September 2014

Rezension US-Südstaaten-Spielfilm: The Help (2011) – mit Trailer – 7 Sterne

Ja, der Film hat mich gut unterhalten, über 2:25 Stunden hinweg: Schöne Bilder, eine bewegende Geschichte, lebhaftes Spiel, sympathische Figuren, interessante Interieurs, trotz aller Tragik und Konflikte gut verdauliche Kost. Dazu passen die Film-Macher, die man auf der DVD in sehenswerten Begleitfilmen kennenlernt – Buchautorin, Regisseur, Produzenten, Schauspieler, sie alle sind Kindheitsfreunde und drehten in […]

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Filmkritik Tunesier in Südfrankreich: Couscous mit Fisch (2007) – mit Trailer – 7 Sterne

Die meiste Zeit passiert: nichts. Stattdessen erleben wir ausgedehnte, impulsive Palaver im Familienkreis – vor allem Tunesier, einige Franzosen, viele Charakterköpfe; die Handkamera schwirrt ständig unruhig von Sprecher zu Sprecher, darin etwas an Monsoon Wedding erinnernd. Es gibt auch längere Kochszenen, einen erbitterten Monolog und einen schlichten Bauchtanz. Nur eben sehr wenig: Handlung. Und das

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Rezension Hollywood-Roman: Abspann, engl. Karoo, von Steve Tesich (1996) – 7 Sterne

Das Buch zerfällt in zwei Teile: Im ersten flaniert der Hauptdarsteller durch New York, benutzt Leute, plaudert geistreich, enorm zynisch, hochgradig unterhaltsam. Man kann ihm höchstens etwas selbstverliebte Weitschweifigkeit vorwerfen. Ab der Mitte geht es Schlag auf Schlag: Unglaubliche Glücks- und Zufälle ändern das Leben des einstigen Einzelgängers, ein paar Glaubwürdigkeitslücken ziehen sich weiter durchs

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Rezension Bollywood-Filmbuch: Dilwale Dulhania Le Jayenge (The Brave-Hearted Will Take the Bride), von Anupama Chopra (2002) – 7 Sterne

Das Bändchen über den Bollywood-Erfolgsfilm „Dilwale Dulhania Le Jayenge“ (1995) ist in sehr flüssigem, leicht lesbarem Englisch geschrieben, ich musste nur selten das Wörterbuch bemühen. Lästig nur, dass man für die 78 Anmerkungen immer nach hinten blättern muss – mal sind es nur Literaturhinweise, die ein Normalleser nicht braucht, dann wieder sehr interessante Randaspakte, die

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Rezension Bollywood-Oldie: Hum Hain Rahi Pyar Ke (1993, mit Aamir Khan) – Trailer & 3 Songs – 7 Sterne

Das freche Kindertrio ist sehr amüsant – wie sie den Onkel Aamir Khan terrorisieren! Und dann wieder gaaanz viel Herz zeigen für die auf der Kirmes gefundene „große Schwester“ Juhi Chawla. Das ist eine kindlich kindische Wohlfühlkomödie, überwiegend ohne allzu peinliche Schrillheiten à la Bollywood, mit vielen Lausbübereien und ein paar spannenden Wendungen. Ich habe

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Rezension Indien-Dokumentation: Ma Na Sapna – Geliehenes Mutterglück (2013) – mit 2 Videos – 7 Sterne

Die SRF-Doku über Leihmütter in Indien spielt zum größten Teil in einer einzigen Klinik mit angeschlossener 70-Leihmütter-WG im nordwestindischen Staat Gujarat. Wir hören die Frauen reden und sehen ihnen beim Alltag zu. Meist blicken sie traurig – vor der Geburt, nach der Entbindung, beim Gedanken an eine Reduktion, also an eine Tötung überschüssiger Embryos. Fragen

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Rezension Komödie: Hochzeit auf Italienisch (1964, mit Sophia Loren, Marcello Mastroianni) – Trailer & 2 Szenen – 7 Sterne

