Biographie

Thailand

Kritik Memoiren. My Other Family: An Artist-Wife in Singapore, von Patricia Morley (1994) – 7 Sterne

Von 1946 bis 1948 lebte die Engländerin Patricia Morley in Singapur mit englischem Mann und eigenen Kindern – und mit mehreren malaiischen Hausangestellten plus Anhang. Über die Malaiien (gutteils aus Indonesien) berichtet Morley in diesem Buch. Außerdem zeigt die künstlerisch ausgebildete Autorin 16 Kohlezeichnungen in ordentlicher SW-Qualität auf Kunstdruckpapier. Obwohl ihr Mann in der Kolonialverwaltung…

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Buchkritik: Eine Kindheit in Niederbayern, von Wolfgang Schmidbauer (1987) – 8/10

In der ersten Hälfte beschreibt Wolfgang Schmidbauer frühe Kindheitsjahre gleich nach dem 2. Weltkrieg im niederbayerischen Weiler Deindorf, dann die weitere Kindheit in Passau mit ähnlicher Atmosphäre. Wolfgang Schmidbauer bei Amazon (Werbe-Link) Schmidbauer liefert sehr genaue Eindrücke: die Rivalität unter Brüdern und unter den Dorfjungs, das Wirtschaften auf dem Hof, das schlichte Leben der bäuerlichen…

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Buchkritik: Mit dem Moped nach Ravenna, von Wolfgang Schmidbauer (1994) – 7 Sterne

Dieses Pubertier dampft, tropft, mieft. Schonungslos psychoanalysiert Wolfgang Schmidbauer sein Jungmann-Ich, mit viel Bipfi, Onanie, fernem Schmachten, Frauenfantasien, Verwirrung, Straßendirne, Führerscheinprüfung, katholischen Konflikten, Jungsrivalität, Fiesheit und Geltungssucht sowie stürmischem Drang zu „Kunst…, zu der ich unverfroren meine Gedichte rechnete“. Ergüsse triefen saft- und versförmig. Schmidbauer beschreibt sich äußerst unschmeichelhaft, ist aber womöglich realistisch. „Sehnsucht, Weltschmerz“…

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Buchkritik: Die Seele des Psychologen, von Wolfgang Schmidbauer (1994) – 7 Sterne

Wolfgang Schmidbauer (*1944) schreibt unaffektiert bildhaft. Etwa: Mir fehlte die Begabung meines Bruders. Er konnte aus einem Gewimmel von Widerständen, Kondensatoren und Röhren ein funktionierendes Radio bauen. „Autobiografisch“ oder „autofiktional“ dürfen m.E. nur Wolfgang Schmidbauer und John Updike schreiben, bei anderen wird’s Geseiche. Auch Dativ-e ist kein Thema („im Land“). Affektiert klingt Schmidbauer jedoch eventuell…

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Besprechung: Ein Haus in der Toskana, von Wolfgang Schmidbauer (1990, erw. 1995) – 7 Sterne

Rund 70 von rund 188 Seiten* füllt Wolfgang Schmidbauer mit Text-Portraits seiner Nachbarn in der Toskana – die Überschriften heißen „Gino und die Kühe“, „Consilio und Maria“ oder „Dario der Hirte“, alle jeweils rund sechs bis acht Seiten lang, fast wie ein feststehendes Zeitschriftenformat. Wolfgang Schmidbauer bei Amazon (Werbe-Link) Portraits und Beschauliches: Dazu kommen lyrische…

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Besprechung: Schadenfreude, A Love Story, von Rebecca Schuman (2017) – 4 Sterne

Dies ist der Lebensweg einer US-Germanistin, kein Buch über Amis und Deutsche in Deutschland. Die US-Amerikanerin Rebecca Schuman hat eine (S. 212*) all-consuming love for the German canon… A reverence that hovered somewhere between religious and sexual ecstasy Zuerst verfällt sie Kafka („the German language’s most famous writer“), später auch Thomas Mann, Wittgenstein und anderen…

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Kritik Sachbuch: Das Mädchen mit dem Poesiealbum, von Bart van Es (2018, engl. The Cut Out Girl) – 7 Sterne

