Autorenname: Hans

Philippinen-Reiseführer 2016: 3 aktuelle Bände im Vergleich – Lonely Planet, Rough Guide, Stefan Loose

Ich habe die Bücher vor allem für Luzon und für Landeskunde benötigt, kaum für andere Inseln und allgemeine Philippinen-Tipps. M.E. sollte man zusätzlich zum Reiseführer eine GPS-Landkarte im Handy nutzen, das ist online oder offline möglich; bei Wanderungen oder allgemein in offenem Gelände sind auch Satellitenbilder mit GPS-Position gut; eine philippinische SIM-Karte bekommt man unkompliziert…

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Rezension Philippinen-Bericht: Wasserspiele, von James Hamilton-Paterson (1987, engl. Playing with Water) – 5 Sterne

Hamilton-Paterson schreibt alles andere als spannend, er mag Rückblenden und persönliche Einschübe. Bei einem Buch über philippinisches Dorf- und Inselleben würden andere Autoren sofort medias in res gehen und erst später auf Hintergründe und Vergangenes schwenken; doch Hamilton-Paterson beginnt Wasserspiele mit Verallgemeinerungen und Dingen, die Jahrzehnte zurückliegen (darin an seine Geister von Manila erinnernd, die…

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Lese-Eindruck: Awaiting Trespass. A Pasión, von Linda Ty-Casper (Manila-Roman 1985)

Ich habe nur die ersten 45 von 170 Seiten gelesen. Ty-Cooper spießt die Verlogenheit der reichen Oberschicht Manilas genau auf, in interessanten Beobachtungen und Dialogen. Doch was der Verlag als „Satire“ bezeichnet, klingt oft eher nachdenklich, teils auch säuerlich anklagend und verbittert. Der Roman wirkt wie ein Theaterstück, denn er spielt zumindest auf den ersten…

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Rezension: Die Erleuchteten, von Miguel Syjuco (Philippinen-Roman 2010, engl. Ilustrado) – 5 Sterne – mit Presse-Links& Video

Fazit: Miguel Syjuco schreibt gut lesbar und smart, jedoch gelegentlich zu vulgär. Das Stakkato aus vielen verschiedenen fiktiven, immer wieder unterbrochenen Texten mit multiplen Cliffhangern ist Geschmackssache. Wechselnde Perspektiven: Der Ich-Erzähler heißt wie der Buch-Autor Miguel Syjuco, und er erzählt das Leben des mutmaßlich ermordeten, exzentrischen fiktiven philippinischen Autors Crispin Salvador Mitte bis Ende des…

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Das Tegernseer Bergfilmfestival 2016 und ich (mit Videos)

Soll ich noch dort hin gehen? Seit etwa 2006 sehe ich auf dem Tegernseer Bergfilmfestival jedes Jahr sechs Blöcke, also an drei Tagen je zwei Veranstaltungen einschließlich Siegerehrung. Die Kartenbestellung über das Tegernseer Fremdenverkehrsamt ist immer sehr angenehm, die freiwilligen Helfer rund um die Veranstaltungen sind es auch. Vorlieben: Unabhängig von der Einzelfilmbeschreibung wähle ich…

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Rezension: Agnes, von Peter Stamm (Roman 1998) – 6 Sterne – mit Video & Links

Melancholischer, einsamer Sachbuchautor trifft in Chicago einsame Physikdoktorandin. Sie verbringen ein paar Nächte zusammen und sie fordert ihn narzisstisch auf, eine Geschichte über sie zu schreiben. Abitur-Pflichtlektüre in Baden-Württemberg, dramatisiert 2012, verfilmt 2016. Wenn deutschsprachige Autoren über Schriftsteller schreiben, mehr noch über Schriftsteller in der Krise, bin ich sehr vorsichtig. Auch Peter Stamms erfolgreicher Romanerstling…

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Rezension: Sieben Jahre, von Peter Stamm (Roman 2009) – 6 Sterne – mit Links & Video

Die Protagonisten führen teils ein sinnenfrohes Leben, aber Peter Stamm schreibt spröde wie ein Buchhalter. Gönnt uns weder markante Dialoge noch vielsagende Details; lieber bringt Stamm sauertöpfisches Amtsdeutsch mit indirekter Rede und Verallgemeinerungen in langen Absätzen, mitunter nur eine Zeilenschaltung pro Druckseite, so wie es sich für neuere auf Deutsch geschriebene Romane gehört. So lässt…

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Kritik Erzählungen: South Sea Tales, von Robert Louis Stevenson – 6 Sterne

