Belletristik

Rezension: Ein ausgebrannter Fall, von Graham Greene (Roman 1960, engl. A Burnt-Out Case) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Ein berühmter Architekt verbringt anonym einige Wochen auf einer Lepra-Station in Belgisch-Kongo (später Zaire, heute Demokratische Republik Kongo). Er fühlt sich ausgebrannt und ohne Lebenslust, jenseits von Liebe, Gott und Karriere; aber „ausgebrannt“ hat in der Lepra-Behandlung noch eine andere, interessante Bedeutung. Graham Greene (1904 –1991) schreibt knapp, präzise und sehr stimmungsvoll, unaufdringlich genau, reduziert –…

Rezension: Die Stunde der Komödianten, von Graham Greene (Roman 1966, engl. The Comedians) – 8 Sterne – mit Hintergründen & Video

  Graham Greene macht vieles richtig in diesem Roman. Er führt eine übersichtliche Zahl von sehr unterschiedlichen, teils zwiespältigen Hauptfiguren ein; das Ambiente lässt sich schön imaginieren (Haiti, aber auch Monaco und Paris); es gibt smarte, lakonische, zynische, ambivalente Dialoge mit einem sehr unaufgeregten Ich-Erzähler; es gibt Liebe, Politik und nur wenig Gewalt; zeitweise knistert…

Rezension (Kurz-)Geschichten: Die Ballade from traurigen Café, von Carson McCullers (1951, engl. The Ballad of the Sad Café) – 7 Sterne – mit Video & Kritiken

Fazit: Hauptattraktion ist McCullers‘ punktgenauer, trockener Erzählton. Ihre Figuren in der Geschichtensammlung The Ballad of the Sad Café sind melancholisch und einsam, einige wirken auch bizarr bis rätselhaft. Die nicht verbundenen Kurzgeschichten liefern eher Stimmung als Handlung – das aber exzellent. Zwei Geschichten sind schlicht zu merkwürdig und lassen den Leser kalt. Das Büchlein ist…

Rezension: Tropenkoller, von Georges Simenon (1933, auch Tropenfieber) – 7 Sterne – mit Video

Der junge Joseph Timar kommt in einem afrikanischen schwülheißen Kaff mit der ebensolchen französischen Wirtin Adèle zusammen, die schon mehrere Liebhaber vor ihm hatte. Adèle könnte für einen Mord verantwortlich sein. Flussaufwärts starten sie ein Holzunternehmen in der Wildnis (frz. Buchtitel Le Coup de lune, frei verfilmt 1982 als Équateur von Serge Gainsbourg u.a. mit…

Romankritik: Hummer zum Dinner, von Helen Fielding (1994, engl. Cause Celeb) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Noch vor ihrem ersten Bridget-Jones-Band brachte Helen Fielding den Roman Hummer zum Dinner (engl. Cause Celeb) heraus. Die Ich-Erzählerin hier ist zunächst PR-Agentin und zeitweise Geliebte eines egozentrischen TV-Stars in London. So gelangt sie auf Schickeria-Parties und TV-Galas, die sie sehr satirisch beschreibt. Nach einem Kurzbesuch in Afrika verlässt die Ich-Erzählerin Freund und Job in…

Rezension: Aus dem Leben Hödlmosers, von Reinhard P. Gruber (1973) – 7 Sterne

Gruber bringt kurze, schlichte Episoden aus dem Leben des Steirerbauern Hödlmoser: Wie er die Fani ins Gebüsch und dann in die Ehe manövriert; ein Besuch auf dem Fußballplatz; heikle Begegnung beim Wildern; Kommentar eines Zeitungsartikels im Familienkreis; eine Beerdigung; und ein wüstes Ende. Die Geschichtchen sind nicht miteinander verbunden, der schmale dtv-Band ist schlecht gedruckt…

Rezension: Das Schilcher ABC, von Reinhard P. Gruber (1988) – 7 Sterne – mit Video

Gruber greift mit Lust in die Saiten, schreibt schmackig-deftig im Idiom seiner Wahlheimat rund ums südweststeirische Deutschlandsberg (Gruber lebt seit 1977 in Stainz nördlich von Deutschlandsberg; auf wuchs er in Judenburg im oberen Murtal, und in dieser Region spielt sein Romänchen Aus dem Leben Hödlmosers). Grubers Sprache zusammen mit politischen Unkorrektheiten und schwurbeliger Logik macht…

Romankritik: Der stille Ozean, von Gerhard Roth (1980) – 7 Sterne – mit Video

Gerhard Roth beobachtet minutiös und ruhig – er seziert fast wie unter dem Mikroskop (das im Buch eine Rolle spielt). Doch gelegentlich spricht Roth gespreizt, die Sätze und Absätze werden zu lang, die Wörter zu eigen („Gezweig“). Häufig hatte ich das Bedürfnis, ganze Absätze oder Seiten erneut zu lesen, weil sie im ersten Anlauf an…

