Westlich

Rezension Sachbuch Musikbranche: Hit Men. Power Brokers and Fast Money Inside the Music Business (dt. Hit Men. Makler der Macht und das schnelle Geld im Musikgeschäft), von Fredric Dannen (1990) – 6 Sterne – mit Kritikerübersicht

Der bekannte Journalist Fredric Dannen schildert bizarre und illegale Praktiken im Popgeschäft der USA von etwa 1955 bis 1990. Dabei lernen wir u.a. Payola kennen – Geld fließt, damit ein Song im Radio läuft. Vor allem geht es um viele schrille und unterhaltsame Geschäftsleute mit berstenden Egos und stahlharten Ellenbogen – Rabauken, Bonvivants und Ganoven, […]

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Banker-Doku: Master of the Universe (2013, mit Trailer) – 6 Sterne

Der Sprechtext: Interessant. Der Ex-Banker Rainer Voss redet intelligent, unterhaltsam, bildhaft, nachvollziehbar und fast ohne Leerblasen. Private Details lässt er sich aber kaum entlocken. Die Bilder: Langweilig. Dann bringt man diesen Inhalt bringt besser als Radiofeature oder Seite-3-Thema. Der Banker steht und redet in einem verlassenen, tristen Büroturm, zwischendurch kriecht die Kamera zäh an Bankgebäuden

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Spielfilm Chinesen in London: Chinese Blues bzw. Soursweet (1988) – 6 Sterne

Eine chinesische Kleinfamilie baut sich in den 60ern mit einem Imbiss eine Existenz im ärmsten Teil Londons auf. Doch der Mann verstrickt sich in Schulden, eine Gangsterbande setzt ihn unter Druck. Das ist fein beobachtet, in immer neuen, sorgfältig choreographierten Kamerabildern in trüben Farben. Respekt, Tradition und Hierarchie à la China spielen eine große Rolle

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Autobiografie: Little Wilson and Big God, von Anthony Burgess (1986) – 6 Sterne

Gleich auf den ersten Seiten bringt Burgess ein paar drastisch ordinäre Witze – ein Vierzeiler kombiniert Pädophilie, Nekrophilie und gleichgeschlechtlichen Sex. Auf den weiteren 440 Seiten kommen dann regelmäßig deftige Schocker, vorgetragen mit präpubertärem Stolz, wenn auch nicht mehr mit der Dichte des Einstiegs. Seitensprünge und Katholizismus: Seine augenzwinkernde Vulgarität kontert Anthony Burgess – der

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Nigeria-Roman: A Squatter’s Tale, von Ike Oguine (2000) – 6 Sterne

Squatter’s Tale wirkt nicht so sehr wie ein bündiger Roman: Es zerfällt in mehrere längere Episoden: das schnelle protzige Bankerleben in Nigeria, der ärmliche Einstieg in USA, die Romanze. Vor allem wirkt Squatter’s Tale wie eine Ansammlung von Begegnungen, teilweise in Rückblenden erzählt. Anekdoten in der Rahmenhandlung: In eine Rahmenhandlung packt der Autor zahlreiche kleinere

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Biografie: The Real Life of Anthony Burgess (2006), von Andrew Biswell – 6 Sterne

Ich habe das entspannt heruntergelesen. Man hat nicht das Gefühl, dass Biswell seinem Sujet sehr nahe kommt (zum Beispiel portraitiert Patrick French V.S. Naipaul schärfer und genauer, konnte allerdings auch noch selbst mit ihm sprechen). Immer wieder diskutiert Biswell philosophische und religiöse Skrupel des Anthony Burgess. Mehrere Burgess-Mythen, die Burgess mit widersprüchlichen Aussagen nährte, klärt

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Deutsche Komödie: Süperseks (2004) – mit 3 Szenen – 6 Sterne

Türkischer Jüngling mit großer Familie und deutscher Freundin gründet ein Telefonsex-Unternehmen in Hamburg. Das gibt Verwicklungen. Gelegentlich habe ich gelächelt, ein- oder zweimal vielleicht auch gelacht, ein paar Gesichter fand ich ganz nett. Aber Süperseks macht nicht durchgehend gute Laune: Zu sehr werden hier Klischees angestrengt gegen den Strich gebürstet, kleinere Tabus scheinmutig verletzt, Realität

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Jazz-Biopic: Bird (1988, über Charlie Parker, Regie Clint Eastwood; mit Trailer) – 6 Sterne

Das erwachsene, kurze Leben des Jazzgenies Charlie Parker (genannt Bird) in New York und Kalifornien. Für mich springt nie so recht der Funke über, es wirkt manchmal wie nachgestellte Szenen in irgendeiner Doku. Große Teile des Films (1988, 2:40 Stunden lang) spielen in dunklen Räumen, Gesichter liegen allzu dramatisch im Halbschatten. Die Handlung läuft zäh;

