Buch

Rezension Geistreicher London-Roman: The London Embassy, von Paul Theroux (1983) – 8 Sterne

Der Ich-Erzähler arbeitet Anfang der Achtziger in der US-Botschaft in London. Das Buch besteht aus 18 sehr lose bis gar nicht verwobenen Episoden. Die meisten Geschichten haben nicht viel mit der Botschaft zu tun: Der Ich-Erzähler lernt zum Beispiel jemanden bei einem Empfang kennen, fühlt sich zu einem Besuch vor Ort bemüßigt, der Rest spielt…

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Rezension US-Roman: Zeiten des Aufruhrs, von Richard Yates (1961, engl. Revolutionary Road) – 8 Sterne

Vorort-Ehedrama in den 50ern in USA. Messerscharf beobachtet. Fesselnd, mit überraschenden, aber nicht unverständlichen Entwicklungen. Obwohl die Handlung letztlich nahezu alltäglich ist, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, war beteiligt fast wie bei einer scharfen Auseinandersetzung im Freundeskreis. Amazon-Werbelinks: Richard Yates | Ernest Hemingway | John Cheever | John Updike Sehr schön…

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David Nicholls

Rezension Lustiger Roman: Ewig zweiter (2005), von David Nicholls – 8 Sterne

Ein Schauspieler und Drehbuchschreiber, der einen Roman über einen Schauspieler mit Schreibambitionen schreibt – das klingt gefährlich. Man befürchtet distanzlose Insidergeschichten, Egotrips, selbstmitleidige Selbstbespiegelung, Ablästern über Kollegen, Werke und Alphafiguren. Es gibt ja nichts Schlimmeres als Schriftsteller, die Romane über, ausgerechnet, Schriftsteller, schreiben, womöglich noch in Berlin. Doch bei Nicholls (*1966) steigt nie das säuerliche…

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David Nicholls

Rezension lustiger Roman: Keine weiteren Fragen, von David Nicholls (2003) – 8 Sterne

Viele exzellente Dialoge und Abläufe, für ein lustiges Buch recht realistisch, wenn man auch die Zuneigung der beiden Hauptdarstellerinnen für den männlichen Helden etwas unglaubwürdig finden kann. Die Rolle des verstorbenen Vaters wird etwas überhöht. Ich habe das Buch verschlungen. In meiner Suche nach lustigen, aber nicht doofen Büchern hatte ich zuletzt Matthias Keidtels Ein…

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Westafrika-Kindheit: The Dark Child bzw. L’enfant noir, von Camara Laye (1953) – 8 Sterne

Haarsträubender Aberglaube, gefährliche Riten – Laye tischt knüppeldick auf. Gleichzeitig taucht er seine Jugend im westafrikanischen Guinea der 50er Jahre in ein güldenes Licht (auf Deutsch als „Einer aus Kurussa“ erschienen). Amazon-Werbelinks: Ganz Afrika | Südafrika | Kenia | Marokko Trotz all der irrationalen Gebräuche und Denkweisen lächelt man verklärt mit dem Autor: Die Menschen…

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Thailand

Rezension Kurzgeschichten aus Malaysia: The Consul’s File, von Paul Theroux (1977) – 8 Sterne

Die U4 meiner Penguin-Ausgabe zitiert Rezensionen, und der Guardian fasst den Eindruck passend zusammen: „Cool and witty… polished and professional“ Der Ich-Erzähler ist amerikanischer Konsul in einem heißen, südmalaysischen Provinzkaff. Die 20 Episoden von 1977 sind lose verwoben, man kann sie aber auch unabhängig voneinander lesen. Manche Geschichten beziehen die Einheimischen mit ein, also ethnische…

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Rezension Länder-Bericht: Eine islamische Reise: Unter den Gläubigen, von V.S. Naipaul (1981, engl. Among the Believers: An Islamic Journey, sein 1. Islam-Buch) – 8 Sterne