Als die Nazis die Niederlande besetzen, wird das jüdische Mädchen Lien von seinen Eltern bei Nicht-Juden untergebracht – es gibt gefährliche Momente, Fluchten, Verrat, sie muss mehrfach umziehen. Lien überlebt, und um 2015, 80 Jahre alt, erzählt sie ihre Geschichte dem englischen Literaturprofessor Bart van Es (er war als Jugendlicher mit seinen Eltern von den…

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Buchkritik: Amore al dente / Only in Naples / The Mother-in-Law Cure, von Katherine Wilson (2016) – 6 Sterne

Ich habe mehrmals laut gelacht, vor allem im ersten Viertel, das gibt’s nicht oft. Die US-Autorin haut ihre neapolitanische Gastfamilie nur ein bisschen in die Pfanne, eher sich selbst, ihre US-Sitten und Italien im allgemeinen. Trotzdem war mir unbehaglich: Wilson erzählt mit zu viel Dampf. Wie eine Bühnenkomikerin scheint sie eine Anekdoten-Mindestzahl pro Seite rauszuhauen,…

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Buchkritik: When in French. Love in a Second Language, von Lauren Collins (2016) – 4 Sterne

Fazit: Lauren Collins ist zu ergriffen von allem: die lieben lebenslustigen französischen Schwiegereltern, das savoir vivre, die Linguistik, mehr Linguistik, Mutterglück auf Französisch, und noch mehr Linguistik – die Dinge strömen aufs Papier, die Autorin verliert sich. Die US-Amerikanerin Lauren Collins (*1980) trifft in London den französischen Mathematiker Olivier; sie heiraten und ziehen ins frankophone…

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Kritik Biografie. Heinrich Heine, von Jan-Christoph Hausschild u. Michael Werner (1997) – 6 Sterne

Die Sprache ist nicht direkt professoral oder zu verschachtelt, aber doch im ersten Teil glanzlos und nicht achtsam leserfreundlich. Immerhin gibt es Sätze mit über 60 Wörtern (z.B. S. 59*, „Das hinderte ihn aber nicht…“). Der zweite Teil (Paris) ist keine Chronologie, sondern eher eine Aufsatzsammlung. Auf Amazon: Heinrich Heine | Heinrich Heine Biografie |…

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Kritik Biografie. Heinrich Heine, von Christian Liedtke (1997, 2006, rororo Monografie) – 7 Sterne

Christian Liedtke (*1964) schreibt ruhig und flüssig, unprofessoral und uneitel. Er baut viele kursivierte Heine-Zitate ein, die generell pfiffig, frech und liebenswert klingen –  Heinrich Heine (1797 – 1854) hatte hörbar Herz, Hirn und Hormone am rechten (linken) Fleck. Liedtke zitiert vor allem die Briefe Heines und seiner Zeitgenossen (es gibt 862 Endnoten mit Quellenangaben),…

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Kritik Biografie. Selina Hastings: The Secret Lives of W. Somerset Maugham (2009) – 8 Sterne

Selina Hastings erzählt sehr flüssig, ohne aufzutrumpfen oder die Zeit literarisch zu pimpen – sie textet eher distanziert*. Elegant, fast anmutig schwebt sie von Recherche zu Zitat, vom Allgemeinen zum Konkreten, von Liebe zu Literatur. Das liest sich hervorragend und spannender als erwartet – von Profikritikern gab’s viel Lob. Natürlich liefert Hastings Bezüge zwischen Maughams…

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Kritik Sachbuch. Dagmar von Gersdorff: Marianne von Willemer und Goethe, Geschichte einer Liebe (2003) – 3 Sterne

Dagmar von Gersdorff scheint die Goethe-Marianne-Geschichte als bekannt vorauszusetzen: Sie erzählt mit vielen kleinen, irritierenden chronologischen Sprüngen. Fragen bleiben immer wieder offen, und der Leser kann nur hoffen, dass die Autorin verblüffend gekappte Erzählstränge später wieder aufgreift. Ich kenne einige Biografien und weiß, dass deutsche B-Promis oft schlecht biografiert werden (meist schlechter als angelsächsische B-…

