Belletristik

Buchkritik: Arztroman, von Kristof Magnusson (2014) – 7 Sterne – mit Video

Auweia, vorher nicht gewusst: Der Roman stammt von einem Leipzigabsolventen, er zeigt also volle Leipzigsymptomatik: Schauplatz Berlin; hippes oder semihippes Berlinpersonal; wenig oder blasse Dialoge funkenfrei; blasses Personal und blasses Deutsch, in dem die Erzählstimme Sprödheiten sekretiert wie „Einrichtungsgegenstände“, „Kaffeevollautomat“, „nicht unnormale“, „High-End-Nippes“, „geradezu durchgeknallt beliebt“ oder „die ins Umland fahrenden Regionalexpresse“; unschöne Hilfsverb-Cluster (allein…

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Thailand

Romankritik: Infanta, von Bodo Kirchhoff (1990) – 7 Sterne

Fazit: Bodo Kirchhoffs mehrfach übersetzter Erfolgsroman hat einige Vorzüge und ein paar Schwächen: Starke Atmosphäre im philippinischen Tropenstadl, reizvolle Dialoge, gut gewebte Handlung, interessante Nebendarsteller, angenehme Sprache. Dazu kommen unrealistische oder undefinierte Hauptfiguren, zu viel angeberische Gewalt sowie Melodrama und Längen in der zweiten Hälfte. Bodo Kirchhoff bei Amazon Moribunde Kröteriche: Die Runde der morbiden,…

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Thailand

Kritik Drehbuch: Manila, von Bodo Kirchhoff und Romuald Karmakar (1998) – 7 Sterne – mit Video

Hin im Bumsbomber, zurück im Tripper-Clipper: In diesem Drehbuch warten ein paar Deutsche am Flughafen Manila auf ihre Maschine nach Frankfurt. Sie reden zynisch vulgär über Sexkauf auf den Philippinen und Live-Enthauptung in Saudi-Arabien. Die Dialoge haben was, wenn man sich für Asien-affine Bumsprolls interessiert, Ballermann verschärft. Kurzweilig auch die vielen Schwenks zwischen den Unterschauplätzen…

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Thailand

Romankritik: Letters from Thailand, von Botan (1969) – 7 Sterne

Fazit: Auf etwa drei Buchfünfteln erzählt Botan eine spannende Geschichte: Ein chinesischer Habenichts baut sich ab 1945 ein Leben in Bangkok auf, gründet Geschäft und Familie. Botan liefert tiefe Einblicke, pfiffige Dialoge und verblüffende Wendungen. Sie schafft Charaktere aus Fleisch und Blut, die sich eigenwillig entwickeln, der Leser wird zum Familienmitglied – nicht immer die…

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Romankritik: Rumplhanni, von Lena Christ (1916) – 8 Sterne – mit Video

Fazit: Die ersten drei Viertel spielen auf dem Dorf und bereiten Freude: Deftiges Bairisch, scharfzüngige Dialoge und schöne Beobachtungen, wenn „die Bauern ((…)), die Jungen und die Dienstigen“ interagieren, ganz zu schweigen von den Männern und den Frauen. Ich habe oft laut gelacht, wann gibt’s das schon. Das München-Viertel am Ende klingt ganz anders: Die…

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Buchkritik: Erinnerungen einer Überflüssigen, von Lena Christ (1912) – 7 Sterne

Dieses Buch bietet genug Anlässe, es aus dem Fenster zu werfen: eine kitschig-idyllische oberbayerische Kindheit mit Karikaturdörflern; das Personal ein krasses Schwarzweiß aus bösartigen Monstern (u.a. die Mutter der Ich-Erzählerin) und Herzensguten (viele Fremde, aber zufällig auch die Ich-Erzählerin und ihr Opa); viele Seiten in einem absurd bigotten Kloster. Doch die Memoiren bezaubern mit liebreizendem…

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Buchkritik: Madam Bäuerin, von Lena Christ (1919) – 7 Sterne – mit Video

Fazit: Jungbauer Franz und „Stadtmamsell“ Rosalie wollen heiraten. Doch beide Mütter protestieren gegen eine Stadt-Land-Ehe; zudem ist Rosalie einem spröden Assessor versprochen. Aus diesem schlichten Konflikt zimmert Lena Christ (1881 – 1920) eine alpenländische Romkom, einen heiteren Intrigantenstadl mit vielen vergnüglichen Sprüchen in derbem Bairisch. Die Autorin trägt den Humor etwas breit und schenkelklopfend auf…

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Buchkritik: Mathias Bichler, von Lena Christ (1914) – 5 Sterne

