Kurzgeschichten

Kritik: Meistererzählungen, von Anton Tschechow (Eine langweilige Geschichte, u.a.) – 6 Sterne

Anton Tschechow (Anton Čechov, 1860 – 1904) erzählt mit feinem psychologischem Gespür, zeichnet Charaktere zurückhaltend und wertfrei. Auch Verwirrte schilderte er nachvollziehbar. Seine Herren der russischen Mittelschicht sind oft weich, selbstmitleidig und schlaflos. Die Damen wirken etwas flatterhaft, nah am Wasser gebaut und wahren Respektabilität wenn überhaupt nur unter Mühe. Der gelernte Arzt und Erfolgsautor…

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Rezension: Mamsell Fifi – Erzählungen, von Guy de Maupassant – 7 Sterne

Guy de Maupassant (1850 – 1892) liefert deftige Satiren ab. Aufs Korn nimmt er spießig-brutale deutsche Soldaten, brave Bürger der Provinz und lebenslustig-strohdumme Frauen, die gelegentlich das Pekuniäre und das Amouröse überraschend verbinden, mit teils interessanten Gewissenskonflikten. Die Kurzgeschichten mit Ausnahme von Der Horla perlen munter herunter. Meine Übersetzung von Walter Widmer klingt vollmundig-prall und…

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Rezension: Tod in Venedig, von Thomas Mann (1912, u.a. Erzählungen) – 7/10 – mit Presse-Links

Wer Ina-Tina Lowfi auf Twitter folgt, laboriert vielleicht länger an der Lustgewinnoptimierung mit Thomas Manns Novelle Tod in Venedig. Sie kommt daher in gravitätischem, komplexem Deutsch, dessen Sätze schon mal einen ganzen Absatz beanspruchen – und viel kulturelles und sprachliches Wissen dazu. Jede Zeile ist so germanistisch gehaltvoll, dass selbst kleine Unkonzentriertheiten des Lesers Verlust…

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Kritik: Tonio Kröger, Mario und der Zauberer, von Thomas Mann (Erzählungen 1903, 1930) – 5 Sterne – mit Video

Tonio Kröger ist hier erst ein zartbesaitetes Jüngelchen, dann ein weltferner Dichter, der – wie sein Nachfolger in Tod in Venedig – aus München ans Meer reist und lustvoll selbstmitleidig kontempliert, „zerfressen von Ironie und Geist“. Mann erfindet in dieser etwa 65seitigen Erzählung von 1903 immer neue, wenig spannende Situationen, in denen er Kunst versus…

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Kritik Erzählungen: South Sea Tales, von Robert Louis Stevenson – 6 Sterne

Fazit: Stevenson erzählt uneinheitlich, teils mit fantastischen Sagen-Elementen, teils nur mit Hilfe der wissenschaftlichen Anmerkungen zu verstehen. Aber seine Sprache trifft den Charakter der geschilderten Personen markant, und die Südseekulissen werden sehr lebendig. In den zwei deutlich längsten Geschichten spielen Weiße die Hauptrolle, die in der Südsee ihr Glück suchen; beide Geschichten steuern etwas langatmig…

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Rezension Kurzgeschichten: Letzte Nacht, von James Salter (2005, engl. Last Night) – 7 Sterne – mit int. Presse-Links

Das schmale Bändchen enthält zehn nicht verbundene Geschichten, je sechs bis 20, meist knapp zehn luftig bedruckte Seiten lang. Einige erschienen zuvor in Esquire, Paris Review oder New Yorker. Salter schreibt sparsam, flüchtig, federleicht, impressionistisch, fast schon abstrakt. Dabei sitzt jedes karge Wort, ruft Bilder und Eindrücke hervor. Manchmal lässt Salter Bezüge und Zuordnungen unklar,…

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Rezension Kurzgeschichten: Dämmerung und andere Erzählungen, von James Salter (auch als Fremde Küsten veröff., engl. Dusk and other Stories, 1988) – 6 Sterne – mit int. Presse-Links