Sophia Loren ist anbetungswürdig, auch oder gerade in einer leicht peinlichen Rolle als unterhaltsames Dummchen und Ex-Dirne. Mastroianni, stets eine Nelke im Knopfloch und die neueste Kassiererin im Blick, will die Loren nonchalant auf Distanz halten, aber es gelingt nicht. Unterhaltsames Komödram mit viel italienischer Alltagsseifenoper. Enthält evtl. bedenkenswerte Untertöne zum Thema Männer, die mehr

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Romankritik: Lachsfischen im Jemen, von Paul Torday (2006) – 7 Sterne

Die Idee ist reizvoll – ich meine die interessante Handlungsidee und die Präsentation quasi ohne Erzähler, sondern nur durch Wiedergabe von fiktiven E-Mails, Interviews und Tagebucheinträgen. Der Autor ist offenkundig auf die britische Regierung (wohl ein Blair-Kabinett) nicht gut zu sprechen, und ein paarmal habe ich laut gelacht über die Politsatire. Diese Schwächen fielen mir

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Rezension Frank-Lloyd-Wright-Roman: Die Frauen, von T.C. Boyle (2009) – 7 Sterne

Erfolgsautor T.C. Boyle fiktionalisiert das Leben des Erfolgsarchitekten Frank Lloyd Wright (1867 – 1959) – mit seinen Frauen und Katastrophen. Zwei seiner typischen Merkmale bringt T.C. Boyle in diesem Roman von 2009 zusammen: teils fiktive Biographie eines wohlhabenden Exzentrikers, den es tatsächlich gab, gern etwas egomanisch wortreiche, detailgenaue Beschreibung, die sehr lebhafte Vorstellungen  erzeugt So

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Rezension Bollywood-Filmbuch: Sholay, The Making of a Classic, von Anupama Chopra (2000) – 7 Sterne

Amazon-Werbelinks: Bollywood | Shah Rukh Khan | Priyanka Chopra Was für ein Aufwand, was für ein Drama beim Filmen des Dramas, des absoluten Bollywood-Klassikers Sholay: Mehrere Hauptdarsteller wollen die Hauptdarstellerin heiraten – im richtigen Leben; betrunkene Hauptdarsteller schießen mit scharfer Munition knapp neben andere Hauptdarsteller (keine Eherivalen); Beamte müssen geschmiert werden; danach müssen die Antikorruptionsbeamten

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Rezension historischer Berg-Spielfilm: Stürme über dem Mont Blanc (1930, mit Leni Riefenstahl, von Arnold Fanck) – 2 Videos – 7 Sterne

Dieser packende Bergfilm hat heitere und tragische Passagen. Die Handlung erscheint aber nur als Vorwand, um immer neue, pompöse Bergszenen oder Mensch-am-Berg-Szenen aufzutischen – gigantische verschneite Bergspitzen, heiter tanzende Federwölkchen, schwarz dräuende Cumulusgewölke, unergründlich tödliche Gletscherspalten, rasante Skijagden, tapfere Menschen im Kampf mit den tödlichen Elementen. Sepp Rist erhält eine schlechte Nachricht per Brief –

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Thailand

Rezension 3 Malaysia-Romane: The Long Day Wanes, von Anthony Burgess (1956 – 1959) – 7 Sterne

Zahlreiche Exzentriker aller Hautfarben bevölkern den 510-Seiten-Schmöker, der sich aus drei einst einzeln erschienen Romanen zusammensetzt (Time for a Tiger, 1956, dt. Jetzt ein Tiger; The Enemy in the Blanket, 1958; und Beds in the East (1959)). Nur Hauptfigur Victor Crabbe, englischer Pädagoge in Malaysia (damals noch  Malaya) kurz vor der Unabhängigkeit Ende der 50er

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Rezension Trinidad-Geschichten: Adventures of Gurudeva, von Seepersad Naipaul (1943, Vater von V.S. Naipaul) – 7 Sterne

