USA

Rezension: Alle sagen: I Love You (Musical von Woody Allen, 1996) – 7 Sterne – mit Video & Presse-Links

Die meisten Hauptfiguren sind angeblich linksliberal, doch sie leben begütert in einer plüschigen, hochkonservativ ausgestatteten New Yorker Welt, in der man partout nur helle, gedeckte Farben sieht. Die Szenen in Paris und Venedig wirken wie touristische Kulissen (Buch, Regie, Darsteller Woody Allen, weitere Darsteller Julia Roberts, Goldie Hawn, Drew Barrymore, Natalie Portman, Edward Norton, Tim…

Rezension: Alle sagen: I Love You (Musical von Woody Allen, 1996) – 7 Sterne – mit Video & Presse-Links Weiterlesen »

Filmkritik: Der Callgirl-Club (1986, mit Faye Dunaway) – 3 Sterne – mit Video

Hochgradig klischiertes, verlogenes und über-ausstaffiertes Schmachtstück über Edel-Callgirls und ihre Ringleaderin (die immerhin beeindruckende Faye Dunaway ist die Beverly Hills Madam, so der englische Titel des US-TV-Spielfilms). Die Chefin und ihre Mitarbeiterinnen bekommen allesamt plötzlich Gefühle und teils Kinder. Stretchlimousinen, Privatflugzeuge und rollige Senatoren. Nicht eine Sekunde wirkt realistisch, allerdings kann ich es nicht aus…

Filmkritik: Der Callgirl-Club (1986, mit Faye Dunaway) – 3 Sterne – mit Video Weiterlesen »

Rezension: The Golden Gate, von Vikram Seth (Versroman 1986) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Vikram Seth erzählt den Versroman in 590 Strophen à 14 Zeilen nach dem strengen Onegin-Schema (Wikipedia; eine versgetreue englische Onegin-Übersetzung inspirierte Seth auch zu The Golden Gate). Seth reimt phantasievoll, unbekümmert und manchmal gegen gängige Ausspracheregeln – so etwa „love“ oder „above“ auf „move“, „blood“ auf „food“ oder „Keynes“ auf „brains“. Einige Reime funktionieren nur…

Rezension: The Golden Gate, von Vikram Seth (Versroman 1986) – 6 Sterne – mit Presse-Links Weiterlesen »

Filmkritik: The Aviator (Hughes Biopic 2004 mit DiCaprio, Blanchett, R Scorsese) – 7 Sterne – mit Links & Video

Das Leben des exzentrischen Flugunternehmers und Filmproduzenten Howard Hughes (gespielt von Leonardo DiCaprio); eine seiner Frauen ist Oscar-Gewinnerin Katharine Hepburn, hinreißend gespielt von Cate Blanchett, die dafür ebenfalls einen Oscar erhielt (weitere Oscars gab es für Kamera, Schnitt, Ausstattung und Kostüme, dazu Nominierungen u.a. für besten Film, besten männlichen Hauptdarsteller, beste Regie (Martin Scorsese) und…

Filmkritik: The Aviator (Hughes Biopic 2004 mit DiCaprio, Blanchett, R Scorsese) – 7 Sterne – mit Links & Video Weiterlesen »

Filmkritiken zu: Hanna Arendt (2012, R von Trotta, D Sukowa) – 7 Sterne

Spiegel: … eine atemberaubende Barbara Sukowa… „Hannah Arendt“ ist auch ein sehr schöner Film über das Verfertigen der Gedanken beim Rauchen geworden. Die Denkerin auf dem Diwan ausgestreckt zu sehen, wie sie Rauchwolken produziert, ist nicht nur ein visueller, sondern auch ein intellektueller Genuss… Axel Milberg agiert sehr sympathisch als der offenbar sehr sympathische Ehemann…

Filmkritiken zu: Hanna Arendt (2012, R von Trotta, D Sukowa) – 7 Sterne Weiterlesen »

Rezension: Hotel Honolulu, von Paul Theroux (Roman 2001) – 6 Sterne – Presse-Links

