Hot Country Entertainment

Filmkritik: Unser Mann in Havanna, mit Alec Guiness (1958) – 6 Sterne – mit Video & Links

Die Romanverfilmung unterhält gepflegt und liefert ein paar interessante Variationen zum zugrunde liegenden Buch von Graham Greene, aber auch viele dicke Kuba-Klischees. Die Schwarzweiß-Bilder wirken teils gefällig, aber nie auffällig gut. Die Hauptfigur Wormold (Alec Guiness) erscheint deutlich lässig-ironischer und weniger sauertöpfisch als im Buch. Seine schon im Roman bizarre, 17jährige devot materialistisch-katholische Tochter Milly…

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Rezension: Unser Mann in Havanna, von Graham Greene (Roman 1958) – 8/10

Graham Greene schreibt eine intelligent-alberne Agentenklamotte, die bestens unterhält und die Lachmuskulatur anregt – kein Greenesches „entertainment“ (seine Bezeichnung für weniger ernste Bücher) ist so entertaining wie dieses, nur einige Geschichten in der Sammlung May We Borrow Your Husband tönen ähnlich köstlich-mokant. Hier herrscht eine ganz andere Stimmung als in überaus ernsten Greene-Büchern („novels“) wie…

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Rezension: Ein ausgebrannter Fall, von Graham Greene (Roman 1960, engl. A Burnt-Out Case) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Ein berühmter Architekt verbringt anonym einige Wochen auf einer Lepra-Station in Belgisch-Kongo (später Zaire, heute Demokratische Republik Kongo). Er fühlt sich ausgebrannt und ohne Lebenslust, jenseits von Liebe, Gott und Karriere; aber „ausgebrannt“ hat in der Lepra-Behandlung noch eine andere, interessante Bedeutung. Graham Greene (1904 –1991) schreibt knapp, präzise und sehr stimmungsvoll, unaufdringlich genau, reduziert –…

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Rezension: Seeds of Fiction – Graham Greene’s Adventures in Haiti and Central America 1954 – 1983, von Bernard Diederich (2012) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Der weitgereiste Time-Journalist, Haiti- und Mittelamerika-Kenner Bernard Diederich (*1926) lebte vor allem auf Haiti, in Mexiko und Miami. Er begleitete Graham Greene (1904 –1991) ab 1954 über Jahrzehnte auf vielen Reisen in der Region und lieferte ihm viele Gesprächspartner zu, einschließlich einiger Machthaber. Auf den ersten 150 von 300 Seiten berichtet Diederich über Haiti und Graham…

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Rezension Reisenotizen: In Search of a Character, von Graham Greene (1961) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Die luftig bedruckte 106-Seiten-Fibel enthält zwei Tagebücher Graham Greenes aus Belgisch-Kongo 1959 (heute Demokratische Republik Kongo) und von einer Schiffsreise nach Sierra Leone 1941. Bei der Kongo-Reise sammelt Greene gezielt Material für den geplanten Roman Ein ausgebrannter Fall/A Burnt-out Case. Die knappen Notizen waren ursprünglich nicht zur Veröffentlichung gedacht. Graham Greene stimmte der Buchform allerdings…

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Rezension: Die Stunde der Komödianten, von Graham Greene (Roman 1966, engl. The Comedians) – 8 Sterne – mit Hintergründen & Video

  Graham Greene macht vieles richtig in diesem Roman. Er führt eine übersichtliche Zahl von sehr unterschiedlichen, teils zwiespältigen Hauptfiguren ein; das Ambiente lässt sich schön imaginieren (Haiti, aber auch Monaco und Paris); es gibt smarte, lakonische, zynische, ambivalente Dialoge mit einem sehr unaufgeregten Ich-Erzähler; es gibt Liebe, Politik und nur wenig Gewalt; zeitweise knistert…

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Rezension Sprechführer: Kauderwelsch (Kiriolu) Kapverdisch Wort für Wort von Nicolas Quint – 4 Sterne

Die etwa 196 kleinen Seiten (2. Auflage 2017) sind äußerst spärlich bedruckt. Zudem beginnt der Sprechteil erst ab Seite 85, davor liest man viel Grammatik (die für Touristen speziell bei Kreol nicht so wichtig ist). Der Band enthält viele landeskundliche Informationen und Verhaltenstipps zu den Kapverden – die will man in einem Sprechführer gar nicht…

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Rezension: Gebrauchsanweisung für Istanbul, von Kai Strittmatter (2014) – 7 Sterne

Kai Strittmatter findet Istanbul und die Türkei total toll, und das erklärt er hier aufdringlich enthusiastisch. Aber auch sehr informativ und leicht lesbar: Bei aller Humoristik („Mehr noch als mit dem Krummsäbel ist der Türke nämlich mit dem Siruplöffel in der Hand geboren“, S. 67) produziert Strittmatter keine heiße Luft, sondern Fakten, Fakten, Fakten und…

