Buch

Westafrika-Krimi-Roman: The Big Killing, von Robert Wilson (1996, Teil 2 der Bruce-Medway-Reihe) – 4 Sterne

Eine gute Idee, den liberianischen Krieg hier einzubauen: Das Gemetzel erlaubt Wilson, noch mehr scheußliche Gewalt und Morallosigkeit in seinen Roman zu packen. Geschlachtet und gestorben wird auf jeder zweiten Seite. Auf der jeweils gegenüberliegenden Seite trinkt sich Hauptfigur Bruce Medway einen an. Amazon-Werbelinks: Ganz Afrika | Südafrika | Kenia | Marokko Sinnlose Gefahr bringt…

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Reiseführer von 2010: Ghana (Bradt Travel Guide) – 6 Sterne

Liefert viele wertvolle Hinweise zu Ghana, weitaus detaillierter als der Lonely Planet West Africa, könnte aber noch deutlich nützlicher sein. [fsg_gallery id=“11″] Diese Mängel fielen mir auf: So werden bei Restaurants keine Telefonnummern angegeben – man kann also nicht vorab nachfragen, ob der Laden auf/Wifi/Platz hat (über Weihnachten sind einige ghanaische Restaurants bis zu 10…

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US-Roman: Die Witwen von Eastwick, von John Updike (2008) – 4 Sterne

Auf den ersten 120 Seiten unternehmen die Hauptakteure Gruppenreisen nach Kanada, Ägypten und China (dt. Die Witwen von Eastwick, engl. The Widows of Eastwick). John Updike (1932 – 2009) liefert seitenlange banaltouristische Beschreibungen und regionale Hintergründe. Dazu Popmatters: The first 100 pages are what I call “tour guide fiction”, Updike polishing up the notes he’s…

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Deutscher Roman: Vorn, von Andreas Bernard (2010) – 3 Sterne

Blutleeres Buch in blutleerem Deutsch, zeitweise weinerlich-selbstmitleidig, um hippe junge Medienmenschen in München. Es gibt fast keine Dialoge, die wenigen wörtlichen Sätze klingen genauso leblos wie der allgemeine Erzählton. Nichts erscheint „locker und beschwingt“ – kein Roman, eher ein Text. Selbst die Liebesdramen wirken wie aus zwei Kilometer Entfernung betrachtet – wichtiger sind die Namen…

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US-Reisebericht: Die Reise mit Charley: Auf der Suche nach Amerika, von John Steinbeck (1962) – 5 Sterne

1960, 60 Jahre alt, bestellt Nobelpreisautor John Steinbeck ein maßgeschneidertes Luxuswohnmobil, nennt es Rocinante und dreht eine große Runde durch die USA. Immer dabei: Pudel Charley; Gattin Elaine bleibt daheim auf Long Island. 1962 erscheint Die Reise mit Charley: Auf der Suche nach Amerika (engl. Travels with Charley), wenige Monate vor seiner (also Steinbecks) Nobilitierung….

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Bericht: Afrikanisches Maskenspiel: Einblicke in die Religionen Afrikas, von V.S. Naipaul (2010) – 4 Sterne

Immer wieder bemitleidet V.S. Naipaul hungernde Kätzlein. Der Flughafen in Lagos ist chaotisch, das Hotel dann nicht viel besser. This is Africa, aber Naipaul beklagt unermüdlich über hunderte Seiten den Müll in den Straßen, die Staus, die leidenden Tiere und wie die Afrikaner das weiße Erbe herunterwirtschaften. Auf Amazon: V.S. Naipaul Amazon-Werbelinks: Ganz Afrika |…

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Rezension Reiseführer: Sierra Leone (2009, Reihe Bradt Guides) – 8 Sterne

Meine 2009er-Ausgabe war völlig unverzichtbar (mittlerweile gibt es eine neuere Fassung). Viele wertvolle Informationen, die weit über den Lonely Planet West Africa oder den entsprechenden Rough Guide hinausgehen. Tolle Anregungen für Hotels oder Restaurants, die man im Vorbeigehen sonst gewiss nicht ausprobiert hätte. Auch zum freien Zelten am Strand gibt es alles Wissenswerte. Allerdings: In…

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Rezension Sierra Leone-Bericht: Green Oranges on Lion Mountain, von Emily Joy, fast identisch mit What for Chop Today: Her Mission was to Save Lives, von Gail Haddock bzw. (2001) – 8 Sterne