1979 reist V.S. Naipaul durch vier muslimische Länder, die nicht direkt an Saudi-Arabien grenzen und den Islam erst mit Verzögerung und eventuell unter Zwang annahmen: Iran, Pakistan, Malaysia und Indonesien. In jedem Land spricht Naipaul mit Klerikern, Zeitungsmachern, Lehrern, Macht- und Privatmenschen über ihren Glauben und dessen Auswirkungen auf den Alltag. Diskussionen und viele Reisen:…

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Rezension US-Roman: Easter Parade, von Richard Yates (1976) – 8 Sterne

Der nur 222 (englische) Seiten lange Roman folgt zwei Schwestern in und um New York von früher Kindheit bis in späte Lebensjahre – von den 1930ern bis in die 70er Jahre. Yates (1926 – 1992) schildert schlichte Menschen der unteren Mittelschicht, die selten Anlass zu Freude haben und gern ins Glas schauen. Die Filmrechte sind…

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Rezension Geschichten, Romane: Nightwatchman’s Occurrence Book and Other Comic Inventions, von V.S. Naipaul – 8 Sterne

In das dicke englische Taschenbuch packte der Picador-Verlag nach V.S. Naipauls Nobelpreis von 2001 drei sehr unterschiedliche Werke, die Jahrzehnte früher unabhängig voneinander erschienen und alle als komisch gelten: The Suffrage of Elvira (1958, dt. Titel Wahlkampf auf karibisch), eine kauzige Wahlkampfsatire aus dem Hinterland von Trinidad Mr. Stone and the Knights Companion (1963, offenbar…

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Rezension Bollywood-Biografie: King of Bollywood: Shah Rukh Khan and the Seductive World of Indian Cinema, von Anupama Chopra (2008) – 8 Sterne

Manche Anekdoten aus dieser Biografie zu Bollywood-Superstar Shah Rukh Khan klingen fast zu gut, als dass sie wahr sein könnten. Viele Charaktere erscheinen als liebenswerte Kauze, die sofort in einen Film passen. Auch andere Zufälle und Ereignisse wirken so an den Haaren herbeigezogen, dass man mal wieder über unplausible Bollywooddrehbücher lamentieren möchte. Aber vielleicht war…

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In Andalusien war ich auch mal.

Rezension Andalusien-Bericht: Factory of Light, von Michael Jacobs (2004) – 8 Sterne – mit Videos

Jacobs schreibt warmherzig, liebevoll, und wir tauchen tief in die Dorfgesellschaft ein. Ein anderer Wahl-Andalusier, Chris Stewart, berichtet zwar auch sehr warmherzig – Stewart lebt jedoch isoliert am Berg und das mit Ehefrau, Kind und vielen Tieren, bekommt also weniger vom üblichen Dorfleben mit. Jacobs dagegen wohnt ohne Anhang mitten im Dorf Frailes (in einer…

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Rezension US-Iran-Memoiren: To See and See Again: A Life in Iran and America, von Tara Bahrampour (1999) – 7 Sterne

Tara Bahrampour beschreibt liebevoll, warmherzig, einfühlsam, detailreich und mit vielen kulturellen Einblicken die Geschichte ihrer iranisch-amerikanischen Familie. Wesentliche Themen sind zudem Vertreibung und das Stehen zwischen den Kulturen, illustriert mit vielen markanten Beispielen – von lustig bis herzergreifend. Der größere und interessantere Teil des Buches spielt im Iran, einige Kapitel auch in Kalifornien und Oregon….

