Lustig

Rezension: Arno Schmidt zum Vergnügen (2013, Zitat-Sammlung) – 5 Sterne – mit Links

Auf etwa 160 Reclam-großen Seiten erscheinen zahllose Arno-Schmidt-Zitate, zwei Zeilen bis zwei Seiten lang, geordnet nach Themen wie Sport, Politik, Natur, Liebe, Komik, Kollegen, Essen. Der Großmeister zeigt sich sprachgewaltig, spröde, launig, lustig und immer wieder auch selbstverliebt ideosynkratisch-hermeneutisch-unverständlich. Nur in kleinen Dosen zuträglich. Mit Kontext oder Hintergrundinformation wäre das Vergnügen teils größer, zumindest eine…

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Romankritik: Drei Männer in einem Boot, von Jerome K. Jerome (1889, engl. Three Men in a Boat) – 7 Sterne – mit Videos

Von einer Themse-Bootsfahrt mit vielen kleinen Pannen erzählt Jerome K. Jerome (1859 – 1927) slapstick-artig, gleichwohl englisch nobel und selbstironisch ohne zu dick aufzutragen. Ich habe mehrfach laut gelacht (ich kenne nur das englische Originalbuch). Allerdings nimmt die Bootsfahrt nur den kleineren Teil des eher kurzen Romans ein. Der Autor berichtet immer wieder völlig andere…

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Romankritik: Drei Männer auf Bummelfahrt, von Jerome K. Jerome (1900, engl. Three Men on a Bummel) – 5 Sterne

Drei Engländer radeln um 1900 ein paar Wochen durch Deutschland – das ist die Rahmenhandlung, doch wir hören kaum konkrete Erlebnisse. Jerome K. Jerome (1859 – 1927) streut immer wieder sonstige Anekdoten, Betrachtungen und Verallgemeinerungen ein, so dass die Handlung wortwörtlich nicht in Fahrt kommt. Dabei schreibt Jerome zunächst gefällig und oft sehr humorvoll; ich…

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Thailand

Rezension: Mai Pen Rai Means Never Mind, von Carol Hollinger (Thailand-Bericht 1965) – 7 Sterne

Carol Hollinger bewohnt Ende der 1950er Jahre mit Mann und Tochter ein Haus in Bangkok. Ich habe selten so gelacht wie in den ersten Kapiteln dieses Buchs. Laut Werbung ist es „an American housewife’s honest love affair with the irrepressable people of Thailand“ – aber das klingt irreführend: Hollinger werden die Damenkränzchen der Ausländerinnen schnell…

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Romankritik: Achtung, Mama ante portas, von William Sutcliffe (2008, engl. Whatever Makes You Happy) – 4 Sterne – mit Video & Presse-Links

England. Drei Mütter um die 60 besuchen unangemeldet ihre drei jeweils unverheiratet lebenden Söhne und quartieren sich für eine Woche ein. Sie wollen die rätselhaften Wesen, die sie einst großzogen, jetzt alle Mitte 30, endlich kennenlernen: I just want to find out who you are. Reden Mütter so? Die Geschichte hat ein paar witzige, aber…

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Buchkritik: Bridget Jones, Am Rande des Wahnsinns, von Helen Fielding (1999, engl. The Edge of Reason) – 6 Sterne – mit Links & Video

In hektischen Tagebuch-Notizen verzeichnet Ich-Erzählerin Bridget Jones ihre Männerjagd in London, Besäufnisse mit Freunden, Demütigungen am Arbeitsplatz und einen kurzen, dramatischen Thailand-Trip. Das ist einigermaßen lustig, wenn auch komplett unrealistisch und mit unrunden Handlungssprüngen: Frauen am Rand des Nervenzusammenbruchs, und das Tagebuch erfährt alles brühwarm. Letztlich agiert und denkt Hauptfigur Jones oft sehr dümmlich, kindlich…

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Rezension: Aus dem Leben Hödlmosers, von Reinhard P. Gruber (1973) – 7 Sterne