Fazit: Theroux liefert Witz und starke Dialoge, er füttert die Geschichten mit Bildung, Ketten verblüffender Details, ausdrucksvollen Namen und überraschenden Begriffen, erzählt leicht lesbar. Doch eine übergreifende Handlung fehlt, einige Episoden fügen sich kaum ins Ganze; und aufdringliche viele, oft ranzige Bett- und Rotlichtgeschichten und ein paar Morde begrenzen das Vergnügen. Episoden-Reigen: Der Ich-Erzähler ist…

Rezension: Hotel Honolulu, von Paul Theroux (Roman 2001) – 6 Sterne – Presse-Links Weiterlesen »

Filmkritik: Der ganz normale Wahnsinn – Working Mum (2011, Komödie, mit Sarah Jessica Parker, Pierce Brosnan) – 6 Sterne – mit Video

Ein hübscher Film mit ein paar pfiffigen dramaturgischen Ideen und gelegentlich guten Ein-Zeilern. Netter Fluff ohne angestrengten Realitätsbezug. Sarah Jessica Parker und Pierce Brosnan spielen ihre bewährten Figuren. Das Ende zeichnet sich von ganz weitem ab – nur dass es so schnulzig würde, war nicht zu ahnen. Regie Douglas McGrath, Skript Aline Brosh McKenna (auch…

Filmkritik: Der ganz normale Wahnsinn – Working Mum (2011, Komödie, mit Sarah Jessica Parker, Pierce Brosnan) – 6 Sterne – mit Video Weiterlesen »

Rezension: Die finanziellen Abenteuer des talentierten Poeten, von Jess Walter (Roman 2009, engl. The Financial Lives of the Poets) – 7 Sterne

Ein gefeuerter Journalist scheitert mit gereimten Börsenkommentaren und versucht sich als Drogendealer, um irgendwie Haus und Auto zu halten – und damit vielleicht auch seine Frau, die offenbar fremdgeht. Intelligente Ein-Zeiler, Witze und Sarkasmen prasseln nur so herunter. Auch die gereimten Finanzkommentare haben etwas (ich kenne nur das englische Original und kann die Eindeutschung nicht…

Rezension: Die finanziellen Abenteuer des talentierten Poeten, von Jess Walter (Roman 2009, engl. The Financial Lives of the Poets) – 7 Sterne Weiterlesen »

Rezension: Agnes, von Peter Stamm (Roman 1998) – 6 Sterne – mit Video & Links

Melancholischer, einsamer Sachbuchautor trifft in Chicago einsame Physikdoktorandin. Sie verbringen ein paar Nächte zusammen und sie fordert ihn narzisstisch auf, eine Geschichte über sie zu schreiben. Abitur-Pflichtlektüre in Baden-Württemberg, dramatisiert 2012, verfilmt 2016. Wenn deutschsprachige Autoren über Schriftsteller schreiben, mehr noch über Schriftsteller in der Krise, bin ich sehr vorsichtig. Auch Peter Stamms erfolgreicher Romanerstling…

Rezension: Agnes, von Peter Stamm (Roman 1998) – 6 Sterne – mit Video & Links Weiterlesen »

Romankritik: Under the Wide and Starry Sky, von Nancy Horan (2014, fikt. Stevenson-Biografie) – 6 Sterne – mit Presse-Link

Nancy Horan fiktionalisiert das gemeinsame, ungewöhnliche Leben des Schriftstellers Robert Louis Stevenson ((1850 – 1894; Dr. Jekyll und Mr. Hyde, Die Schatzinsel) und seiner Frau Fanny von 1875 bis 1894 in Frankreich, Großbritannien, USA und in der Südsee. Horan stützt sich auf zahlreiche Biografien, Originalbriefe und -tagebücher ihrer Protagonisten. Sie schreibt überwiegend aus der Sicht…

Romankritik: Under the Wide and Starry Sky, von Nancy Horan (2014, fikt. Stevenson-Biografie) – 6 Sterne – mit Presse-Link Weiterlesen »

Kritik Biografie: Myself & the Other Fellow. A Life of Robert Louis Stevenson, von Claire Harman (2005) – 7 Sterne – mit Presse-Link