In vielen Punkten erinnert Seepersad Naipauls Sammlung verbundener Geschichten an die frühen Trinidad-Romane seines nobilitierten Sohnes V.S. Naipaul (also an Mr Biswas, Miguel Street, Mystic Masseur, Wahlkampf auf karibisch). Insbesondere an den „Mystic Masseur“: Im „Masseur“ wie in den „Adventures of Gurudeva“ schwingt sich ein halbwegs gescheiterter Indischstämmiger auf Trinidad zum Guru-Status auf; beide spielen

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Spanischer Spielfilm: Volver – Zurückkehren (2006, mit Penélope Cruz, Regie Pedro Almodóvar) – mit Trailer & Szene – 7 Sterne

Nun habe ich mir den kompletten Inhalt nochmal in der deutschen Wikipedia durchgelesen; so ganz verstehe ich die Zusammenhänge immer noch nicht. Einige wichtige, zurückliegende Ereignisse werden auch nur erzählt, nicht gespielt, und das fast am Ende des Films. Was man jedenfalls sieht: Jemand steht von den Toten auf und krabbelt aus dem Kofferraum, um

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Thailand

Rezension Hongkong-China-Roman: Alle Herrlichkeit auf Erden, von Han Suyin (1952, engl. A Many-Splendoured Thing) – 7 Sterne

Bittersüße, schweifende Liebesgeschichte in Hongkong 1949/50; in China kämpfen sich die Kommunisten an die Macht, Flüchtlinge strömen nach Hongkong. Die Liebesgeschichte selbst ist wunderbar, zart sinnlich, poetisch, mit intelligentem Humor der liebenswerten und unkitschig romantischen Hauptakteure. Han Suyin beschreibt offenbar ihr eigenes Leben und darum bringt sie Nebenstränge in die Geschichte, die bei etwas mehr

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Romankritik: Fabian / Gang vor die Hunde, von Erich Kästner (1931) – 7 Sterne

Viele verblüffende, unterhaltsame Dialoge und kuriose Capricen; gelegentlich meint man, der Autor klopfe sich ob seiner funkelnden, knappen Bonmots und Aperçus diskret selbst auf die Schulter, betrachte sein streng unangepasstes Personal und speziell den unorthodox liebenswerten Alter-Ego-Protagonisten mit viel Wohlwollen. Zur Handlung: Liederliche Weiber und verdrossene Spießer in Berlin. Auf den ersten vier Fünfteln passiert

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Rezension Hollywood-Klassiker: Menschen im Hotel (1932, mit Greta Garbo, Joan Crawford) – mit Videos – 7 Sterne

Reihenweise markante Schauspieler, denen ich sehr gern gefolgt bin (Greta Garbo, John Barrymore, Joan Crawford), dazu gelungen wirbelnde Massenszenen in der Hotellobby. Die Handlung schnurrt flott durch, erst gegen Ende wird es langatmiger. Gute Kamerarbeit und insgesamt eine stimmige Romanverfilmung, welche freilich die Auto- und Flugzeugszenen der Buchvorlage von Vicki Baum auslässt. Die deutsche Neuverfilmung

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Romankritik englische Medien-Satire: Everyone’s Gone to The Moon, von Philip Norman (1995) – 7 Sterne

1996: Der blasse Louis Brennan, 22, wird Topjournalist bei der schicken Farbbeilage, nein, beim Magazin des Londoner Wochenblattes Sunday Dispatch. Große Teile des Romans beschreiben Leben, Liebe und Intrigen in der Redaktion – und in den Swinging Sixties. Fazit: Norman schreibt mit Insiderkenntnis, spannenden Intrigen, deftiger Satire, ausgeprägten Charakteren und eleganten Worten – umso verblüffender,

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Rezension US-Krimi-Spielfilm: Der Fremde im Zug (1951, Regie Alfred Hitchcock) – mit Trailer – 7 Sterne