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Rezension Lagos-Roman: Heimkehr in ein fremdes Land, von Chinua Achebe (1960, engl. No Longer at Ease) – 8 Sterne

Nigeria in den 50ern. Ein junger Englandheimkehrer steigt in den Staatsdienst ein, verliebt sich, besucht mal die Eltern auf dem Dorf, bekommt Probleme mit den Finanzen, seiner Freundin, der Tradition. Der Roman spielt zum größten Teil im Lagos der 50er Jahre, doch die dörfliche Herkunft bleibt stets präsent. Amazon-Werbelinks: Chinua Achebe | ganz Afrika |…

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Rezension Mumbai-Roman: Letzter Mann im Turm, von Aravind Adiga (2011) – 8 Sterne

Was mir gefallen hat: viele kleine, aber sehr signifikante Details und Gedanken (z.B. wie sich eine Blinde an Schäden in der Mauer oder an Gerüchen orientiert) aufschlussreich die Veränderungen in der Hausgemeinschaft nach dem großzügigen Geldangebot des Unternehmers jederzeit sehr spannend, ich habe meinen üblichen Medienkonsum für dieses Buch deutlich geändert interessante Einblicke in die…

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Rezension Erzählungen: Mein geheimes Leben, von Paul Theroux (1989, engl. My Secret History) – 8 Sterne

Vieles erinnert an Paul Theroux‘ späteres Buch Mein anderes Leben (1996, engl. My Other Life): die Stationen Afrika, USA, London mit Schriftstellerbesuch, die haargenaue Beobachtung, die unaufdringliche Belesenheit, der ruhige, aber nie langweilige Ton, die dichte Atmosphäre, die perfekte Konstruktion. Man könnte meinen, Theroux habe erst einen langen Text geschrieben und diesen dann in zwei…

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Romankritik: Liebe und andere Parasiten, von James Meek (2012, engl. The Heart Broke in) – 8 Sterne

Über 500 Seiten smarte, coole Dialoge – genauer: Dialoge und viele heikle Hintergedanken – zwischen smarten, modernen Menschen meist zwischen 30 und 40, überwiegend in London. Interessante, moderne, moralische Konflikte im Medien- und Wissenschaftsbereich und in Paarbeziehungen; gut und rund konstruiert, meist sehr spannend. Darum geht es: Einige Konflikte zielen auf speziell englische Sensibilitäten, so…

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Rezension Finanzkrise-Roman: Charlie Summers, von Paul Torday (2010) – 8 Sterne

An diesem Roman über die Finanzkrise gefiel mir: solide Konstruktion, sichere Erzählstimme – der Leser ist in guten Händen ordentliche Dialoge mit klar unterscheidbaren, markanten Charakteren (Kleinstadtbetrüger, zynischer Geldadel, lässiger Landadel) (ich hatte die englische Ausgabe) einige Mechanismen der Finanzkrise anschaulich, aber nicht zu simpel dargestellt eher wenig interessante Figuren (meist englische Landedelmänner) in interessante…

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Rezension Biografie: Die Jazz-Baroness: Das Leben der Nica Rothschild, von Hannah Rothschild – 7 Sterne

Hannah Rothschild schreibt professionell flüssig, man kann das Buch kaum weglegen (ich hatte die englische TB-Ausgabe von Virago). Das Buch schildert ein einzigartiges Leben – Kindheit in der superreichen Rothschild-Familie, Kriegseinsätze in Afrika und Europa, fünffache Mutter, dann Begleiterin der besten Jazzmusiker der Welt. Hier beginnt die Autorin: Historisch beginnt die Autorin mit Mayer Amschel…

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In Andalusien war ich auch mal.

Rezension Andalusien-Berichte: A Parrot in the Pepper Tree, von Chris Stewart (2002, Teil 2 von „Driving over Lemons“) – 7 Sterne

Lebhaft, warmherzig, unterhaltsam, dazu sehr spannend und überaus lustig – ich habe selten so oft bei einem Buch gelacht, und so laut, sogar bei den kurzen Abschnitten über England und Schweden, von denen ich mir wenig erhofft hatte. Ich habe mich bald wie ein Teil der Familie gefühlt, weil Chris Stewart auch recht ehrlich schreibt…

