Buch

Kritik Biografie: Italo Svevo, von François Bondy, Ragni Maria Gschwend (1995) – 6 Sterne

François Bondy und Ragni Maria Gschwend diskutieren zunächst die schwierige Quellenlage und führen ins Triest des 19. Jahrhunderts ein. Dann liefert die dünne, aber doch faktenreiche Italo-Svevo-Biografie Kapitel über Svevos Großeltern, Eltern, Svevos frühe Kindheit und die Zeit im deutschen Internat. Vieles ist nicht präzise belegbar. Ab der späteren Jugend – noch in Deutschland, dann…

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Romankritik: Ein Mann wird älter / Senilità, von Italo Svevo (1898) – 4 Sterne – mit 2 Videos

Jahrhundertwende in Triest: Junger Herr von etwas Stand lacht sich unterfinanziertes Betthupferl als friend with benefit an. Doch die Signorina ist nicht ohne Vergangenheit, ihre Tugend nicht ohne Tadel, es kommt zu Komplikationen. Der Erzähler klingt in diesem Roman teils altklug, besserwissend und stützt sich mehr auf allgemeine Erklärungen, weniger auf Dialoge und konkrete Handlung….

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Romankritik: Zenos Gewissen (Zeno Cosini), von Italo Svevo (1923) – 8 Sterne

Auf Anraten seines Arztes schreibt der Handelsmann Zeno Cosini sein Leben nieder. Dabei geht er nicht streng chronologisch vor, sondern nach Themen: Zigaretten, Tod des Vaters, Eheschließung, Eheleben und Geliebte, Geschäftsleben. Fazit: Über knapp 540 von rund 590 Seiten Haupttext wirkt der Roman ebenmäßig, durchdacht und uneitel – fast ein Meisterwerk alter Schule. Italo Svevo…

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Kritik Kurzgeschichtensammlung: Mein Müßiggang, von Italo Svevo – 8 Sterne

Die Hauptfiguren der meisten Kurzgeschichten kratzte Italo Svevo scheint’s im Cognac-Rauchereck einer Ü60-Party zusammen: Gediegen rüstige Signores mit ihren Gebresten, ihren Geschäften, ihrem Hunger auf Zigaretten und hübsche junge Dinger. Diese Themen kennt man so ähnlich aus Italo Svevos berühmtem Altersroman, Zenos Gewissen (Zeno Cosini, 1923) oder aus der späten Svevo-Erzählung Der alte Herr und…

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Romankritik: Sari, Jeans und Chilischoten, von Meera Syal (1999, auch Hochzeit auf Indisch, engl. Life Isn’t All Ha Ha Hee Hee) – 6 Sterne – mit 2 Videos

Im Mittelpunkt des Romans stehen drei Mittelschicht-Inderinnen Mitte 30 in London; zwei mit beruflich in London etablierten Indern verheiratet, eine mit einem Weißen liiert. Meera Syal (*1961) beschreibt erkennbar ihr eigenes Leben in der Figur Tania als taffe indischstämmige TV-Macherin. Sie liefert viele witzige Beobachtungen und teils Dialoge. Allerdings packt sie scheinbar alles in den…

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Romankritik: Bilder deiner großen Liebe, von Wolfgang Herrndorf (2014) – 6 Sterne

Ein halbwüchsiges Mädchen büchst aus der Anstalt aus, schlägt sich tage- und wochenlang durch die Büsche – das klingt wie, das ist wohl die Vorgeschichte zu Wolfgang Herrndorfs Erfolgsroman Tschick. Und zwar nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich: In Bilder deiner großen Liebe beweist Herrndorf (1965 – 2013) wieder seine markante, unaufdringliche und anziehende Erzählstimme…

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Romankritik: Was geschah mit Slocum, von Joseph Heller (1974, engl. Something Happened) – 7 Sterne

Seinen sensationellen Erstling Catch-22 (1961) konnte Joseph Heller nicht mehr toppen, schon gar nicht mit der Fortsetzung Endzeit (1994, engl. Closing Time). Doch zumindest Hellers Was geschah mit Slocum (1974, engl. Something Happened) ist streckenweise nicht übel und enthält viele fiebrig-repetitive, absurde, misanthropische und zynische Passagen, die vage an Catch-22 erinnern. Im Vergleich zu Catch-22…

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Kritik Reise-Wein-Buch: The Accidental Connoisseur, von Lawrence Osborne (2004) – 7 Sterne

In Italien, USA und Frankreich tafelt, bechert und palavert Lawrence Osborne mit Star-Winzern, aber auch mit weniger bekannten Bauern und Landwirten, die nebenher eigene Tropfen keltern, sowie mit ein paar Beratern und Importeuren. Gastronomen oder Endverbraucher kommen kaum zu Wort (Osborne sieht sich selbst als weniger erfahrener Endverbraucher). Portugal, Deutschland, Österreich, Südafrika, Chile, Argentinien, Neuseeland…

