Asien

Tanzfilm: Bollywood Temptation 2004 – Live Concert (mit Shah Rukh Khan, Priyanka Chopra, Preity Zinta, Rani Mukerji; mit Ausschnitten) – 2 Sterne

Es gibt wilde Spezialeffekte zuhauf, sehr hektischen Schnitt, die Musik klingt oft nach Diskomumpf, der Sketch ist wirklich, wirklich platt und in den Kurzinterviews jeweils vor ihrem ersten Auftritt distanzieren sich die Stars eher von Rollen wie „Love“, „Greed“ oder „Power“, die ihnen aufgetragen wurden. Also dann doch lieber einen guten Bollywoodfilm und nicht so…

Indien-Spielfilm: Slumdog Millionär (2008, Regie Danny Boyle; mit Trailer) – 5 Sterne

Immer wieder böse Gewalt und manchmal Unappetitliches. Ich las, dass der Frau des lebenden Vorbilds ihr Popcorn nicht mehr schmeckte, als sie eine unappetitliche Szene gleich zu Beginn von „Slumdog Millionaire“ sah. Das kann ich mir gut vorstellen. Mir wurde der Film mit den Attributen „Bollywood“ und „Feelgood Movie“ angedreht. Beides passt nicht. Immerhin gute…

Bollywood-Film: U, Me Aur Hum – Für immer wir (2008, mit Kajol, Ajay Devgn; mit Video) – 2 Sterne

Angeblich dauert dieser Film ja nur 2:36 Stunden. Gegen Ende des sehr, sehr langen Abends hatte ich aber noch geglaubt, es sei einer dieser Vier-Stunden-Kracher gewesen, ein „Lagaan“ oder „Mera Nam Joker“. So langgezogen erschien mir das Ganze. Amazon-Werbelinks: Bollywood | Shah Rukh Khan | Priyanka Chopra Was mich ermüdete: „U Me Aur Hum“ (2008)…

Bollywood-Film: Chalte Chalte – Wohin das Schicksal uns führt (2003, mit Shah Rukh Khan, Rani Mukerji) – mit Video – 4 Sterne

Dieser Film hat viele Schwächen, darunter langweilige Lieder (von Jatin-Lalit), extrem flache Dialoge (zumindest in der deutschen Synchronisation) und auch sonst ausgetretenste Klischees. Der Ehestreit entzündet sich ausgerechnet an falsch abgelegten Schuhen und Handtüchern. Die Mykonos-Athen-Episode ist hübsch anzuschaun, doch dafür muss der Betrachter einen besonders unrealistischen Ablauf schlucken; u.a. die „Autofahrt“ von der Insel…

Bollywood-Film: Laaga Chunari Mein Daag – Der Weg einer Frau (2007, mit Rani Mukherji, Abhishek Bachchan) – mit Video – 2 Sterne

Bollywood über eine Edel-Prostituierte. Schon klar, das ist nicht die Tagesschau, und darum stören mich Unglaubwürdigkeiten in Bollywoodfilmen meist nicht, ich sehe sie fast eher als Nummernrevue. Laaga Chunari Mein Daag ist aber derart massiert unrealistisch, dass die Chips nicht mehr schmecken. Trotz all der Tragödie und trotz einiger Glücksmomente löst der Film weit weniger…

Japan-Roman: Die Journalistin, von Saiichi Maruya (1993) – 3 Sterne

Der Ton: salopp und launig. Das wirkt zeitweise unterhaltsam („angetüterte Quasselstrippe“), aber nicht immer angemessen („der reinste Schwachsinn…, eine Frau mit Husserl vollzulabern“) und man fragt sich, ob der Autor im Original ähnlich umgangssprachlich schwadroniert. Öfter lappt es vom Saloppen ins Nachlässige: einmal schreibt die Journalistin etwas am Laptop, doch dann redet der deutsche Text…

Reisebuch Persien, Afghanistan: Der Weg nach Oxiana, von Robert Byron (1937) – 4 Sterne

Das beste Reisebuch der Dreißiger? Bruce Chatwin huldigt ihm und seinem Autor in einem wenig informativen, aber hymnischen Vorwort meiner englischen Picador-Taschenbuchausgabe. Der große Dalrymple scheint zuzustimmen. Ein Erfolg war das Buch jedoch offenbar nicht. Byron interessiert sich kaum für die Menschen unterwegs. Das sind alles Eseltreiber, Fahrer, bestenfalls Botschaftsangehörige. Die Bewohner eines Landstrichs nennt…