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Roman: Drei Männer im Schnee, von Erich Kästner (1934) – 6 Sterne

Die Dialoge klingen Kästner-typisch pfiffig, mild frech und warmherzig. Das liest sich sehr komfortabel. Erich Kästner konstruiert hier jedoch eine sehr unrealistische Verwechslungskomödie und schiebt die Figuren nach Belieben in alle möglichen Konstellationen: So erscheint der Millionär plötzlich als Armer, der Diener als Reedereibesitzer, verschiedene Gesellschaftsschichten begegnen sich unter neuen Vorzeichen usw. usf. – ganz

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Disko-Spielfilm: Studio 54 (1998, mit Ryan Phillippe, Salma Hayek) – mit Trailer – 6 Sterne

Nicht so viel Handlung, aber dichte Atmosphäre. Trotz all ihrer Ambitionen und des abgedrehten Diskoklimas lernt man die Figuren scheinbar recht persönlich kennen. Gelegentlich erscheinen sie einen Tick zu naiv und gutmenschlich. Schöne Kamera. Nunja, Saturday Night Fever ist deutlich besser, nicht nur wegen einer ausgearbeiteten Handlung sowie Travolta und Co., sondern auch weil Musik

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Roman: Der kleine Grenzverkehr, von Erich Kästner (1938) – 6 Sterne

Mild liebenswertes Gschichterl mit viel Herz und wenig Tiefgang. Im ersten Teil verarbeitet Kästner etwas zu gedehnt touristische Eindrücke aus Salzburg. Dann rollt eine Verwechslungskömodie ab, die schmunzeln lässt, sofern man auf realistische Handlung keinen Wert legt. Erich Kästner bringt viele überaschende Sätze. Er ist ein guter Stilist, ohne dabei mit seinem Können aufzutrumpfen. Deutlich

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Jazz-Doku: The Jazz Baroness (2009, BBC, Regie Hannah Rothschild; mit Trailer) – 6 Sterne

Das Leben der „Jazz Baroness“ Pannonica de Koenigswarter, geb. Rothschild, im Bebop-New York der 50er, 60er und 70er Jahre ist das Hauptthema dieser BBC-Dokumention. Regisseurin Hannah Rothschild, Großnichte Pannonicas, schildert aber auch ausführlich den Lebensweg des Tastengenies Thelonious Monk; von allen Jazzmusikern, die de Koenigswarter unterstützte, war er ihr persönlich und musikalisch am nächsten, er

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Louis de Funès: Scharfe Kurven für Madame bzw. Oscar hat die Hosen voll (1966) – 6 Sterne

Halbwegs alberne Komödie von 1966 um einen Edelrestaurateur, der scheinbar in kriminelle Verwicklungen gerät. Genau habe ich diese Verwicklungen nicht verstanden, aber sie liefern den Anlass zu einer ausgedehnten und lustigen, wenn auch letztlich filmhistorisch mickrigen Auto-Verfolgungsjagd durch die Berge. Ich kenne den französischen Originaltext zwar nicht, aber die deutschen Texte und Stimmen wirken passend.

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Frankreich-Spielfilm: Zusammen ist man weniger allein (2007, mit Audrey Tautou) – mit Trailer – 6 Sterne

Liebenswertes Geschichtchen um liebenswerte Käuze in liebenswertem gallischem Ambiente – und dann singt auch noch Yves Montand. Alles recht kuschelig bis puppenstubig, ohne rechten Zug und Pep. Die zwei getrennten Liebesgeschichten in diesem Frankreich-Film wirken forciert und überzeugen nicht. Die zauberäugige Audrey Tautou lässt sich leider gleich zu Beginn der Erzählung die Haare ganz kurz

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US-Tanzfilm: Flashdance (1983, mit Jennifer Beals) – 4 Videos – 6 Sterne

Selbst für einen Tanz- und Musikstreifen zu viele hochglanzpolierte, schwer erträgliche Klischees, die der einstige Werbefilmer Adrian Lyne jedoch ausnehmend schön in oft erdigen Tönen illustriert – dazu kommen ein rasanter Schnitt und der stets wohlwollende Blick für weibliche Rundungen (Lyne verantwortete später auch 9 1/2 Wochen, Eine verhängnisvolle Affäre, Lolita und Untreu). Die Handlung

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Spielfilm: Susan… verzweifelt gesucht (1985, mit Madonna; mit Trailer) – 6 Sterne