Fazit: Stevenson erzählt uneinheitlich, teils mit fantastischen Sagen-Elementen, teils nur mit Hilfe der wissenschaftlichen Anmerkungen zu verstehen. Aber seine Sprache trifft den Charakter der geschilderten Personen markant, und die Südseekulissen werden sehr lebendig. In den zwei deutlich längsten Geschichten spielen Weiße die Hauptrolle, die in der Südsee ihr Glück suchen; beide Geschichten steuern etwas langatmig…

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Rezension: In der Südsee/In the South Seas, von Robert Louis Stevenson

Robert Louis Stevenson (1850 – 1894; Dr. Jekyll and Mr. Hyde; Die Schatzinsel) verbrachte mehrere Jahre in der Südsee und lernte auf ausgedehnten Reisen zahlreiche Inseln kennen. In der Südsee/In the South Seas sammelt seine Reiseberichte aus dieser Region – also nicht die fiktiven Erzählungen, die sich zum Beispiel im Buch South Sea Tales finden….

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Romankritik: Under the Wide and Starry Sky, von Nancy Horan (2014, fikt. Stevenson-Biografie) – 6 Sterne – mit Presse-Link

Nancy Horan fiktionalisiert das gemeinsame, ungewöhnliche Leben des Schriftstellers Robert Louis Stevenson ((1850 – 1894; Dr. Jekyll und Mr. Hyde, Die Schatzinsel) und seiner Frau Fanny von 1875 bis 1894 in Frankreich, Großbritannien, USA und in der Südsee. Horan stützt sich auf zahlreiche Biografien, Originalbriefe und -tagebücher ihrer Protagonisten. Sie schreibt überwiegend aus der Sicht…

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Kritik Biografie: Myself & the Other Fellow. A Life of Robert Louis Stevenson, von Claire Harman (2005) – 7 Sterne – mit Presse-Link

Harman schreibt ein lebendiges, fast schon bezwingendes Englisch, das stets fesselt, ohne  angestrengt unterhalten zu wollen. Sie verwendet jedoch auch mehr mir unbekannte englische Wörter als andere Autoren. Harman scheut weder (als solche deklarierte) Spekulationen noch robuste Urteile. Das gilt nicht nur für literarische Kommentare – einige Stevenson-Bücher nennt sie „perfect duds“ (S. 110) –…

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Rezension: Gefecht in fünf Gängen, von Christina Eichel (Roman 1998) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Fazit: Flott getextet, inhaltlich flach, eine grobe Satire auf Kulturschnöseltum, männliche Paarungs- und weibliche Publikationssehnsüchte. Der Roman schildert das Abendessen von sechs Kulturmenschen in mittleren Jahren – Theaterkritiker, Verleger, Radiofeuilletonisten. Ein Paar, zwei Solo-Männer, zwei Solo-Frauen; später noch zwei jüngere Statisten. Entenbrust an Blattsalaten, Lachs auf Lauchjulienne, Lammrücken und Kartoffelgratin, illustrierte Limettenmousse, Mandelhippen mit Schokoladenfondant:…

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Zee.One HD: Der erste deutsche Bollywood-Sender

Ab 28. Juli 2016 wird Zee.One HD der erste deutsche Bollywood-Sender, u.a. frei empfangbar über Astra-Satellit. Shah Rukh Khan amtiert als Markenbotschafter. Schön: Ausgestrahlt wird in HD. Oder gar Full HD? Weniger schön: Ausgestrahlt wird offenbar synchronisiert statt mit Untertiteln. Naja: Der Markenclaim heißt „I Feel Bolly Good“. Senderseite

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Rezension: Die kurzen und die langen Jahre, von Thommie Bayer (Roman 2014) – 5 Sterne – mit Kritiken

Kein Scherz jetzt: die Hauptfiguren heißen Sylvie Spengler und Simon Stiller  – sie thematisieren diese Namen sogar selbst. Wie oft bei Thommie Bayer steht ein Künstlertyp im Mittelpunkt, diesmal allerdings ein gescheiterter, der als Klavierstimmer, Musikalienhändler und Auftragskomponist endet. Wie in Vier Arten, die Liebe zu vergessen (2012) und in Aprilwetter (2009) himmelt der (Fast-)Musiker…

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Rezension: Vier Arten, die Liebe zu vergessen, von Thommie Bayer (Roman 2012) – 6 Sterne – mit Kritiken & Videos