Harman schreibt ein lebendiges, fast schon bezwingendes Englisch, das stets fesselt, ohne  angestrengt unterhalten zu wollen. Sie verwendet jedoch auch mehr mir unbekannte englische Wörter als andere Autoren. Harman scheut weder (als solche deklarierte) Spekulationen noch robuste Urteile. Das gilt nicht nur für literarische Kommentare – einige Stevenson-Bücher nennt sie „perfect duds“ (S. 110) –…

Kritik Biografie: Myself & the Other Fellow. A Life of Robert Louis Stevenson, von Claire Harman (2005) – 7 Sterne – mit Presse-Link Weiterlesen »

Rezension Arzt-Memoiren USA, Kongo: A Doctor’s Life: Unique Stories, von William T. Close (2001) – 6 Sterne

William T. Close (1924 – 2009) blickt auf ein langes, abenteuerliches Arztleben zurück. Er ist zudem Vater der berühmten US-Schauspielerin Glenn Close, die ihm und seiner Frau ein liebevolles Vorwort geschrieben hat. Auf etwa 48 Seiten beschreibt Close seine dramatischen Arzt-Anfänge in New Yorker Armenvierteln seit den 1950er Jahren. Dann folgen etwa 110 Seiten über…

Rezension Arzt-Memoiren USA, Kongo: A Doctor’s Life: Unique Stories, von William T. Close (2001) – 6 Sterne Weiterlesen »

Rezension Kurzgeschichten: Letzte Nacht, von James Salter (2005, engl. Last Night) – 7 Sterne – mit int. Presse-Links

Das schmale Bändchen enthält zehn nicht verbundene Geschichten, je sechs bis 20, meist knapp zehn luftig bedruckte Seiten lang. Einige erschienen zuvor in Esquire, Paris Review oder New Yorker. Salter schreibt sparsam, flüchtig, federleicht, impressionistisch, fast schon abstrakt. Dabei sitzt jedes karge Wort, ruft Bilder und Eindrücke hervor. Manchmal lässt Salter Bezüge und Zuordnungen unklar,…

Rezension Kurzgeschichten: Letzte Nacht, von James Salter (2005, engl. Last Night) – 7 Sterne – mit int. Presse-Links Weiterlesen »

Rezension Kurzgeschichten: Dämmerung und andere Erzählungen, von James Salter (auch als Fremde Küsten veröff., engl. Dusk and other Stories, 1988) – 6 Sterne – mit int. Presse-Links

Das schmale Bändchen enthält elf nicht verbundene Geschichten à sechs bis 18 Seiten; sie erschienen zuvor in der Paris Review, im Esquire und in anderen Magazinen. Salter steigt abrupt ein; Hintergründe, Vorgeschichte und Verbindungen der Akteure reimt sich der Leser über die Seiten hin selber zusammen – manchmal klappt es. Mitunter driftet der Fokus des…

Rezension Kurzgeschichten: Dämmerung und andere Erzählungen, von James Salter (auch als Fremde Küsten veröff., engl. Dusk and other Stories, 1988) – 6 Sterne – mit int. Presse-Links Weiterlesen »

Buchkritik: Verbrannte Tage, von James Salter (Autobiografie 1997, engl. Burning the Days) – 7 Sterne

Salter (1925 – 2015) schreibt nicht streng chronologisch: Tritt eine neue Figur auf, erzählt er ihr Schicksal oder seine Beziehung zu ihr mitunter gleich über die nächsten Jahrzehnte hin, wenn auch nur auf wenige Seiten. Militär- und Autorenzeit überlappten sich in Salters Leben deutlich, aber er erzählt die entsprechenden Episoden in getrennten Buchteilen. Eisig klarer…

Buchkritik: Verbrannte Tage, von James Salter (Autobiografie 1997, engl. Burning the Days) – 7 Sterne Weiterlesen »

Rezension: Alles, was ist, von James Salter, (Roman 2013, engl. All That Is) – 7 Sterne – mit Presse-Links

