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Buchkritik: Begrabt mich aufrecht, von Isabel Fonseca (1995, engl. Bury Me Standing) – 7 Sterne – mit Presse-Links & Video

Fazit: Fonseca liefert spannende, persönliche Reportagen von Sinti- und Roma-Begegnungen in Osteuropa – aufschlussreich, sprachlich hervorragend (ich kenne nur das engl. Original), und mit guten Fotos illustriert. Etwa ein Viertel des Buchs widmet Fonseca Geschichte, Geographie und Verfolgung allgemein, jedoch überwiegend nicht wissenschaftlich systematisch, sondern frei fließend. Lebendig: Überwiegend bringt Fonseca sehr lebendige, aufschlussreiche Reportagen…

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Romankritik: Die Blendung, von Elias Canetti (1935) – 7 Sterne

Schon nach 100 Seiten sind die Eheleute Kien dermaßen verkracht, dass man nicht weiß, wie Canetti das auf den nächsten 400 Seiten noch toppen will: Nicht nur die Hauptfiguren wirken zunehmend besessen und irr, grotesk und absurd, auch die Sprache selbst lappt ins Fiebrige, Bizarre, unterstrichen durch leichte, aber eingängige Fehlbedeutungen wie gleich zweimal hintereinander…

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Rezension: Unser Mann in Havanna, von Graham Greene (Roman 1958) – 8/10

Graham Greene schreibt eine intelligent-alberne Agentenklamotte, die bestens unterhält und die Lachmuskulatur anregt – kein Greenesches „entertainment“ (seine Bezeichnung für weniger ernste Bücher) ist so entertaining wie dieses, nur einige Geschichten in der Sammlung May We Borrow Your Husband tönen ähnlich köstlich-mokant. Hier herrscht eine ganz andere Stimmung als in überaus ernsten Greene-Büchern („novels“) wie…

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Rezension: Ein ausgebrannter Fall, von Graham Greene (Roman 1960, engl. A Burnt-Out Case) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Ein berühmter Architekt verbringt anonym einige Wochen auf einer Lepra-Station in Belgisch-Kongo (später Zaire, heute Demokratische Republik Kongo). Er fühlt sich ausgebrannt und ohne Lebenslust, jenseits von Liebe, Gott und Karriere; aber „ausgebrannt“ hat in der Lepra-Behandlung noch eine andere, interessante Bedeutung. Graham Greene (1904 –1991) schreibt knapp, präzise und sehr stimmungsvoll, unaufdringlich genau, reduziert –…

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Rezension: Leihen Sie uns Ihren Mann, von Graham Greene (Kurzgeschichten 1967, engl. May We Borrow Your Husband?) – 8 Sterne – mit Presse-Links

Graham Greene schreibt nonchalant, exquisit humorvoll mit geistreich-mokanten Dialogen, jederzeit ohne Wort-Bling, kaum einmal unverständlich enigmatisch. Das Gehabe ist englisch steif und passt in 40er-Jahre-Komödien; es erinnert auch an (einen strikt entkrassten) Mr. Bean. Schwule Inneneinrichter, alternde verlassene Damen, einfühlsame Jungehefrauen und lächerliche Pekinesen bevölkern die Kurzgeschichten, die zum Teil in Antibes und Nizza an…

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Rezension: Die Stunde der Komödianten, von Graham Greene (Roman 1966, engl. The Comedians) – 8 Sterne – mit Hintergründen & Video

  Graham Greene macht vieles richtig in diesem Roman. Er führt eine übersichtliche Zahl von sehr unterschiedlichen, teils zwiespältigen Hauptfiguren ein; das Ambiente lässt sich schön imaginieren (Haiti, aber auch Monaco und Paris); es gibt smarte, lakonische, zynische, ambivalente Dialoge mit einem sehr unaufgeregten Ich-Erzähler; es gibt Liebe, Politik und nur wenig Gewalt; zeitweise knistert…

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Rezension Wanderkarten Cabo Verde aus dem AB-Kartenverlag – 8 Sterne

Die Cabo Verde-Wanderkarten enthalten eine fantastische Menge an Informationen, u.a. viel mehr Ortsnamen als Google Maps oder Open Street Maps – sehr nützlich bei Fragen an Einheimische. Die vielen eingezeichneten Wanderwege lassen sich jedoch keinesfalls immer leicht finden – vor allem die mit *dünnen* roten Linien gezeichneten –,  auch nicht mit den gelegentlichen auf die…

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Rezension: Gebrauchsanweisung für Istanbul, von Kai Strittmatter (2014) – 7 Sterne

