Buch

Rezension Bollywood-Filmbuch: Dilwale Dulhania Le Jayenge (The Brave-Hearted Will Take the Bride), von Anupama Chopra (2002) – 7 Sterne

Das Bändchen über den Bollywood-Erfolgsfilm „Dilwale Dulhania Le Jayenge“ (1995) ist in sehr flüssigem, leicht lesbarem Englisch geschrieben, ich musste nur selten das Wörterbuch bemühen. Lästig nur, dass man für die 78 Anmerkungen immer nach hinten blättern muss – mal sind es nur Literaturhinweise, die ein Normalleser nicht braucht, dann wieder sehr interessante Randaspakte, die…

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Romankritik: Lachsfischen im Jemen, von Paul Torday (2006) – 7 Sterne

Die Idee ist reizvoll – ich meine die interessante Handlungsidee und die Präsentation quasi ohne Erzähler, sondern nur durch Wiedergabe von fiktiven E-Mails, Interviews und Tagebucheinträgen. Der Autor ist offenkundig auf die britische Regierung (wohl ein Blair-Kabinett) nicht gut zu sprechen, und ein paarmal habe ich laut gelacht über die Politsatire. Diese Schwächen fielen mir…

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Rezension Frank-Lloyd-Wright-Roman: Die Frauen, von T.C. Boyle (2009) – 7 Sterne

Erfolgsautor T.C. Boyle fiktionalisiert das Leben des Erfolgsarchitekten Frank Lloyd Wright (1867 – 1959) – mit seinen Frauen und Katastrophen. Zwei seiner typischen Merkmale bringt T.C. Boyle in diesem Roman von 2009 zusammen: teils fiktive Biographie eines wohlhabenden Exzentrikers, den es tatsächlich gab, gern etwas egomanisch wortreiche, detailgenaue Beschreibung, die sehr lebhafte Vorstellungen  erzeugt So…

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Rezension Bollywood-Filmbuch: Sholay, The Making of a Classic, von Anupama Chopra (2000) – 7 Sterne

Amazon-Werbelinks: Bollywood | Shah Rukh Khan | Priyanka Chopra Was für ein Aufwand, was für ein Drama beim Filmen des Dramas, des absoluten Bollywood-Klassikers Sholay: Mehrere Hauptdarsteller wollen die Hauptdarstellerin heiraten – im richtigen Leben; betrunkene Hauptdarsteller schießen mit scharfer Munition knapp neben andere Hauptdarsteller (keine Eherivalen); Beamte müssen geschmiert werden; danach müssen die Antikorruptionsbeamten…

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Thailand

Rezension 3 Malaysia-Romane: The Long Day Wanes, von Anthony Burgess (1956 – 1959) – 7 Sterne

Zahlreiche Exzentriker aller Hautfarben bevölkern den 510-Seiten-Schmöker, der sich aus drei einst einzeln erschienen Romanen zusammensetzt (Time for a Tiger, 1956, dt. Jetzt ein Tiger; The Enemy in the Blanket, 1958; und Beds in the East (1959)). Nur Hauptfigur Victor Crabbe, englischer Pädagoge in Malaysia (damals noch  Malaya) kurz vor der Unabhängigkeit Ende der 50er…

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Rezension Trinidad-Geschichten: Adventures of Gurudeva, von Seepersad Naipaul (1943, Vater von V.S. Naipaul) – 7 Sterne

In vielen Punkten erinnert Seepersad Naipauls Sammlung verbundener Geschichten an die frühen Trinidad-Romane seines nobilitierten Sohnes V.S. Naipaul (also an Mr Biswas, Miguel Street, Mystic Masseur, Wahlkampf auf karibisch). Insbesondere an den „Mystic Masseur“: Im „Masseur“ wie in den „Adventures of Gurudeva“ schwingt sich ein halbwegs gescheiterter Indischstämmiger auf Trinidad zum Guru-Status auf; beide spielen…