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Rezension: Gebrauchsanweisung für Südfrankreich, von Birgit Vanderbeke (2002, 2011) – 5 Sterne

Birgit Vanderbeke lebt in Südfrankreich, einige ihrer vergnüglichen Romane spielen dort und vermitteln gute Eindrücke vom Landleben. Ihre „Gebrauchsanweisung für Südfrankreich“ klingt jedoch wortreich, geschwätzig, betulich, bei gleichwohl leicht konsumierbarem Plauderton. Immer wieder konstruiert Birgit Vanderbeke hypothetische Reisesituationen mit einem männlichen Leser, der mit „Sie“ angeredet wird. Sie deutet ihre eigenen Südfrankreich-Erlebnisse mehrfach kurz an,…

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Filmkritik: Spuren (Australien 2013, engl. Tracks) – 6 Sterne – mit Video

Die spröd-schöne Mia Wasikowska wandert durchs spröd-schöne australische Outback, ertränkt in nie endender, elegischer Musiktunke und edel abgetönter Cinematografie. Die 2,4:1-Breitwandschaft mit Dame erinnert momentweise an Paris, Texas; und sie ruft aufdringlich: „Ich bin SO kino“. Ein paar Kamele und ein schwarzer Labrador begleiten die Hauptfigur, dazu gibt es karge Kindheitserinnerungen, Aborigines und eine Romanze…

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Thailand

Rezension: Frauen auf den Philippinen, Kurzgeschichtensammlung 1987 – 5 Sterne

Neben Kurzgeschichten enthält der schmale dtv-Band auch drei biografische Protokolle sowie Gedichte, die ich nicht gelesen habe, weil mir die Lyrik-Ader fehlt. Die Texte stammen ausschließlich von Frauen, u.a. von Ester Vallado DaRoy, Lina Espina Moore, Amelia Lapeña Bonifacio und Ines Taccad Camayo. (Zum Vergleich: Der Band Frauen in Thailand, 1989, bringt fast nur Kurzgeschichten,…

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Thailand

Rezension: Frauen in Thailand (Kurzgeschichten 1989) – 5 Sterne

Der 220-Seiten-Band enthält Kurzgeschichten und ein Gedicht über Frauen in Thailand, geschrieben von Männern und Frauen, u.a. Pira Sudham, Atsiri Dhammachoti, Krisna Asokesin, Lao Kamhom, Manop Thanomsi, Visanchani Nakorn, Sri Dao Rüang, Sirem-on Unehathup, Prabhassorn Sevikun, Mon. Methi, Wat Wanlayangkun, Rong Wongsawan, Kong Krailat, K. Surangkanang und Niramon Prudtatorn. Herausgeberin Hella Kothmann begründet die Aufnahme…

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Informativ: Ein Verein für Literatur aus dem „globalen Süden“

Wer Hot Country Reading mag und das am liebsten auf Deutsch – so wie auch Hans Blog –, findet reizvolle Lektüre-Ideen beim Litprom-Verein. Der Verein widmet sich der Literatur des „globalen Südens“ (schöner Ausdruck, besser als mein „Hot Country Reading“ oder „heiße Länder“). Buchempfehlungen finden Sie auf der Internetseite des Vereins unter dem Link „Beste…

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Filmkritik: Jenseits von Afrika (1985, mit Meryl Streep, Robert Redford) – 7 Sterne – mit Video

Robert Redford spielt einen gutaussehenden Kleiderständer, auch Meryl Streep agiert eher unterkühlt – die meisten Gefühle schienen in ihrer deutschen Synchronstimme zu liegen. Mehr Ausstrahlung zeigt Klaus Maria Brandauer. Immerhin drückt hier niemand auf die Tränendrüse, weder Schauspieler, Autor noch Komponist. Es gibt viele coole Dialoge und einige fast zusammenhanglos gesprochene Sätze, die deswegen besonders…

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Rezension Musik-Doku: Sing It Loud – Luthers Erben in Tansania (2017) – 7 Sterne – mit Video & Presse-Links

Die fast 90minütige Doku über tansanische Laien-Kirchenchöre hat lange, ruhige Einstellungen. Immer wieder hört man minutenlang nur den Gesang bei fast unbewegter Kamera – und sieht dazu die Chöre nicht nur in Kirchen und Sälen; sie singen auch auf dem Feld und in semiprofessionell selbstgedrehten Musikvideos. Schön: Über den Stimmen der Interviewpartner liegt keine deutsche…

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Kritiken zur Autobiografie: Homeland, An Extraordinary Story of Hope and Survival, von George Obama (2010)