Zwar ist man hier in vertrautem Lena-Christ-Land: auf dem oberbayerischen Dorf, mit all seinen Käuzen; und – bei Lena Christ – natürlich mit unehelichen und Pflegekindern. Doch die Geschichte spielt großteils schon um 1800, rund 100 Jahre früher als andere Christ-Bücher. Amazon-Werbelinks: Bayern-Bücher | Gerhard Polt | Oskar Maria Graf | Ludwig Thoma | Lena…

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Buchkritik: Bauern: Bayerische Geschichten, von Lena Christ (1919) – 7 Sterne

Lena Christ erzählt viele kurze, unverbundenene, humoristische Anekdoten vom Dorf um 1918. Sie schwafelt nicht lang rum, sondern schreibt zackig knapp über ihre typischen Themen vom Bauernstand: Pokern und Schachern um die geldigste Hochzeiterin; Kälber, Ferkel, Hunde und Gockel; Streit mit dem Gespons, dem Nachbarn, der anderen Generation; uneheliche Kinder; Missachtung und Ausbeutung der Alten;…

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Buchkritik: Altaich, von Ludwig Thoma (1918) – 7 Sterne

Die Geschichte kommt langsam in Fahrt, die Dörfler unter sich praktizieren zu viel (so Thoma) „ländliche Wohlhäbigkeit“. Doch sobald die ersten auswärtigen Sommerfrischler im hinterwäldlerischen Altaich aufschlagen, beginnt der interkulturelle Spaß. Da treffen großspurige Kleinbürger und ölige Galane auf verschnarchte Postwirte und gschaftlhuberige Dorfkrämer. Boy meets girl. Die Bayern werden wegen ihres Akzents nicht verstanden,…

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David Nicholls

Buchkritik: Sweet Sorrow – Weil die erste Liebe unvergesslich ist, von David Nicholls (2019) – 7 Sterne

Fazit: David Nicholls schreibt vergnügliche, exzellente Dialoge – vielleicht etwas zu unrealistisch geschriftstellert, wie in einer cleveren britischen Komödie, aber allemal charmant witzig und teils psychologisch feinsinnig. Dazwischen produziert Nicholls jedoch zähe allgemeine Seiten und Beschreibungen – kein konkreter Vorgang, kein Dialog, sondern ein blutarm schweifender Rückblick nach 20 Jahren, in immer neuen Rückblenden. Allgemeines…

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Romankritik: Maigret und der Verrückte von Bergerac, von Georges Simenon (1932) – 7 Sterne

Warum können Deutsche nicht so schreiben? Bei Georges Simenon (1903 – 1989) ist man sofort mitten im Geschehen, wir treffen Durchschnittstypen in der Provinz, es gibt Handlung, Dialog und lebensnahen Alltag. Nach ein paar Seiten stehen wir vor verblüffenden Rätseln, mögen das Buch nicht mehr weglegen, und ist es ja auch dünn. Zudem entwirft Simenon…

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Romankritik: Ein Sommer, von Vincent Almendros (2015) – 7 Sterne

Im Sommer: Zwei jüngere Paare auf einem Segelboot zwischen Napoli und Capri, alte Beziehungen flackern neu auf, es wird drückend und angespannt. Vincent Almendros (*1978) schildert Klima und Gerüche fast zu aufdringlich: Mir war heiß, die Luft war schwül. Diese sieben Wörter schwängern bedeutungsvoll einen kompletten Absatz auf Seite 79 der rotgekleideten Wagenbach-Ausgabe. Auch eine…

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Buchkritik: Ins Schwarze, von Vincent Almendros (2018) – 7 Sterne

Meisterlich, doch zu aufdringlich beschwört Vincent Almendros Vernachlässigung und Verfall: Der heruntergekommene, fast verlassene Weiler; das muffige alte Haus; der Unrat; der feuchte Waldboden; die toten Tiere und die todgeweihten Menschen. Dazu kommen kurze, spannungsgeladene Dialoge. All dies übertreibt Almendros, nicht zuletzt das Zerlegen eines Kaninchens durch eine eiskalte mordverdächtige Person. Vor allem aber erzeugt…

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Romankritik: Emil und die drei Zwillinge, von Erich Kästner (1935) – 5 Sterne

Friede, Freude & auch Eierkuchen herrschen in Neustadt, Berlin & auch in Korlsbüttel: Penetrant harmonisch geht’s zu zwischen Jung und Alt, zwischen Arm und Reich in diesem Sequel zu „Emil und die Detektive“. Zwei Jahre danach: Die Geschichte spielt zwei Jahre nach „Emil und die Detektive“, versammelt alle Hauptakteure dieses Romans, zeigt aber eine neue…

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Romankritik: Emil und die Detektive, von Erich Kästner (1929) – 7 Sterne – mit Video