Gruber bringt kurze, schlichte Episoden aus dem Leben des Steirerbauern Hödlmoser: Wie er die Fani ins Gebüsch und dann in die Ehe manövriert; ein Besuch auf dem Fußballplatz; heikle Begegnung beim Wildern; Kommentar eines Zeitungsartikels im Familienkreis; eine Beerdigung; und ein wüstes Ende. Die Geschichtchen sind nicht miteinander verbunden, der schmale dtv-Band ist schlecht gedruckt…

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Bridget Jones – Verrückt nach ihm (Roman 2013, engl. Mad about the Boy) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Bridget Jones ist mittlerweile 51, seit fünf Jahren verwitwet, mit zwei Kindern fünf und sieben Jahre alt. In diesem Bestseller berichtet sie hochgradig selbstironisch von ihrer Rückkehr auf den Dating-Markt. Autorin Helen Fielding schreibt sehr witzig, mit starken Dialogen, SMS- und Twitter-Texten. Dazu kommen amüsante Listen, Zusammenfassungen und schreibtechnische Ideen. Hektik, Unsicherheit und Stimmungswechsel der…

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Romankritik: Die Tagebücher des Adrian Mole: Die schweren Jahre nach 39, von Sue Townsend (2009, engl. Adrian Mole, The Prostrate Years) – 6 Sterne

Ein Gag jagt den nächsten in diesem Tagebuch-Roman, ich habe mich gut amüsiert. Sue Townsend (1946 – 2014), die einst mit Theaterarbeiten startete, liefert vor allem verblüffende, trockene Dialoge. Häufig greift Sue Townsend einen Witz drei Seiten später noch einmal auf und dreht ihn weiter – fast schon zu häufig. Das Ganze liest sich glatt…

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Rezension: Die Zunge Europas, von Heinz Strunk (Roman 2008) – 2 Sterne – mit Presse-Links

Ich-Erzähler Toni, nein Martin Erdmann palavert zunächst hochtourig, originell und manchmal witzig drauflos. Nachteile jedoch: Die hochgejazzte Suada verdeckt nicht dauerhaft, dass seitenlang nichts, aber auch gar nichts passiert, und ermüdet darum bald; und: dieser Redestrom enthält immer wieder eklig Vulgärfäkales sowie gegen Ende Menschenverachtendes. Der Ich-Erzähler kommt von Hölzchen und auf Stöckchen (ganz wie…

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Rezension: Planet Germany, von Cathy Dobson (Auswanderungsbericht 2007) – 4 Sterne

Dobson rattert einen gut geölten Reigen aus Anekdoten und Festivitäten herunter, sehr leicht lesbar, dabei zuviel abgehangene Phrasen und zuwenig Sophistication. Öfter wirkt es wie flacher Slapstick: gleich zweimal schildert Dobson eigene Stürze in den Dreck und das anschließende Gelächter ihrer Umwelt; dazu mehrere unappetitliche Unfälle mit Haustieren. Weil sie den Verlauf eines einzelnen Jahres…

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Thailand

Rezension Reisebuch: Indonesien und so weiter, von Elizabeth Pisani (2014, engl. Indonesia etc.) – 8 Sterne – mit Presse-Links

Fazit: Wenn auch nicht ganz homogen, so doch ebenso unterhaltsam wie informativ: dies ist eins der besten Hot Country-Bücher, die ich kenne. Pisani schreibt warmherzig, intelligent und witzig ohne Schmalz und Verklärung, dabei mit verblüffenden Ausdrücken und Vergleichen (ich kenne nur das englische Original und kann die Eindeutschung nicht beurteilen). Statistisches und Geschichtliches mit Tiefgang…

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Rezension: Yolanda, von Julia Alvarez (Roman 1997, engl. Yo!) – 7 Sterne – mit Video