Rezension: Yolanda, von Julia Alvarez (Roman 1997, engl. Yo!) – 7 Sterne – mit Video

Die Handlung: Lehrerin Yolanda hat einen Roman geschrieben, in dem sie unverblümt das wirkliche Leben in ihrer Familie schildert. Mutter, Vater und ihre drei Schwestern sind empört, brechen teils den Kontakt ab. Der Roman erzählt zunächst aus verschiedenen Perspektiven davon, wie die über die USA verstreuten Familienmitglieder sich einerseits entrüsten, andererseits um Familienzusammenhalt ringen. Dann…

Romankritik: Anita and Me, von Meera Syal (Einwanderer-Roman, 1996) – 7 Sterne – mit Video & Presse-Links

Einfühlsam, informativ und oft lustig, aber nie schrill beschreibt Meera Syal in ihrem Romanerstling gleich drei verschiedene Welten in einer: das Innenleben einer Neun- oder Zehnjährigen, ziemlich frühreif indische Einwanderer im England der 1960er ein englisches Bergbaudorf Das liest sich grundsätzlich interessant, leicht und unterhaltsam; aber Schwächen gibt es auch: So wird Syal mitunter zu…

Rezension: Das Testament des Herrn Napumoceno, von Germano Almeida (Roman 1991) – 7 Sterne – mit Film

Die Titelfigur war angesehener, alleinstehender Großhändler auf einer Kapverden-Insel. Nun wird Napumocenos Testament verlesen, und da erzählt er sein ganzes Leben – mit überraschend deftigen Details, die man dem drögen Kaufmann gar nicht zugetraut hätte. Die Hauptfiguren sind milde Käuze mit ein paar Eigenwilligkeiten, hier und da wird es humorig. Das Fremdartige, Multikulturelle, Tropische der…

Rezension: Eine gute Partie, von Vikram Seth (Roman 1993, engl. A Suitable Boy) – 7 Sterne – mit Video

Fazit: Epische Saga, die vier große Familien und kaum mehr als ein Jahr beschreibt. Viele starke, gebildete, clevere Dialoge. Häufig mild spannend, jedoch dramatisch nur auf den letzten 200 Seiten. Souverän und rund geschrieben, aber  gelegentlich irritieren überhastete Perspektivwechsel, und manche Themen bettet der Autor nicht richtig in die Handlung ein. Gekürzt um ein Drittel…

Romankritik: Der Sommer der Wildschweine, von Birgit Vanderbeke (2014) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Klar, der neue Vanderbeke, das ahnt man schon: es spielt sicher wieder in Südfrankreich, ist pseudo-naiv erzählt und schnell vorbei. Und so kommt es auch (145 luftig bedruckte Seiten). Witzig und überraschend packt Birgit Vanderbeke diesmal jedoch viele moderne Themen in den Urlaubsbericht einer modernen Familie: Es geht um Modedesign, 3D-Design, Tierschutz à la PETA,…

Romankritik: Die Abenteuer des Huckleberry Finn, von Mark Twain (1884, engl. The Adventures of Huckleberry Finn) – 7 Sterne

Vordergründig wirkt es wie ein Jungs-Abenteuer-Buch, wie eine Tom-Sawyer-Fortsetzung: Verwahrloster Dorfjunge und entlaufener Sklave hausen auf einer unbewohnten Mississippi-Insel und reisen wochenlang per Floß flussabwärts, treffen Banditen, überstehen Schießereien. Doch Mark Twain erzählt so plastisch und detailliert – er war selbst Mississippi-Lotse gewesen –, dass es manchmal wie ein realistischer Expeditionsbericht klingt. Außerdem bringt Twain…

Roman-Kritik: Der Honorarkonsul, von Graham Greene (1973, engl. The Honorary Consul) – 7 Sterne

Die Handlung klingt nach einem Krimi im nördlichen Argentinien: Es gibt eine Entführung im politischen Milieu, Schüsse in der Nacht, dramatische Cliffhanger, einen angekündigten Tod, ein Herzklopf-Ende. Dennoch ist dies eher eine subtile Komödie, mit fein ironischen Dialogen, die man so filigran gar nicht oft liest (ich kenne nur das englische Original, nicht die deutsche…

Rezension Indien-Roman: Amrita: Or to Whom She Will, von Ruth Prawer Jhabvala (1955, dt. Die Liebesheirat bzw. Amrita und Hari) – 7 Sterne

Amrita liebt Hari und Hari liebt Amrita. Sie treffen sich manchmal und raspeln Süßholz. Doch Amritas Familie ist gegen die Verbindung, und Haris Familie ist gegen die Verbindung. Die jungen Leute werden anderweitig verbandelt, für sie gibt es scheinbar keine Zukunft. Der Roman spielt in der indischen Mittelschicht Neu-Delhis in den 1950er Jahren, ohne Europäer.…

