Afrika

Rezension Afrika-Doku: Lost in Liberia (2007) – 7 Sterne – mit Video

Die Irin Leila Blacking geht fürs Internationale Rote Kreuz nach Liberia, um bei Familienzusammenführungen zu helfen. Dort trifft sie auf ehemalige Soldaten und Kindersoldaten, die viele Greueltaten erlebten und begingen. Die Kamera begleitet sie bei der Vorbereitung in Genf wie auch bei vielen Begegnungen in Westafrika (Regie: Luzia Schmid, Kamera und Co-Autor Hajo Schomerus). Amazon-Werbelinks:…

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Rezension Afrika-Doku: 7915 km (2008) – 7 Sterne – mit Video & Presse-Links

Regisseur und Kameramann Nikolaus Geyrhalter folgt der afrikanischen Route der Dakar-Rallye (früher Paris-Dakar) und zeigt einfache Leute links und rechts der Piste – in Marokko, in der Republik Sahara, in Mauretanien, Mali und im Senegal. Die Autos selbst erscheinen nur wenige Sekunden, und die ganze Veranstaltung kommt nur gelegentlich zur Sprache: die tollkühnen Piloten hinterlassen…

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3 Musik-Videos aus Nigeria: Selbstironie & Humor mit Nkem Owoh (Osuofia)

Popmusik aus Nigeria hat viel Energie und ist gut produziert, aber Naija-Popvideos öden visuell oft an, zum Beispiel die Clips von P-Square (Webseite, dt. Wikipedia): Supermacker mit Sonnenbrille bei Nacht behängen sich mit heißen Weibern & dito Autos, hampeln rum wie Rapper mit ADHS. Eine Nigerianerin sagte mir einmal: Ich mag dieses P-Square-Video mit dem…

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Rezension Entdecker-Biografie Florence und Samuel Baker: Mit dem Herzen einer Löwin, von Pat Shipman (2004; US-Titel To the Heart of the Nile, UK-Titel The Stolen Woman) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Die fiktionalisierte Biografie beschreibt das Leben der Afrika-Entdecker Florence und Samuel Baker ab 1859 – ihr Kennenlernen auf einem osteuropäischen Sklavenmarkt und ihre strapaziösen, oft lebensgefährlich dramatischen Reisen auf der Suche nach den Nilquellen. Dabei konzentriert sich Shipman besonders auf Florence Baker (1841 – 1916): Die Ungarin wurde als Kind in Revolutionswirren von ihren Eltern…

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Rezension Entdecker-Biografie: Die Liebenden auf dem Nil, engl. Lovers on the Nile, von Richard Hall (1980, über Samuel und Florence Baker) – 6 Sterne

Die Biografie schildert Samuel Bakers (1821 – 1893) strapaziöse Suche nach den Nilquellen ab 1861 und seine späteren wichtigen Aufenthalte in Ägypten und im Sudan. Bakers Unternehmung erinnert an die Nilsucher David Livingstone, Henry Morton Stanley und Richard Francis Burton etwa zur gleichen Zeit. Ungewöhnlich dabei, dass Florence Baker ihren Mann nach Zentralfrika begleitetete und…

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Rezension Entdecker-Biografie: Stanley, The Impossible Life of Africa’s Greatest Explorer, von Tim Jeal (2007) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Im Vorwort weist Jeal auf die vielen neuen Quellen hin, die er entdeckte – 35 Jahre, nachdem er selbst eine Livingstone-Biografie vorgelegt hatte. Jeal möchte Stanley gern liebhaben, und er betont den ungerechtfertigt schlechten Ruf des Entdeckers: „Stanley was not a racist like Sir Richard Burton or Sir Samuel Baker“ (Seite 10 meines faber and…

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Rezension Text-Bild-Band: Journey to the Source of the Nile, von Christopher Ondaatje (1998) – 2 Sterne