Indien-Spielfilm: Liebe lieber indisch (2004, mit Aishwarya Rai, O-Titel Bride & Prejudice) – mit Trailer – 4 Sterne

Manche Sätze sind flach und klischiert, manche Figuren steif und hohl, andere quälend aufdringlich grenzdebil. Selbst ein öder durchschnittlicher echter Bollywood-Film wirkt dagegen wie ein Psychogramm von Ingmar Bergmann (Originaltitel Bride & Prejudice). . Auch bei der Musik hapert’s: Die Musik bringt die für Bollywood fast obligaten Punjabi-Rhythmen, doch überwiegend klingt sie eher westlich und…

Bollywood-Film: Mein Herz schlägt indisch (Phir Bhi Dil Hai Hindustani, 2000, mit Shah Rukh Khan) – 4 Sterne

Beginnt als bonbonbunter Kindergartennonsens mit ein paar semi-frivol vergnüglichen Tänzen samt lüsterner Fleischbeschau. Wird dann zur Terror-Polit-Medien-Vergewaltigungssaga und brutalstmöglich plumper Tränendrüsenattacke. Jegliche mögliche Botschaft ersäuft in der Oberflächlichkeit des Ganzen, das insgesamt 2:40 Stunden die Leinwand blockiert. Amazon-Werbelinks: Bollywood | Shah Rukh Khan | Priyanka Chopra Auf Fluff folgt Fieses: Der Spaßanfang im TV-Sender-Milieu ist…

Vergleichstest: 5 Landkarten für die Philippinen (Stand 2013)

Viele Unterschiede, wenig BegeisterungVor der Reise, also nicht vor Ort, habe ich diese Philippinen-Karten verglichen: Freitag Berndt, 1:900.000 Philippines Adventure Travel Map (National Geographic), ersch. 2007 Reise Know-How 1:1,200.000 Marco Polo 1:2 Mio, ersch. 2007 Philippines 1:1,500.000 Special Map („Manila“) Keine hat überzeugt. Je nach geprüfter Region hat mal die eine, dann die andere Karte…

Bollywood-Film: Bluffmaster (2005, mit Priyanka Chopra, Abhishek Bachchan) – mit Trailer – 4 Sterne

Mit diesem Film wollte ich den Jetlag nach einem langen Ost-West-Flug überwinden; stattdessen habe ich nur noch mehr gegähnt. Amazon-Werbelinks: Bollywood | Shah Rukh Khan | Priyanka Chopra Ein paar gute Aspekte hat Bluffmaster aber immerhin: Priyanka Chopra ist in den ersten 20 Minuten uneingeschränkt wundervoll (das sage ich ganz objektiv) vereinzelt attraktiver Dialog, unterhaltsame…

Rezension Bollywood-Film: Socha Na Tha – Geliebter Freund (2005, mit Abhay Deol; mit Trailer) – 7 Sterne

Ein dramatisches Liebes-Dreieck in höchsten Kreisen, das für Bollywood-Verhältnisse relativ nüchtern, menschlich und nachvollziehbar erzählt wird. Speziell die Annäherung zwischen dem (eigentlich schon verbandelten) Viren (Abhay Deol) und Aditi (Ayesha Takia) wirkt plausibel und rund. Die sensibel, unglamourös und doch selbstbewusst spielende Takia ist auch der Star in diesem Film, und Autor-Regisseur Imtiaz Ali schrieb…

Schrille Bollywood-Komödie: Atithi Tum Kab Jaoge (2010) – mit Trailer – 5 Sterne

Krass überzogen, mit aufdringlichen Soundeffekten und ausgedehnten Liedern, in denen der Regisseur scheint’s ganz die Handlung vergisst und einfach nur selbstverliebt einen Gag und einen Effekt nach dem anderen vom Stapel lässt. Die religiösen und moralischen Anspielungen könnte man auch deutlich kürzen. Ich habe trotzdem öfter gelacht, und gegen Ende der Warner Brothers-Produktion kommen tatsächlich…