Bizarre Typen in bizarren Locations mit bizarrem Licht, von bizarren Zufällen immer neu durch ein bizarr verslumtes New York geschubst. Drei Frauen dominieren den Film: Regisseurin Susan Seidelmann inszeniert eine lässig-arrogante Szene-Madonna, die einigermaßen amüsiert, aber nichts variiert; da interessiert die Wandlung von Rosanna Arquette schon eher. Die Geschichte ist konfus und nur Anlass für

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Biografie: Die Karrieren der Vicki Baum, von Nicole Nottelmann (2007) – 6 Sterne

Ganz genau kann ich es nicht erklären, warum mich diese Biografie zu Vicki Baum nicht recht begeistert hat. Eine Rolle spielt sicher Nottelmanns lieblose Sprache, hier und da fehlerhaft; auch betont sie bestimmte Leitmotive im Leben der Vicki Baum zu oft. Eigentlich müsste das Buch hochinteressant werden, denn die Voraussetzungen für eine spannende Lebensgeschichte sind

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Politik-Doku: Joschka und Herr Fischer (2011; mit Trailer) – 6 Sterne

Als Filmkunstwerk einigermaßen flüssig, vielleicht schon zu glatt (Regie Pepe Danquart). Zu schick und zu lang erscheint die Museumskulisse mit den zahlreichen Bildschirmen. Es ist jedoch eine reine Joschka-Fischer-Show: Kritik gibt es gar nicht, außer von Joschka an Herrn Fischer (darin nicht unähnlich der Fischer-Biografie Der Unvollendete von 2002). Die Auswahl der anderen Gesprächspartner verwirrt

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Finnland-Roman: Die Rache des glücklichen Mannes, von Arto Paasilinna (1976) – 6 Sterne

Ja, ich konnte, wollte es in einem Rutsch durchlesen: Der Schreibstil ist denkbar anspruchslos, der Humor drastisch, aber mild-trocken im Vortrag. Der Aufstieg der Hauptperson ‚ mit dramatischen, aber stets schnell ausgeräumten Hindernissen ‚ erscheint amüsant und kurzweilig. Realistisch oder nachempfindbar ist er jedoch nicht: Im Buch ist Jaatinen erst angestellter Ingenieur, dann arbeitslos, er

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Rezension lustiger Roman: Heartburn, von Norah Ephron (dt. Sodbrennen oder Quetschkartoffeln gegen Trübsinn, 1983) – 6 Sterne – mit Video & Presse-Links

Ich-Erzählerin Rachel hat einen Mann, ein Kleinkind und ein Kind im Bauch. Da wird ihr Mann untreu. Rachel findet ihn doof und will ihn behalten. Den untreuen Mann im Roman formt Nora Ephron (1941 – 2012) nach ihrem Ex-Gatten, Star-Journalist und Watergate-Enthüller Carl Bernstein; dessen neue Partnerin im Buch war 1982 im richtigen Leben, unschwer

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US-Spielfilm: Die Hexen von Eastwick (1987, mit Jack Nicholson, Michelle Pfeiffer) – mit Video – 6 Sterne

Bizarr kunterbunte Hexen-Komödie mit ein paar Horrormomenten, die nie richtig schocken, sondern eher amüsieren. Jack Nicholson als dämonischer Schwerenöter, Frauenversteher und Frauenverbraucher lässt’s so richtig krachen und spielt teuflisch komödiantisch. Die drei gutaussehenden Hauptdarstellerinnen Cher, Susan Sarandon und Michelle Pfeiffer bleiben blass gegen ihn; sehr eindrucksvoll dagegen die besessene Nebendarstellerin Veronica Cartwright, die komplett für

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US-Tanz-Spielfilm: Fame (1980) – Trailer & 2 Szenen – 6 Sterne

Ganz nett. Eine ganze Zeitlang war ich mir nicht mal sicher, „im richtigen Film“ zu sein, denn hier reiht sich nur eine kleine Kunst-Schul-Episode an die nächste: Eine richtige Handlung kommt kaum in Gang, nur ganz allmählich lernt man die Hauptfiguren etwas kennen. Ich fragte mich, ob dies nur Begleitmaterial war. Es ist aber interessant

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Französische Komödie: Der Boss (1985, mit Jean-Paul Belmondo) – mit Video – 6 Sterne

Teils charmant, aber ohne richtig zu beflügeln. Teils zu infantil, auch über das Clownskostüm hinaus, bis hin zu Bud Spencer-Grobmotorik. Ich habe vielleicht zweimal gelacht und öfter gelächelt. Die Kamera weidet sich zu sehr an Belmondos Charakterkopffalten. Interessant aber, das spätere SatC-Luxusluder Kim Cattrall fast als Backfisch zu sehen.