Fotograf und Autor Christopher Ondaatje (Bruder von Michael Ondaatje) folgt in Ost- und Zentralafrika den Wegen der Nil-Sucher und Nil-Entdecker des 19. Jahrhunderts, unter ihnen Richard Francis Burton, John Hanning Speke, Samuel Baker, Henry Morton Stanley und David Livingstone. Die HarperCollins-Ausgabe mit weichem Einband hat 384 Seiten im Format 19×26,5 Zentimeter (also nicht ganz A4)…

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Rezension fiktionalisierter Abenteurer-Bericht: Burton and Speke bzw. Mountains of the Moon, von William Harrison (1982) – 6 Sterne – mit Kritiken

Der Roman fiktionalisiert die Jahre 1854 bis 1864 der Entdecker Richard Francis Burton und John Speke mit Hauptschauplatz Afrika: Burtons Alleingang in die verbotene Stadt Harar, der Somali-Überfall auf das englische Camp in Berbera, die haarsträubend strapaziöse Burton-Speke-Nilquellen-Expedition, die Londoner Auseinandersetzungen um Entdecker-Ehren mit einem spektakulären Todesfall, Burtons Beziehung zu Isabel Arundell und die Heirat…

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Rezension Abenteurer-Biografie: A Rage to Live – A Biography of Richard and Isabel Burton, von Mary S. Lovell (1998) – 7/10 – mit Presse-Links

Diese wohl umfangreichste neuere Burton-Biografie, von 1998, umfasst 804 Seiten Haupttext. Die erfahrene Autorin Lovell betont schon im Vorwort, dass sie in England wichtige neue Primärquellen entdeckte und dass sie unfundiertes Psychologisieren der Burton-Biografen Fawn Brodie und Frank McLynn ablehnt (Übersicht zu Burton-Biografien und -Links unten). Im Vergleich zu früheren Biografen schreibt Lovell zudem ausführlicher…

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Rezension Abenteurer-Biografie: Captain Sir Richard Francis Burton (1821 – 1890), The Secret Agent Who Made the Pilgrimage to Mecca, Discovered the Kama Sutra, and Brought the Arabian Knights to the West, von Edward Rice (1990) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Die Biografie umfasst etwa 620 Seiten Haupttext plus etwa 55 Seiten Anhänge, Fotos und Stichwortverzeichnis. Rice wahrt weitestgehend die Chronologie, reiht Episode an Episode. So wirkt der Text vielleicht etwas schematisch. Ihm wurde vor allem von der späteren Burton-Biografin Mary S. Lovell vorgeworfen, teils erfunden zu haben. Biograf Rice, der zahlreiche andere Sachbücher veröffentlichte, schreibt…

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Rezension Abenteurer-Biografie: The Devil Drives, A Life of Sir Richard Burton (1821 – 1890), von Fawn Brodie (1967) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Die Biographie des englischen Abenteurers Burton umfasst etwa 322 eng bedruckte Seiten Haupttext, dazu Anmerkungen, Index und Bilder. Im Vergleich zu den Burton-Biografen Edwin Rice und Mary S. Lovell legt Brodie mehr Wert auf Psychologie: In den einführenden Kapiteln erwähnt Fawn Brodie Burtons bahnbrechende Reisen und Übersetzungen kaum, erklärt aber ausführlich die Beziehung zu Mutter,…

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Presse-Links zur fiktionalisierten Richard-Francis-Burton-Biografie Der Weltensammler von Ilija Trojanow (2006)

Im Vorwort des 500-Seiten-Buchs heißt es: Obwohl einige Äußerungen und Formulierungen von Burton in den Text eingeflochten wurden, sind die Romanfiguren sowie die Handlung überwiegend ein Produkt der Fantasie des Autors… Als ich Der Weltensammler anfing, kannte ich schon drei englische Biografien zu Richard Francis Burton, außerdem den Burton-Film Mountains of the Moon/Land der schwarzen…

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Presse-Links zum Richard-Francis-Burton-inspirierten Reisebericht Nomade auf vier Kontinenten, von Ilija Trojanow (2007)