Das schmale Bändchen enthält elf nicht verbundene Geschichten à sechs bis 18 Seiten; sie erschienen zuvor in der Paris Review, im Esquire und in anderen Magazinen. Salter steigt abrupt ein; Hintergründe, Vorgeschichte und Verbindungen der Akteure reimt sich der Leser über die Seiten hin selber zusammen – manchmal klappt es. Mitunter driftet der Fokus des…

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Rezension Kurzgeschichten: A Hand Reached Down to Guide Me, von David Gates (2015) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Elf Geschichten haben je zehn bis 20 Seiten, meist Auftragsarbeiten für Paris Review, GQ und The New Yorker seit 2001. Nur die Geschichte Banishment ist deutlich länger. (Eine ähnliche, noch geschlossenere Struktur hat Gates‘ frühere Kurzgeschichtensammlung The Wonders of the Invisible World, 1999.) Fazit: David Gates schreibt intelligent über Intelligente, die intelligent reden, aber sich…

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Rezension Kurzgeschichten: The Wonders of the Invisible World, von David Gates (1999) – 8 Sterne – mit Presse-Links

In zehn Geschichten beschreibt David Gates intelligente, smart resignierte, zu selbst-reflektierte, ironisch verbitterte Akademiker und Künstler in Vororten und Rückzugskäffern der US-Ostküste; sie nehmen oft Alkohol oder Psychopharmaka und pflegen ein sehr brüchiges Familienleben. Das Personal lügt und betrügt, ist innerlich einsam (Internet oder Handies spielen kaum eine Rolle), die langen Dialoge sind cool, intensiv…

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Rezension Indien-Roman: The Householder, von Ruth Prawer Jhabvala (1960) – 6 Sterne – mit Video

Prem ist ein kleiner, jungverheirateter Junglehrer in Delhi, seine Frau Indu schwanger. Das Geld wird knapp. Prem fühlt sich ständig unsicher und unvorbereitet – schwierige Themen kann er weder bei Indu noch mit Chef oder Vermieter ansprechen. Ständig setzt er Fassaden auf, und jeder Ansatz zu einem ernsten Gespräch geht daneben. Dann lernt Prem auch…

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Rezension Indien-Kurzgeschichten: Eine Witwe mit Geld, von Ruth Prawer Jhabvala (1986, engl. Out of India) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Die Kurzgeschichten des Bandes Eine Witwe mit Geld (engl. Out of India) erschienen bereits in vier früheren Geschichtensammlungen zwischen 1963 und 1976 und meist auch in Zeitschriften. Prawer Jhabvala schreibt vor allem über das Leben in Delhi, seltener aus anderen Teilen Indiens; mal aus Sicht von Europäern, die in Indien leben, mal aus einheimischer Perspektive….

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Rezension Erzählungen: My Nine Lives, von Ruth Prawer Jhabvala (2004) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Die neun Erzählungen sind sehr gleichmäßig jeweils knapp 30 Seiten lang: eine weibliche Ich-Erzählerin berichtet mehrere Jahre aus ihrem Leben, manchmal ihr ganzes Leben. Die Geschichten sind nicht miteinander verbunden, doch die Ich-Erzählerinnen leben häufig in Großstädten (fünfmal New York, zweieinhalbmal Delhi, eineinhalbmal Nachkriegs-London) und haben besondere Verbindungen zu Indien – wie die Autorin selbst….