Die Handlung: Lehrerin Yolanda hat einen Roman geschrieben, in dem sie unverblümt das wirkliche Leben in ihrer Familie schildert. Mutter, Vater und ihre drei Schwestern sind empört, brechen teils den Kontakt ab. Der Roman erzählt zunächst aus verschiedenen Perspektiven davon, wie die über die USA verstreuten Familienmitglieder sich einerseits entrüsten, andererseits um Familienzusammenhalt ringen. Dann…

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Romankritik: Anita and Me, von Meera Syal (Einwanderer-Roman, 1996) – 7 Sterne – mit Video & Presse-Links

Einfühlsam, informativ und oft lustig, aber nie schrill beschreibt Meera Syal in ihrem Romanerstling gleich drei verschiedene Welten in einer: das Innenleben einer Neun- oder Zehnjährigen, ziemlich frühreif indische Einwanderer im England der 1960er ein englisches Bergbaudorf Das liest sich grundsätzlich interessant, leicht und unterhaltsam; aber Schwächen gibt es auch: So wird Syal mitunter zu…

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Rezension: Beastly Tales from Here and There, von Vikram Seth (Tierfabel-Gedichte, 1991) – 7 Sterne

Fazit: Mild vergnügliche Fabeln in Versform um Tiere mit vielen menschlichen Eigenschaften, manchmal frech, immer flott und pfiffig gereimt, aber nicht mit allerletztem Pep. Erfreut wohl eher Erwachsene, denn Kinder dürften einige Wörter nicht kennen, einige Anspielungen nicht verstehen und weniger Spaß an den überraschenden Wortkombinationen haben. Vikram Seth setzt zehn Tierfabeln in Reime um,…

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Rezension: Mamsell Fifi – Erzählungen, von Guy de Maupassant – 7 Sterne

Guy de Maupassant (1850 – 1892) liefert deftige Satiren ab. Aufs Korn nimmt er spießig-brutale deutsche Soldaten, brave Bürger der Provinz und lebenslustig-strohdumme Frauen, die gelegentlich das Pekuniäre und das Amouröse überraschend verbinden, mit teils interessanten Gewissenskonflikten. Die Kurzgeschichten mit Ausnahme von Der Horla perlen munter herunter. Meine Übersetzung von Walter Widmer klingt vollmundig-prall und…

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Rezension: Gefecht in fünf Gängen, von Christina Eichel (Roman 1998) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Fazit: Flott getextet, inhaltlich flach, eine grobe Satire auf Kulturschnöseltum, männliche Paarungs- und weibliche Publikationssehnsüchte. Der Roman schildert das Abendessen von sechs Kulturmenschen in mittleren Jahren – Theaterkritiker, Verleger, Radiofeuilletonisten. Ein Paar, zwei Solo-Männer, zwei Solo-Frauen; später noch zwei jüngere Statisten. Entenbrust an Blattsalaten, Lachs auf Lauchjulienne, Lammrücken und Kartoffelgratin, illustrierte Limettenmousse, Mandelhippen mit Schokoladenfondant:…

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Rezension Deutsch-Bücher: Der die was? (2007) und Wie wer das? (2009), von David Bergmann – 7 Sterne – mit Links & Video

Mit etwa 22 beginnt der deutschstämmige Amerikaner David Bergmann Deutsch zu lernen; mit 25 zieht er von Chicago nach Göttingen und Hamburg, um sich weiter in die Sprache zu vertiefen. Davon handeln Der die was? (2007) und Wie wer das? (2009) – zwei in Konzept, Stil und Inhalt sehr ähnliche Bücher. Der Erstling erschien 2012…

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Rezension Theaterstück: Die Toscana-Therapie, von Robert Gernhardt (1986) – 5 Sterne

Ein paar Einfaltspinsel zwischen Mitte 20 und 60 bevölkern ein Ferienhaus in der Toskana. Einige sind ungebetene Gäste, doch die berechtigten Bewohner schaffen es nicht, sie loszuwerden. Trecker und Güllegerüche stören die Idylle überdies. Robert Gernhardt (1937 – 2006) erzeugt eine Art linksalternativ-intellektuellen Bauernstadl: Die Figuren reden einigermaßen witzig aneinander vorbei und werden zunehmend aufdringlicher–…