Dieser Sierra Leone-Bericht erschien fast identisch zweimal mit zwei verschiedenen Titeln und Autorennamen: Zuerst: What for Chop Today: Her Mission Was to Save Lives, von Gail Haddock (das ist ihr richtiger Name) Und dann: Green Oranges on Lion Mountain, von Emily Joy (später erschienen unter Pseudonym, Sierra Leone wird in Lion Mountain übersetzt, mit Nachträgen,…

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3 Afrika-Romane in: On the Edge of the Great Rift, von Paul Theroux

Der 1996 erschienene Sammelband On the Edge of the Great Rift enthält drei frühe Afrika-Romane von Paul Theroux, die ich ausführlich jeweils einzeln bespreche: Fong and the Indians, 1968 Girls at Play, 1971 Dschungelliebe, 1971 Hier eine Übersicht über den Sammelband: Die drei Romane des Sammelbands wirken – für den späteren, viel erfolgreicheren Theroux sehr…

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Afrika-Satire: Dschungelliebe (engl. Jungle Lovers), von Paul Theroux (1971) – 5 Sterne

Ein amerikanischer, weißer Versicherungsvertreter trampelt durch Malawi in den 60ern; statt Policen zu verkaufen, verrennt er sich zwischen Bretterhütten und Puffschänken. Alternierend erleben wir den ebenfalls weißen Revolutionstruppkommandeur Marais und seine schwarze Schlägertruppe im Dschungelcamp; anders als die Werbung suggeriert, bekommen Versicherungsmann und Revoluzzer wenig miteinander zu tun. Auf Amazon: Bücher von Paul Theroux Das…

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Peter Scholl-Latour 1924 – 2014

Interessanter als die üblichen Nachrufe war eine Würdigung seiner Arbeit, die Rudolph Chimelli schon im März 2014 in der Süddeutschen Zeitung (SZ) veröffentlicht hatte (alle Links unten). Links zu Verrissen Scholl-Latourscher Bücher finden sich in der deutschen Wikipedia. Nachrufe bei Spiegel Online, SZ Rudolph Chimelli in der SZ über Scholl-Latour Links zu Scholl-Latour in der…

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Nigeria-Roman: Toads for Supper, von Vincent Chukwuemeka Ike (1965) – 6 Sterne

Adami ist Top-Student in der Stadt und auch sonst kein Kind von Traurigkeit. Da tritt Sweetie aus Lagos auf den Plan, und Adami vergisst glatt, dass er schon im Dorf verlobt ist: The sight of a charming girl dressed only in a pair of earrings was a bit too much for him. Ganz zu schweigen…

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Nigeria in den 40ern: The Potter’s Wheel, von Vincent Chukwuemeka Ike (1973) – 5 Sterne

Das gesamte Buch von 1973 handelt von einem Neunjährigen in einem Igbo-Dorf in Ostnigeria in den 1940er Jahren. Zunächst wohnt Obu bei den Eltern, wird von der Mutter verwöhnt, von anderen Dorfjungen gepiesackt. Dann kommt er zu einem sadistischen Lehrerehepaar, das Kinder als Diener aufnimmt, sie anbrüllt und mit Plastikschlappen verprügelt. Eine wesentliche Handlung gibt…

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Rezension historischer Nigeria-Roman: Okonkwo oder Das Alte stürzt / Alles zerfällt / Things Fall Apart, von Chinua Achebe (1958) –

Schön erdige, rauh-rustikale, folkloristische Erzählstimme in reichem, teils lebhaft skurrilem Englisch (ich hatte das englische Original Things Fall Apart, der deutsche Titel ist Alles zerfällt oder auch Okonkwo oder Das Alte stürzt). Man hört Achebe fast am Feuer plaudern. Viele unterhaltsame, bauernkluge Sprichwörter, Lebensweisheiten, Metaphern und Geschichtchen aus dem dörflichen Afrika der 1890er Jahre, dazu…

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Reisebuch: Malaria Dreams: An African Adventure, von Stuart Stevens (1989) – 5 Sterne

Routiniert getextete Reiseanekdoten in sehr leichtem Englisch, die ich wie Butter runtergelesen habe. Die erste Buchhälfte handelt wohlgemerkt nur von bürokratischen Problemen in der Zentralafrikanischen Republik und in Kamerun, die Akteure sind hier noch nicht unterwegs. Amazon-Werbelinks: Ganz Afrika | Südafrika | Kenia | Marokko Der Reiseteil selbst geht nicht in die Tiefe, man hört…

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Dakar-Roman: Ein so langer Brief: Ein afrikanisches Frauenschicksal, von Mariama Bâ (1981) – 3 Sterne

