Afrika

Kritik Biografie: Emin Pascha, von Patricia Clough (2010) – 4 Sterne

Die englische Journalistin Clough liefert in unschönem Deutsch (s.u.) viele verwirrende Zeit-, Orts- und Milieusprünge sowie Themenverfehlungen, zum Beispiel zu lange Exkurse zu König Leopold, Carl Peters, Junkers, englischer Kolonialpolitik, Henry Morton Stanley, deutscher Kolonialpolitik (teils interessant, aber ohne Bezug zu Emin Pascha). Bei jedem Kapitelanfang rechnet man mit einem Zeit-Ort-Milieusprung – und es gibt…

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Kritik Emin-Pascha-Biografie: An den Quellen des Nils, von Hans-Otto Meissner (1969) – 6 Sterne

Ex-NS-Diplomat und Vielschreiber Hans-Otto Meissner textet flüssig, sogar spannend, aber auch bieder und betulich-aufdringlich wie ein Märchenonkel („das brave kleine Schiff“, S. 50; „recht fleißig mit seiner kleinen Streitmacht „, S. 81; „die braven Soldaten“, S. 222). Belege zu seinen Behauptungen und Zitaten liefert Meissner mit einer Ausnahme (S. 154) nicht: es gibt keine hochgestellten…

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Buchkritik: Auf nach Afrika. Stanley, Livingstone und die Suche nach den Quellen des Nils, von Martin Dugard (2003, engl. Into Africa) – 6 Sterne

Das Buch fesselt von der ersten Minute, selbst wenn Martin Dugard gelegentlich etwas aufdringlich mythisch raunt und andere altbackene Stilmittel einsetzt. Pepp hat es nie; es klingt aber jederzeit professionell flüssig, nicht verschachtelt oder eingebildet. Man hat auch nicht den Eindruck, dass Dugard seine Hauptfiguren in Schutz nehmen oder verurteilen will, im Gegensatz zu anderen…

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Filmkritik: Paradies: Liebe (2012) – 7 Sterne – mit Video

Vier füllige Österreicherinnen lachen sich im Kenia-Strandurlaub junge, gutgebaute Afrikaner an. Sie wollen an Liebe glauben, werden aber laufend zum Zahlen gedrängt. Ulrich Seidls Film wirkt einerseits sehr dokumentarisch, auch weil er auf jeden Glamour und auf Hintergrundmusik verzichtet; die Gesichter, die Körper, die Innenräume, die Regungen könnten nicht durchschnittlicher sein. Es gibt auch keine…

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Rezension Sachbuch: Stealth of Nations, von Robert Neuwirth (2011) – 7 Sterne – mit Video

Neuwirth beschreibt Händler im informellen Sektor vor allem heißer Länder wie China, Nigeria oder Brasilien. So leben nach Neuwirths Informationen vielleicht 30.000, 100.000 oder 300.000 Afrikaner allein im chinesischen Guangzhou, zumeist ohne gültiges Visum. Sie schaffen chinesische Ware wie Handys oder Autoteile nach Afrika – und zahlen nur einen Bruchteil der regulären Steuern und Zölle,…

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Romankritik: Alle die du liebst, von Georg M. Oswald (2017) – 3 Sterne

Oswalds Ich-Erzähler redet in schmucklosem bis fadem Deutsch. Die Dialoge klingen teils ausgesprochen hölzern und leblos. Vor diesem Buch hatte ich Herrndorfs Tschick gelesen, das ist um Klassen besser geschrieben. Oswalds Hauptfiguren verhalten sich angesichts des Umfelds teils ziemlich unklug und reden sehr unglaubwürdig. Von Anfang an hängen Bedrohungen aus allen Richtungen über dem Ich-Erzähler…

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Rezension Afrika-Roman: An der Biegung des großen Flusses, von V.S. Naipaul (1979) – 9 Sterne

Fremde in der Fremde, das ist das Thema dieses behäbigen, ruhig dahin fließenden Buchs, wie so oft bei V.S. Naipaul. Der Ich-Erzähler Salim fremdelt gleich mehrfach: Als Inder wächst er an der Ostküste Afrikas auf (wohl in Dar es Salaam oder Sansibar), dann jedoch wechselt er in ein anderes afrikanisches Land tief im Innern (wohl…

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Rezension Erzählungen: In einem freien Land, von V.S. Naipaul (1971) – 9 Sterne

Das schmale Bändchen (engl. „In a Free State“) enthält fünf Geschichten, die inhaltlich nicht verbunden sind: Die Titelgeschichte „In einem freien Land“ spielt in Afrika, umfassst rund 120 Seiten und wirkt wie ein kurzer Roman. Zwei weitere Erzählungen belegen je rund 40 Seiten. Dazu kommen zwei sehr kurze Stücke von je rund fünf bis sieben…