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Buchkritik: Spätzle al Dente, von Luigi Brogna (über Italiener in Deutschland, 2007) – 7 Sterne

Also das sind interessante Einblicke: eine italienische Familie zieht 1971 von Sizilien ins Schwabenland und bleibt dort viele Jahre. Wir lernen einiges über Anpassungsschwierigkeiten bei Italienern und Schwaben, über unterschiedliche und wandelnde Formen von Heimweh – und über grauenhafte Ausländerfeindlichkeit. Interessant auch die Italienurlaube der Gastarbeiter, die ihre Heimatstadt Messina bald mit halb deutschen Augen…

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In Andalusien war ich auch mal.

Rezension Andalusien-Buch: Leben im Publeo. Das 21. Jahrhundert hält Einzug in ein andalusisches Dorf, von David Baird (2004) – 7 Sterne

Dies ist kein Roman. Baird erzählt vom eigenen Leben in einem andalusischen Dorf. Er zog mit Frau in den 60er Jahren in ein baufälliges Haus und rekapituliert gut drei Jahrzehnte. Es gibt keine durchgehende Handlung, das Buch (engl. „Sunny Side Up“) erscheint sogar etwas heterogen und die Kapitel kann man weitgehend unabhängig voneinander lesen. Einzelne…

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Rezension Bilder-Buch: Kapverden (2008) – 7 Sterne

Schlichter Bildband über die Kapverden mit ein paar Texten ohne große Ansprüche, auch nicht ans Budget (Text Ingrid Kirschey, Fotos Attila Bertalan). Bei dem Preis kann man kaum meckern: nicht über die gestalterisch und drucktechnisch völlig anspruchslose Fotografie; nicht über den Mangel an konkreten Reisetipps (Essen, Verbindungen); nicht über die erkenntnisfreien Gemeinplätze in Bildtexten („Nicht…

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Rezension Sachbuch: Der Iran: Die verschleierte Hochkultur, von Andrea Claudia Hoffmann (2009) – 7 Sterne

Hoffmann bombadiert unermüdlich und gelehrt mit Fakten, bilanziert 3000 Jahre Geschichte und Geistesgeschichte, bis hin zum gedanklichen Fundament des Ajatollah Khomenei. Quellenangaben fehlen zumeist, dennoch wirkt die Lektüre enorm informativ. Mitunter wären freilich Tabellen oder Diagramme besser als lange Absätze, zum Beispiel bei den Unterschieden zwischen Schia- und Sunni-Islam, bei den Schia-Imamen oder bei der…

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Rezension Iran-Sachbuch: City of Lies, von Ramita Navai (2014, über Teheran) – 7 Sterne

Navai schreibt professionell gut, spannend (ich hatte das englische Original). Sie verschafft verblüffende Einblicke in ein völlig unbekanntes Teheran, jedesmal packend erzählt, nie mit Happy End. Sie baut Statistiken, exotische Pressemeldungen und Staatskunde gekonnt ein. Navai berichtet aus einem einzigartigen Land über die ungewöhnlichsten Figuren, die eine ehrgeizige Reporterin für den umkämpften englischsprachigen Pressemarkt auftreiben…

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In Andalusien war ich auch mal.

Rezension historischer Spanien-Bericht 1935: As I Walked Out One Midsummer Morning, dt. An einem hellen Morgen ging ich fort, von Laurie Lee (1969) – 7 Sterne – mit Presse-Links & 2 Videos

Laurie Lee (1914 – 1997) beschreibt eine lange Wanderung Mitte der 30er: ein Kapitel über englische Dörfer, dann ein Jahr Geldverdienen in London, dann zu Fuß ein halbes Jahr durch Spanien, von Vigo über Valladolid und Madrid bis Sevilla, Cadíz und Málaga, zuletzt ein weiteres halbes Jahr in einem spanischen Küstendorf – mit einem abrupten,…

