Buch

Kritik: Tonio Kröger, Mario und der Zauberer, von Thomas Mann (Erzählungen 1903, 1930) – 5 Sterne – mit Video

Tonio Kröger ist hier erst ein zartbesaitetes Jüngelchen, dann ein weltferner Dichter, der – wie sein Nachfolger in Tod in Venedig – aus München ans Meer reist und lustvoll selbstmitleidig kontempliert, „zerfressen von Ironie und Geist“. Mann erfindet in dieser etwa 65seitigen Erzählung von 1903 immer neue, wenig spannende Situationen, in denen er Kunst versus…

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Rezension: Lotte in Weimar, von Thomas Mann (Roman 1939) – 4 Sterne

Fazit: Sprachlich enorm funkelnd, jedoch über lange Strecken praktisch ohne Handlung, eine Abfolge von Monologen, kaum als Roman zu bezeichnen. Weimar zwitschert: Sie plaudern und palavern, sie schalmeien und charmieren, sie jokulieren, ventilieren, philosphieren, quinquilieren, tirilieren, eruieren und disputieren – maniriert, affektiert und über alle Maßen elaboriert. Der Autor heißt schließlich Thomas Mann, und der…

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Rezension: Christiane und Goethe. Eine Recherche, von Sigrid Damm (Biografie 1998) – 7 Sterne –mit Presse-Links

Mehr Erfolg mit weniger Verben: Germanistin Damm beendet viele Sätze ohne Zeitwort – das klingt je nach Kontext und Geschmack emotional, gehetzt, impressionistisch, zu privat oder wie mündliche Rede. Manchmal sogar nur ein „Satz“, vom Verbe befreit, in einem Absatz. Peter Brauns Weimarer Geschichten: Von Goethe bis Schiller. Eine Spurensuche (2009) liefern streckenweise einen ähnlichen…

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Rezension: Goethes letzte Reise, von Sigrid Damm (Biografie 2007) – 7 Sterne

Mein Fazit: In ihrer romanhaft erzählten Biografie springt Sigrid Damm zu häufig zwischen den verschiedenen Phasen in Goethes langem  Leben – nicht nur beim Wechsel zwischen Rahmenhandlung und Rückblenden, sondern auch innerhalb der Rückblenden. Die Rahmenhandlung (Goethes Reise nach Ilmenau ein knappes Jahr vor seinem Tod) erscheint zu selten und gerät aus dem Blick. Damm…

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Rezension: Das Leben des Friedrich Schiller. Eine Wanderung, von Sigrid Damm (Biografie 2004) – 6 Sterne

Der Sound erinnert deutlich an Damms Kassenschlager Christiane und Goethe (1998) oder an Damms Goethes letzte Reise (2007): Damm platziert Stummelsätze ohne Verb, oft mehrere hintereinander, manchmal ganze Absätze ohne Verb. Ein kompletter Absatz von S. 66 der Insel-TB-Ausgabe (1. Aufl. 2009): Zwischen ihm und Schiller große Sympathie offenbar, sofort das vertraute Du. Der Beginn…

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Rezension: Agnes, von Peter Stamm (Roman 1998) – 6 Sterne – mit Video & Links

Melancholischer, einsamer Sachbuchautor trifft in Chicago einsame Physikdoktorandin. Sie verbringen ein paar Nächte zusammen und sie fordert ihn narzisstisch auf, eine Geschichte über sie zu schreiben. Abitur-Pflichtlektüre in Baden-Württemberg, dramatisiert 2012, verfilmt 2016. Wenn deutschsprachige Autoren über Schriftsteller schreiben, mehr noch über Schriftsteller in der Krise, bin ich sehr vorsichtig. Auch Peter Stamms erfolgreicher Romanerstling…

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Rezension: Sieben Jahre, von Peter Stamm (Roman 2009) – 6 Sterne – mit Links & Video

Die Protagonisten führen teils ein sinnenfrohes Leben, aber Peter Stamm schreibt spröde wie ein Buchhalter. Gönnt uns weder markante Dialoge noch vielsagende Details; lieber bringt Stamm sauertöpfisches Amtsdeutsch mit indirekter Rede und Verallgemeinerungen in langen Absätzen, mitunter nur eine Zeilenschaltung pro Druckseite, so wie es sich für neuere auf Deutsch geschriebene Romane gehört. So lässt…

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Romankritik: Under the Wide and Starry Sky, von Nancy Horan (2014, fikt. Stevenson-Biografie) – 6 Sterne – mit Presse-Link

Nancy Horan fiktionalisiert das gemeinsame, ungewöhnliche Leben des Schriftstellers Robert Louis Stevenson ((1850 – 1894; Dr. Jekyll und Mr. Hyde, Die Schatzinsel) und seiner Frau Fanny von 1875 bis 1894 in Frankreich, Großbritannien, USA und in der Südsee. Horan stützt sich auf zahlreiche Biografien, Originalbriefe und -tagebücher ihrer Protagonisten. Sie schreibt überwiegend aus der Sicht…