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Rezension: Ein ausgebrannter Fall, von Graham Greene (Roman 1960, engl. A Burnt-Out Case) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Ein berühmter Architekt verbringt anonym einige Wochen auf einer Lepra-Station in Belgisch-Kongo (später Zaire, heute Demokratische Republik Kongo). Er fühlt sich ausgebrannt und ohne Lebenslust, jenseits von Liebe, Gott und Karriere; aber „ausgebrannt“ hat in der Lepra-Behandlung noch eine andere, interessante Bedeutung. Graham Greene (1904 –1991) schreibt knapp, präzise und sehr stimmungsvoll, unaufdringlich genau, reduziert –…

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Rezension Reisenotizen: In Search of a Character, von Graham Greene (1961) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Die luftig bedruckte 106-Seiten-Fibel enthält zwei Tagebücher Graham Greenes aus Belgisch-Kongo 1959 (heute Demokratische Republik Kongo) und von einer Schiffsreise nach Sierra Leone 1941. Bei der Kongo-Reise sammelt Greene gezielt Material für den geplanten Roman Ein ausgebrannter Fall/A Burnt-out Case. Die knappen Notizen waren ursprünglich nicht zur Veröffentlichung gedacht. Graham Greene stimmte der Buchform allerdings…

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Rezensionen: 3 Reiseführer für die Kapverden im Vergleich 2018: DuMont, Reise Know-How & Bradt – mit genauer Tabelle

Die Kapverden-Reiseführer von Marco Polo und Polyglott wirken auf Anhieb zu dünn. Der Dumont-Führer erscheint ausgesprochen frisch illustriert und getextet, außerdem mit entnehmbarer Karte und etwas ausführlicher – aber nicht ausführlich genug für mich. Mitgenommen auf die Inseln Santiago, Fogo und Brava habe ich also nur: Cabo Verde, Kapverdische Inseln – Reise Know-How Verlag, 8….

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Rezension Wanderkarten Cabo Verde aus dem AB-Kartenverlag – 8 Sterne

Die Cabo Verde-Wanderkarten enthalten eine fantastische Menge an Informationen, u.a. viel mehr Ortsnamen als Google Maps oder Open Street Maps – sehr nützlich bei Fragen an Einheimische. Die vielen eingezeichneten Wanderwege lassen sich jedoch keinesfalls immer leicht finden – vor allem die mit *dünnen* roten Linien gezeichneten –,  auch nicht mit den gelegentlichen auf die…

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Rezension Sprechführer: Kauderwelsch (Kiriolu) Kapverdisch Wort für Wort von Nicolas Quint – 4 Sterne

Die etwa 196 kleinen Seiten (2. Auflage 2017) sind äußerst spärlich bedruckt. Zudem beginnt der Sprechteil erst ab Seite 85, davor liest man viel Grammatik (die für Touristen speziell bei Kreol nicht so wichtig ist). Der Band enthält viele landeskundliche Informationen und Verhaltenstipps zu den Kapverden – die will man in einem Sprechführer gar nicht…

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Filmkritik: Jenseits von Afrika (1985, mit Meryl Streep, Robert Redford) – 7 Sterne – mit Video

Robert Redford spielt einen gutaussehenden Kleiderständer, auch Meryl Streep agiert eher unterkühlt – die meisten Gefühle schienen in ihrer deutschen Synchronstimme zu liegen. Mehr Ausstrahlung zeigt Klaus Maria Brandauer. Immerhin drückt hier niemand auf die Tränendrüse, weder Schauspieler, Autor noch Komponist. Es gibt viele coole Dialoge und einige fast zusammenhanglos gesprochene Sätze, die deswegen besonders…

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Rezension Musik-Doku: Sing It Loud – Luthers Erben in Tansania (2017) – 7 Sterne – mit Video & Presse-Links

Die fast 90minütige Doku über tansanische Laien-Kirchenchöre hat lange, ruhige Einstellungen. Immer wieder hört man minutenlang nur den Gesang bei fast unbewegter Kamera – und sieht dazu die Chöre nicht nur in Kirchen und Sälen; sie singen auch auf dem Feld und in semiprofessionell selbstgedrehten Musikvideos. Schön: Über den Stimmen der Interviewpartner liegt keine deutsche…

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Kritiken zur Autobiografie: Homeland, An Extraordinary Story of Hope and Survival, von George Obama (2010)