Ein spannender Film, in dem man ab der ersten Minute fröstelt. Es wird immer beklemmender (darin einer anderen Highsmith-Verfilmung nicht unähnlich). Star des Abends ist Robert Walker als öliger Psychopath, der den schwächlichen Guy (Farley Granger) in ein kriminelles Konstrukt hineinzieht. Lob verdient auch ein meist übersehener Star, Kameramann Robert Burks, der schöne, aber nicht

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Rezension Südsee-Kurzgeschichten: Rain and Other South Sea Stories, von W. Somerset Maugham – 7 Sterne

Kurzgeschichten aus der Südsee. Und W. Somerset Maugham tischt die Klischees faustdick auf: weitgereister Engländer verliebt sich in sinnlich-süße Insulanerin, sie bewohnen glücklich eine Kajüte oder ein Haus an der Lagune (natürlich währt das Glück nicht bis zum Ende der short story) über der Lagune steht eine Mondsichel, an ihrem Rand biegen sich elegante Palmen

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Rezension Trinidad-Roman: Fireflies, von Shiva Naipaul (1970) – 7 Sterne

Eine arme, indischstämmige Familie im Trinidad der 40er und 50er Jahre. Sie wurschteln sich so durch. Das Ganze beschrieben mit leisem Humor, Einfühlung und viel Lokalkolorit. Familienerinnerungen des kleinen Bruders: Shiva Naipaul, kleiner Bruder des Nobelpreisträgers V.S. Naipaul, schildert hier etwas verfremdet seine eigene Sippe. Mitunter hängt er scheinbar auf gut Glück Erinnerungen aneinander, auch

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Spielfilm-Kritik: Chéri – Eine Komödie der Eitelkeiten (2009, mit Michelle Pfeiffer; mit Trailer) – 7 Sterne

Die Kamera zirkuliert unauffällig, aber doch unstet und fast lasziv um die Hauptfiguren, hier und dort lungernd, kreiselnd und schwingend, nie in Geraden – das allein macht fast betrunken. Das Objektiv produziert allerdings kein schönes Bokeh. Die Produzenten hatten zu viel Geld, der Film ertrinkt in aufdringlich prächtigen Kulissen und Kostümen. Doch die paar Hauptfiguren

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Rezension Bollywood-Oldie: Khalnayak (1993, mit Madhuri Dixit) – Trailer & 4 Songs – 7 Sterne

Wilde Masala-Action im rüden, schroffen 80er-Bolly-Stil mit grober Gewalt, schmalztriefender Mutter-Sohn/Sohn-Mutter-Liebe, fetzigen lasziven Tänzen und aufrichtigen Polizisten, die das Böse-Böse nach bestem Gewissen bekämpfen (auch Khal Nayak geschrieben). Nichts für Sensible, denn Blut fließt reichlich. Einer der erfolgreichsten Hindifilme 1993. Rüde unterhaltsam, krachig, ungeniert. Langweile kommt nicht auf: Der Drei-Stunden-Kracher ist jederzeit spannend, für mich

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Deutsche Multikulti-Komödie rezensiert: Kebab Connection (2004) – 2 Videos – 7 Sterne

Das hat mir gefallen: liebenswerte Hauptdarsteller teils peppige Dialoge viele kuriose Regie-Einfälle, teils unbekümmert realitätsfrei reichlich Lacher gelegentlich knackig orientalische Musik Gestört hat mich: Klischees mitunter zu dick aufgetragen Handlung zerfasert gegen Ende teils zu viele typische Fatih-Akin-Merkmale (Türken, Hamburger Szene, unangepasste Szenetypen; Akin ist hier jedoch nur Autor, Regie führt Anno Saul) Filmmacher- und

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Rezension Krimi-Roman: Zwei Fremde im Zug, von Patricia Highsmith (1950, engl. Strangers on a Train) – 7 Sterne

Warmduscher trifft auf Psychopathen und lässt sich in eine kriminelle Geschichte hineinziehen. Das Handlungsgerüst von Patricia Highsmith‘ erstem Roman (1950) wirkt allzu konstruiert, doch Zwei Fremde im Zug (engl. Strangers on a Train) fesselt und beklemmt durchgehend – teilweise eine echte Nervenstrapaze für den Leser, mit sehr deutlichen Anklängen an spätere Highsmith-Romane wie die Ripley-Reihe.