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Rezension satirischer Kriegsfilm: Der böse Trick bzw. Catch-22 (1970) – Trailer & 4 Szenen – 6 Sterne

Zynischer, böser Anti-Kriegs-Film um US-Soldaten auf einer Fliegerbasis im 2. Weltkrieg (Regie Mike Nichols, Hauptrolle Alan Arkin), nach dem Roman von Joseph Heller. Ich habe mich gut amüsiert. Einwände allerdings: Basierend auf dem brillanten Roman von Joseph Heller, reden die Darsteller permanent sehr absurde, verdrehte, unrealistische Sätze. Das ist ein intellektueller Spaß, überzeugt aber im

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Rezension TV-Biopic: Grzimek (2015) – 6 Sterne – mit Video & Links

Ein Zoodirektor als Alphatier: Der biografische, fast drei Stunden lange TV-Film über das Leben des Oscar-Gewinners und PR-Genies Bernhard Grzimek zeigt in der Hauptrolle Ulrich Tukur nicht nur in Frankfurt und in der Serengeti, sondern auch verstrickt in außereheliche Safaris. Die ARD sendete den TV-Spielfilm erstmals Ostern 2015; er lief auf anderen Sendern als Zweiteiler.

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Frankreich-Spielfilm: Die schöne Hochzeit (1982, Regie Eric Rohmer; mit Trailer) – 6 Sterne

Die Darsteller agieren teils steif und wie neben der Rolle. In ihren Dialogen geben sie eher Denkmodelle wider als normale spontane Gefühle, zum Beispiel pro und kontra Ehe und Hausfrauendasein. Die Hauptfigur ist eine dauerschwafelnde eingebildete weltfremde Konservative, die ihre Heirat ohne Rückfrage beim prospektiven Bräutigam plant. Schöne Bilder vom bürgerlichen Frankreich in der Provinz

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Roman: Fremdland, von James Meek (2008) – 6 Sterne

Das Buch hat interessante Situationen, unter anderem den Journalistenalltag im kämpfenden Afghanistan oder die Bestsellerkalküle eines Buchautors. Meek schreibt unterhaltsam scharfe, zynische Dialoge zwischen Verlagsmenschen in London und dann wieder in New York. Er kann schreiben (engl. Titel, We Are Now Beginning our Descent, dt. Fremdland). Aber manche Szenen wirken sehr konstruiert und absurd –

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James-Bond: Moonraker (1979, mit Roger Moore) – mit Trailer – 6 Sterne

Es beginnt amüsant, nonchalant, schwülstig und mit süffiger Selbstironie – es trieft schon zu sehr. James Bond steigt den Bösen und den Schönen nach, und immer trägt er einen coolen Spruch auf den Lippen. Amüsante Szenenwechsel: Venedig, Rio, Urwald, Weltall. Ein paar Action-Szenen wirken reizvoll, so der Fall aus dem Flugzeug zu Beginn und vor

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US-Spielfilm: Zeiten des Aufruhrs (2008, mit Leonardo DiCaprio, Kate Winslet; mit Trailer) – 6 Sterne

Schöne Menschen in edel abgetöntem Pastell, behagliche 50er-Jahre-Klischees als cinematographische Augenweide. Das wirkt denn doch allzu glatt, selbst wenn man das Buch nicht kennt (Regie Sam Mendes). Die verheerenden Nebengedanken vor allem Frank Wheelers, im Richard-Yates Buch In Zeiten des Aufruhrs (engl. Revolutionary Road) vom allwissenden Erzähler enthüllt, fallen im Film ganz unter den Tisch.

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Deutscher Roman: Rheinsberg: Ein Bilderbuch für Verliebte, von Kurt Tucholsky (1912) – 6 Sterne

Nette, leichte, klitzekurze Sommerkomödie, die jedoch durch suboptimale Sprachspiele nervt; da serviertTucholsky in Schloss Gripsholm. Eine Sommergeschichte weit bessere Sprachkaspereien. Die schwül erotischen Anspielungen erdrücken auf Dauer. Zur Reclam-Ausgabe: Die „editorische Notiz“ nennt gegenüber der Erstausgabe korrigierte Druckfehler. Man staunt, wie schlampig das Original erschien. (Angesichts des sprachverspielten und respektlosen Texts frage ich mich jedoch,

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Sizilien-Spielfilm: Il Postino – Der Postmann (1994; mit Trailer) – 6 Sterne

Es war einmal… auf einer kleinen süditalienischen Insel: Kellnerin Maria Grazia Cucinotta hat ein wahrlich halluzinogenes Dekolletee, allein, man kommt nicht recht an sie ran. Bis Briefträger Massimo Troisi der Trick einfällt: Er betört die spröd Kokette mit Metaphern und Poesie. Dabei hilft ihm kein Geringerer als Dichterfürst Pablo Neruda (Phillipe Noiret), der zum Glück

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