James Salter (1925 – 2015) schreibt ernsthaft, aber jederzeit eminent lesbar, raunt mystisch altersweise und atmet Gravitas in dicken Wolken – man denkt gelegentlich an den mittleren V.S. Naipaul etwa in An der Biegung des großen Flusses. Bei den Kriegshandlungen zu Beginn tönt Salter zu pompös, wie mit Wochenschau-Pathos (ich kenne nur das englische Original…

Rezension: Alles, was ist, von James Salter, (Roman 2013, engl. All That Is) – 7 Sterne – mit Presse-Links Weiterlesen »

Rezension Kurzgeschichten: A Hand Reached Down to Guide Me, von David Gates (2015) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Elf Geschichten haben je zehn bis 20 Seiten, meist Auftragsarbeiten für Paris Review, GQ und The New Yorker seit 2001. Nur die Geschichte Banishment ist deutlich länger. (Eine ähnliche, noch geschlossenere Struktur hat Gates‘ frühere Kurzgeschichtensammlung The Wonders of the Invisible World, 1999.) Fazit: David Gates schreibt intelligent über Intelligente, die intelligent reden, aber sich…

Rezension Kurzgeschichten: A Hand Reached Down to Guide Me, von David Gates (2015) – 6 Sterne – mit Presse-Links Weiterlesen »

Rezension Kurzgeschichten: The Wonders of the Invisible World, von David Gates (1999) – 8 Sterne – mit Presse-Links

In zehn Geschichten beschreibt David Gates intelligente, smart resignierte, zu selbst-reflektierte, ironisch verbitterte Akademiker und Künstler in Vororten und Rückzugskäffern der US-Ostküste; sie nehmen oft Alkohol oder Psychopharmaka und pflegen ein sehr brüchiges Familienleben. Das Personal lügt und betrügt, ist innerlich einsam (Internet oder Handies spielen kaum eine Rolle), die langen Dialoge sind cool, intensiv…

Rezension Kurzgeschichten: The Wonders of the Invisible World, von David Gates (1999) – 8 Sterne – mit Presse-Links Weiterlesen »

Romankritik: Der letzte Rebell, von David Gates (1998, engl. Preston Falls) – 8 Sterne – mit Presse-Links

Doug und Jean haben Bürojobs und zwei Kinder, die Ehe bröckelt. Doug ist ein Zyniker mit Egoproblem: fast jede Interaktion wird ihm zum Machtspiel. Außerdem verachtet er seine Büro-Existenz: Doug möchte eigentlich ein echter Kerl vom Land sein, er spielt E-Gitarre, fährt Pickup, hat eine .22er und eine Wochenend-Bruchbude in der Provinz. Jean ist menschlicher…

Romankritik: Der letzte Rebell, von David Gates (1998, engl. Preston Falls) – 8 Sterne – mit Presse-Links Weiterlesen »

Rezension Deutsch-Bücher: Der die was? (2007) und Wie wer das? (2009), von David Bergmann – 7 Sterne – mit Links & Video

Mit etwa 22 beginnt der deutschstämmige Amerikaner David Bergmann Deutsch zu lernen; mit 25 zieht er von Chicago nach Göttingen und Hamburg, um sich weiter in die Sprache zu vertiefen. Davon handeln Der die was? (2007) und Wie wer das? (2009) – zwei in Konzept, Stil und Inhalt sehr ähnliche Bücher. Der Erstling erschien 2012…

Rezension Deutsch-Bücher: Der die was? (2007) und Wie wer das? (2009), von David Bergmann – 7 Sterne – mit Links & Video Weiterlesen »

Romankritik: Die Abenteuer des Huckleberry Finn, von Mark Twain (1884, engl. The Adventures of Huckleberry Finn) – 7 Sterne

Vordergründig wirkt es wie ein Jungs-Abenteuer-Buch, wie eine Tom-Sawyer-Fortsetzung: Verwahrloster Dorfjunge und entlaufener Sklave hausen auf einer unbewohnten Mississippi-Insel und reisen wochenlang per Floß flussabwärts, treffen Banditen, überstehen Schießereien. Doch Mark Twain erzählt so plastisch und detailliert – er war selbst Mississippi-Lotse gewesen –, dass es manchmal wie ein realistischer Expeditionsbericht klingt. Außerdem bringt Twain…