Thommie Bayer steigt unspektakulär in den Roman ein: Vier Männer mittleren Alters und eine verstorbene Internatslehrerin. Kein Drama weit und breit. Mit seinem üblichen Zeitebene-Zappen beginnt Bayer erst verzögert, dagegen springt hier die Erzählperspektive zwischen den Männern hin und her. Überwiegend steht jedoch einer im Vordergrund, und der Überblick kommt nie abhanden. Dies auch, weil…

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Rezension: Aprilwetter, von Thommie Bayer (Roman 2009) – 7 Sterne – mit Video

In typischer Manier zappt Thommie Bayer mit kurzen, wechselnden Abschnitten zwischen mehreren Zeitebenen, hier mischt er über eine längere Buchstrecke sogar drei Zeitebenen: der erste Aufenthalt in der Kleinstadt, die USA-Phase, die Rückkehr in die Kleinstadt. Nach kurzer Eingewöhnung lassen sich die unterschiedlichen Phasen leicht auseinanderhalten. Nach Thommie-Bayer-Manier gehört auch origineller Sex dazu, hier ein…

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Buchkritik: Singvogel, von Thommie Bayer (Roman 2005) – 6 Sterne

Fazit: Bayers Plotmaschine läuft zu hochtourig, und der Plausibilitäts-Tüff musste beide Augen zudrücken. Ich fand den Roman dabei einigermaßen spannend, das Ende jedoch endgültig überdreht und mit unangenehmem Nachgeschmack (andere Bücher wie Der langsame Tanz sind freilich noch überdrehter). Hier und da schien es seicht, indes vor allem zu Beginn für Bayer-Verhältnisse sehr schwungvoll formuliert,…

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Rezension: Die gefährliche Frau, von Thommie Bayer (Roman 2004) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Hauptfigur und Ich-Erzählerin ist eine Detektivin, die Ehemänner ver- und dann der Untreue überführt – im Auftrag der Ehefrauen, die zum Beispiel eine lukrative Scheidung anstreben. Wie immer zerbricht sich Vielschreiber Thommie Bayer nicht den Kopf über Plausibilität – er steckt einen Plot aus ganz viel Dramatik zusammen, gesteigert durch enthüllende Rückblenden. Ähnlich wie in…

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Rezension: Der langsame Tanz, von Thommie Bayer (Roman 1998) – 5 Sterne

Die Geschichte wirkt hochgradig konstruiert und implausibel: So treibt es Hauptfigur Martin fast grundlos nach Rom – und in wenigen Tagen hat er einer fast Unbekannten sein Auto geliehen, wohnt andererseits im Haus eines fast Unbekannten, leiht einem anderen fast Unbekannten 20.000 Mark (an die Martin sehr überraschend gekommen war) und hat damit bald auch…

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Kritik Frankreich-Bericht: French Spirits (2002), von Jeffrey Greene – 6 Sterne – mit Kritiken

Der US-Literaturprofessor und Dicher Jeffrey Greene und seine US-Partnerin Mary, promovierte Biologin und Laborleiterin beim Pasteur-Institut, kaufen 1992 ein verfallenes Pfarrhaus im burgundischen Kaff Rogny-les-Sept-Écluses, zwei Stunden südlich von Paris. Greene erzählt amüsant vom Renovieren, von seinen Nachbarn und seiner Hochzeit in der neuen Immobilie, die jedoch nur am Wochenende bewohnt wird. Gelehrte Vergleiche und…

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Rezension Arzt-Memoiren USA, Kongo: A Doctor’s Life: Unique Stories, von William T. Close (2001) – 6 Sterne

William T. Close (1924 – 2009) blickt auf ein langes, abenteuerliches Arztleben zurück. Er ist zudem Vater der berühmten US-Schauspielerin Glenn Close, die ihm und seiner Frau ein liebevolles Vorwort geschrieben hat. Auf etwa 48 Seiten beschreibt Close seine dramatischen Arzt-Anfänge in New Yorker Armenvierteln seit den 1950er Jahren. Dann folgen etwa 110 Seiten über…

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Romankritik: Der Sommer der Wildschweine, von Birgit Vanderbeke (2014) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Klar, der neue Vanderbeke, das ahnt man schon: es spielt sicher wieder in Südfrankreich, ist pseudo-naiv erzählt und schnell vorbei. Und so kommt es auch (145 luftig bedruckte Seiten). Witzig und überraschend packt Birgit Vanderbeke diesmal jedoch viele moderne Themen in den Urlaubsbericht einer modernen Familie: Es geht um Modedesign, 3D-Design, Tierschutz à la PETA,…

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Rezension TV-Doku: 50 Jahre Montreux Jazz Festival – 7 Sterne – mit Links