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Rezension Kurzgeschichten: A Lovesong for India, von Ruth Prawer Jhabvala (2011) – 5 Sterne – mit Presse-Links

Die Geschichten spielen in den teuersten Immobilien von Delhi oder Mumbai, vor allem aber in New York: Anders als in frühereren Romanen oder in Kurzgeschichtensammlungen bis Out of India/dt. Eine Witwe mit Geld (1986) portraitiert Ruth Prawer Jhabvala diesmal die Oberschicht und Superreiche – eine Dichterfürstin, Hollywood-Stars, Bollywood-Stars (angelehnt an Amitabh Bachchan), Filmkritiker oder Popmanager,…

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Rezension: The Short Stories of F. Scott Fitzgerald – A New Collection, Hg. Matthew J. Bruccoli (1989) – 7 Sterne

160 Kurzgeschichten soll F. Scott Fitzgerald geschrieben haben, dieser Band bringt 43 von ihnen auf gut 772 Seiten. Fitzgerald schrieb Kurzgeschichten meist, um schnelles Geld zu verdienen und freie Zeit für seine Romane zu gewinnen; er redete manchmal verächtlich über seine Kurzgeschichten-Arbeit, und manche Kritiker tun alle Kurzgeschichten als Kommerzware ab. Doch Fitzgerald erzählt auch…

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Rezension Kurzgeschichten: The Pat Hobby Stories, von F. Scott Fitzgerald (1940) – 8/10 – mit Rezensionsbericht

Die 17 knappen Kurzgeschichten handeln vom kleinen Manuskriptschreiber Pat Hobby im Hollywood der späten 1930er Jahre. F. Scott Fitzgerald verarbeitet hier seine eigene Zeit in den Hollywoodstudios, wo er selbst trotz früherer Roman-Erfolge (Der große Gatsby) kein Superstar war, und erzählt eine Demütigung nach der anderen: Der Lohn war einst viel besser; früher durfte er…

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Romankritik: Letzter Schrei, von Jay McInerney (1998, engl. Model Behavior) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Fotomodels, Schauspieler, Magazinjournalisten und Kurzgeschichtenschreiber ringen auf aalglattem New Yorker Parkett um Liebe und Aufstieg. In Jay McInerneys hochglanzpolierter Schreibe reden sie überaus witzig, smart und zynisch – und sehen sich selbst auch so. Um kulturelle Anspielungen sind sie nicht verlegen. Man übersieht vor Vergnügen fast die Abgründe von Egoismus und Amoral. Die urbane Intelligentsia…

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Rezension Kurzgeschichten: The Last Bachelor, von Jay McInerney (2009) – 8 Sterne – mit Presse-Links

Die zwöf Kurzgeschichten spielen überwiegend in schicken oder zumindest atmosphärischen New Yorker Milieus, unter Autoren, Firmenchefs und Damen der Gesellschaft. Im Mittelpunkt stehen Paare, die sich fast immer betrügen. Aber es ist nie das ganz große Drama, auch wegen McInerneys abgeklärten Tonfalls (Stand August 2015 nicht auf Deutsch erhältlich). Jay McInerney erzählt sehr sicher, baut…

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Rezension Geschichten-Sammlung: India in Mind, Hg. Pankaj Mishra (2005) – 7 Sterne

Auf 330 Seiten erscheinen 25 kurze Textauszüge von Europäern oder Amerikanern, die etwa zwischen 1895 und 1997 über Indien schrieben. Die acht bis gut 20 Seiten langen Exzerpte umfassen Fiktion und Sachbuch, Roman, Kurzgeschichte, Lebens- und Reisebericht. Bekannte Namen: Die Anthologie gibt die bekanntesten Indien-Autoren wider, so Rudyard Kipling, E.M. Forster, Hermann Hesse und V.S….

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Thailand

Rezension Thai-Geschichten: Sightseeing: Erzählungen, von Rattawut Lapcharoensap (2007) – 9 Sterne

Scharf beobachtet, spannend erzählt, unsentimental menschlich, in sieben unverbundenen Kurzgeschichten. Weiße und bekannte Orte kommen selten vor, Hauptakteure sind mit Ausnahme von ein, zwei Geschichten meist kleine Leute irgendwo in der staubigen Provinz in Thailand. Sie trinken, spielen, schnüffeln, ringen ums Weiterkommen, und bis zum Ende der Erzählung lässt sich das Buch nicht weglegen. Die…