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Kritik Biografie: Myself & the Other Fellow. A Life of Robert Louis Stevenson, von Claire Harman (2005) – 7 Sterne – mit Presse-Link

Harman schreibt ein lebendiges, fast schon bezwingendes Englisch, das stets fesselt, ohne  angestrengt unterhalten zu wollen. Sie verwendet jedoch auch mehr mir unbekannte englische Wörter als andere Autoren. Harman scheut weder (als solche deklarierte) Spekulationen noch robuste Urteile. Das gilt nicht nur für literarische Kommentare – einige Stevenson-Bücher nennt sie „perfect duds“ (S. 110) –…

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Rezension: Gefecht in fünf Gängen, von Christina Eichel (Roman 1998) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Fazit: Flott getextet, inhaltlich flach, eine grobe Satire auf Kulturschnöseltum, männliche Paarungs- und weibliche Publikationssehnsüchte. Der Roman schildert das Abendessen von sechs Kulturmenschen in mittleren Jahren – Theaterkritiker, Verleger, Radiofeuilletonisten. Ein Paar, zwei Solo-Männer, zwei Solo-Frauen; später noch zwei jüngere Statisten. Entenbrust an Blattsalaten, Lachs auf Lauchjulienne, Lammrücken und Kartoffelgratin, illustrierte Limettenmousse, Mandelhippen mit Schokoladenfondant:…

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Rezension: Die kurzen und die langen Jahre, von Thommie Bayer (Roman 2014) – 5 Sterne – mit Kritiken

Kein Scherz jetzt: die Hauptfiguren heißen Sylvie Spengler und Simon Stiller  – sie thematisieren diese Namen sogar selbst. Wie oft bei Thommie Bayer steht ein Künstlertyp im Mittelpunkt, diesmal allerdings ein gescheiterter, der als Klavierstimmer, Musikalienhändler und Auftragskomponist endet. Wie in Vier Arten, die Liebe zu vergessen (2012) und in Aprilwetter (2009) himmelt der (Fast-)Musiker…

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Rezension: Vier Arten, die Liebe zu vergessen, von Thommie Bayer (Roman 2012) – 6 Sterne – mit Kritiken & Videos

Thommie Bayer steigt unspektakulär in den Roman ein: Vier Männer mittleren Alters und eine verstorbene Internatslehrerin. Kein Drama weit und breit. Mit seinem üblichen Zeitebene-Zappen beginnt Bayer erst verzögert, dagegen springt hier die Erzählperspektive zwischen den Männern hin und her. Überwiegend steht jedoch einer im Vordergrund, und der Überblick kommt nie abhanden. Dies auch, weil…

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Rezension: Aprilwetter, von Thommie Bayer (Roman 2009) – 7 Sterne – mit Video

In typischer Manier zappt Thommie Bayer mit kurzen, wechselnden Abschnitten zwischen mehreren Zeitebenen, hier mischt er über eine längere Buchstrecke sogar drei Zeitebenen: der erste Aufenthalt in der Kleinstadt, die USA-Phase, die Rückkehr in die Kleinstadt. Nach kurzer Eingewöhnung lassen sich die unterschiedlichen Phasen leicht auseinanderhalten. Nach Thommie-Bayer-Manier gehört auch origineller Sex dazu, hier ein…

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Buchkritik: Singvogel, von Thommie Bayer (Roman 2005) – 6 Sterne

Fazit: Bayers Plotmaschine läuft zu hochtourig, und der Plausibilitäts-Tüff musste beide Augen zudrücken. Ich fand den Roman dabei einigermaßen spannend, das Ende jedoch endgültig überdreht und mit unangenehmem Nachgeschmack (andere Bücher wie Der langsame Tanz sind freilich noch überdrehter). Hier und da schien es seicht, indes vor allem zu Beginn für Bayer-Verhältnisse sehr schwungvoll formuliert,…

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Rezension: Die gefährliche Frau, von Thommie Bayer (Roman 2004) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Hauptfigur und Ich-Erzählerin ist eine Detektivin, die Ehemänner ver- und dann der Untreue überführt – im Auftrag der Ehefrauen, die zum Beispiel eine lukrative Scheidung anstreben. Wie immer zerbricht sich Vielschreiber Thommie Bayer nicht den Kopf über Plausibilität – er steckt einen Plot aus ganz viel Dramatik zusammen, gesteigert durch enthüllende Rückblenden. Ähnlich wie in…

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Rezension: Der langsame Tanz, von Thommie Bayer (Roman 1998) – 5 Sterne