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Romankritik: Das Testament Donadieu, von Georges Simenon (1937) – 7 Sterne

George Simenon beschreibt das 1930er-Leben in einer kleinen französischen Hafenstadt, in Paris und anderen Orten wie immer sehr plastisch und mit vielen markanten Details. Er schafft dramatische und vergnügliche Konstellationen. Der Roman gilt als frühes Meisterwerk. Für mich ist es ein typischer Simenon: sehr solides Handwerk, seine Zeit wert, leicht lesbar, allemal besser als aktuelle…

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Biografie-Rezension: Der Mann, der nicht Simenon war, von Patrick Marnham (1993) – 7 Sterne

Patrick Marnham malt gern atmosphärisch aus, doch die Zeit vor Simenons Geburt beschreibt er zu ausführlich – Simenons Vorfahren und ihre Lebensumstände in Lüttich und andernorts. Auch Simenons Kindheit und Jugend erscheinen sehr ausführlich: Der Zeit, bis Simenon 1923 von Lüttich nach Paris zieht um seine Karriere zu beginnen, widmet die dt. Biografie-Ausgabe überproportional großzügige…

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Biografie-Rezension: Simenon, von Pierre Assouline (1992) – 8 Sterne

Der Biograf, Romancier, Dozent und Journalist Pierre Assouline (*1953) erzählt Simenons Leben so packend wie einen Roman, mit viel Sinn für Skurrilitäten, interessante Nebenfiguren, knackige Dialoge, Einzeiler und Storytelling, ganz ohne professorale Langatmigkeit. Immer wieder zieht Assouline Parallelen zwischen Simenons Leben und dessen Romanen, zitiert auch aus Simenons zahlreichen Memoirenbüchern. Das liest sich sehr lebendig…

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Rezension Goethe-Sachbuch: Das Inkognito, von Roberto Zapperi (1999) – 5 Sterne

Der italienische Goethe-Kenner Roberto Zapperi beschreibt auf 260 Hauptseiten (plus Anhang) hochdetailliert Goethes erste italienische Reise. Die vierte Auflage des Buchs von 2002 wurde gegenüber den Vorauflagen korrigiert und erweitert. Weitere Einzelheiten zu Goethes Italienzeit und Italien-Verbindungen liefert Zapperi im separaten (schwindsüchtigen) Aufsatzband Römische Spuren (2007). Die zehn Jahre vor dieser italienischen Reise verbrachte Goethe…

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Rezension Goethe-Sachbuch: Römische Spuren, von Roberto Zapperi (2007) – 5 Sterne

Der sehr dünne und luftigst bedruckte Band liefert einige Forschungsergebnisse zu Goethe in Italien, die im Vorgängerband des Autors, Das Inkognito von 1999, noch nicht enthalten waren. Wie im Inkognito zeigt Roberto Zapperi wieder in Schwarzweiß einige unterhaltsame Skizzen des Malers Tischbein, der Goethe in Italien einführte, und interpretiert sie sehr ausführlich und weitgehend. Die…

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Zur Textsammlung: Anthologie des schwarzen Humors, von André Breton (1997)

Mehrere Vorwörter scheinen sagen zu wollen, dass André Breton diese auf Französisch erstellte Sammlung mehrfach erweiterte. Ich hatte die dt. Ausgabe 2011 des Verlags Rogner & Bernhard, die lt. Impressum auf frz. Ausgaben von 1979 und 2000 beruht. Breton bringt kurze Auszüge u.a. dieser Autoren: Jonathan Swift, de Sade, G.C. Lichtenberg, de Quincey, Fourier, Grabbe,…

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Rezension Sachbuch: Once Upon a Quinceañera, von Julia Alvarez (2007) – 5 Sterne

Fazit: Julia Alvarez schreibt sehr flüssig und liefert interessante Einblicke in die US-Latino-Kultur. Sie schweift aber oft sehr undiszipliniert ab und erzählt viel zu viel Unpassendes von sich selbst. Auf Goodreads erhält das Buch nur magere 3,42 von 5 Sternen (899 Stimmen, Stand Mai 2019). Breites Spektrum: Julia Alvarez besucht Latino-Familien in ganz USA, deren…

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Romankritik: So, und jetzt kommst Du, von Arno Frank (2017) – 7 Sterne

Mehrfach habe ich laut gelacht, das passiert nicht oft, gefällt mir aber sehr. Weiterer Vorteil: Arno Frank garniert die angeblich „wahre Geschichte“ seiner Familie, die aber doch als Roman figuriert, mit vielen packenden Details – Süßigkeiten und Spielzeug der 1980er und 1990er Jahre, extralange Eisenoxid-Musikkassetten, zeitgenössische Fernsehsendungen und Sprüche, Ereignisse wie Space Shuttle und Tschernobyl…