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Thailand

Rezension Hongkong-China-Roman: Alle Herrlichkeit auf Erden, von Han Suyin (1952, engl. A Many-Splendoured Thing) – 7 Sterne

Bittersüße, schweifende Liebesgeschichte in Hongkong 1949/50; in China kämpfen sich die Kommunisten an die Macht, Flüchtlinge strömen nach Hongkong. Die Liebesgeschichte selbst ist wunderbar, zart sinnlich, poetisch, mit intelligentem Humor der liebenswerten und unkitschig romantischen Hauptakteure. Han Suyin beschreibt offenbar ihr eigenes Leben und darum bringt sie Nebenstränge in die Geschichte, die bei etwas mehr…

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Romankritik: Fabian / Gang vor die Hunde, von Erich Kästner (1931) – 7 Sterne

Viele verblüffende, unterhaltsame Dialoge und kuriose Capricen; gelegentlich meint man, der Autor klopfe sich ob seiner funkelnden, knappen Bonmots und Aperçus diskret selbst auf die Schulter, betrachte sein streng unangepasstes Personal und speziell den unorthodox liebenswerten Alter-Ego-Protagonisten mit viel Wohlwollen. Zur Handlung: Liederliche Weiber und verdrossene Spießer in Berlin. Auf den ersten vier Fünfteln passiert…

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Romankritik englische Medien-Satire: Everyone’s Gone to The Moon, von Philip Norman (1995) – 7 Sterne

1996: Der blasse Louis Brennan, 22, wird Topjournalist bei der schicken Farbbeilage, nein, beim Magazin des Londoner Wochenblattes Sunday Dispatch. Große Teile des Romans beschreiben Leben, Liebe und Intrigen in der Redaktion – und in den Swinging Sixties. Fazit: Norman schreibt mit Insiderkenntnis, spannenden Intrigen, deftiger Satire, ausgeprägten Charakteren und eleganten Worten – umso verblüffender,…

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Rezension Südsee-Kurzgeschichten: Rain and Other South Sea Stories, von W. Somerset Maugham – 7 Sterne

Kurzgeschichten aus der Südsee. Und W. Somerset Maugham tischt die Klischees faustdick auf: weitgereister Engländer verliebt sich in sinnlich-süße Insulanerin, sie bewohnen glücklich eine Kajüte oder ein Haus an der Lagune (natürlich währt das Glück nicht bis zum Ende der short story) über der Lagune steht eine Mondsichel, an ihrem Rand biegen sich elegante Palmen…

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Rezension Trinidad-Roman: Fireflies, von Shiva Naipaul (1970) – 7 Sterne

Eine arme, indischstämmige Familie im Trinidad der 40er und 50er Jahre. Sie wurschteln sich so durch. Das Ganze beschrieben mit leisem Humor, Einfühlung und viel Lokalkolorit. Familienerinnerungen des kleinen Bruders: Shiva Naipaul, kleiner Bruder des Nobelpreisträgers V.S. Naipaul, schildert hier etwas verfremdet seine eigene Sippe. Mitunter hängt er scheinbar auf gut Glück Erinnerungen aneinander, auch…

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Rezension Krimi-Roman: Zwei Fremde im Zug, von Patricia Highsmith (1950, engl. Strangers on a Train) – 7 Sterne

Warmduscher trifft auf Psychopathen und lässt sich in eine kriminelle Geschichte hineinziehen. Das Handlungsgerüst von Patricia Highsmith‘ erstem Roman (1950) wirkt allzu konstruiert, doch Zwei Fremde im Zug (engl. Strangers on a Train) fesselt und beklemmt durchgehend – teilweise eine echte Nervenstrapaze für den Leser, mit sehr deutlichen Anklängen an spätere Highsmith-Romane wie die Ripley-Reihe….