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Rezension US-Indische Kurzgeschichten: Fremde Erde, von Jhumpa Lahiri (2008, engl. Unaccustomed Earth) – 9 Sterne

Die Geschichten aus Fremde Erde (engl. Unaccustomed Earth) handeln – wie auch andere Bücher dieser Autorin – meist von indischstämmigen US-Akademikern an der US-Ostküste, dazu ein paar wenige Szenen aus Kalkutta, London und Italien. Ungewöhnlich für Jhumpa Lahiri: Eine Geschichte spielt diesmal in Seattle, aber es musste nur irgendein Ort fern der Ostküste sein, und…

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Rezension Reise-Geschichten: Mein anderes Leben, von Paul Theroux (1996, engl. My Other Life) – 8 Sterne

Der Mann kann schreiben. Handlungen und Dialoge sind wohlkonstruiert, gefällig und intelligent. Kubikmeterweise Fakten und Kunde verstaut Theroux auf leicht genießbare Weise. Er beobachtet sich und seine Mitmenschen brennend genau. Episoden: Wissen sollte man: Zu lesen gibt es hier längere Kurzgeschichten, die nur sehr lose miteinander verbunden sind. Man kann sie als einzelne Episoden eines…

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Rezension US-indische Kurzgeschichten: Interpreter of Maladies, von Jhumpa Lahiri (1999, dt. Titel Melancholie der Ankunft) – 8 Sterne

Die schreibt ruhig, lakonisch, einfühlsam, nüchtern, souverän, ohne Gimmicks. Jede Geschichte entwickelt einen Sog, so dass man die Lektüre kaum unterbrechen möchte. Ein paarmal war ich den Tränen nah, obwohl Jhumpa Lahiri nie betont rührselig wird. Wo die Geschichten spielen: Etwa drei Geschichten spielen komplett in Indien, unter einfachen Leuten in Bengalen. Die anderen Stücke…

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Rezension Indien-Kurzgeschichten: Zwischen den Attentaten – Between the Assassinations, von Aravind Adiga (2008) – 8 Sterne

Ähnlich wie bei Adiga Aravinds fulminantem Erstling „Der weiße Tiger“: messerscharf beobachtet, man ist hautnah dran, atmet fast leiser, und es fällt schwer, das Buch wegzulegen. Die Charaktere schuften und intrigieren wieder, das Leben ist hart, der Erzähler  trocken bis zynisch (dt. Titel Zwischen den Attentaten, engl. Between the Assassinations). Allerdings: Dies ist eine Reihe…

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Thailand

Rezension Thai-Dorf-Geschichten: Vapour Trails: Tales from Rural Thailand, von Tarmo Rajasaari – 8 Sterne

Tarmo Rajasaari erzählt überzeugend und intensiv aus der Perspektive rustikaler Dorfbewohner In Nordwest-Thailand. Auch die Frauenperspektive übernimmt er mühelos. Einmal lässt Rajasaari sogar einen räudigen Dorfköter erzählen, samt Reinschnuppern bei Jenny the Junkyard Queen – klasse. Auf Amazon: Bücher über Thailand, Südostasien, ganz Asien Westler spielen keine Rolle: Europäer oder auch nur thailändische Großstädter spielen…

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Thailand

Rezension Kurzgeschichten aus Malaysia: The Consul’s File, von Paul Theroux (1977) – 8 Sterne

Die U4 meiner Penguin-Ausgabe zitiert Rezensionen, und der Guardian fasst den Eindruck passend zusammen: „Cool and witty… polished and professional“ Der Ich-Erzähler ist amerikanischer Konsul in einem heißen, südmalaysischen Provinzkaff. Die 20 Episoden von 1977 sind lose verwoben, man kann sie aber auch unabhängig voneinander lesen. Manche Geschichten beziehen die Einheimischen mit ein, also ethnische…