Als Barack Obama 2009 US-Präsident wurde, erschienen nicht nur Biografien über seine US-amerikanische Mutter Ann Dunham und seinen kenianischen Vater Barack Obama senior. Auch Obamas ältere Halbschwester Auma Obama und seine jüngeren Halbgeschwister Mark Obama Ndesandjo und George veröffentlichten bald Bücher über ihr Leben. George Obama (*1982) ist der Sohn von Barack Obama senior mit…

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Kritik Autobiografie: Das Leben kommt immer dazwischen, von Auma Obama (2010) – 5 Sterne – mit Video

Auma Obama (*1960) ist die ältere Halbschwester von Ex-US-Präsident Barack Obama (*1961). Sie haben denselben Vater, aber unterschiedliche Mütter: Auma stammt von der ersten, afrikanischen Frau von Barack Obama d.Ä. Auma kam zur Welt, als ihr Vater in Hawaii studierte und dort Ann Dunham heiratete, die Mutter des Ex-US-Präsidenten. Auma Obama wuchs in Kenia auf,…

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Rezension Biografie: The Other Barack – Obama’s Father, von Sally H. Jacobs (2011) – 7 Sterne – mit Presse-Links & Video

Ex-US-Präsident Barack Obama sah seinen Vater gleichen Namens nur insgesamt einen Monat lang. Barack Obama d.Ä. war als Elite-Student in die USA gekommen und heiratete die Mutter des US-Präsidenten, um sie bald nach der Geburt des zukünftigen Präsidenten zu verlassen. Obamas Vater studierte dann in Harvard und ging später nach Kenia zurück – mit einer…

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Rezension: A Singular Woman, Barack Obama’s Mother, von Janny Scott (2011) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Stanley Ann Dunham, Barack Obamas Mutter, war eine hochinteressante, weltoffene Intellektuelle, die in Hawaii erst einen Kenianer (Obamas Vater) und dann einen Indonesier heiratete und zeitweise mit Sohn in Indonesien lebte. Sie verbrachte insgesamt die Hälfte ihres erwachsenen Lebens in Indonesien, forschte und promovierte dort über Dorfwirtschaft, leitete Hilfsorganisationen und beriet Regierungen und Banken in…

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Rezension Memoiren: Ein amerikanischer Traum, von Barack Obama (1995, engl. Dreams from My Father) – 8 Sterne

Hawaii, Indonesien, Los Angeles und New York sind einige der Stationen dieser leicht fiktionionalisierten Jugend-Autobiografie, sie reicht von den Großeltern bis zu Obamas Studienbeginn nach ersten Arbeitsjahren. Besonders detailliert gerieten die Abschnitte über Obamas Sozialarbeit in Schwarzenvierteln von Chicago und über den Besuch bei der kenianischen Familie seines Vaters. Der Ex-US-President (*1961, im Amt Jan….

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Rezension Biografie: Barack Obama, The Story, von David Maraniss, (2012) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Das Buch reicht von Obamas Urgroßeltern in Kansas und Kenia bis zu Obamas Jurastudiumbeginn 1988 in Harvard. Es endet also deutlich vor Beginn der politischen Laufbahn. Washington-Post-Journalist Maraniss erzählt ausführlich aus dem Kansas der 1920er Jahre, in Kenia geht er kurz zurück bis auf 1820. Fast stolz erwähnt Maraniss im Vorwort, dass der spätere US-Präsident…

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Rezensionen zur Biografie: Rising Star. The Making of Barack Obama, von David J. Garrow (2017)

Die Hardcover-Ausgabe dieser Barack-Obama-Biografie hat 1460 Seiten und basiert auf Gesprächen mit über 1000 Informanten. Deutsche Kommentare: Spiegel: Reizvoll ist das Buch aber in Wahrheit deshalb, weil es mal eine kritische Erzählung von Obamas Aufstieg vorlegt und den Ex-Präsidenten weniger als netten Graswurzelaktivisten porträtiert Jan Bösche (ARD): Kritiker sagen: zu intensiv; das Buch sei zu…

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Rezension (Kurz-)Geschichten: Die Ballade from traurigen Café, von Carson McCullers (1951, engl. The Ballad of the Sad Café) – 7 Sterne – mit Video & Kritiken

Fazit: Hauptattraktion ist McCullers‘ punktgenauer, trockener Erzählton. Ihre Figuren in der Geschichtensammlung The Ballad of the Sad Café sind melancholisch und einsam, einige wirken auch bizarr bis rätselhaft. Die nicht verbundenen Kurzgeschichten liefern eher Stimmung als Handlung – das aber exzellent. Zwei Geschichten sind schlicht zu merkwürdig und lassen den Leser kalt. Das Büchlein ist…

