Rock, Pop

Doku-Kritik: Remember My Name (2019, über David Crosby, mit Cameron Crowe) – 5 Sterne – mit Video

Eine typische Musiker-Doku: Der Star, hier David Crosby, wird angebetet; Kritik wäre unfein, ja Majestätsbeleidigung. Der renommierte Filmemacher und Musikjournalist Cameron Crowe (auch beteiligt am fast Doku-artigen Rockspielfilm Almost Famous) ist hier nicht Regisseur, sondern Produzent und unsichtbarer Interviewer (Regie A.J. Eaton). Crowe ist offenbar auch seit Jahrzehnten mit Crosby befreundet oder zumindest bekannt. Na […]

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Rezension Musikfilm: Whitney Houston – Close Up/Can I Be Me? (2017, von Rudi Dolezal, Nick Broomfield) – 3 Sterne – mit Video

Ein Gutes hat die Doku ja doch: Die US-Stimmen werden nicht durch deutsche Stimmen übertönt, stattdessen gibt es deutsche Untertitel (die nicht immer ganz sauber übersetzen). Allerdings sieht man die Untertitel meist zu kurz, man kann sie gar nicht so schnell verarbeiten; schließlich erscheint die Doku bei Red Bull Media House auf Servus TV, und

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Kritik Musikdoku: Marley (2012) – 6 Sterne – mit Video & Links

Die Atmosphäre ist so dicht wie der Qualm aus einem fetten Joint, die Information allerdings nicht. Allein Bob Marley (1945 – 1981) und seine Entourage kommen hier zu Wort – vor allem Musiker, Manager und seine vielen Geliebten – aber keine kritischen Beobachter, keine Stimme aus dem Off, nur ein paar knappe Texttafeln. Die englischen

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Rezension Musik-Doku: 20 Feet from Stardom (2013, über Hintergrundsängerinnen) – mit 2 Videos – 7 Sterne

Die Doku stellt Background-Sängerinnen der Unterhaltungsmusik ins Rampenlicht. Vorgestellt werden weitgehend schwarze Künstlerinnen. In Interviews und in Musikausschnitten zeigen sie jede Menge Energie und Vitalität. Vor allem schwarze Sängerinnen: Weiße oder Männer als Hintergrundsänger tauchen kaum auf – es bleibt unklar, ob es keine gibt. Stings weiße Sängerin Jo Lawry erscheint vor allem, um Stings

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Rezension US-Musical-Film: Chicago (2002, mit Renée Zellweger, Catherine Zeta-Jones, Richard Gere, Regie Rob Marshall; mit Trailer & 4 Songs) – 9 Sterne

Bombastisch inszenierte, mitreißende Song&Dance-Revue von 2002 mit Catherine Zeta-Jones, Renée Zellweger, Richard Gere und Queen Latifah. Spielt 1926 in Gefängnismauern, Gerichts- und Cabaretsälen. Viele dunkle Szenen mit dramatischem Show-Licht, mehr Songs als Dialoge. Zeta-Jones und Zellweger spielen die verruchten Diseusen mit Verve und Klasse. Zellweger oszilliert bizarr zwischen naiver Unschuld und dem Hunger nach Ruhm.

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Rezension US-Tanzfilm: High School Musical 2: Singt alle oder keiner! (2007, mit Zac Efron, Vanessa Hudgens) – Trailer & 3 Songs – 8 Sterne

Sicher ein Disney der besseren Sorte: Spektakulär inszenierte Tänze mit vielen kuriosen, exzellent umgesetzten Ideen, mit Energie und Selbstironie satt, mit sogar ein bisschen Spott und Frechheit, dazu peppig-poppige Ausstattung (die Filmer strichen sogar das Gras an) und ein paar schönen Melodien. Am Ende ist man ein bisschen matt, aber glücklich. Der reiche Paps schwebt

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Rezension Musik-Spielfilm: Tina Turner – What’s Love Got to Do with It? (1993) – 3 Videos – 8 Sterne

Der Film von 1993 hat keinen rechten Fluss, die Szenen gehen nicht schlüssig ineinander über. Es sind isolierte Stationen eines Lebens: Die kleine Tina Turner singt zu laut im Kirchenchor; die größere Tina Turner steigt spontan zu einer Band auf die Bühne; Tina Turner wird in der Raststätte von ihrem Partner verprügelt; Tina Turner nimmt

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Rezension Rock-Spielfilm: Almost Famous – Fast berühmt (2000; mit Trailer) – 8 Sterne