Rezension Indien-Kurzgeschichten: Eine Witwe mit Geld, von Ruth Prawer Jhabvala (1986, engl. Out of India) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Die Kurzgeschichten des Bandes Eine Witwe mit Geld (engl. Out of India) erschienen bereits in vier früheren Geschichtensammlungen zwischen 1963 und 1976 und meist auch in Zeitschriften. Prawer Jhabvala schreibt vor allem über das Leben in Delhi, seltener aus anderen Teilen Indiens; mal aus Sicht von Europäern, die in Indien leben, mal aus einheimischer Perspektive.…

Rezension Indien-Roman: Esmond in India, von Ruth Prawer Jhabvala (1957) – 7 Sterne

Sehr viel passiert hier nicht: Eine Ehe bröckelt, eine wird mühsam eingefädelt, doch Ergebnisse bleiben aus. Ruth Prawer Jhabvala schildert den Alltag mehrerer indischer Mittelschichtfamilien trotz mangelnder Action unterhaltsam und liebevoll ironisch, mit treffenden Details und sehr indischer Atmosphäre – das Essen, die Märkte, die komplizierten Sitten und Traditionen. Amazon-Werbelinks zu Büchern: Ruth Prawer Jhabvala…

Rezension Einwanderer-Roman: Bloß (k)eine Hochzeit, von Bali Rai (2001, engl. (Un)arranged Marriage) – 7 Sterne

Manjit ist in England aufgewachsen, doch seine konservative und ungebildete indische Punjabi-Familie will ihn 17jährig mit einer Punjabi-Frau verheiraten, die er nicht kennt und nicht will. Autor Bali Rai, der in ähnlichen Umständen aufwuchs, schildert vor allem, wie sich der intellektuelle Manjit von seiner Familie abhebt und immer verzweifelter gegen die arrangierte Ehe sträubt –…

Filme und Bücher über Weiße in Indien (Auswahl) – mit 5 Videos

In diesen Filmen und Büchern (Auswahl) agieren Europäer oder Amerikaner in Indien – von den Anfängen der Kolonialzeit bis heute: Filme: 2015, Filmkomödie engl. Rentner in Indien: Best Exotic Marigold Hotel 2 2014, Filmkomödie Bayern in Indien: Beste Chance (Regie Markus H. Rosenmüller) 2014, Doku Bayerin liebt Inder: Amma und Appa 2011, Filmkomödie engl. Rentner…

Romankritik: Das Haus Savage, von Jay McInerney (1997, engl. The Last of the Savages) – 8 Sterne

Will Savage ist Sohn reicher Grundbesitzer im US-Süden, liebt jedoch Bluesmusik, die Kultur der Afroamerikaner und wird Musikmanager. Ich-Erzähler Patrick Keane beschreibt Wills und sein eigenes Leben über 30 Jahre. Drei Viertel des Buchs behandeln die Jahre, in denen die Hauptfiguren etwa 18 bis 25 Jahre alt sind. Wir lernen viel über das Studieren in…

Buchkritik: The Elephanta Suite, von Paul Theroux (2007) – 7 Sterne

In drei längeren Erzählungen à 80 bis 100 Seiten beschreibt Paul Theroux Amerikaner, die teils beunruhigende Begegnungen mit der indischen Realität haben – jenseits üblicher Reiseerlebnisse in Indien. Dabei geht es um sexuelle Abenteuer, Käuflichkeit und finanzielle Macht, Schuldgefühle und Angst vor der Fremde und um Spirituelles: Ein reiches älteres Unternehmer-Ehepaar bandelt mit armen Hotelangestellten…

Romankritik: Die sonderbare Karriere der Frau Choi, von Birgit Vanderbeke (2007) – 7 Sterne

Ihr Tonfall ist sehr eigen, doch nie eitel und aufdringlich. Leichthändig und beflissen säuselnd verbindet Birgit Vanderbeke ihre fiktive südfranzösische Dorfchronik ca. 1990 – 2002 mit Schmetterlingskunde, Lokalpolitik, Pilzarten, Forensik, einer Fußball-WM, DTP sowie fernöstlicher Architektur und Küche Das klingt keinen Moment lang angelesen und aufgepfropft, Vanderbeke beschreibt lebendige Figuren. Frauen stehen allerdings tendenziell weise…

Rezension Geschichten-Sammlung: India in Mind, Hg. Pankaj Mishra (2005) – 7 Sterne