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Roman-Kritik: Der Honorarkonsul, von Graham Greene (1973, engl. The Honorary Consul) – 7 Sterne

Die Handlung klingt nach einem Krimi im nördlichen Argentinien: Es gibt eine Entführung im politischen Milieu, Schüsse in der Nacht, dramatische Cliffhanger, einen angekündigten Tod, ein Herzklopf-Ende. Dennoch ist dies eher eine subtile Komödie, mit fein ironischen Dialogen, die man so filigran gar nicht oft liest (ich kenne nur das englische Original, nicht die deutsche…

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Rezension Indien-Roman: The Householder, von Ruth Prawer Jhabvala (1960) – 6 Sterne – mit Video

Prem ist ein kleiner, jungverheirateter Junglehrer in Delhi, seine Frau Indu schwanger. Das Geld wird knapp. Prem fühlt sich ständig unsicher und unvorbereitet – schwierige Themen kann er weder bei Indu noch mit Chef oder Vermieter ansprechen. Ständig setzt er Fassaden auf, und jeder Ansatz zu einem ernsten Gespräch geht daneben. Dann lernt Prem auch…

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Rezension Indien-Roman: Amrita: Or to Whom She Will, von Ruth Prawer Jhabvala (1955, dt. Die Liebesheirat bzw. Amrita und Hari) – 7 Sterne

Amrita liebt Hari und Hari liebt Amrita. Sie treffen sich manchmal und raspeln Süßholz. Doch Amritas Familie ist gegen die Verbindung, und Haris Familie ist gegen die Verbindung. Die jungen Leute werden anderweitig verbandelt, für sie gibt es scheinbar keine Zukunft. Der Roman spielt in der indischen Mittelschicht Neu-Delhis in den 1950er Jahren, ohne Europäer….

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Rezension Satire-Roman USA: Danke, dass Sie hier rauchen, von Christopher Buckly (1994, engl. Thank You For Smoking) – 6 Sterne – mit Video u. Presse-Links

Satire-Profi Buckly erzählt routiniert, süffig überzogen und stets unterhaltsam von der Arbeit eines fiktiven Zigaretten-Lobbyisten in der US-Medien- und Politszene. Am Rand agieren auch PR-Akteure für Feuerwaffen und Alkohol. Die vielen Dialoge sind voller Gags und geschmeidiger Sophistereien. Dennoch entsteht ein etwas fader Beigeschmack: Manche Dialoge und Szenarien wirken weit hergeholt, überflüssig oder unrealistisch, bieten…

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Rezension Kurzgeschichten: The Pat Hobby Stories, von F. Scott Fitzgerald (1940) – 8/10 – mit Rezensionsbericht

Die 17 knappen Kurzgeschichten handeln vom kleinen Manuskriptschreiber Pat Hobby im Hollywood der späten 1930er Jahre. F. Scott Fitzgerald verarbeitet hier seine eigene Zeit in den Hollywoodstudios, wo er selbst trotz früherer Roman-Erfolge (Der große Gatsby) kein Superstar war, und erzählt eine Demütigung nach der anderen: Der Lohn war einst viel besser; früher durfte er…

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Romankritik: Erinnerungen an meinen Porsche, von Bodo Kirchhoff (2009) – 4 Sterne

Er sekretiert zwanghaft aus jeder eigenen Körperritze. Er penetriert dranghaft jede weibliche Körperritze. Dieses sein heiliges Triebleben zelebriert Bodo Kirchhoffs Ich-Erzähler, Ex-Investment-Banker Daniel Deserno, 38, in einem atemlosen Verbal-Erguss über 220 Seiten in 56 Kapiteln. Stolzgeschwellt: Deserno, Schweinigel und Schwadroneur, rekapituliert mit präpubertärem Stolz die Anatomie seines Piephahns, den ersten Analsex, veritable Porno-Action im Privatjet…