Als Barack Obama 2009 US-Präsident wurde, erschienen nicht nur Biografien über seine US-amerikanische Mutter Ann Dunham und seinen kenianischen Vater Barack Obama senior. Auch Obamas ältere Halbschwester Auma Obama und seine jüngeren Halbgeschwister Mark Obama Ndesandjo und George veröffentlichten bald Bücher über ihr Leben. George Obama (*1982) ist der Sohn von Barack Obama senior mit…

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Kritik Autobiografie: Das Leben kommt immer dazwischen, von Auma Obama (2010) – 5 Sterne – mit Video

Auma Obama (*1960) ist die ältere Halbschwester von Ex-US-Präsident Barack Obama (*1961). Sie haben denselben Vater, aber unterschiedliche Mütter: Auma stammt von der ersten, afrikanischen Frau von Barack Obama d.Ä. Auma kam zur Welt, als ihr Vater in Hawaii studierte und dort Ann Dunham heiratete, die Mutter des Ex-US-Präsidenten. Auma Obama wuchs in Kenia auf,…

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Rezension Biografie: The Other Barack – Obama’s Father, von Sally H. Jacobs (2011) – 7 Sterne – mit Presse-Links & Video

Ex-US-Präsident Barack Obama sah seinen Vater gleichen Namens nur insgesamt einen Monat lang. Barack Obama d.Ä. war als Elite-Student in die USA gekommen und heiratete die Mutter des US-Präsidenten, um sie bald nach der Geburt des zukünftigen Präsidenten zu verlassen. Obamas Vater studierte dann in Harvard und ging später nach Kenia zurück – mit einer…

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Rezension Biografie: Barack Obama, The Story, von David Maraniss, (2012) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Das Buch reicht von Obamas Urgroßeltern in Kansas und Kenia bis zu Obamas Jurastudiumbeginn 1988 in Harvard. Es endet also deutlich vor Beginn der politischen Laufbahn. Washington-Post-Journalist Maraniss erzählt ausführlich aus dem Kansas der 1920er Jahre, in Kenia geht er kurz zurück bis auf 1820. Fast stolz erwähnt Maraniss im Vorwort, dass der spätere US-Präsident…

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Rezension Bild-Text-Band: Life in the White Man’s Grave, von Philip Allison (1988) – 6 Sterne

Der 190seitige Bild-Text-Band blickt auf die britische Kolonialzeit in Westafrika, u.a. in Sierra Leone und Gambia, vor allem aber in Nigeria und Ghana. Autor Philip Allison beginnt mit einer kurzen Zeittafel und einem 25seitigen, unübersichtlichen historischen Abriss der britsch-westafrikanischen Kolonialgeschichte. Dieser Text geht nahtlos in Allisons eigene Biografie über: Er kam 1931 als britischer Waldaufseher…

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Rezension: Tropenkoller, von Georges Simenon (1933, auch Tropenfieber) – 7 Sterne – mit Video

Der junge Joseph Timar kommt in einem afrikanischen schwülheißen Kaff mit der ebensolchen französischen Wirtin Adèle zusammen, die schon mehrere Liebhaber vor ihm hatte. Adèle könnte für einen Mord verantwortlich sein. Flussaufwärts starten sie ein Holzunternehmen in der Wildnis (frz. Buchtitel Le Coup de lune, frei verfilmt 1982 als Équateur von Serge Gainsbourg u.a. mit…

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Romankritik: Hummer zum Dinner, von Helen Fielding (1994, engl. Cause Celeb) – 7/10 – mit Presse-Links

Noch vor ihrem ersten Bridget-Jones-Band brachte Helen Fielding den Roman Hummer zum Dinner (engl. Cause Celeb) heraus. Die Ich-Erzählerin hier ist zunächst PR-Agentin und zeitweise Geliebte eines egozentrischen TV-Stars in London. So gelangt sie auf Schickeria-Parties und TV-Galas, die sie sehr satirisch beschreibt. Nach einem Kurzbesuch in Afrika verlässt die Ich-Erzählerin Freund und Job in…

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Rezension Deutschland-Nigeria-Doku: Cool Mama (2017) – 7 Sterne – mit Video

Die Deutsche Ann geht eine Beziehung mit dem Nigerianer Akin in Deutschland ein. Sie erfährt irgendwann, dass er zusätzlich Frau und vier oder fünf Kinder in Nigeria hat. Sie besucht seine Familie – und holt sie schließlich nach München. Sie leben in einer teils offenen Dreier-Beziehung, mit Zweckehen und Zweckscheidungen. Amazon-Werbelinks: Ganz Afrika | Südafrika…

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Rezension: Das Testament des Herrn Napumoceno, von Germano Almeida (Roman 1991) – 7 Sterne – mit Film