Kai Strittmatter findet Istanbul und die Türkei total toll, und das erklärt er hier aufdringlich enthusiastisch. Aber auch sehr informativ und leicht lesbar: Bei aller Humoristik („Mehr noch als mit dem Krummsäbel ist der Türke nämlich mit dem Siruplöffel in der Hand geboren“, S. 67) produziert Strittmatter keine heiße Luft, sondern Fakten, Fakten, Fakten und…

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Filmkritik: Der Vorleser (2008, mit Kate Winslet) – 7 Sterne – mit Video

Was für eine Story: Zeitgeschichte, Drama, Moral, ein Gerichtsfall, mehrere Jahrzehnte, unterschiedliche Gesellschaftsschichten, Liebe, Sex und Weltliteratur als Teil der Handlung. Großes Kino. Aber dann: Aufdringlich herb-schöne Menschen in aufdringlich historisch schöner Kulisse aufdringlich apart-schön eingekleidet; aufdringlich schön gefilmt und farblich nachbearbeitet; in melo-schöner Streichertunke ertränkt, die unschön aufdringlich nie verstummt (mit Kate Winslet, Ralph…

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Romankritik: Ullsteinroman, von Sten Nadolny (2003) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Ein enormes Material muss Nadolny bewältigen. Besonders lange konzentriert er sich auf Verlagsgründer Leopold Ullstein (1826 – 1899), der sich vom Fürther Papierhändlersohn zum Berliner Großverleger hocharbeitete – und mit zwei Frauen hatte Ullstein neun Kinder, überwiegend Söhne, die dann auch meist in der Firma arbeiteten, mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten und Talenten. Leopold Ullstein dominiert…

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Romankritik: Ein Baum wächst übers Dach, von Isabella Nadolny (1959) – 7 Sterne

Isabella Nadolny schreibt mit milder Ironie und leicht impressionistisch: Die Jahre (etwa 1930 bis 1950) huschen so dahin, nie geht es richtig in die Tiefe, es gibt kaum Dialoge, nur Bonmots des stets gutgelaunten Bruders Leo. Auch keine tiefergehenden Portraits außerhalb ihrer Familie. Nadolny und ihre Familie leben schon lange in Deutschland; sie haben jedoch…

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Filmkritik: Wellness für Paare (2016) – 7 Sterne – mit Trailer & Presse-Links

Der Ton dieser improvisierten Paargespräche klingt sehr natürlich, wie im echten Leben. Inhaltlich gilt das nicht ganz: Nach kurzem Geplänkel purzeln die Lebenslügen nur so heraus, im forcierten Tempo, allerseits: Verschwiegene Affäre, verschwiegene Pleite, verschwiegene Ängste, verschwiegener Ärger, drängender Kinderwunsch; diese reality ist äußerst scripted. Einige Figuren spielen auch zu kabarettistisch, andere scheinen momentweise über…

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Rezension Kurzgeschichten: Danke, dass ich kommen durfte, von Lorrie Moore (2014, engl. Bark) – 7 Sterne – mit Presse-Links & Video

Moore schreibt über mittelalte Geschiedene, Krebskranke, liebeshungrige kranke Witwer, mehrfach über alleinerziehende Mütter von Teenie-Problemkindern mit Problempartnern, einmal sogar über eine sprechende Tote. Das Drama ist nicht so extrem wie in einigen Geschichten von Moores Sammlung Was man von einigen Leuten nicht behaupten kann (1998, engl. Birds of America), aber hier vielleicht gleichmäßiger verteilt. Einige…

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Rezension Kurzgeschichten: Pepsi-Hotel, von Lorrie Moore (1992, engl. Like Life) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Moore schreibt intelligent witzig, originell beiläufig, manchmal dachte ich an frühe Woody-Allen-Filme. Es gibt Autoren in New York, Autoren in der Provinz und Dozenten in der Provinz, hier schreibt Moore sicher aus eigenem Erleben. Sie behandelt dabei wohlgemerkt nicht Künstlerprobleme wie Schreibblockade o.ä., sondern es geht meist um Beziehungen. Lorrie Moore (*1957) säuselt elegant ätherisch,…

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Rezension: Das blaue Zimmer, von Georges Simenon (Roman 1964) – 8 Sterne – mit Video

George Simenon beschreibt das Leben in der französischen Provinz wie immer sehr plastisch und mit vielen markanten Details. Der verheiratete Landmaschinenhändler Toni Falcone kurvt über die Dörfer und betreut Bauern. Regelmäßig trifft er sich im Hotel seines Bruders mit einer ebenfalls verheirateten Geliebten; die möchte unbedingt ganz zu Falcone wechseln – doch dem stehen beide…

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Rezension: Die Marie vom Hafen, von Georges Simenon (1938) – 8 Sterne – mit Medien-Links