Auf etwa 430 luftig gesetzten Seiten präsentiert Ilija Trojanov lange Zitate aus den Reiseberichten Richard Francis Burtons (1821 – 1890), eigene Reiseeindrücke u.a. aus dem Jahr 2000 und einige große historische Abbildungen. Als ich Nomade auf vier Kontinenten anfing, kannte ich schon drei englische Burton-Biografien, den Burton-Film Mountains of the Moon und Teile des fiktionalisierten…

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Rezension Entdecker-Film: Land der schwarzen Sonne, engl. Mountains of the Moon, 1990, über Richard Burton und John Speke 1857 – 7 Sterne – mit Presse-Links & Hintergründen

Der 1990er Spielfilm zeigt die strapaziöse 1857er Expedition von Richard Francis Burton und John Speke ins Innere Afrikas, auf der Suche nach der Quelle des Nils. Er besticht durch grandiose und stimmungsvoll abgetönte Bilder aus Kenia, die auch beim zweiten Ansehen mitreißen, durch bombastische Herzschlagmusik und einiges Drama in Afrika wie auch in England –…

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Mitten in… Khanom, Freetown, Ko Kong

Die Rubrik Mitten in… auf der Panorama-Seite der Süddeutschen Zeitung bringt heitere Erlebnisse aus oft fernen Ländern. Da kann ich gut mithalten, also habe ich genau im Format dieser Rubrik (Stil, Textlänge, passendes Foto) auch ein paar Mitten in…-Geschichten aufgeschrieben und eingereicht. Gedruckt wurden die Anekdoten aus Thailand, Sierra Leone und Kambodscha trotzdem nicht. Hier…

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Rezension Gambia-Reisebuch: Die Trommeln von Dulaba, von Mark Hudson (1989, engl. Our Grandmothers‘ Drums) – 9 Sterne

Ein Jahr in einem Dorf in Gambia. Überaus stimmungsvoll. Selten hat ein Reiseautor so eine dichte Atmosphäre erzeugt, und das mit sparsamen Worten. Eins der besten Hot Country-Bücher überhaupt. Das Wetter; die Landschaft; Gefühle: das sitzt einfach. Die Frauen von Dulaba lernen wir sehr gut kennen. Nicht, dass sie übermäßig sympathisch oder interessant wären. Aber…

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Rezension Lustiger Nigeria-Spammer-Roman: Die meerblauen Schuhe meines Onkels Cash Daddy, von Adaobi Tricia Nwaubani (2009) – mit Video – 9 Sterne

Spannend, unterhaltsam, informativ, teils witzig. Oft pfiffig getextet, immer flüssig: Nwaubanis Erstlingsroman habe ich vergnügt fast in einem Rutsch gelesen (dt. Die meerblauen Schuhe meines Onkels Cash Daddy, engl. I Do Not Come to You by Chance). Es geht nicht nur um Spanner, auch wenn der Roman so vermarktet wird: Die erste Buchhälfte handelt kurzweilig von…

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Rezension Nigeria-Roman: Sag allen, es wird gut, von Sefi Atta (2005) – 8 Sterne

Mit viel Überzeugungskraft und Zeilen schildert Sefi Atta die alltäglichen drastischen Zumutungen in der nigerianischen Metropole Lagos: Dreck, Raub, Polizeiwillkür, Bürgerkrieg, völlig verwahrloste Gefängnisse, schmutzige Lebensmittel, Dauerstaus, korrupte verbrecherische Diktatoren, Vergewaltigung, stundenlanger Stromausfall, Benzinmangel, versiffte Umwelt – Elend ohne Ende. Besonders Frauenschicksale werden vorgeführt: Frauen müssen kuschen, kochen und Kinder kriegen, vor allem Söhne gebären,…

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Rezension Nigeria-Roman: It’s my Turn (engl. Swallow), von Sefi Atta (2008) – 8 Sterne