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Rezension Jugenderinnerungen: Hundskrüppel. Lehrjahre eines Übeltäters, von Gerhard Polt (2004) – 3 Sterne

Polt (*1942) wuchs in Altötting auf, kam um 1950 nach München. Die Streiche hier stammen offenbar von beiden Orten, auf 100 äußerst locker bedruckten Seiten (gefühlt 35 normale Buchseiten; auch als Lesung erhältlich). Gerhard Polt kolportiert ca. 47 flache Dumme-Jungs-Streiche: dem Baby einen Regenwurm gefüttert, dem Nachbarn Schneebälle ans Fenster, eine Wespe in die Torte,…

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David Nicholls

Rezension komischer England-Roman: Zwei an einem Tag, engl. One Day, von David Nicholls (2009) – 7 Sterne – mit Video & Links

Eine lakonisch romantische Komödie über zwei Jahrzehnte: Nach der Uni-Abschlussfeier verbringen Emma und Dexter eine gemeinsame Nacht; anschließend bleiben sie befreundet, haben aber jahrelang jeweils andere Partner. Dexter ist reich, lässig und wird TV-Moderator; Emma strampelt sich ab und endet als kleine Lehrerin. Die Geschichte verkaufte sich in Deutschland angeblich 1,5 Millionen Mal und wurde…

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David Nicholls

Romankritik: Drei auf Reisen, von David Nicholls (2014, engl. Us) – 8 Sterne

David Nicholls beginnt diesen Roman einer Ehe mit einem Schock: Ich-Erzähler Douglas hört von seiner Frau Connie (beide über 50), dass sie ihn nach 20 Jahren eigentlich angenehmer Ehe verlassen möchte, aber nicht von heute auf morgen. Bald gehen die beiden samt Sohn Albert, 18, auf eine lange geplante Sommerreise durch Museen auf dem europäischen…

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Rezension Büro-Roman: Wir waren unsterblich, von Joshua Ferris (2007, engl. Then We Came to the End) – 7 Sterne – mit int. Presse-Links

Der Roman spielt in einer großen Werbeagentur in Chicago. Autor Joshua Ferris schreibt lakonisch-humorvoll vor allem über Bürotratsch, Bürokleinklein, Angst vor Kündigung und private Probleme. Kaum Handlung, keine Hauptfigur: Es gibt kaum eine Handlung, meist keine Hauptfigur – nur kleine Episoden, aus denen erst ab der Buchmitte zwei Personen etwas deutlicher hervortreten. So treibt das…

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Rezension Unterhaltungsroman: Die Reisen mit meiner Tante, von Graham Greene (1969, engl. Travels with my Aunt) – 7 Sterne

Henry (Mitte 50, frühpensionierter Bankfilialleiter) und Tante Augusta (75) begegnen sich nach Jahrzehnten wieder. Sie reisen mit dem Zug von London über Paris nach Istanbul; später treffen sie sich in Paraguay erneut. Henry ist dezidiert dröge, die alte Dame flamboyant und etwas rätselhaft. Gepflegtes Parlando: Greene schrieb Die Reisen mit meiner Tante, engl. Travels with…

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Besprechung Journalisten-Roman: Die Unperfekten, von Tom Rachman (2011, engl. The Imperfectionists) – 8 Sterne

Der Erfolgsroman schildert einen Reigen amerikanischer Journalisten in Rom, mitunter in Paris, Genf oder Kairo. Überwiegend spielt das Buch von 2005 bis 2010. Jedes Kapitel stellt einen anderen Akteur in den Mittelpunkt; kurze Rückblenden schildern die Entwicklung der Zeitung von 1953 bis in die erzählte Gegenwart. Fazit: Geistreich, kurzweilig, humorvoll und voller Redaktionsalltag – Die…

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