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Lese-Eindruck Sachbuch. Elisabeth Binder: Im Prinzip Liebe. Goethe, Marianne von Willemer und der West-östliche Divan (2019)

Die Journalistin und Belletristin Elisabeth Binder schreibt sehr eigenwillig. Kenntnisreich zitiert sie andere Künstler, Werke und Zeiten. So referenziert sie Johann Sebastian Bach, Heinrich Heine, Napoleon, Hamlet, Thomas Manns Lotte in Weimar, Goethes Urpflanze/Römische Elegien/Sizilien-Erlebnisse/Farblehre/Wahlverwandtschaften/Liebesgedichte des 22jährigen – Nichtprofessoren schwirrt der Kopf. Etwas spöttisch tönt Binder auf Seite 102: Dass ohne die Erläuterungen eines Kommentars…

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Kritik Doppelbiografie. Hazel Rosenstrauch: Wahlverwandt und ebenbürtig, Caroline und Wilhelm von Humboldt (2009) – 5 Sterne

Rosenstrauch erzählt teils sehr subjektiv, sie springt v.a. in den ersten Kapiteln zwischen Zeiten und Personen, es wirkt vielleicht „persönlich“, aber gewiss unübersichtlich: So bringt sie auf S. 26* einen 70-Wörter-Satz mit rund zwölf gutteils nicht eingeführten und auf unterschiedliche Art verflochtenen Personen („Karoline von Wolzogen, die Schwester von Charlotte Schiller, die zur Ehe des…

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Kritik Doppelbiografie. Manfred Geier: Die Brüder Humboldt (2009) – 5 Sterne

Wilhelm von Humboldt frönte „einer Hure“ (S. 113) und schrieb in Schillers „Horen“ (S. 183). Sein Bruder Alexander schrieb auch in den „Horen“, schwärmte aber für zarte Männer, bereiste ferne Länder, folterte sich im Namen der Wissenschaft. Die Humboldt-Brothers verkehrten mit Goethe, Schiller, Georg Forster, Campe, Fichte, Friedrich von Gentz et. al., man traf gekrönte…

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Napoleon

Kritik Biografie. Günter Müchler: Napoleon, Revolutionär auf dem Kaiserthron (2019) – 8 Sterne

Günter Müchler erzählt fast atemlos, wie ein Freund, der aufgeregt Erlebtes berichtet, gelegentlich mit sprunghafter Chronologie, wie ein Formel-1-Reporter im Radio (nicht im TV). Dabei klingt Müchler meist gut lesbar, gelegentlich salopp-umgangssprachlich, aber nie anbiedernd; momentweise dachte ich an Spiegel-Artikel in den 1980er Jahren. Die Verlagswerbung „fesselnder Geschichtskrimi“ wirkt nicht völlig abwegig. Wie ein Reporter:…

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Napoleon

Kritik Biografie. Johannes Willms: Napoleon. Eine Biographie (2005) – 6 Sterne

Fazit: Johannes Willms schreibt recht flüssig und eingängig, ohne professorales, verschachteltes Gehuber, häufig aber in der Wortwahl zu elitär gebildet und mit gelegentlich doch zu langen Sätzen (Beispiele unten). Willms konzentriert sich auf den Schlachtenlenker und Politingenieur Napoleon; er liefert keine Alltagsszenen, kein Psychogramm, keine Familiengeschichte, keine allgemeine Geschichte Frankreichs oder Europas. Die Buchrückseite verspricht…

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Napoleon

Kritik Biografie. Volker Ullrich: Napoleon (2006) – 8 Sterne

Fazit: Volker Ullrich schreibt angenehm flüssig – jederzeit gut lesbar, ohne professorales Blabla. Ullrich verzichtet gänzlich auf majestätisches Passivieren und Substantivieren, Sensationsheischen oder Romancierallüren. Auch mit Wertung hält sich Ullrich zurück. So gut geschrieben war wohl selten eine Biografie, sie stammt von einem vormaligen Zeit-Redakteur. Das Buch schafft insgesamt einen guten ersten Eindruck, mehr will…