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Kritik Theaterstück: Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe, von Peter Hacks (1976) – 6/10

In diesem enorm erfolgreichen Eine-Frau-Monolog-Theaterstück zieht Charlotte von Stein über den heimlich aus Weimar abgereisten Johann Wolfgang von Goethe vom Leder. Auf Handlung wird verzichtet. Alles macht von Stein an Goethe – und an den Männern insgesamt – nieder; sie schildert den Dichterfürsten als weinerlichen Versager. Peter Hacks dichtet der Stein einen unterhaltsam unleidlich unwirschen,…

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Rezension Sachbuch: Sommerregen der Liebe, von Sigrid Damm (2015) – 6 Sterne

Das Buch beschreibt die mutmaßlich innige platonische Liebe zwischen dem alleinstehenden jungen Johann Wolfgang von Goethe und der etwas älteren Charlotte von Stein, verheiratet und mehrfache Mutter. Sigrid Damm (*1940) schrieb schon zuvor über Goethe und Zeitgenossen wie Schiller und Lenz mehrere Erfolgsbücher. Damm liefert ihren markanten Stummelsatz-Stil, durchschossen mit kursivierten Mikrozitaten in kurios historischer…

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Rezension Roman: Wie macht sie’s bloß, von Michael Frayn (1989, engl. The Trick of it) – 7 Sterne

Ein kleiner englischer Uni-Dozent geht eine Beziehung mit der Großschriftstellerin ein, deren Werk er seit 12 Jahren erforscht und lehrt. Darüber berichtet er in aufgeregten Briefen an einen befreundeten Geisteswissenschaftler in Australien. Frayns Roman gibt ausschließlich die Briefe des neu verbandelten Uni-Dozenten wieder. Dieser Dozent, Extremkauz, schreibt schrullig und mit Esprit. Sicher textet so etwas…

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Rezension Erzählung: Heirate nie in Monte Carlo, von Graham Greene (1955, engl. Loser Takes All) – 7 Sterne – mit 2 Videos

Zwei englische Flitterwöchner verbringen 14 Tage in Monte Carlo, geraten in Geldnöte, werden reich, trennen sich und – Aber der Inhalt spielt gar nicht die große Rolle: So leicht wie dieses dünne Penguin-Taschenbuch ist auch sein Inhalt – eine milde Brise: Graham Greenes geistreich ironische, intelligente Dialoge plätschern possierlich dahin, gewürzt mit nonchalanten Bosheiten; er…

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Kritik Kurzgeschichte: Kleines Herz in Not, von Graham Greene (1935, engl. The Basement Room bzw. The Fallen Idol) – 7 Sterne – mit Video

Das Söhnchen reicher Eltern verbringt ein Wochenende allein mit dem Diener-Ehepaar; der Junior mag den Butler, der ihn viel ernster nimmt und weniger herumkommandiert als dessen Frau. Dann macht sich der Butler strafbar – kann und will der Kleine das Vergehen des Butlers decken? Graham Greene (1904 – 1991) entwirft eine spannende Konstellation mit interessanten…

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Rezension: Helmut Kohl, Eine politische Biografie, von Hans-Peter Schwarz (2012)

Fazit: Hier kann ein Professor mal lebendig schreiben, spannend sogar, und mit Sinn für übersichtliche Gliederung eines weit ausufernden Stoffs. Selten genug. Hans-Peter Schwarz berichtet detailliert mit neuen Quellen aus allen Winkeln der Mainzer, Bonner, Berliner und Brüsseler Sitzungszimmer, auch aus Paris und Washington, aus den  Maschinenräumen der Macht. Stark. Alle Profikritiker waren angetan. Und…

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Buch-Rezension: Demokratie, von Michael Frayn (2003, engl. Democracy) – 6 Sterne

Das Theaterstück erzählt die Geschichte von Willy Brandts sozialliberaler Koalition ab 1972, vor allem seinen Sturz über die Guillaume-Spionageaffäre 1974. Zu den Figuren gehören Helmut Schmidt, Herbert Wehner, Genscher und Verfassungsschützer Nollau. Dabei schreibt Michael Frayn nicht strikt linear – stattdessen driftet das Stück alle paar Zeilen zu einer anderen Episode, und zwischendurch unterhalten sich…

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Biografie-Rezension: Willy Brandt, Ein Leben, Ein Jahrhundert, von Hans-Joachim Noack (2013) – 6 Sterne