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Rezension Geschichten, Romane: Nightwatchman’s Occurrence Book and Other Comic Inventions, von V.S. Naipaul – 8 Sterne

In das dicke englische Taschenbuch packte der Picador-Verlag nach V.S. Naipauls Nobelpreis von 2001 drei sehr unterschiedliche Werke, die Jahrzehnte früher unabhängig voneinander erschienen und alle als komisch gelten: The Suffrage of Elvira (1958, dt. Titel Wahlkampf auf karibisch), eine kauzige Wahlkampfsatire aus dem Hinterland von Trinidad Mr. Stone and the Knights Companion (1963, offenbar…

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Rezension Erzählungen: Mein geheimes Leben, von Paul Theroux (1989, engl. My Secret History) – 8 Sterne

Vieles erinnert an Paul Theroux‘ späteres Buch Mein anderes Leben (1996, engl. My Other Life): die Stationen Afrika, USA, London mit Schriftstellerbesuch, die haargenaue Beobachtung, die unaufdringliche Belesenheit, der ruhige, aber nie langweilige Ton, die dichte Atmosphäre, die perfekte Konstruktion. Man könnte meinen, Theroux habe erst einen langen Text geschrieben und diesen dann in zwei…

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Thailand

Historische Malaysia-Kurzgeschichten rezensiert: Far Eastern Tales, von W. Somerset Maugham – 7 Sterne

W. Somerset Maugham bringt Kurzgeschichten aus dem Malaysia (damals Malaya) etwa der 1920er Jahre. Die Stories – oft 30 bis 50 Seiten lang – ähneln einander: Ein paar Leute unterhalten sich, oft auf dem Überseedampfer oder in England, dann kommt die große lange Rückblende nach Malaysia, zum Schluss kehrt Maugham in die erzählte Gegenwart zurück;…

Historische Malaysia-Kurzgeschichten rezensiert: Far Eastern Tales, von W. Somerset Maugham – 7 Sterne Weiterlesen »

Rezension Trinidad-Geschichten: Adventures of Gurudeva, von Seepersad Naipaul (1943, Vater von V.S. Naipaul) – 7 Sterne

In vielen Punkten erinnert Seepersad Naipauls Sammlung verbundener Geschichten an die frühen Trinidad-Romane seines nobilitierten Sohnes V.S. Naipaul (also an Mr Biswas, Miguel Street, Mystic Masseur, Wahlkampf auf karibisch). Insbesondere an den „Mystic Masseur“: Im „Masseur“ wie in den „Adventures of Gurudeva“ schwingt sich ein halbwegs gescheiterter Indischstämmiger auf Trinidad zum Guru-Status auf; beide spielen…

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Rezension Südsee-Kurzgeschichten: Rain and Other South Sea Stories, von W. Somerset Maugham – 7 Sterne

Kurzgeschichten aus der Südsee. Und W. Somerset Maugham tischt die Klischees faustdick auf: weitgereister Engländer verliebt sich in sinnlich-süße Insulanerin, sie bewohnen glücklich eine Kajüte oder ein Haus an der Lagune (natürlich währt das Glück nicht bis zum Ende der short story) über der Lagune steht eine Mondsichel, an ihrem Rand biegen sich elegante Palmen…

Rezension Südsee-Kurzgeschichten: Rain and Other South Sea Stories, von W. Somerset Maugham – 7 Sterne Weiterlesen »

Thailand

Rezension historische Malaysia-Geschichten: The Casuarina Tree, von W. Somerset Maugham (1926) – 7 Sterne

Dieses Buch erhielt ich erst nach Far Eastern Tales und More Far Eastern Tales  von W. Somerset Maugham. Alle Geschichten aus The Casuarina Tree kannte ich damit schon. Meine sehr ähnlichen Bewertungen der zwei Far Eastern Stories-Sammlungen gelten also auch hier. Casuarina Tree enthält je anderthalb mild interessante Seiten Vor- und Nachwort von Maugham. Die…

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