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Rezension Indien-Roman: Ernste Männer bzw. Genie ist relativ, von Manu Joseph (2010, engl. Serious Men) – 7 Sterne

Mir gefiel: witziger, teils zynischer Erzählton (ich hatte die englische Ausgabe, Serious Men) Handlung teils skurril und unterhaltsam zeitweise spannend Mir gefiel weniger: die zwei Geschichten des Institutsleiters und seines Sekretärs sind über weite Strecken zu lose verbunden, man liest fast zwei getrennte Handlungen das Institut im Mittelpunkt des Romans wirkt sehr unrealistisch, wie auch…

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Rezension Multikultur-Afrika-Roman: Fong and the Indians, von Paul Theroux (1968) – 7 Sterne

Kramladeninhaber Fong und seine Frau stammen aus China und sind Christen; Fongs Vermieter und Lieferant Fakhru stammt aus Indien und ist Moslem; dann gibt es noch ein paar lautmaulige Amerikaner. Und sie alle agieren in Ostafrika, in der Fremde. Schwarzafrikaner spielen in diesem Roman dennoch nur eine geringe Rolle; sie kaufen schonmal eine einzelne Zigarette…

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Rezension US-Roman: Die Verrückungen der Benna Carpenter, von Lorrie Moore (1986, engl. Anagrams bzw. Anagrammes) – 7 Sterne

Drei moderne Mittdreißiger sind fast die einzigen Akteure in diesem Buch: Benna Carpenter, ihr Mehr-oder-weniger-Partner Gerard und Bennas Freundin Eleonor. Sie parlieren pointenreich, selbstironisch und nonchalant über ihr Leben, insonderheit über ihre Missgeschicke in punkto Liebe. Das liest sich wie eine moderne, intelligente Romkom, etwa ein Film oder Buch von Norah Ephron, ein Film von…

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Witziger Indien-Roman: 2 States: The Story of my Marriage, von Chetan Bhagat (2009) – mit Video – 7 Sterne

Wieviel davon stammt direkt aus dem Leben des Autors? Das ist die Frage, wenn Hauptdarsteller und Hauptdarstellerin deutliche Züge des Verfassers und seiner Angetrauten zeigen. Chetan und Anusha Bhagat betonen den fiktionalen Charakter von 2 States. Die Dialoge sind sicherlich nicht 1:1 mitstenographiert: Sie klingen über weite Teile zu clever, zu scharf und pointiert. Spannend…

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Thailand

Historische Malaysia-Kurzgeschichten rezensiert: Far Eastern Tales, von W. Somerset Maugham – 7 Sterne

W. Somerset Maugham bringt Kurzgeschichten aus dem Malaysia (damals Malaya) etwa der 1920er Jahre. Die Stories – oft 30 bis 50 Seiten lang – ähneln einander: Ein paar Leute unterhalten sich, oft auf dem Überseedampfer oder in England, dann kommt die große lange Rückblende nach Malaysia, zum Schluss kehrt Maugham in die erzählte Gegenwart zurück;…

Historische Malaysia-Kurzgeschichten rezensiert: Far Eastern Tales, von W. Somerset Maugham – 7 Sterne Weiterlesen »

Rezension Hollywood-Roman: Abspann, engl. Karoo, von Steve Tesich (1996) – 7 Sterne

Das Buch zerfällt in zwei Teile: Im ersten flaniert der Hauptdarsteller durch New York, benutzt Leute, plaudert geistreich, enorm zynisch, hochgradig unterhaltsam. Man kann ihm höchstens etwas selbstverliebte Weitschweifigkeit vorwerfen. Ab der Mitte geht es Schlag auf Schlag: Unglaubliche Glücks- und Zufälle ändern das Leben des einstigen Einzelgängers, ein paar Glaubwürdigkeitslücken ziehen sich weiter durchs…

Rezension Hollywood-Roman: Abspann, engl. Karoo, von Steve Tesich (1996) – 7 Sterne Weiterlesen »

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