische Indonesian Phrasebook & Dictionary von Lonely Planet. Normalerweise…

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Indonesien-Reiseführer im Vergleich: Stefan Loose & Lonely Planet

Ich habe im März 2017 die zwei aktuellen Reiseführer für Indonesien von Lonely Planet und Loose verglichen und mitgenommen: Die Zuverlässigkeit der Ortskarten habe ich kaum geprüft, da es mit Google Maps in der Hand viel besser geht. Ich habe die Bücher nur für Nord- und Westsumatra genutzt. Grundsätzlich gilt: Der Lonely Planet gibt pro…

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Rezension hist. Indonesien-Roman: Garten der Menschheit, von Pramoedya Ananta Toer (1980, ind. Bumi Manusia) – 6 Sterne

Was mir gefiel: viel Handlung viele kurzweilige Dialoge interessante Einblicke ordentliche, flüssige Übersetzung durch Brigitte Schneebeli (jedoch pauschal kritisiert von Einar Schlereth) Weniger behagte mir: sehr ungewöhnliche, untypische indonesische Hauptfiguren Hauptfigur Ann nur hübsch + hohl über weite Strecken naiver, kindlicher Erzählton (Ich-Erzähler ist ca. 18) (ähnlich Toers Erzählband Das ungewollte Leben) im letzten Viertel…

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Rezension hist. Indonesien-Kurzgeschichten: Das ungewollte Leben, von Pramoedya Ananta Toer (1952, ind. Cerita dari Blora) – 6 Sterne

Die Geschichten stammen dem Erzählungsband Cerita dari Blora, die Toer als junger Mann geschrieben hatte (auch Tjerita dari Blora; wörtl. Erzählungen aus Blora, 1952; engl. Ausgabe All That Is Gone, mit teils anderer Zusammenstellung, u.a. gibt es in der engl. Ausgabe eine Beschneidungsgeschichte, die im dt. Band fehlt). Meine dt. Übersetzung des DDR-Verlags Volk und…

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Rezension Biografie: Jim Thompson, The Unsolved Mystery, von William Warren (1998) – 5 Sterne

Warren beschreibt das Leben des Thai Silk-Unternehmers Jim Thompson (*1906) in drei großen Teilen unchronologisch in dieser Reihenfolge: zuerst das Osterwochendende 1967, an dem Thompson in den malaysischen Cameron Highlands verschwand, dann sehr kursorisch Thompsons frühen Jahre als Architekt und Militär, danach ausführlicher über Thompsons Ankunft in Bangkok 1945, Thai-Innenpolitik, Thompsons Engagement für das Oriental-Hotel…

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Rezension: Thailand, The Last Domino, von Richard West (Sachbuch 1991) – 7 Sterne

Journalist Richard West (1930 –2015) reist das Königreich in alle Richtungen ab. Doch abgesehen von ein paar Bierpreisen, Taxifahrern und räudigen Kötern liefert er kaum aktuelle Impressionen. West produziert vielmehr ein Feuerwerk aus historischen und soziologischen Notizen, das auch heute noch interessant klingt. So beginnt der Bangkok-Teil mit einer langen Geschichte der Königsdynastie, und dabei…

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Rezension: Thailand Confidential, von Jerry Hopkins (Sachbuch 2005) – 5 Sterne

Ex-Rollings-Stone-Journalist, Elvis- und Jim-Morrison-Biograf Jerry Hopkins liefert viele kurze Beiträge, die sich nicht zu einem Ganzen fügen – Slumkinder, die Chirurgie einer Geschlechtsumwandlung, thailändische Höflichkeit, Fischsauce, gegrillte Insekten, Elefanten, Raubkopien, Kautschuk, Backpacker, ein Aufenthalt im teuersten Krankenhaus des Landes, alles bekommt drei oder fünf Seiten. Im Abschnitt über Polizeimorde an mutmaßlichen Drogenhändlern verschweigt Hopkins die…

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Rezension: Tianchi: Unterwegs in China und Tibet, von Vikram Seth (Tibet-Reisebericht, 1983, engl. From Heaven Lake) – 7 Sterne

1981 reist der indische Doktorand Vikram Seth zwei Monate lang vom nördlichen China über Land nach Süden, durch Tibet bis nach Nepal – zunächst per Eisenbahn, später vor allem in LKWs. Er kämpft mit Visumproblemen, zerstörten Brücken und quicklebendigen Flöhen. Seth spricht Chinesisch, aber nicht Tibetanisch. Er schildert vor allem Reiseschwierigkeiten und Reisebekanntschaften mit wenigen…

Rezension: Tianchi: Unterwegs in China und Tibet, von Vikram Seth (Tibet-Reisebericht, 1983, engl. From Heaven Lake) – 7 Sterne Weiterlesen »

Rezension: Eine gute Partie, von Vikram Seth (Roman 1993, engl. A Suitable Boy) – 7/10

Fazit: Epische Saga, die vier große Familien und kaum mehr als ein Jahr beschreibt. Viele starke, gebildete, clevere Dialoge. Häufig mild spannend, jedoch dramatisch nur auf den letzten 200 Seiten. Souverän und rund geschrieben, aber  gelegentlich irritieren überhastete Perspektivwechsel, und manche Themen bettet der Autor nicht richtig in die Handlung ein. Gekürzt um ein Drittel…

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