Die Geschichte wirkt hochgradig konstruiert und implausibel: So treibt es Hauptfigur Martin fast grundlos nach Rom – und in wenigen Tagen hat er einer fast Unbekannten sein Auto geliehen, wohnt andererseits im Haus eines fast Unbekannten, leiht einem anderen fast Unbekannten 20.000 Mark (an die Martin sehr überraschend gekommen war) und hat damit bald auch…

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Kritik Frankreich-Bericht: French Spirits (2002), von Jeffrey Greene – 6 Sterne – mit Kritiken

Der US-Literaturprofessor und Dicher Jeffrey Greene und seine US-Partnerin Mary, promovierte Biologin und Laborleiterin beim Pasteur-Institut, kaufen 1992 ein verfallenes Pfarrhaus im burgundischen Kaff Rogny-les-Sept-Écluses, zwei Stunden südlich von Paris. Greene erzählt amüsant vom Renovieren, von seinen Nachbarn und seiner Hochzeit in der neuen Immobilie, die jedoch nur am Wochenende bewohnt wird. Gelehrte Vergleiche und…

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Rezension Arzt-Memoiren USA, Kongo: A Doctor’s Life: Unique Stories, von William T. Close (2001) – 6 Sterne

William T. Close (1924 – 2009) blickt auf ein langes, abenteuerliches Arztleben zurück. Er ist zudem Vater der berühmten US-Schauspielerin Glenn Close, die ihm und seiner Frau ein liebevolles Vorwort geschrieben hat. Auf etwa 48 Seiten beschreibt Close seine dramatischen Arzt-Anfänge in New Yorker Armenvierteln seit den 1950er Jahren. Dann folgen etwa 110 Seiten über…

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Romankritik: Der Sommer der Wildschweine, von Birgit Vanderbeke (2014) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Klar, der neue Vanderbeke, das ahnt man schon: es spielt sicher wieder in Südfrankreich, ist pseudo-naiv erzählt und schnell vorbei. Und so kommt es auch (145 luftig bedruckte Seiten). Witzig und überraschend packt Birgit Vanderbeke diesmal jedoch viele moderne Themen in den Urlaubsbericht einer modernen Familie: Es geht um Modedesign, 3D-Design, Tierschutz à la PETA,…

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Rezension Kurzgeschichten: Letzte Nacht, von James Salter (2005, engl. Last Night) – 7 Sterne – mit int. Presse-Links

Das schmale Bändchen enthält zehn nicht verbundene Geschichten, je sechs bis 20, meist knapp zehn luftig bedruckte Seiten lang. Einige erschienen zuvor in Esquire, Paris Review oder New Yorker. Salter schreibt sparsam, flüchtig, federleicht, impressionistisch, fast schon abstrakt. Dabei sitzt jedes karge Wort, ruft Bilder und Eindrücke hervor. Manchmal lässt Salter Bezüge und Zuordnungen unklar,…

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Rezension Kurzgeschichten: Dämmerung und andere Erzählungen, von James Salter (auch als Fremde Küsten veröff., engl. Dusk and other Stories, 1988) – 6 Sterne – mit int. Presse-Links

Das schmale Bändchen enthält elf nicht verbundene Geschichten à sechs bis 18 Seiten; sie erschienen zuvor in der Paris Review, im Esquire und in anderen Magazinen. Salter steigt abrupt ein; Hintergründe, Vorgeschichte und Verbindungen der Akteure reimt sich der Leser über die Seiten hin selber zusammen – manchmal klappt es. Mitunter driftet der Fokus des…

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Buchkritik: Verbrannte Tage, von James Salter (Autobiografie 1997, engl. Burning the Days) – 7 Sterne

Salter (1925 – 2015) schreibt nicht streng chronologisch: Tritt eine neue Figur auf, erzählt er ihr Schicksal oder seine Beziehung zu ihr mitunter gleich über die nächsten Jahrzehnte hin, wenn auch nur auf wenige Seiten. Militär- und Autorenzeit überlappten sich in Salters Leben deutlich, aber er erzählt die entsprechenden Episoden in getrennten Buchteilen. Eisig klarer…

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Rezension: Alles, was ist, von James Salter, (Roman 2013, engl. All That Is) – 7 Sterne – mit Presse-Links

James Salter (1925 – 2015) schreibt ernsthaft, aber jederzeit eminent lesbar, raunt mystisch altersweise und atmet Gravitas in dicken Wolken – man denkt gelegentlich an den mittleren V.S. Naipaul etwa in An der Biegung des großen Flusses. Bei den Kriegshandlungen zu Beginn tönt Salter zu pompös, wie mit Wochenschau-Pathos (ich kenne nur das englische Original…