Auf 330 Seiten erscheinen 25 kurze Textauszüge von Europäern oder Amerikanern, die etwa zwischen 1895 und 1997 über Indien schrieben. Die acht bis gut 20 Seiten langen Exzerpte umfassen Fiktion und Sachbuch, Roman, Kurzgeschichte, Lebens- und Reisebericht. Bekannte Namen: Die Anthologie gibt die bekanntesten Indien-Autoren wider, so Rudyard Kipling, E.M. Forster, Hermann Hesse und V.S.…

Rezension US-Einwanderer-Roman: América, von T.C. Boyle (1995) – 9 Sterne

„América“ habe ich schon vor vielen Jahren gelesen, aber immer noch intensiv „vor Augen“. Kaum ein Autor führt sein Personal so hautnah vor, man sieht quasi jede Pore, jeden Schweißtropfen, riecht die Angst und Verwahrlosung, leidet mit beiden, gegensätzlichen Hauptfiguren. Man sieht den Canyon, die den Elementen abgetrotzte und eingezäunte Siedlung, plastisch vor Augen. Man…

Rezension Thai-Geschichten: Sightseeing: Erzählungen, von Rattawut Lapcharoensap (2007) – 9 Sterne

Scharf beobachtet, spannend erzählt, unsentimental menschlich, in sieben unverbundenen Kurzgeschichten. Weiße und bekannte Orte kommen selten vor, Hauptakteure sind mit Ausnahme von ein, zwei Geschichten meist kleine Leute irgendwo in der staubigen Provinz in Thailand. Sie trinken, spielen, schnüffeln, ringen ums Weiterkommen, und bis zum Ende der Erzählung lässt sich das Buch nicht weglegen. Die…

Rezension Lustiger Nigeria-Spammer-Roman: Die meerblauen Schuhe meines Onkels Cash Daddy, von Adaobi Tricia Nwaubani (2009) – mit Video – 9 Sterne

Spannend, unterhaltsam, informativ, teils witzig. Oft pfiffig getextet, immer flüssig: Nwaubanis Erstlingsroman habe ich vergnügt fast in einem Rutsch gelesen (dt. Die meerblauen Schuhe meines Onkels Cash Daddy, engl. I Do Not Come to You by Chance). Es geht nicht nur um Spanner, auch wenn der Roman so vermarktet wird: Die erste Buchhälfte handelt kurzweilig von…

Rezension US-Indische Kurzgeschichten: Fremde Erde, von Jhumpa Lahiri (2008, engl. Unaccustomed Earth) – 9 Sterne

Die Geschichten aus Fremde Erde (engl. Unaccustomed Earth) handeln – wie auch andere Bücher dieser Autorin – meist von indischstämmigen US-Akademikern an der US-Ostküste, dazu ein paar wenige Szenen aus Kalkutta, London und Italien. Ungewöhnlich für Jhumpa Lahiri: Eine Geschichte spielt diesmal in Seattle, aber es musste nur irgendein Ort fern der Ostküste sein, und…

Rezension Indien-Roman: Der weiße Tiger, von Aravind Adiga (2008) – 9 Sterne – mit Video

Der indische Ich-Erzähler Balram Halwai watet jahrzehntelang durch ein Meer an Demütigungen und Misshandlungen: Die Jugend in einem Elendsdorf, der Fahrer-Job in der Provinzhauptstadt und in Delhi, die Selbständigkeit in Bangalore – Balram stößt nur auf Korrupte, Verlogene, Faule, Gemeine, Verderbte, Brutale. Um aufzusteigen, spielt er das schäbige Spiel ohne größere Skrupel mit. Selbst in…

Rezension Nigeria-Roman: Sag allen, es wird gut, von Sefi Atta (2005) – 8 Sterne

Mit viel Überzeugungskraft und Zeilen schildert Sefi Atta die alltäglichen drastischen Zumutungen in der nigerianischen Metropole Lagos: Dreck, Raub, Polizeiwillkür, Bürgerkrieg, völlig verwahrloste Gefängnisse, schmutzige Lebensmittel, Dauerstaus, korrupte verbrecherische Diktatoren, Vergewaltigung, stundenlanger Stromausfall, Benzinmangel, versiffte Umwelt – Elend ohne Ende. Besonders Frauenschicksale werden vorgeführt: Frauen müssen kuschen, kochen und Kinder kriegen, vor allem Söhne gebären,…

Rezension Nigeria-Roman: It’s my Turn (engl. Swallow), von Sefi Atta (2008) – 8 Sterne

Den meisten Figuren geht es meist elend, doch sie kämpfen verbissen und der Buchton ist heiter-gefasst bis unterhaltsam (dt. Titel It’s my turn beim Peter Hammer-Verlag, engl. Titel Swallow). Anstrengende Umgebung: Nigerias einstige Hauptstadt Lagos hat in diesem Buch stinkende offene Kanäle, Straßen voller Bettler und nackter Verrückter, aggressive Autofahrer, überfüllte Busse und grundlos peitschende…