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Rezension Le Monde diplomatique: Indien – Die barfüßige Großmacht (2010) – 7 Sterne

Faktenreich referieren die Autoren – Wissenschaftler und ein paar Journalisten – vor allem über Politik und soziale Unruhen. Die Sympathie für alternative Ideen und machtlose Kleinbauern scheint gelegentlich durch. Ein buntes Magazin mit schönen Bildstrecken ist es nicht: „Indien, die barfüßige Großmacht“ zeigt einzelne, gute, groß aufgezogene Fotos. Aber die Bleiwüste dominiert. Nord- und Mittelindien…

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Bücher, die auf Englisch erschienen, lese ich im Original.

Buchkritik Italien-Auswanderer: Die Oliven von San Pietro, ein italienisches Abenteuer, von Annie Hawes (2003, 1. Teil der Trilogie, engl. Extra Virgin) – 7 Sterne

Ich habe oft und laut gelacht. Und ich habe einiges gelernt: Italienisch, Ligurisch, Mentalität, Küche, Landwirtschaft. Ich konnte das Buch zeitweise kaum weglegen. Fragwürdiger Ton: Annie Hawes schreibt mit hochtouriger, deftiger und übertrieben wortreicher Ironie. Das ist unterhaltsam; man hat aber auch das Gefühl, dass sie dabei ihre italienischen Nachbarn verrät. So sah Hawes es…

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Thailand

Rezension SO-Asien-Roman: Tage in Burma, von George Orwell (1934, engl. Burmese Days) – 7 Sterne

Orwell schreibt flüssig und in leichtem Englisch. Gleich auf den ersten Seiten setzen Entwicklungen und Konflikte ein, die das Interesse bis zur letzten Seite wachhalten. Hinter jeder zweiten Doppelseite scheint eine wichtige Wendung oder dramatische Begegnung zu warten, so dass man kaum absetzen mag. Dialoge machen den Roman von 1934 lebendig, die kurzen Rückblenden halten…

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Thailand

Rezension historische Malaysia-Geschichten: The Casuarina Tree, von W. Somerset Maugham (1926) – 7 Sterne

Dieses Buch erhielt ich erst nach Far Eastern Tales und More Far Eastern Tales  von W. Somerset Maugham. Alle Geschichten aus The Casuarina Tree kannte ich damit schon. Meine sehr ähnlichen Bewertungen der zwei Far Eastern Stories-Sammlungen gelten also auch hier. Casuarina Tree enthält je anderthalb mild interessante Seiten Vor- und Nachwort von Maugham. Die…

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Rezension Sklaverei-Roman: Der Vizekönig von Ouidah, von Bruce Chatwin (1980) – 7 Sterne

Chatwin beschreibt sehr unterschiedliche Zeiten und Räume: Benin im 20. Jahrhundert (da hieß es noch Dahomey), Benin im 19. Jahrhundert, brasilianisches Hinterland im 19. Jahrhundert – und das teils nicht chronologisch. Das erratische Verhalten der Hauptakteure führt zu weiteren eigentümlichen Handlungssprüngen, man könnte fast sagen -brüchen. Der kurze Roman hat vor allem im ersten Teil…

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Rezension Iran-Sachbuch: Persian Pilgrimages bzw. The Soul of Iran, von Afshin Molavi (2002, 2005) – 7 Sterne

Molavi schreibt so locker und gefällig, dass man ihm mühelos über 350 eng beschriebene Seiten folgt. Sogar Wiederholungen wie die stets wiederkehrenden Höflichkeitsrituale oder die Eigenheiten seiner örtlichen Freunde stören nicht übermäßig. Berichte aus allen Provinzen: Dabei reist der Autor, meist mit Iranern, stets Männern, in alle Ecken des weiten Landes und informiert nebenbei gründlich…

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Rezension historischer Bauernschwank: Die Chronik von Flechting, von Oskar Maria Graf (1925) – 7 Sterne