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Rezension: Peach Tree Road, von Anne Rivers Siddons (1989) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Fazit am Roman-Ende nach 817 Seiten: Rivers Siddons spannt einen schönen, runden Bogen über 50 Jahre Atlanta seit den späten 1930ern. Die Stadt wird dem Leser fast zur Heimat, die Hauptfiguren gehören zur Familie. Die Sprache ist leicht und mit unspektakulären Dialogen, die Handlung überwiegend gelungen konstruiert; Siddons verbindet die Hauptcharaktere schön mit Zeitströmungen und…

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Rezension Bild-Text-Band: Life in the White Man’s Grave, von Philip Allison (1988) – 6 Sterne

Der 190seitige Bild-Text-Band blickt auf die britische Kolonialzeit in Westafrika, u.a. in Sierra Leone und Gambia, vor allem aber in Nigeria und Ghana. Autor Philip Allison beginnt mit einer kurzen Zeittafel und einem 25seitigen, unübersichtlichen historischen Abriss der britsch-westafrikanischen Kolonialgeschichte. Dieser Text geht nahtlos in Allisons eigene Biografie über: Er kam 1931 als britischer Waldaufseher…

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Rezension: Tropenkoller, von Georges Simenon (1933, auch Tropenfieber) – 7 Sterne – mit Video

Der junge Joseph Timar kommt in einem afrikanischen schwülheißen Kaff mit der ebensolchen französischen Wirtin Adèle zusammen, die schon mehrere Liebhaber vor ihm hatte. Adèle könnte für einen Mord verantwortlich sein. Flussaufwärts starten sie ein Holzunternehmen in der Wildnis (frz. Buchtitel Le Coup de lune, frei verfilmt 1982 als Équateur von Serge Gainsbourg u.a. mit…

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Thailand

Buchkritik: Bangkok People, von James Eckardt (1999) – 5 Sterne

In knapp drei Dutzend Geschichten portraitiert James Eckardt Bangkok-Bewohner, die er bis 1997 für Bangkoks Manager Magazine traf. Im Nachwort schreibt er einige Geschichten noch bis 1999 fort. Die Texte sind jeweils nur drei bis zehn luftig bedruckte Seiten lang. Eckardt ist mit einer Thailänderin verheiratet und spricht gut Thai. Er formuliert flüssig, sehr gut…

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Rezension Magellan-Biografie: Over the Edge of the World, von Laurence Bergreen (2003) – 7 Sterne – mit Presse-Links & Video

Bergreen erzählt ruhig mit vielen Hintergründen. Zwar war die Reise laut Buchumschlag „terrifying“ und voller „sex“ und „violence“; gleichwohl schlägt der langjährige Erfolgsbiograf und Harvard-Absolvent Laurence Berggren im Buch keinen reißerischen Ton an und personalisiert auch nicht mehr als realistisch. So berichtet er auf den frühen Seiten sehr allgemein, fast dröge und praktisch ohne einzelne…

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Rezension Biografie: Magellan, von Tim Joyner (1992) – 4 Sterne – mit Vergleich

Der Biologe Tim Joyner hat zunächst sein Material nicht im Griff: Eifrig will er über alle Hintergründe und Umstände aufklären – und verwirrt den Leser doch bloß mit fast unkontrollierter Faktenflut und teils ausschließlich historischen Ortsnamen. Joyner beginnt mit der Geschichte der Seefahrt seit 4000 vor Christus und präsentiert allerlei adliges und kirchliches Personal ein…

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Rezension Biografie: Magellan, Der Mann und seine Tat, von Stefan Zweig (1937) – 6 Sterne – mit Vergleich

Stefan Zweig schreibt wortreich, blumig, altbacken, oft auch pathetisch tremolierend bis heillos over the top – mit reichlich Postponieren, rhetorischen Fragen, Adjektivkaskaden, erregten Parenthesen, Perfektpartizipien ohne Hilfsverb und muffigem Dativ-e („auf zermorschtem Schiffe“, S. 10). Zwar klingt die Sprache nie langweilig, nie schwach, der Wortschatz ist reich zumal bei Nautischem, die Geschichte bleibt meist spannend;…

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Romankritik: Hummer zum Dinner, von Helen Fielding (1994, engl. Cause Celeb) – 7/10 – mit Presse-Links

Noch vor ihrem ersten Bridget-Jones-Band brachte Helen Fielding den Roman Hummer zum Dinner (engl. Cause Celeb) heraus. Die Ich-Erzählerin hier ist zunächst PR-Agentin und zeitweise Geliebte eines egozentrischen TV-Stars in London. So gelangt sie auf Schickeria-Parties und TV-Galas, die sie sehr satirisch beschreibt. Nach einem Kurzbesuch in Afrika verlässt die Ich-Erzählerin Freund und Job in…

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