Die Arte-Doku über 50 Jahre Jazzfest in Montreux ist unnötig, aber unvermeidlich hektisch und effektheischend geschnitten. Sie enthält immerhin auch viele sehr lebendige und vergnügliche Konzertausschnitte u.a. mit Marvin Gaye, Nina Simone, Chick Corea und Herbie Hancock sowie Monty Alexander. Das macht weit mehr Spaß als die statischen Jazz-Aufnahmen aus alpha-Jazz oder Jazz oder nie,…

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Kritik Musikdoku: Marley (2012) – 6 Sterne – mit Video & Links

Die Atmosphäre ist so dicht wie der Qualm aus einem fetten Joint, die Information allerdings nicht. Allein Bob Marley (1945 – 1981) und seine Entourage kommen hier zu Wort – vor allem Musiker, Manager und seine vielen Geliebten – aber keine kritischen Beobachter, keine Stimme aus dem Off, nur ein paar knappe Texttafeln. Die englischen…

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TV-Kritik: Biete/Suche (ZDF-Partnersuche-Doku 2015) – 5 Sterne – mit Video

Die Dokumentation aus der Reihe Das kleine Fernsehspiel begleitet vier Menschen bei der Partnersuche per Online-Plattform (u.a. Finya, OkCupid, ElitePartner, Joyclub). Dabei lernen wir auch viele potentielle Partner kennen. In mindestens einem Fall glückt die Suche. Das kleine Fernsehspiel steht oft für hohe Qualität und die Reihe hat weitere Dokus über Partnersuche, etwa Die letzten…

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Kritik: Die letzten Gigolos (Kreuzfahrt-Doku 2014) – 8 Sterne – mit Kritiken & Video

Die Doku aus der Reihe Das kleine Fernsehspiel begleitet zwei soignierte „Gentleman Hosts“ (Gäste-Betreuer) auf dem Kreuzfahrtschiff MS Deutschland (von Regiedebütant Stephan Bergmann, geb. 1980). Wir lernen nicht nur zwei gepflegte, graumelierte Herren mit riesigem Kleiderschrank kennen, sondern blicken auch in die Seelen der älteren alleinstehenden Damen; sie gehören offenbar zur typischen Kreuzfahrtklientel und hadern…

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Filmkritik: Irina Palm (2007, mit Marianne Faithfull) – 6 Sterne – mit Video & Links

Die Geschichte um eine biedere handjobbende Vorstadtwitwe (Marianne Faithfull, beim Dreh etwa 60) ist auffallend schön gefilmt und bis in kleine Nebenrollen hinein exzellent besetzt. Vielleicht wirkt alles schon ein bisschen zu demonstrativ apart –auch das aufdringliche Dunkelrot-Braun-Grading mit gelegentlichen Blau-Intermezzi – exquisite Tristesse. Es störte mich noch mehr als ein paar kleinere Logiklöcher. Schön,…

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Rezension Spielfilm: 3 Zimmer/Küche/Bad (2012) – 8 Sterne – mit Video & Presselinks

Acht jüngere Twens zwischen Pubertät und erwachsen, zwischen Uni, Praktikum und Beruf, zwischen wechselnden Partnern und immer wieder zwischen Wohnungen und Städten – der halbe Film spielt in Umzugswagen und Kleinwagen auf der Autobahn, genau ein Jahr lang, mitunter kommt der Überblick abhanden. Die trockene Komödie besticht: Sie wirkt echt und kaum geschauspielert, das Lebensgefühl…

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Filmkritik: Die letzten Tage in Kenya (1987) – 7 Sterne

Sie geben sich respektabel, gediegen; doch sie feiern derb frivol, einfallsreich und lüstern. Der Film zeigt diese englischen Landherren und -damen in Kenia um 1940 kultiviert sarkastisch, kultiviert schweinigelnd, FSK 16 in der TV-Ausstrahlung. Der deutsche Titel passt ebenso gut wie der englische, White Mischief. Der Film spielt zumeist in Innenräumen, obwohl in Kenia gedreht…

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Filmkritik: Ein Augenblick Liebe (2014, mit Sophie Marceau) – 6 Sterne – mit Video & Links

Sophie Marceau ist moderne alleinziehende Mutter und verliebt sich in einen verheirateten Rechtsanwalt (François Cluzet). Der ist auch sehr angetan, will aber seine Familie eigentlich nicht riskieren. Oder doch? Sie schleichen umeinander herum. Der Film ist voller Klischees und platter Küchenpsychologie (O-Titel Une rencontre). Sophie Marceau als angebliche Erfolgsautorin klaut sich Cluzets Nummer aus dem…

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