In einem Dorf am Starnberger See, so um 1850, gehen die Geschäfte gut, seit sich der König dort niedergelassen hat. Auch die Fargs, Außenseiter eigentlich, prosperieren mit Handwerk, harter Arbeit und Spekulation. Doch nichts bleibt, wie es ist. Einer belauert den anderen und will den eigenen Vorteil einfahren. Oskar Maria Graf schildert Schlaumeier, Ausg’schamte, Schaffer…

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Rezension historischer Bayern-Roman: Die Ehe des Herrn Bolwieser, von Oskar Maria Graf (1931; mit Video) – 7 Sterne

Graf schreibt ein deftiges, kauziges, unterhaltsames, aber auch sehr treffsicheres Deutsch, er greift mit  Musik in die Saiten. Auf die Schüppe nimmt er Eheglück und Eheleid und das vordigitale, ja vorelektronische social network einer Kleinstadt in Bayern. Zunächst wirken die Verhältnisse noch halbwegs realistisch und erkenntnisstiftend, doch die Handlung driftet zunehmend in Richtung Satire und…

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Lustiger England-Roman rezensiert: Das Intimleben des Adrian Mole, 13 3/4 Jahre alt, von Sue Townsend (1982) – 7 Sterne

Nett, lustig, leicht. Kann man einfach so runterlesen, und die Unterteilung in viele viele kleine Tagebuch-Häppchen macht es noch leichter. Mitunter sind die Witze vorhersehbar, das Konstruktionsprinzip von Sue Townsend ist gut, aber zum Schluss etwas abgehangen. Aber es wird nie selbstgefällig, wie bei deutschen Autoren, die heimlich doch nur über sich selbst schreiben. Die…

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Thailand

Rezension Thai-Dorf-Geschichten: Village Vignettes: Portraits of a Thai Village, von Michael Smithies (2004) – 7 Sterne

Das sind wirklich Vignetten: Keine Geschichte zählt mehr als vier Seiten, die Mehrzahl kommt mit zwei Seiten aus. Darin portraitiert Smithies schnörkellos, in schlichtem Ton, Dörfler aus dem Nordosten Thailands, genauer aus dem südlichen Isaan (die nächste Großstadt ist Korat). Distanzierter Ton: Manches Kurzkapitel umfasst 50 Jahre einer ganzen Familie. Immer wieder geht es um…

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Rezension deutscher Roman: Die Haushälterin, von Jens Petersen (2005) – 7 Sterne

Ein schüchtern pubertierender Junge und sein arbeitsloser, oft alkoholisierter Vater rivalisieren um die Haushälterin. Die kommt weniger als „Raumpflegerin“ daher, eher wie eine sehr lebendige, durchaus anziehende Studentin. Die wenigen Darsteller werden sehr genau beobachtet, die wachsende Spannung und Anspannung im Haus ist mit Händen zu greifen und machte mich fast nervös, sogar ärgerlich. Dabei…

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Thailand

Singapur-Roman: Saint Jack, von Paul Theroux (1973) – 7 Sterne

Paul Theroux hat es wieder raus: Die schwüle Atmosphäre, die finsteren Gassen voller Ratten und Gangster, die Malaiien, Chinesen, Inder, Engländer im Singapur der 70er – er zeichnet dieses Bild lebhaft plastisch, mit staubtrocken-coolen Dialogen. Mittelalte Männer der unteren Mittelschicht bringen die Zeit in einem mittelprächtigen Club herum. Sie sind die Macher und Macker hier:…

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Rezension USA-Indien-Roman: Das Tiefland, von Jhumpa Lahiri (2013, engl. The Lowland) – 7 Sterne

Jhumpa Lahiri schreibt psychologisch dicht, einfühlsam, und wahrt dabei immer eine einfache, fast lakonische, unaufgeregte Sprache, die ich auch im englischen Original „The Lowland“ leicht lesen konnte. Wichtige Elemente der Geschichte sind plötzliche Beziehungsabbrüche, Einsamkeit und die Nachwirkungen politischer Gewalt. Interessant wirken kurze, unaufdringliche Ausflüge in die Geschichte und in die Wissensgebiete der Buchfiguren, so…