Erich Kästner (1899 – 1974) zeigt den betont gutherzigen – heute sagt man: achtsamen –, aber auch pfiffig-ironischen Emil Tischbein und seine betont gutherzige, aber auch pfiffig-ironische Mutter. Immer wieder baut Kästner kleine, fast unauffällige Witze ein wie Die Mutter pfiff sich eins, vermutlich um ihre Sorgen zu ärgern… Die kleinen Cleverle-Einsprengsel unterhalten, kommen aber…

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Romankritik: Junger Mann, von Wolf Haas (2018) – 8 Sterne

Wird das fette Riesenbaby, 13 J., 93 – 78 kg, von der obwohl verheirateten sehr schönen Elsa entjungfert? Wer den Klappentext liest, muss das erwarten, und stürzt sich lüstern in den Roman von Wolf Haas. Und Elsa ist ja auch zu oft allein und nicht gerade un-proaktiv in Richtung Riesenbaby. Das seinerseits liegt der Elsa…

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Romankritik: Das Wetter vor 15 Jahren, von Wolf Haas (2006) – 8 Sterne

Zwei Kulturmenschen, der österreichische Romanautor „Wolf Haas“ und die deutsche Kritikerin „Literaturbeilage“, unterhalten sich in diesem Dialogroman gewitzt, aber realistisch umgangssprachlich über den Roman des Autors. Sie diskutieren den Romaninhalt, platzieren zwischendurch aber auch ein paar Seitenhiebe auf Christoph Ransmayr, den Zauberberg oder dies: Der Teufel der Plötzlichkeit. Das klingt wie ein Titel von Peter…

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Romankritik: Altes Land, von Dörte Hansen (2015) – 7 Sterne

Fazit: Der leicht lesbare Roman schnurrt zunächst gut dahin, bringt eigenwillige, aber nicht zu unrealistische Figuren, interessante Einblicke aus vielen Jahrzehnten sowie unterhaltsame Dialoge oder Einzeiler auf Plattdeutsch. Dörte Hansen wechselt jedoch regelmäßig zwischen zwei und mehr Zeitebenen, vor allem in den ersten zwei Buchfünfteln, so dass mir die Übersicht abhanden kam. Dörte Hansens Spott…

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Kritik Kurzgeschichten: Heiraten (Ehegeschichten), von August Strindberg (1884, 1886) – 7 Sterne

August Strindberg (1849 – 1912) schreibt schnarrig unwirsch sarkastisch über Ehe-Alltag. Der beginnt oft mit blumigen Illusionen und enttäuscht schon bald bitter. Entscheidungen und Wendungen bahnt Strindberg nicht einfühlsam an; er verkündet sie nassforsch im Kasernenton: „Es setzte eine heftige Reaktion ein“, so beginnt etwa der Umschwung in der Geschichte Zweikampf. Öfter wollen Gockelmänner mit…

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Romankritik: Heile Welt, von Walter Kempowski (1998) – 7 Sterne

Walter Kempowski (1929 – 2007) liefert reizvolle, detailreiche Einblicke ins norddeutsche Dorfleben Anfang der 1960er Jahre – teils autobiografisch (auch wenn auf der Impressumseite „Alles frei erfunden!“ steht). Die Hauptfigur trifft als Junglehrer ein und lernt alle Bauern, ihre Beziehungen und Tics kennen, natürlich auch Bürgermeister, Krämer, Pfarrer und viele Kollegen und Oberlehrer. Schatten der…

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Romankritik: Uns geht’s ja noch gold, von Walter Kempowski (1972) – 7 Sterne

Walter Kempowski (1929 – 2007) erzählt tagebuchartig von seiner Zeit als Jugendlicher ab Kriegsende 1945 in Rostock. Die Russen übernehmen die Stadt, Kempowski bekommt einen Job bei der Verwaltung, plündert und wird geplündert, muss sich mit russischen und US-Besatzern arrangieren, auf dem Schwarzmarkt jonglieren, übersteht eiskalte Winter ohne Heiz- oder Beißmaterial. Er haust mit Mutter…

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Romankritik: Tadellöser & Wolff, von Walter Kempowski (1971) – 8 Sterne – mit Video

Walter Kempowski schreibt ein sehr sinnliches, eigenwilliges und altmodisches Deutsch, das jedoch stets kraftvoll und in der direkten Rede teils verspielt und/oder falsch tönt: „Entpörend… konfortabel… Immerhinque… vom Stamme Nimm… allerhandlei… Verstahne vous?… zu und zu schön“ Manche Sprüche erklingen wieder und wieder, wie altvertraute Möbelstücke. All die sprachliche Finesse bringt meine btb-Ausgabe 3. Auflage…