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Rezension Kurzgeschichten: A Hand Reached Down to Guide Me, von David Gates (2015) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Elf Geschichten haben je zehn bis 20 Seiten, meist Auftragsarbeiten für Paris Review, GQ und The New Yorker seit 2001. Nur die Geschichte Banishment ist deutlich länger. (Eine ähnliche, noch geschlossenere Struktur hat Gates‘ frühere Kurzgeschichtensammlung The Wonders of the Invisible World, 1999.) Fazit: David Gates schreibt intelligent über Intelligente, die intelligent reden, aber sich…

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Mängelexemplare: Schlampig lektorierte Bücher

Auch die hohe Literatur enthält erstaunlich viel Rechtschreibfehler, Grammatikfehler, falsche Fakten. Das Lektorat hat geschlafen – wenn es eins gab. In der NZZ benennt Literaturmarktbeobachter Rainer Moritz (Wikipedia) peinliche Fehler u.a. bei Benjamin von Stuckrad-Barre, Vincent Klink, Ulrich Zieger und Isabel Bogdan; zu den inkriminierten Verlagen gehören S. Fischer und Kiepenheuer & Witsch. Ich liste…

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Rezension Kurzgeschichten: The Wonders of the Invisible World, von David Gates (1999) – 8 Sterne – mit Presse-Links

In zehn Geschichten beschreibt David Gates intelligente, smart resignierte, zu selbst-reflektierte, ironisch verbitterte Akademiker und Künstler in Vororten und Rückzugskäffern der US-Ostküste; sie nehmen oft Alkohol oder Psychopharmaka und pflegen ein sehr brüchiges Familienleben. Das Personal lügt und betrügt, ist innerlich einsam (Internet oder Handies spielen kaum eine Rolle), die langen Dialoge sind cool, intensiv…

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Romankritik: Der letzte Rebell, von David Gates (1998, engl. Preston Falls) – 8 Sterne – mit Presse-Links

Doug und Jean haben Bürojobs und zwei Kinder, die Ehe bröckelt. Doug ist ein Zyniker mit Egoproblem: fast jede Interaktion wird ihm zum Machtspiel. Außerdem verachtet er seine Büro-Existenz: Doug möchte eigentlich ein echter Kerl vom Land sein, er spielt E-Gitarre, fährt Pickup, hat eine .22er und eine Wochenend-Bruchbude in der Provinz. Jean ist menschlicher…

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Rezension Roman: Bleibtreu, von Martina Zöllner (2003) –7 Sterne – mit Presse-Links

Alleinstehende Mittdreißigerin liebt Philosophen – nämlich Christian Bleibtreu, Mittfünfziger, der sie auch liebt und in Hotelzimmern trifft, aber zuhause weiterhin das Schlafzimmer mit seiner langjährigen Ehefrau teilt, platonisch. Die Mittdreißigerin durchleidet und beschreibt eine Psycho- und Selbstwertkrise nach der anderen. Dazwischen erzählt sie Geschichten von Bekannten, die ebenfalls Geliebte verheirateter Männer sind oder waren, sogar…

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Rezension Roman: Hundert Frauen, von Martina Zöllner (2009) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Weiblich, Single, schon über 40, au weia. Ganz viel von dieser weinerlichen Befindlichkeit steckt in Martina Zöllners Roman – samt quälender Sorgen um Frische, Selbstwertgefühl, Kinder- und Männerlosigkeit. Zöllner, langjährige Journalistin und Anfang 2016 Fernsehspielchefin beim SWR, schafft auch Einblicke in den Alltag einer Provinzredaktion und in Mechanismen der Medien – die Hetzjagd der Bildzeitung…

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Rezension Deutsch-Bücher: Der die was? (2007) und Wie wer das? (2009), von David Bergmann – 7 Sterne – mit Links & Video

Mit etwa 22 beginnt der deutschstämmige Amerikaner David Bergmann Deutsch zu lernen; mit 25 zieht er von Chicago nach Göttingen und Hamburg, um sich weiter in die Sprache zu vertiefen. Davon handeln Der die was? (2007) und Wie wer das? (2009) – zwei in Konzept, Stil und Inhalt sehr ähnliche Bücher. Der Erstling erschien 2012…

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Sebastian Haffner: Rezension der Haffner-Biografien von Uwe Soukup (2001) und Jürgen Peter Schmied (2010) – 7 Sterne – mit Video

Diese zwei Bände über Sebastian Haffner habe ich gelesen: Uwe Soukup: Ich bin nun mal ein Deutscher – Sebastian Haffner (2001) Jürgen Peter Schmied: Sebastian Haffner, Eine Biografie (2010) Uwe Soukup: Ich bin nun mal ein Deutscher – Sebastian Haffner (2001) Soukup liefert viel Zeitkolorit und Begleitumstände. Wenn ihm danach ist, beschreibt er auch Bedingungen…

Sebastian Haffner: Rezension der Haffner-Biografien von Uwe Soukup (2001) und Jürgen Peter Schmied (2010) – 7 Sterne – mit Video Weiterlesen »

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