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Rezension Historischer Afrika-Bericht: Too Late to Turn Back: Barbara and Graham Greene in Liberia, von Barbara Greene – 7 Sterne

Vergnüglicher, kurzweiliger Bericht im Plauderton über eine anstrengende Wanderung durch die westafrikanischen Länder Sierra Leone und Liberia mit 30 einheimischen Helfern 1934 (dt. Im Hinterland). Über die selbe Wanderung berichtet auch Barbara Greenes berühmter Cousin Graham Greene im weit bekannteren Journey without Maps. Barbara Greenes Bericht ist aber besser zu lesen und frei von Abschweifungen….

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Rezension Afrika-Bericht: Auf der Fährte des Teufels: Zu Fuß durch Sierra Leone und Liberia, von Tim Butcher – 7 Sterne

Auf den Spuren von Graham und Barbara Greene wandert Preisjournalist Tim Butcher durch den liberischen Urwald, seine Reise beginnt mit einer Busfahrt durch Sierra Leone (engl. Titel Chasing the Devil; dt. Auf der Fährte des Teufels; ich hatte die englische Fassung und kann die Übersetzung nicht beurteilen). Amazon-Werbelinks: Ganz Afrika | Südafrika | Kenia |…

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Historischer Afrika-England-Roman rezensiert: Der Eiskrem-Krieg, von William Boyd (1982) – 7 Sterne

Gut erzählt mit vielen kleinen Details, die das räumlich und zeitlich ferne Szenario fast in Vergrößerung zeigen. Dabei präsentiert William Boyd seine präzisen Einblicke so en passant, dass er nie angeberisch faktenhubernd klingt. Ebenso knapp, aber sehr detailliert schildert Boyd auch männliche Sexualität und Kriegsgreuel, mmmhh. Boyd schreibt unterhaltsam, aber mit reichem Wortschatz und viel…

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Rezension Schweiz-Roman: Die toten Männer, von Lukas Bärfuss (2002) – 7 Sterne

Der Ich-Erzähler schwärmt von einer Welt ohne Liebe und bevorzugt behelfsweise „Liebe ohne Gefühle“ wie bei seiner alten Mutter, die er sich gut in Edelstahlausführung vorstellen kann. Mit leicht abstrusen, aber genau geschilderten und auch etwas faszinierenden Gedanken will der EQ-Autist sich von allen und jedem distanzieren, verstrickt sich aber nur immer mehr mit seiner…

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Satirischer Diplomaten-Roman rezensiert: Unser Mann in Afrika, von William Boyd (1981) – 7 Sterne

Zeitweise war ich mir nicht sicher: Ist der Autor so pubertär, oder nur seine Hauptfigur? Die niederen Gelüste des Morgan Leafy bekommen viele Zeilen in diesem Westafrika-Roman, unangenehm viele, und gelegentlich geht es sogar saftig ins Urologische – kein guter Lesestoff beim Frühstück, aber ein Anlass, bestimmte venerische Komplikationen einmal nachzuschlagen. Dann noch derbe, schnell…

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Rezension Artikelsammlung: Bamboo, von William Boyd (2005) – 7 Sterne

620 Seiten Text, und dann noch ein langes Stichwortverzeichnis: William Boyd verstaut hier, wie er sagt, rund 40 Prozent seiner nicht-belletristischen Zeitschriftenarbeiten von 1978 bis 2004. Ein Sammelsurium von Themen, oft Rezensionen oder Portraits von Schriftstellern und bildenden Künstlern, unterteilt in große Blöcke wie Life, Literature, Africa, und überwiegend nicht chronologisch. Viele Stücke sind nur…

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