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Napoleon

Kritik Sachbuch. Gustav Seibt: Napoleon und Goethe (2008/2010) – 7 Sterne

Napoleon und Goethe trafen sich nur zweimal kurz für „ein paar Viertelstunden“ 1808, so Autor Gustav Seibt im Einstieg. Und laut Nachwort S. 252 ist das „eigentlich gar nichts“. Damit daraus trotzdem ein Buch wird, muss Seibt tief wühlen und weit ausholen: So schildert er den Überfall französischer Soldaten auf Goethes Weimarer Heim zwei Jahre…

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Kritik Biografie: Ludwig I. von Bayern, Ein Ringen um Freiheit, Schönheit und Liebe, von Egon Caesar Conte Corti (ungek. Ausgabe 1937) – 7 Sterne – mit Vergleich

Schon auf Seite 13 der ungekürzten 1937er-Ausgabe beklagt Ludwigs Leibarzt bei seinem Schützling die „unmäßige Neigung zum Frauenzimmer“. Egon Caesar Conte Corti (1886 – 1953) spickt seine dicke, eingängige Ludwigbiografie mit vielen pikant/pikierten Zitaten, die Ludwig und seine Umgebung sehr präsent machen. Die menschliche Figur: Der Biograf interessiert sich für das Menschlich-Allzumenschliche. Auch heiteren Volksmund…

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Erster Eindruck Biografie: Ludwig I. von Bayern, Königtum im Vormärz, von Heinz Gollwitzer (1986) – mit Ausgabenvergleichen

Dieses Buch habe ich nur in Stichproben gelesen. Schon im Vorwort bedauert Autor Heinz Gollwitzer, er könne aus Zeitgründen „nicht ((…)) das Optimum einer Biographie“ (S. 11) abliefern. Keine gute Prämisse. Heinz Gollwitzer (1917 – 1999) schreibt nicht streng chronologisch, sondern liefert Ketten historischer Aufsätze, Übersichten und Analysen. So lauten etwa die Überschriften ab S….

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Kritik Sachbuch: König Ludwig I., von Golo Mann (1986) – 6 Sterne

Golo Mann (1909 – 1994), zuvor Berater von Willy Brandt und Franz Josef Strauß, bespricht Ludwig I. in diesem schmalen Bändchen sehr mild. Sein Wesen sei „überwiegend, wenn auch nicht ausschließlich, gut“ (S. 41), aber „wir wollen keinen Engel aus ihm machen“ (S. 80). Ludwigs Schwulstgedichte seien „weder gut noch schlecht“. Interessant ist der Vortrag…

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Kritik Sachbuch: Therese von Bayern. Eine Königin zwischen Liebe, Pflicht und Widerstand, von Carolin Philipps (2015) – 7 Sterne

Carolin Philipps schreibt pep- und schwunglos, aber auch unprofessoral leicht lesbar (sie schreibt auch Jugendbücher). Philipps verzichtet gänzlich auf hohles Blabla oder Verallgemeinerungen, macht Therese und die ihren durch Briefauszüge zeitweise lebendig – ihr Bild wird viel klarer als in Ludwigografien. Die Autorin rühmt sich im Vorwort der „Auswertung von Tausenden von Briefen Thereses“, und…

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Kritik Sachbuch: König und Dame. Ludwig I. und seine 30 Mätressen, von Rudolf Reiser (1999) – 5 Sterne

Rudolf Reiser klingt über lange Strecken vorpubertär sensations geil lüstern und Bänkelsänger-komödiantisch, er psalmodiert von „fleischlichen Gelüsten in der Fastenzeit“ (Überschrift S. 37), nennt Ludwigattin Therese das „unangenehme Scheu- und Schicksal seines Lebens“ (S. 18), Ludwig deroselbig sei ein „mieser und fieser Charakter“ (S. 8). Seine derben Schenkelklopfer betont Reiser immer wieder per Ausrufezeichen. Gierig…

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Kritik Sachbuch: König Ludwig I. in Rom, von Rudolf Reiser (2005) – 5 Sterne