Hans-Joachim Noack erzählt einigermaßen flüssig im Präsens, klingt aber oft etwas unpassend salopp bis nachlässig; so über den spanischen Bürgerkrieg: „Ein Gemetzel der besonderen Art“ (S. 76 der rowohlt-Berlin-Ausgabe); und später: „das ausufernde Gemetzel zwischen den Ethnien auf dem Balkan“ (S. 314); „der dröge Grübler aus Lübeck“ (S.9); „Heinrich Böll… bildet mit dem Kollegen Günter…

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Biografie-Rezension: Willy Brandt 1913 – 1992, von Peter Merseburger (2002) – 6/10

Merseburger wechselt die Tempi zu häufig – Grundzeit ist Präsens, aber mit vielen Schwüngen zu Präteritum, Perfekt und Futur. Der Biograf textet zeitweise zu elegisch, haucht Themen an und erwartet, dass der Leser die Fakten schon kennt – z.B. was sich mit „Brüning“, „die Disengagementpläne George F. Kennans und Adam Rapackis“, „Rapallo-Anklänge“, „gouvernemental“ oder „Hallstein-Bonn“…

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Kritik Erzählungen: Diesseits des Van-Allen-Gürtels, von Wolfgang Herrndorf (2007) – 7 Sterne

Wolfgang Herrndorf (1965 – 2013) schreibt ungemein trocken und lakonisch über leicht verwirrte junge Erwachsene in und um Berlin. Das klingt inhaltlich abstoßend, aber er stammt ja nicht aus der Leipziger Schreibfabrikantenproduktion (über die er sich hier einmal selbst mokiert). Hat ein anderer deutscher Zeitgenosse je so unterhaltsam läppische Dialoge geliefert? (Nur in einer Geschichte…

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Buchkritik: Raumpatrouille, von Matthias Brandt (2016) – 7/10

Der bekannte Schauspieler Matthias Brandt (*1961), Sohn des Ex-Bundeskanzlers Willy Brandt, liefert 14 liebenswerte Skizzen aus seiner Kindheit im Kanzlerbungalow – so den Austausch mit dem Sicherheitspersonal und dessen Hunden oder seine Besuche beim Altpräsidenten Lübke. Dazu kommen weitgehend politik- und prominenzfreie Kindheitserinnerungen etwa ans Fußballspiel. Oder sind es keine Erinnerungen? Laut Vorbemerkung hat Brandt…

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Kritik Biografie: The Interior Castle, A Life of Gerald Brenan, von Jonathan Gathorne-Hardy 1992) – 7 Sterne – mit Video

Biograf Gathorne-Hardy (*1933) war mit Gerald Brenan (1894 – 1987) bekannt und sah ihn in Brenans späten Jahren öfter; er hält sich aber bewusst, wie er sagt, weitgehend aus der Biografie heraus (er versteckt seine durchaus längeren Brenan-Begegnungen seit jungen Jahren gern in Fußnoten, z.B. S. 419, S. 573; seine Frau portraitierte Brenan für die…

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In Andalusien war ich auch mal.

Kritik Andalusien-Memoiren: Südlich von Granada, von Gerald Brenan (1957, engl. South from Granada) – 7 Sterne

Von 1920 bis 1924 lebte der junge Engländer Gerald Brenan im andalusischen Bergdorf Yegen in den Alpujarras, dann kehrte er ab 1929 noch mehrfach zurück. Erst 1957 schrieb Brenan seine frühren Andalusien-Erinnerungen unter dem Titel South from Granada nieder. Dabei lässt Brenan einiges aus – unter anderem Liebeshändel – und wegen der hoch-informierten Verallgemeinerungen glaubten…

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Buchkritik: Frauen in Spanien, Erzählungen (1989) – 5 Sterne

Von den ca. 19 Texten habe ich ca. sieben oder acht gelesen. Davon hat mich keiner sonderlich angesprochen. Sie handelten überwiegend von jungen, modernen, städtischen Frauen – ohne jede mediterrane Romantik. Teils schienen mir die Kurzgeschichten nicht weiter frauenspezifisch, aber was weiß ich. In zwei Geschichten spielten nichtspanische Kunstwerke eine Rolle – die Mona Lisa…

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In Andalusien war ich auch mal.

Buchkritik: The Sierras of the South, von Alastair Boyd (1992) – 6 Sterne

Boyd erzählt, wie er 1958 mit seiner Frau von England ins andalusische Ronda zieht, um u.a. in Ruhe Romane zu schreiben und in wochenlangen Reitausflügen die Region zu erkunden – bewusst auf den Spuren großer englischer Spanien-Schreiber wie Ford und Borrow (S. 13 Flamingo-TB). Er zieht bald aufs Land, wird Bauer, Lehrer, Wirt, Tourguide und…

Buchkritik: The Sierras of the South, von Alastair Boyd (1992) – 6 Sterne Weiterlesen »

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