Simenon schildert die Atmosphäre in dem französischen Fischerort knapp, aber eindrucksvoll – die einlaufenden Boote, die Drehbrücke, die wartenden Frauen, Regen und Nebel. George Simenon (1903 – 1989) schrieb den Roman offenbar am Schauplatz der Handlung. Wie immer präsentiert er interessante Details, viele knappe Dialogzeilen, und er erzählt diesen Nicht-Maigret ohne Mord strikt chronologisch (O-Titel…

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Rezension: Der Mann mit dem kleinen Hund, von Georges Simenon (1964) – 7 Sterne

Der Ich-Erzähler ist ein betont dröger, alleinstehender Endvierziger in Paris. Er arbeitet in einem kleinen Antiquariat und redet praktisch nur mit seiner Chefin und seinem Pudel. Dieser Félix Allard schreibt sein wechselhaftes, aber langweiliges Leben in schlingernden Rückblenden auf. Erst ganz allmählich wird klar, dass die Hauptfigur vier Jahre im Gefängnis saß (O-Titel L’Homme au…

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Rezension: Der große Bob, von Georges Simenon (1954) – 8 Sterne – mit Medien-Links

Der große Bob liegt tot auf dem Grund der Seine. Es sieht nach Selbstmord aus. Dabei war Bob doch glücklich verheiratet und immer gesellig gewesen. Ein Freund Bobs, ein Arzt, befragt Bobs Umfeld auf der Suche nach Gründen für den Freitod. So erfahren wir in vielen kleinen Rückblenden mehr über Bob. Gewaltige Spannung erzeugt Georges…

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Rezension: Der Mörder, von Georges Simenon (1937) – 7 Sterne

Ein dröger Kleinstadtarzt knallt seine Frau und ihren reichen, eleganten Liebhaber ab, dann holt er sich das Hausmädchen ins Bett. Der Roman dreht sich jetzt darum, ob die Tat auffliegt, wer dem Arzt einst die Untreue seiner Frau kolportierte und wie er mit einem überraschenden Hausgast umgeht (O-Titel L’assassin, verfilmt 1979). Georges Simenon (1903 –…

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Romankritik: Wie Barney es sieht, von Mordecai Richler (1997, engl. Barney’s Version) – 8 Sterne – mit Presse-Links

Ich-Erzähler Barney Panofsky ist TV-Filmproduzent Mitte 60 und erzählt vom Schreiben seiner Autobiografie. Er wuchs in Montreal auf, verbrachte Jungkünstler-Jahre in Paris, heiratete dreimal, saß wegen eines letztlich nicht gerichtsfest beweisbaren Mordverdachts vorübergehend ein, aber etwas blieb ja doch hängen. Der umtriebige Ich-Erzähler springt hin und her, kommt auf einzelne Episoden und Figuren immer wieder…

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Romankritik: Ein abgetrennter Kopf bzw. Maskenspiel, von Iris Murdoch (1961, engl. A Severed Head) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Ein distinguierter, reicher Londoner Weinhändler lebt kinderlos glücklich mit Frau und heimlicher Liebhaberin. Die Frau verlässt ihn für ihren Psychologen, mit dem auch der Weinhändler befreundet ist. Dies stürzt den Mann in eine Krise, aber alle Beteiligten wollen die Situation betont vernünftig, sogar freundschaftlich bewältigen. Amüsant, wie die großbürgerlichen, aber auch etwas steifen Figuren nonchalant…

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Romankritik: Drei Männer in einem Boot, von Jerome K. Jerome (1889, engl. Three Men in a Boat) – 7 Sterne – mit Videos

Von einer Themse-Bootsfahrt mit vielen kleinen Pannen erzählt Jerome K. Jerome (1859 – 1927) slapstick-artig, gleichwohl englisch nobel und selbstironisch ohne zu dick aufzutragen. Ich habe mehrfach laut gelacht (ich kenne nur das englische Originalbuch). Allerdings nimmt die Bootsfahrt nur den kleineren Teil des eher kurzen Romans ein. Der Autor berichtet immer wieder völlig andere…

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Kritik TV-Spielfilm: Zur Hölle mit den anderen (Deutschland 2018) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Zwei junge Paare treffen sich zum gemütlichen Sonntagnachmittag und beginnen schon bald mit verletzenden Bemerkungen. Dabei werden auch die eigenen Ehepartner nicht verschont. Die ARD-Produktion bleibt ernst und verzerrt nicht ins grell Komödiantische, Groteske. Die Auseinandersetzungen und Aussprüche tun richtig weh. Allerdings wirkt nicht alles ganz realistisch: Eine Frau stillt ihren Vierjährigen öffentlich und läuft…