Den meisten Figuren geht es meist elend, doch sie kämpfen verbissen und der Buchton ist heiter-gefasst bis unterhaltsam (dt. Titel It’s my turn beim Peter Hammer-Verlag, engl. Titel Swallow). Anstrengende Umgebung: Nigerias einstige Hauptstadt Lagos hat in diesem Buch stinkende offene Kanäle, Straßen voller Bettler und nackter Verrückter, aggressive Autofahrer, überfüllte Busse und grundlos peitschende…

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Rezension Reise-Geschichten: Mein anderes Leben, von Paul Theroux (1996, engl. My Other Life) – 8 Sterne

Der Mann kann schreiben. Handlungen und Dialoge sind wohlkonstruiert, gefällig und intelligent. Kubikmeterweise Fakten und Kunde verstaut Theroux auf leicht genießbare Weise. Er beobachtet sich und seine Mitmenschen brennend genau. Episoden: Wissen sollte man: Zu lesen gibt es hier längere Kurzgeschichten, die nur sehr lose miteinander verbunden sind. Man kann sie als einzelne Episoden eines…

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Reise-Bericht: Der Traum von Afrika: Eine Frau, ein Fahrrad – die Freiheit, von Pamela Watson (1999) – 8 Sterne

Ein lebendiges, spannendes, mitreißendes Reisebuch – und dabei lustig und voll Selbstironie. Die Autorin steht zu ihren Widersprüchen und Fehlern, beschönigt nichts (soweit erkennbar). Haarsträubendes Verhalten: Ein paarmal verhält sich Watson auf ihrer Reise, die 1992 begann, denkbar bescheuert: Sie radelt unbefestigte Bergstrecken in der Regenzeit. Im muslimisch-strikten Mali steigt sie im Badeanzug in einen…

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Westafrika-Kindheit: The Dark Child bzw. L’enfant noir, von Camara Laye (1953) – 8 Sterne

Haarsträubender Aberglaube, gefährliche Riten – Laye tischt knüppeldick auf. Gleichzeitig taucht er seine Jugend im westafrikanischen Guinea der 50er Jahre in ein güldenes Licht (auf Deutsch als „Einer aus Kurussa“ erschienen). Amazon-Werbelinks: Ganz Afrika | Südafrika | Kenia | Marokko Trotz all der irrationalen Gebräuche und Denkweisen lächelt man verklärt mit dem Autor: Die Menschen…

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Kongo: Die Sapeurs von Brazzaville und Kinshasa paradieren mit Mode – mit Videos

Junge Männer in Kinshasa, Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, paradieren in aufwändiger Mode und ziehen eine ulkige Show ab. Die Bewegung heißt Les Sapeurs. Sie entstand zuvor in Brazzaville, auf der anderen Seite des Fleuve Congo. Sapeur in der deutschen Wikipedia und in der englischen Wikipedia Amazon-Werbelinks: Ganz Afrika | Südafrika | Kenia | Marokko…

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Rezension Lagos-Roman: Heimkehr in ein fremdes Land, von Chinua Achebe (1960, engl. No Longer at Ease) – 8 Sterne

Nigeria in den 50ern. Ein junger Englandheimkehrer steigt in den Staatsdienst ein, verliebt sich, besucht mal die Eltern auf dem Dorf, bekommt Probleme mit den Finanzen, seiner Freundin, der Tradition. Der Roman spielt zum größten Teil im Lagos der 50er Jahre, doch die dörfliche Herkunft bleibt stets präsent. Amazon-Werbelinks: Chinua Achebe | ganz Afrika |…

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Rezension Erzählungen: Mein geheimes Leben, von Paul Theroux (1989, engl. My Secret History) – 8 Sterne