Coole Dialoge (besser in der englischen Tonspur). Viele interessante, pfiffige, hintergründige Momente. Witzige Typen ohne Larmoyanz. Kurze, doch ausgesprochen lebendige Bühnenszenen (und ich mag gar keinen Rock). Der ganze Film hat zumeist viel Schwung und zieht mit; meine BD lieferte jedoch nur die lange 155-Minuten-Version, die auch als Untitled kursiert, und da gab es zwischendurch

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Rezension US-Tanzfilm: High School Musical (2006, HSM Teil 1, mit Zac Efron, Vanessa Hudgens) – 3 Videos – 7 Sterne

Heiteres Teenie-Drama um Basketball- und Gesangsambitionen, inszeniert in märchenhaft idealisierten Schulen und Eigenheimen, Erwachsene spielen nur Nebenrollen (2006). Im Vergleich zu HSM 2 (2007) und HSM 3 (2008) wirken die Darsteller jünger und schlichter gekleidet, die Szenenübergänge mitunter holprig, die Tänze weit weniger ausgefeilt und spärlicher verteilt. Die Musik ist weniger prägnant als in Teil

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Deutsche Tanzfilm-Parodie rezensiert: Dörte’s Dancing (2008) – 6 Sterne

Ich habe öfter lauthals gelacht: Ein Trash-Spaß, aber mit viel Selbstironie, Spielfreude und inspirierten Ideen, in manchen Gesichtern und Gesten sehr deutlich an das große Vorbild Dirty Dancing erinnernd (in der Geschichte sowieso). Wer Dirty Dancing nicht kennt, hat an Dörtes Dancing deutlich weniger Vergnügen. Auf die Rocky-Horror-Reminiszenzen hätte ich aber gern verzichtet. Mutter und

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Rezension Musik-Doku: Standing in the Shadows of Motown (2002) – mit Trailer – 7 Sterne

Interessante, oft sympathische Typen, die hier markig und anekdotenselig aus einem unglaublichen Musikerleben in den Motown-Studios erzählen. Wenn sie kurz einen Takt auf den Tisch klopfen oder einen Rhythmus zischeln, dann blitzt sofort das alte Feuer durch. Interessant, dass von Anfang an auch ein paar Weiße dabei waren, wenn auch nicht in prägenden Rollen. Der

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Rezension US-Tanz-Spielfilm: Dirty Dancing (1987, mit Patrick Swayze) – Trailer & 2 Tänze -7 Sterne

Der Film zeigt behagliche 60er-Jahre-Nostalgie. Selbst wenn die Billigproduktion mitunter wie Theater-AG und die Handlung nach Plotbaumarktmodulen aussieht, erscheint Dirty Dancing liebenswert, mitunter auch sinnlich ohne zuviel Schwüle. Patrick Swayze mit knackigem Mantafahrer-Charme tanzt klasse. Fast noch beweglicher scheint Cynthia Rhodes. Jennifer Grey (hier noch mit Original-Nase) wirkt besonders natürlich und gezielt nicht perfekt –

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US-Tanzfilm: High School Musical 3: Senior Year (2008, mit Zac Efron, Vanessa Hudgens) – Trailer & 4 Songs – 6 Sterne

Wirklich tolle Choreographien, insbesondere das Basketballspiel zu Beginn, bei dem Tanz und Synchronträllern zwischen aktiven Sportlern und Cheerleadern hin und her wechseln. Die geschauspielerten Abschnitte zwischen den Tänzen sind noch zuckerbäckeriger, steriler und „disney“ als nötig, Realität bleibt unter Strafandrohung außen vor, also gibt es auch nur einen Kuss und fast kein Internet, Alkohol, Mobiltelefon,

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US-Tanzfilm: Flashdance (1983, mit Jennifer Beals) – 4 Videos – 6 Sterne

Selbst für einen Tanz- und Musikstreifen zu viele hochglanzpolierte, schwer erträgliche Klischees, die der einstige Werbefilmer Adrian Lyne jedoch ausnehmend schön in oft erdigen Tönen illustriert – dazu kommen ein rasanter Schnitt und der stets wohlwollende Blick für weibliche Rundungen (Lyne verantwortete später auch 9 1/2 Wochen, Eine verhängnisvolle Affäre, Lolita und Untreu). Die Handlung

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US-Tanz-Spielfilm: Fame (1980) – Trailer & 2 Szenen – 6 Sterne

Ganz nett. Eine ganze Zeitlang war ich mir nicht mal sicher, „im richtigen Film“ zu sein, denn hier reiht sich nur eine kleine Kunst-Schul-Episode an die nächste: Eine richtige Handlung kommt kaum in Gang, nur ganz allmählich lernt man die Hauptfiguren etwas kennen. Ich fragte mich, ob dies nur Begleitmaterial war. Es ist aber interessant

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US-Tanzfilm: Three Little Words (1950, mit Fred Astaire) – mit Trailer – 6 Sterne