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Romankritik: Katz und Maus, von Günter Grass (1961) – 7/10

Günter Grass schreibt teils enorm lange, unübersichtliche Sätze. Auf die Hauptfigur Mahlke bezieht er sich mal in der dritten, mal in der zweiten Person. Gelegentlich fand ich die Grammatik anfechtbar, auch einzelne Textstellen (so grübelt der Ich-Erzähler, ob Mahlke in der Oster- oder Westerzeile wohnte, doch der Ich-Erzähler wohnte selbst in der Westerzeile, besuchte das…

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Romankritik: Tiefe Wasser, von Patricia Highsmith (1957, engl. Deep Water) – 9 Sterne – mit 2 Videos

Highsmith macht alles richtig: Die Sprache ist jederzeit uneitel im Dienst der Geschichte. Sie verzichtet auf Dramatisierung, düstere Andeutung, Zeitsprünge, schreibt strikt chronologisch und ohne bizarre Zufälle. Sie erzählt bruchlos aus Perspektive der Hauptfigur. Das Ende bleibt fast bis zur letzten Seite völlig offen. Im Zentrum steht ein scheinbar freundlicher, aber innerlich zynischer Familienvater. Er…

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Romankritik: Von der Schönheit, von Zadie Smith (2005, engl. On Beauty) – 7 Sterne

Zadie Smith schreibt witzige, intelligente Dialoge, und sie spießt Uni-Politik und die Tics der US-Uni-Koryphäen boshaft auf. Gewiss erkannten sich einige Wissenschaftler in diesem Roman erzürnt wieder. Zu den Highlights zählen auch ein paar erstaunliche Sexszenen. Doch die Dialoge und Szenen laufen teils zu lang, und sie konzentrieren sich ermüdend auf die immer gleichen Themen:…

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Kritik: Die Dame mit dem Hündchen, Erzählungen 1897 – 1903, von Anton Čechov – 7 Sterne

In diesem vierten und letzten Band seiner gesammelten Erzählungen schreibt Anton Tschechow (Anton Čechov, 1860 – 1904) kenntnisreich und einfühlsam über das Leben geschundener Bauern und Tagelöhner – mit Intrigen und Gaunereien wollen sie das Überleben sichern. Nicht besser sind aber auch die Krämer, die Beamten und die Fabrikanten. Positiv ist wenig. Tier- und Pflanzenwelt,…

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Romankritik: Szenen einer Ehe, von Ingmar Bergmann (1973) – 7 Sterne – mit Video

Der Dialogroman gibt intime Einblicke in das seelische Geflecht einer bürgerlich-liberalen Ehe, man fühlt sich wie ein Lauscher hinter der Wand. Verhalten sich die Figuren realistisch oder eher so, wie es ein mondäner Theaterregisseur lässig imaginiert? Auch wenn manche Plotwendungen und Formulierungen sehr verwundern, liest sich das Buch flüssig, und es passt gut zur Verfilmung….

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Kritik Kurzgeschichten: Collected Short Stories, von Richard Yates – 8 Sterne

Richard Yates schreibt lakonisch über kleine Leute in und um New York, mit hochrealistischen Dialogen – ohne Effekt, aber als ob er es genau so selbst vernommen hätte. Oft geht es um Unangenehmes – Hintergedanken, Sorgen. Männer blähen sich auf und sind schnell gekränkt. Öfter laufen sie krank im Schlafanzug herum, da wirken sie noch…

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Kritik Kurzgeschichten: Eine letzte Liebschaft, von Richard Yates – 7 Sterne

Dieser Band enthält Yates-Stories, die in den USA nie oder zumindest nicht zwischen Buchdeckeln erschienen, die jetzt aber auch auf Englisch in Yates‘ Collected Stories herauskamen. Offenbar basieren die meisten Geschichten auf Yates‘ eigenem Leben: biografische Skizzen zum Autor lesen sich wie die Zusammenfassung einer Yatesschen Kurzgeschichte, und die Themen kehren auch in Yates‘ Romanen…

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Kritik Kurzgeschichten: Verliebte Lügner, von Richard Yates (1982, engl. Liars in Love) – 7 Sterne

Diese Kurzgeschichtensammlung gibt es auch auf Englisch als Teil der Collected Short Stories von Richard Yates. Weitere deutsche Kurzgeschichten – mit etwas anderem Charakter – stehen in den Bänden Elf Arten der Einsamkeit und Eine letzte Liebschaft. Häufig geht es um Geschiedene, um deren Kinder, um ambitionierte Künstler in demütigenden Kommerzjobs, meist in und um…

Kritik Kurzgeschichten: Verliebte Lügner, von Richard Yates (1982, engl. Liars in Love) – 7 Sterne Weiterlesen »

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