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Rezension Musik-Doku: Sing It Loud – Luthers Erben in Tansania (2017) – 7 Sterne – mit Video & Presse-Links

Die fast 90minütige Doku über tansanische Laien-Kirchenchöre hat lange, ruhige Einstellungen. Immer wieder hört man minutenlang nur den Gesang bei fast unbewegter Kamera – und sieht dazu die Chöre nicht nur in Kirchen und Sälen; sie singen auch auf dem Feld und in semiprofessionell selbstgedrehten Musikvideos. Schön: Über den Stimmen der Interviewpartner liegt keine deutsche…

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Rezension Biografie: The Other Barack – Obama’s Father, von Sally H. Jacobs (2011) – 7 Sterne – mit Presse-Links & Video

Ex-US-Präsident Barack Obama sah seinen Vater gleichen Namens nur insgesamt einen Monat lang. Barack Obama d.Ä. war als Elite-Student in die USA gekommen und heiratete die Mutter des US-Präsidenten, um sie bald nach der Geburt des zukünftigen Präsidenten zu verlassen. Obamas Vater studierte dann in Harvard und ging später nach Kenia zurück – mit einer…

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Rezension: A Singular Woman, Barack Obama’s Mother, von Janny Scott (2011) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Stanley Ann Dunham, Barack Obamas Mutter, war eine hochinteressante, weltoffene Intellektuelle, die in Hawaii erst einen Kenianer (Obamas Vater) und dann einen Indonesier heiratete und zeitweise mit Sohn in Indonesien lebte. Sie verbrachte insgesamt die Hälfte ihres erwachsenen Lebens in Indonesien, forschte und promovierte dort über Dorfwirtschaft, leitete Hilfsorganisationen und beriet Regierungen und Banken in…

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Rezension Memoiren: Ein amerikanischer Traum, von Barack Obama (1995, engl. Dreams from My Father) – 8 Sterne

Hawaii, Indonesien, Los Angeles und New York sind einige der Stationen dieser leicht fiktionionalisierten Jugend-Autobiografie, sie reicht von den Großeltern bis zu Obamas Studienbeginn nach ersten Arbeitsjahren. Besonders detailliert gerieten die Abschnitte über Obamas Sozialarbeit in Schwarzenvierteln von Chicago und über den Besuch bei der kenianischen Familie seines Vaters. Der Ex-US-President (*1961, im Amt Jan….

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Rezension Biografie: Barack Obama, The Story, von David Maraniss, (2012) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Das Buch reicht von Obamas Urgroßeltern in Kansas und Kenia bis zu Obamas Jurastudiumbeginn 1988 in Harvard. Es endet also deutlich vor Beginn der politischen Laufbahn. Washington-Post-Journalist Maraniss erzählt ausführlich aus dem Kansas der 1920er Jahre, in Kenia geht er kurz zurück bis auf 1820. Fast stolz erwähnt Maraniss im Vorwort, dass der spätere US-Präsident…

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Rezension (Kurz-)Geschichten: Die Ballade from traurigen Café, von Carson McCullers (1951, engl. The Ballad of the Sad Café) – 7 Sterne – mit Video & Kritiken

Fazit: Hauptattraktion ist McCullers‘ punktgenauer, trockener Erzählton. Ihre Figuren in der Geschichtensammlung The Ballad of the Sad Café sind melancholisch und einsam, einige wirken auch bizarr bis rätselhaft. Die nicht verbundenen Kurzgeschichten liefern eher Stimmung als Handlung – das aber exzellent. Zwei Geschichten sind schlicht zu merkwürdig und lassen den Leser kalt. Das Büchlein ist…

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Rezension: Tropenkoller, von Georges Simenon (1933, auch Tropenfieber) – 7 Sterne – mit Video

Der junge Joseph Timar kommt in einem afrikanischen schwülheißen Kaff mit der ebensolchen französischen Wirtin Adèle zusammen, die schon mehrere Liebhaber vor ihm hatte. Adèle könnte für einen Mord verantwortlich sein. Flussaufwärts starten sie ein Holzunternehmen in der Wildnis (frz. Buchtitel Le Coup de lune, frei verfilmt 1982 als Équateur von Serge Gainsbourg u.a. mit…

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Thailand

Rezension: Mai Pen Rai Means Never Mind, von Carol Hollinger (Thailand-Bericht 1965) – 7 Sterne

Carol Hollinger bewohnt Ende der 1950er Jahre mit Mann und Tochter ein Haus in Bangkok. Ich habe selten so gelacht wie in den ersten Kapiteln dieses Buchs. Laut Werbung ist es „an American housewife’s honest love affair with the irrepressable people of Thailand“ – aber das klingt irreführend: Hollinger werden die Damenkränzchen der Ausländerinnen schnell…

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