Vieles erinnert an Paul Theroux‘ späteres Buch Mein anderes Leben (1996, engl. My Other Life): die Stationen Afrika, USA, London mit Schriftstellerbesuch, die haargenaue Beobachtung, die unaufdringliche Belesenheit, der ruhige, aber nie langweilige Ton, die dichte Atmosphäre, die perfekte Konstruktion. Man könnte meinen, Theroux habe erst einen langen Text geschrieben und diesen dann in zwei…

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Rezension Bilder-Buch: Kapverden (2008) – 7 Sterne

Schlichter Bildband über die Kapverden mit ein paar Texten ohne große Ansprüche, auch nicht ans Budget (Text Ingrid Kirschey, Fotos Attila Bertalan). Bei dem Preis kann man kaum meckern: nicht über die gestalterisch und drucktechnisch völlig anspruchslose Fotografie; nicht über den Mangel an konkreten Reisetipps (Essen, Verbindungen); nicht über die erkenntnisfreien Gemeinplätze in Bildtexten („Nicht…

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Rezension Multikultur-Afrika-Roman: Fong and the Indians, von Paul Theroux (1968) – 7 Sterne

Kramladeninhaber Fong und seine Frau stammen aus China und sind Christen; Fongs Vermieter und Lieferant Fakhru stammt aus Indien und ist Moslem; dann gibt es noch ein paar lautmaulige Amerikaner. Und sie alle agieren in Ostafrika, in der Fremde. Schwarzafrikaner spielen in diesem Roman dennoch nur eine geringe Rolle; sie kaufen schonmal eine einzelne Zigarette…

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Rezension Sklaverei-Roman: Der Vizekönig von Ouidah, von Bruce Chatwin (1980) – 7 Sterne

Chatwin beschreibt sehr unterschiedliche Zeiten und Räume: Benin im 20. Jahrhundert (da hieß es noch Dahomey), Benin im 19. Jahrhundert, brasilianisches Hinterland im 19. Jahrhundert – und das teils nicht chronologisch. Das erratische Verhalten der Hauptakteure führt zu weiteren eigentümlichen Handlungssprüngen, man könnte fast sagen -brüchen. Der kurze Roman hat vor allem im ersten Teil…

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Rezension Afrika-Spielfilm: Cobra Verde (1987, Regie Werner Herzog, mit Klaus Kinski) – mit Trailer – 7 Sterne

Der Film von 1987 hat fantastische Bilder, toll choreographierte Bewegungsabläufe und Massenszenen, ein paar unterhaltsame Tänze und Gesänge. Sehr intensiv, sehr exotisch, sehr anders. Allein das ist schon enorm verdienstvoll. Es ist auch viel interessanter als der Hauptdarsteller: Klaus Kinski stakst als irrer, leicht effiminierter Oberpirat durch die erstaunlichen Kulissen und Sklavenlager. Die interessante, 43minütige…

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Rezension Deutschland-Afrika-Spielfilm: Die Schlafkrankheit (2011; mit Trailer) – 7 Sterne

Langsame, ruhige Einstellungen, nach meiner Erinnerung komplett ohne Musik, so dass die Musik zum Abspann nach dem abrupten Ende gar nicht passt. Im ersten Teil spielen die Darsteller so beiläufig-natürlich, wie  man es selten sieht. Das Milieu erscheint überzeugend (Regie Ulrich Köhler, mit Pierre Bokma, Jean-Christophe Folly, Jenny Schily). Einige schöne Außenaufnahmen in Kamerun, aber…

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Rezension Historischer Afrika-Bericht: Too Late to Turn Back: Barbara and Graham Greene in Liberia, von Barbara Greene – 7 Sterne

Vergnüglicher, kurzweiliger Bericht im Plauderton über eine anstrengende Wanderung durch die westafrikanischen Länder Sierra Leone und Liberia mit 30 einheimischen Helfern 1934 (dt. Im Hinterland). Über die selbe Wanderung berichtet auch Barbara Greenes berühmter Cousin Graham Greene im weit bekannteren Journey without Maps. Barbara Greenes Bericht ist aber besser zu lesen und frei von Abschweifungen….

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