Eine Frau wird von ihrem Mann nicht verlassen, stattdessen nimmt er sich einfach eine Weitere, Jüngere, und gibt ihr den Großteil seiner Aufmerksamkeit. Wenn er stirbt, ist die Lage der ersten Frau, mit mehreren Kindern, eventuell prekär. Soweit der Inhalt. Das Bändchen ist dünn, doch der Buchtitel sagt es: Der „lange Brief“ wirkt tatsächlich gedehnt,…

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Rezension Afrikabericht: French Lessons in Africa: Travels with My Briefcase Through French Africa, von Peter Biddlecombe (1992) – 7 Sterne

Der unterhaltsame Band endet etwa 1993, als Mobutu Sese Seko noch für Schlagzeilen sorgte. Biddlecombe berichtet rund 50 Seiten lang aus jedem Land Französisch-Afrikas. Viele Begegnungen: Dabei sind die Kapitel sehr unterschiedlich aufgebaut, folgen keinem festen Schema. Mitunter beginnt Biddlecombe mitten in einem Länderkapitel mit ausgedehnten Schwenks und Vergleichen zu anderen Ländern. In „Senegal“ kommentiert…

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Roman: The Mimic Men, von V.S. Naipaul (1967) – 3 Sterne

Ich hab’s aufgegeben. Ich liebe alle möglichen Bücher V.S. Naipauls: die frühen, komischen ebenso wie die späteren, ernsten; Romane als auch Länderberichte. Aber nicht The Mimic Men. Schuld ist der leiernde Ton des Ich-Erzählers: Es beginnt mal wieder mit einem Westinder in London – eine Standardsituation für Naipaul-Leser. Aber diesmal gibt es nicht die kauzigen,…

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Reise-Heft: Geo Special Westafrika (2000) – 4 Sterne

[fsg_gallery id=“10″] Wohlgemerkt, dieses Heft von 2000 behandelt nur vier Länder: Sehr ausführlich Mali und Senegal, kürzer die Kapverden (Cabo Verde), noch kürzer Gambia – das war dann „Westafrika“. Zum Erscheinungstermin des Hefts versanken andere Länder Westafrikas in Krieg und Unruhen, so etwa Sierra Leone, aber gleich alle? Also: Über Ghana, Elfenbeinküste, Burkina Faso, Nigeria…

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Reisebuch: Mali Blues: Ein afrikanisches Tagebuch, von Lieve Joris (2000) – 5 Sterne

Als ich Mali Blues im Frühjahr 2010 bestellte, meldete Amazon als Erscheinungsdatum 2000. Das Buch selbst beginnt aber mit der Spitzmarke „Dakar, 16. Juni 1993„. Wenn ich das gewusst hätte. Das Buch zerfällt in zwei Teile: Auch wenn es nicht so gekennzeichnet ist, zerfällt Mali Blues in zwei sehr unterschiedliche Teile, die aus je zwei…

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Rezension Trinidad-Inder-Kurzgeschichten: Miguel Street, von V.S. Naipaul (1959) – 9 Sterne

Träge fließt das Leben dahin in der Miguel Street, einem ärmlichen Wohnquartier in Port of Spain, Trinidad. Auf der Straße trifft man immer ein paar Leute, und wenn sie nicht grade schmollen, plauscht man gern: wir treffen Hat, Eddoes, Man-Man, Boyee, Herrn und Frau Bhakcu, das Ehepaar Morgan – regelmäßig begegnen sie in diesen gut…

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Indien-Filmbuch: Slumgirl: Wie mein Traum von Hollywood wahr wurde (2009) – 5 Sterne

Rubina Ali ist eine Nette. Lebhaft und trägt das Herz auf der Zunge. Dreharbeiten und Veranstaltungen rund um den Film Slumdog Millionaire waren ein großes, buntes Abenteuer für die vormals völlig unerfahrene Grundschülerin aus einem Elendsviertel in Bombay. Rubina Alis Bericht ist ordentlich eingedeutscht, der Ton kindlich-naiv. Man sieht geradezu die aufgeregt leuchtenden Augen der…

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Lustiger Roman: Die Cappuccino-Jahre: Ein Adrian-Mole-Roman, von Sue Townsend (1999) – 5 Sterne

…damals, mit 13 3/4, da hast Du ein richtig tolles Tagebuch geschrieben, pubertär erhitzt und aufgeregt, und aufregend zu lesen, alle paar Stunden hast Du Dich ihm anvertraut, in vielen kleinen Audienzen. Und ich hab‘ mit Dir gezittert, Adrian. Und nun? Die Cappuccino-Jahre? Gib’s zu, das hast Du nicht selber geschrieben. Du hattest eine Ghostwriterin,…