Die Titelfigur war angesehener, alleinstehender Großhändler auf einer Kapverden-Insel. Nun wird Napumocenos Testament verlesen, und da erzählt er sein ganzes Leben – mit überraschend deftigen Details, die man dem drögen Kaufmann gar nicht zugetraut hätte. Die Hauptfiguren sind milde Käuze mit ein paar Eigenwilligkeiten, hier und da wird es humorig. Das Fremdartige, Multikulturelle, Tropische der…

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Rezension: Die Stimmen von Marrakesch, von Elias Canetti (Reisebericht 1967) – 7 Sterne

Canetti war 1954 in Marokko; er beginnt mit der Niederschrift jedoch erst in England, nach Rückkehr aus Nordafrika; das Buch erscheint erst 1967. So kann Canetti die Dinge einordnen und zusammenfassen – zum Beispiel schildert er in einem Kapitel drei verschiedene Begegnungen mit Kamelen. Dieses Prinzip vermeidet atemlose Unmittelbarkeit und produziert reflektiertere Texte. Sie wirkt…

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Doku-Kritik: Jane’s Journey – Die Lebensreise der Jane Goodall (2010) – 4 Sterne – mit Video

Die beeindruckende Jane Goodall (*1934) bekommt hier eine anhimmelnde Hagiographie. Überwiegend sieht man die Affenforscherin und Aktivistin bei weltweiten Missionen, Interviews und Auftritten 2009, teilweise schön gefilmt. Angelina Jolie, Pierce Brosnan und andere überschütten Goodall mit Bewunderung. Dazu kommen kurze, weit interessantere Bilder von ihren Anfängen bei den Schimpansen von Gombe in Tansania. Kein kritisches…

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Rezension Arzt-Memoiren USA, Kongo: A Doctor’s Life: Unique Stories, von William T. Close (2001) – 6 Sterne

William T. Close (1924 – 2009) blickt auf ein langes, abenteuerliches Arztleben zurück. Er ist zudem Vater der berühmten US-Schauspielerin Glenn Close, die ihm und seiner Frau ein liebevolles Vorwort geschrieben hat. Auf etwa 48 Seiten beschreibt Close seine dramatischen Arzt-Anfänge in New Yorker Armenvierteln seit den 1950er Jahren. Dann folgen etwa 110 Seiten über…

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Filmkritik: Die letzten Tage in Kenya (1987) – 7 Sterne

Sie geben sich respektabel, gediegen; doch sie feiern derb frivol, einfallsreich und lüstern. Der Film zeigt diese englischen Landherren und -damen in Kenia um 1940 kultiviert sarkastisch, kultiviert schweinigelnd, FSK 16 in der TV-Ausstrahlung. Der deutsche Titel passt ebenso gut wie der englische, White Mischief. Der Film spielt zumeist in Innenräumen, obwohl in Kenia gedreht…

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AMAA Awards 2016: „Afrikanische Oscars“ für Filme aus Burkina Faso und Ghana – mit Video

Der AMAA Award 2106 für den besten afrikanischen Film ging an „Eye of the Storm“ aus Burkina Faso. Der ghanaische Film The Cursed One um ein als Hexe stigmatisiertes Dorfmädchen (Trailer unten) war in nicht weniger als 13 Kategorien nominiert und erhielt schließlich drei Titel für Production Design, Kamera und für die Regie von Nana…

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Filmkritik: Exit Marrakesch (2013, mit Ulrich Tukur, R Caroline Link) – 6 Sterne – mit Video & Presse-Links

Die Geschichte um den 16jährigen, altklugen Ben, der in die marokkanische Wüste ausbüchst und von seinem Theaterregisseur-Vater wieder eingefangen wird, ist dezidiert unrealistisch. Aber das spielt fast keine Rolle, denn Regisseurin Caroline Link kredenzt wie schon in Nirgendwo Afrika zwei Stunden lang prächtige Bilder, hier zumeist in Gold-metallic abgetönt. Samuel Schneider als jugendlicher Ben sieht…

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Roman-Kritik: Der Sandmann, von Bodo Kirchhoff (1992) – 6 Sterne

Die Geschichte ist hübsch, wenn auch unrealistisch konstruiert: Ein 50jähriger Frankfurter und sein vierjähriger Sohn suchen ihr junges Kindermädchen im Gassengewirr der tunesischen Hauptstadt. Die Frau des Frankfurters, eine Pensionswirtin und ein weiterer Pensionsgast spielen wichtige Nebenrollen. Alle sind irgendwie miteinander verbandelt, und erzählt wird recht widersprüchlich aus zwei verschiedenen Perspektiven. Mehrfach entstehen spannende Situationen, und…

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