Ludwigs mediterrane Kunst- und Damenjagd schildert Rudolf Reiser (*1941) als verruchten Schenkelklopfer: Wir hören von Ludwigs „erlebnis- und sündenreicher Zeit“ im „Sündenpfuhl“ (jew. S. 18) und erschauern schon auf S. 10: Ludwig dringt in Bildhauer- und Malerateliers ein, in päpstliche Gemächer, alte Paläste und schöne Frauenzimmer. Und über Ludwigs Begleiter Graf Seinsheim (ebf. S. 10):…

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Lese-Eindruck: Caesar, von Wolfgang Will (2009, Reihe Gestalten der Antike)

Laut Verlagsvorwort soll Wills Buch „spannend, klar und informativ ein allgemeinverständliches Bild“ liefern. Davon merkte ich – ahnungsloser Nullhistoriker – nichts. Wie schon bei den Caesar-Büchern von Christian Meier und Martin Jehne fühlte ich mich ausgeschlossen. Auch Wills Caesar-Biografie (ich las die von 2009, nicht seine frühere) liest sich wie ein gelehrter Plausch am Althistoriker-Stammtisch,…

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Ulrike Siegel Bauernhof Dorf

Rezension Land-Memoiren: Und plötzlich war ich Bäuerin, von Ulrike Siegel (Hg., 2010) – 7 Sterne

Vor der detaillierten Begründung das Fazit: Das Buch ist schlecht getextet, die Geschichten wirken oberflächlich und wiederholen sich, und größere Teile Deutschlands kommen gar nicht vor. Gleichwohl liefert Herausgeberin Ulrike Siegel reizvolle Einblicke ins wahre Leben – jedenfalls mit den Texten, nicht mit den belanglosen Fotos. Amazon-Werbelinks: Dörte Hansen | Walter Kempowski | Ulrike Siegel Kurze Protokolle: 18 Frauen erzählen…

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Ulrike Siegel Bauernhof Dorf

Rezension Memoiren von Ex-Bäuerinnen: Und dann habe ich den Hof verlassen, von Ulrike Siegel (Hg., 2011) – 7 Sterne

„Erstaunlich ist“, sagt Ex-Bäuerin Bettina lange nach Aufgabe der Landwirtschaft, „dass nicht nur wir Erwachsenen, sondern auch die Kinder morgens immer noch keinen Hunger haben, da wir es gewohnt waren, erst nach dem Stall zu frühstücken“ (S. 38). Amazon-Werbelinks: Dörte Hansen | Walter Kempowski | Ulrike Siegel Zum Weinen in den Wald: Bettinas Familie verließ den Hof aus finanziellen Gründen,…

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Ulrike Siegel Bauernhof Dorf

Rezension Memoiren von Bauerntöchtern: Einen Hof verlässt man niemals ganz, von Ulrike Siegel (Hg., 2013) – 5 Sterne

Die 18 Autorinnen aus diesem Band erzählten ihre Geschichte bereits in einem der „Bauerntöchter“-Bücher der Herausgeberin Ulrike Siegel. Hier nun, rund zehn Jahre später, liefern sie Updates ihres Lebens. Die meisten Autorinnen waren offenbar bei Bucherscheinen um 50 oder 60 Jahre alt, erwähnen teils die Silberhochzeit, Demenz und Sterben der Eltern. Allerdings wird das Geburtsjahr…

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Erster Lese-Eindruck: Deutschjüdische Glückskinder. Eine Weltgeschichte meiner Familie, von Michael Wolffsohn (2017)

Geschichtsprofessor Michael Wolffsohn hat eine fulminante wahre Geschichte an der Hand: seine Großeltern, gutsituierte Deutschjuden, fliehen 1939 aus Deutschland nach Palästina und kehren schon 1949 zurück nach Berlin. Doch Wolffsohn kleistert sein 3-Generationen-Narrativ mit Kalauern zu, erzählt zudem unorganisiert, nicht um Nachvollziehbarkeit bemüht und selbstgerecht. Darum habe ich die Lektüre auf Seite 100 von 416…

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