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Historischer Afrika-Bericht: Journey without Maps, von Graham Greene (1936, dt. Der Weg nach Afrika) – 5 Sterne

Eine bizarre Expedition, 1935 zu Fuß durch entlegene Dörfer und Wälder Sierra Leones, Guineas („France“) und Liberias. Oder eher keine Expedition, denn es galt nichts Neues zu entdecken: Es war mehr eine ausgedehnte Wanderung: Graham Greene, seine Cousine Barbara Greene (er etwa 30, sie 23, beide völlig Afrika-unerfahren) und ein paar Dutzend einheimische Träger. Die…

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Westafrika-Roman: The Radiance of the King, von Camara Laye (1954)

Ich hatte die englische Übersetzung und gab die Lektüre auf. Der Ton ist naiv schwafelnd, voll rhetorischer Fragen und überflüssiger Vermutungen. Personal und Kulisse bleiben vage – nicht lebensecht, nicht authentisch -, halbfertige Phantasiekreationen, ohne Bezug zu einem Land oder einer Zeit. Auch Toni Morrisons Vorwort sagt mir nichts. Um Camara Layes Autorenschaft gibt es…

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New-York-Roman: Ballettratten in der Vandam Street, von Kinky Friedman (1999) – 5 Sterne

…, sagte ich zur Katze. Die Katze sagte natürlich nichts und rollte sich zusammen. Sie wusste, dass… Diese oder sehr ähnliche Zeilen gibt es gefühlt 165 mal auf netto 165 Romanseiten (das englische Original heißt „Spanking Watson“). Schließlich spielt der Roman ja auch zum größten Teil in der Wohnung des selbstzufriedenen Ich-Erzählers. Friedman hat noch…

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Kauderwelsch-Sprachführer: Reise Know-How Hindi für Bollywoodfans – 5 Sterne

Autor Daniel Krasa liefert eher ein Bollywood-Sachbuch in lieblosem Deutsch mit eingestreuten Hindi-Lektionen und wenigen, ausgesprochen schlecht reproduzierten Schwarzweißbildern (ich hatte die Ausgabe von 2007). Für die Reise eignet sich das Bändchen also definitiv nicht. Nur das Grammatik-Kapitel (rund 14 von 190 kleinformatigen Seiten) konzentriert sich ganz auf die Sprache. Dazu kommen wenige Seiten zu…

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Krimi-Roman: München Blues, von Max Bronski (2008) – 5 Sterne

Coole Sprüche kloppt er gern, der Bronski Max, und oft klappt das Kloppen auch, aber manchmal geht’s daneben: Da wird der selbstherrlich lässige Ich-Erzähler Gossec vom Mongolen-Adi derb verprügelt, rettet sich auf die Straße – und dann gelingt ihm nur ein „Mongolen-Adi hatte mir eine deftige Lektion erteilt“? Schwach im Abgang. In anderen Fällen gerinnt…

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K.u.k.-Roman: Wandlungen einer Ehe, von Sándor Márai (1941) – 4 Sterne

Die Konstruktion hat was: Es geht um die zwei gescheiterten Ehen eines Mannes. Im ersten Buch-Teil erzählt die erste Ehefrau von der ersten Ehe und ihrem Scheitern. Im zweiten Teil berichtet – Jahre später – der Mann vor allem von der zweiten Ehe und deren Ende. In Teil 3 kommt die zweite Ehefrau zu Wort;…

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Lustiges Buch: Stadt Land Mord: Kriminelle Briefe nachgelassener Frauen nebst zweier Anhänge, von Fanny Müller (1998) – 4 Sterne

Je nun. Nette Comedy. Zwei Frauen korrespondieren in diesem Buch, beide klingen jedoch praktisch gleich (obwohl sie vermutlich von unterschiedlichen Autorinnen geschrieben wurden; Susanne Fischer ist Ko-Autorin). Auch sonst wurde jede Plausibilität geopfert, um noch ein bisschen mehr Klamauk unterzubringen. Die Handlung ist vertrackt und zum Schluss gar nicht nachvollziehbar, die Charaktere wirken sehr unrealistisch,…

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Kino-Buch: My Movie Business: Mein Leben, meine Romane, meine Filme (1999), von John Irving – 3 Sterne

Nun ja. Das ist also von John Irving? So un-organisiert, so un-unterhaltsam? Ich hätte nicht gedacht, dass der Dozent für „Creative Writing“ so etwas wenig Strukturiertes wie „My Movie Business“ abliefert. Und nicht mal für einen deutschen Titel hat es gereicht (ich hatte wohlgemerkt die deutsche Ausgabe). Darum geht es im Buch: Die meisten Kapitel…

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