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Rezension Le Monde diplomatique: Indien – Die barfüßige Großmacht (2010) – 7 Sterne

Faktenreich referieren die Autoren – Wissenschaftler und ein paar Journalisten – vor allem über Politik und soziale Unruhen. Die Sympathie für alternative Ideen und machtlose Kleinbauern scheint gelegentlich durch. Ein buntes Magazin mit schönen Bildstrecken ist es nicht: „Indien, die barfüßige Großmacht“ zeigt einzelne, gute, groß aufgezogene Fotos. Aber die Bleiwüste dominiert. Nord- und Mittelindien

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Bücher, die auf Englisch erschienen, lese ich im Original.

Buchkritik Italien-Auswanderer: Die Oliven von San Pietro, ein italienisches Abenteuer, von Annie Hawes (2003, 1. Teil der Trilogie, engl. Extra Virgin) – 7 Sterne

Ich habe oft und laut gelacht. Und ich habe einiges gelernt: Italienisch, Ligurisch, Mentalität, Küche, Landwirtschaft. Ich konnte das Buch zeitweise kaum weglegen. Fragwürdiger Ton: Annie Hawes schreibt mit hochtouriger, deftiger und übertrieben wortreicher Ironie. Das ist unterhaltsam; man hat aber auch das Gefühl, dass sie dabei ihre italienischen Nachbarn verrät. So sah Hawes es

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Thailand

Rezension SO-Asien-Roman: Tage in Burma, von George Orwell (1934, engl. Burmese Days) – 7 Sterne

Orwell schreibt flüssig und in leichtem Englisch. Gleich auf den ersten Seiten setzen Entwicklungen und Konflikte ein, die das Interesse bis zur letzten Seite wachhalten. Hinter jeder zweiten Doppelseite scheint eine wichtige Wendung oder dramatische Begegnung zu warten, so dass man kaum absetzen mag. Dialoge machen den Roman von 1934 lebendig, die kurzen Rückblenden halten

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Bollywood + Salsa = Geht das? Amüsanter Hindi-Spanisch-Mix in zwei Songs

Bollywood und Salsa, Hindi und Spanisch – passt das zusammen? Zwei Bollywood-Spielfilme wagen die Kombination aus Sprachen und Stilen. Die indischen Macher suggerieren damit Europa-Urlaub, weltmännische Unbeschwertheit und lässig-kultivierten Reichtum. Das musikalische Ergebnis kann man gut anhören. Um diese zwei Filme geht es: Man lebt nur einmal – Zindagi Na Milegi Dobara, 2011 – mit

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Deutscher Spielfilm in der Kritik: Berlin für Helden (2012, Regie Klaus Lemke) – mit Trailer – 7 Sterne

Seinen Darstellern zahlt Regisseur Klaus Lemke nur 50 Euro am Tag, darum laufen sie so prekär durch Berlin – bargeldlose, wilde Szenetypen, abgewirtschaftet, aber mit Stil. Ladenwohnungen in pittoresk schäbigen Stadtvierteln. Starke Atmosphäre, stark gespielt. Aber mickrige Handlung, die Kamera wackelig und manchmal unscharf. Immer wieder dieselben zwei oder drei Musikschnipsel – und dann nochmal,

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Rezension US-Spielfilm: Boogie Nights (1997, mit Mark Wahlberg) – 7 Sterne

Das hat mir gefallen: gute Handkamera, die im ersten Teil fast ein Eigenleben zu führen scheint realistische, aber auch leicht bizarre Darsteller, die zusammen mit der Kamera den Eindruck einer Doku erwecken gelungene 70er- und 80er-Jahre-Stimmung in diesem Film von 1997 mit Mark Wahlberg, mit stimmigen Kostümen, Frisuren und Liedern (auch wenn IMDB Fehler und

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