Unterhaltsame, schmucke, oft gesteppte, wenn auch nie atemberaubende Tänze, dazu passable (Oscar-nominierte) Melodien. Die Handlung ist  holzschnittartig und ohne Tiefgang inszeniert, erinnert teils an Dick und Doof. Die Tänze sind jedoch sehr flüssig in die Handlung integriert. Die Geschichte orientiert sich an der wechselhaften Karriere eines Songschreiber-Duos und ist offenbar teilweise mehr auf historische Genauigkeit

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Rolling-Stones-Doku: Shine a Light (2008) – 6 Sterne

Die Großmeister des Stadionrocks spielen hier in einem schnuckeligen, historischen Sälchen, das keine 3000 Zuschauer fasst und mal sakral, mal wie eine Klosterbibliothek oder ein Kuschelpub anmutet. Dabei wirkt jedes Lächeln, jedes Schulterklopfen auf der Bühne einstudiert (außer bei Bühnengast Buddy Guy). Keine Doku, eher ein Musiktheaterfilm: Der Auftritt erscheint so echt wie die schwarzen

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Tanz-Spielfilm: Dirty Dancing 2 – Heiße Nächte auf Kuba

Naja. So schlecht kann ein Tanzfilm auf „Kuba“ gar nicht sein, dass nicht doch ein bisschen Hot Country Entertainment entsteht. Also mir hat die Musik meist gefallen, die Salsa-Nummern ebenso wie der Santana-patentierte Latin-Rock. Ein paar schöne Bilder gab es auch, Land und Leute (gefilmt in Puerto Rico), wenn auch weniger „Location“ als erwartet (engl.

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Rock-Spielfilm: Blues Brothers (1980) – Trailer & 2 Szenen – 5 Sterne

Die Handlung des scheppernden Kultklassikers ist ein Nichts, sie liefert nur die Anlässe zu Konzerten und Verfolgungsjagden. So entstand eine hübsch pubertäre Macker-Actionklamotte mit zerdepperten Autos, Tonnen von Glasscherben und explodierenden Gebäuden. Ganz wichtig, immer schön betont respektlos agieren (manche würden es wohl „anarchisch“ nennen), also stolz nonkomfirmistisch unanständige Wörter wiederholen, die Polizei, den Pfarrer,

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Rockfilm: U2 – From the Sky Down (2011) – Trailer & Song – 5 Sterne

Der Film zeigt die U2-Musiker zeitweise nachdenklich und äußerst selbstkritisch. Er gibt Einblicke in Studioarbeit und in die Entwicklung von Songs. Bono und Edge singen einige Takte völlig solo, wie man es noch nie gesehen oder gehört hat (s.u.). Aber der Musikfilm From the Sky Down springt thematisch hin und her, will einerseits die Geschichte

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Kritik US-Musical: Funny Girl (1968, mit Barbra Streisand, Omar Sharif) – 5 Sterne

Angenehm: Barbra Streisand spielt teils sensibel, verletzlich und sieht immer gut aus dabei ein paar schöne Bigband-Musical-Nummern Weniger überzeugend: Streisand spielt teils albern, teils frech, teils schüchtern, ihre drastischen Verhaltensänderungen sind kaum zu erklären, ebenso ihr steiler Aufstieg im Showbusiness; aber für das Drehbuch muss es halt sein (vielleicht kann man von einem Musikfilm namens

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US-Musik-Spielfilm: Grease (1978, mit John Travolta, Olivia Newton-John) – Trailer & 3 Songs – 5 Sterne

Tumbe Vorstadtstenze lassen den Macker raushängen; schrille High-School-Zicken riechen durch die Leinwand hindurch nach billigem Parfüm; Prolls soweit das Drehbuch reicht, Selbstironie Fehlanzeige, Charme Mangelware, ordinär ist schick, vulgär noch schicker. Die Musik klingt zeitweise schwungvoll, aber über Strecken auch völlig belanglos; John Travolta wirkt wie die Karikatur einer Parodie seiner selbst. Einige schöne Massentanz-Szenen

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US-Musikfilm: Laurel Canyon (2002; mit Trailer) – 5 Sterne

Einige schön gefilmte Szenen aus dem Musikerleben im berühmten Laurel Canyon nahe Hollywood. Einige gute Schauspieler, andere wirken blass und mechanisch. Aber der Musikfilm hat wenig Handlung und viel Psychogerede, die atmosphärischen Abschnitte wirken wie Alkoholwerbung, die mehrfache Wandlung der Hauptfigur Alex kommt abrupt und unglaubwürdig. Die exzellente Frances McDormand erscheint zu jung als Film-Mutter

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