Romankritik: Die Abenteuer des Huckleberry Finn, von Mark Twain (1884, engl. The Adventures of Huckleberry Finn) – 7 Sterne Weiterlesen »

Kritik US-Reisebuch: Deep South, von Paul Theroux (2015) – 7/10 – mit Presse-Links

Paul Theroux reist 2012 und 2013 mehrfach länger durch die US-Südstaaten, so dass er in Deep South auf 440 Seiten über alle vier Jahreszeiten berichten kann. Theroux schreibt äußerst flüssig und lesbar (ich hatte die englische Ausgabe). Er besucht fast nur Kleinstädte und fast ausschließlich kleine Leute und Mittelschichtangehörige – häufig Pastoren und Mitarbeiter von…

Kritik US-Reisebuch: Deep South, von Paul Theroux (2015) – 7/10 – mit Presse-Links Weiterlesen »

Kritik Monografie: A Turn in the South, von V.S. Naipaul (1989) – 7/10 – mit Presse-Links

V.S. Naipaul redet in den US-Südstaaten mit Politikern, Bürokraten, Autoren (u.a. Anne Rivers Siddons, Eudora Welty), mit Juristen, Geistlichen, seltener mit Arbeitern oder Bauern, und er berichtet nachdenklich von seinen Gesprächen. Keiner gibt Interviews so interessant wieder wie Naipaul – gut zuhörend, scheinbar neutral, intelligent, aber doch mit eigenen Gedanken und Interpretationen. Naipaul (1932 –…

Kritik Monografie: A Turn in the South, von V.S. Naipaul (1989) – 7/10 – mit Presse-Links Weiterlesen »

Filmkritik: Shame (2011, mit Michael Fassbender, R Steve McQueen) – 5 Sterne – mit Video + Presse-Links

Michael Fassbender ist eindrucksvoll der entfremdete, gefühlsarme Yuppie in New York. Er kann’s nur mit Porno, Prostitutierten oder mit sich selbst, und das ununterbrochen; bei der netten Kollegin versagt er. Seine Schwester sucht bei ihm Unterschlupf, die hat auch einen an der Klatsche. Der Film beeindruckt durch lange Szenen, statische Einstellungen und viel Schweigen, die…

Filmkritik: Shame (2011, mit Michael Fassbender, R Steve McQueen) – 5 Sterne – mit Video + Presse-Links Weiterlesen »

Rezension Romantische Komödie: Brown Sugar (2002) – 5 Sterne – mit Video

Vieles an dieser romantischen Hiphopper-Komödie fühlt sich falsch an: die wenig überzeugende Liebe zum Hiphop, der schlechte Hiphop im Film, die teils sehr konstruierte und platte Handlung, der banale und unrealistische Luxus, einige flache Dialoge, teils sogar der coole Slang im O-Ton. Doch Brown Sugar produziert auch vergnügliche Wohlfühl-Momente und ist über weite Strecken angenehm…

Rezension Romantische Komödie: Brown Sugar (2002) – 5 Sterne – mit Video Weiterlesen »

Romankritik: Eines Menschen Herz, von William Boyd (2002, engl. Any Human Heart) – 7 Sterne – mit Links & Video

Das fiktive, fast lebenslange Tagebuch von Logan Gonzago Mountstuart: Es beginnt mit Internatsjahren in England in den 1920er Jahren, dann erste Erfolge als Schriftsteller in London und Paris, Abenteuer im zweiten Weltkrieg, später Kunsthändler und Schriftsteller in New York, einige Jahre in Afrika, schließlich London und Südfrankreich bis zum Tod 1991. 2010 wurde eine vierteilige…

Romankritik: Eines Menschen Herz, von William Boyd (2002, engl. Any Human Heart) – 7 Sterne – mit Links & Video Weiterlesen »

Rezension Erzählungen: My Nine Lives, von Ruth Prawer Jhabvala (2004) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Die neun Erzählungen sind sehr gleichmäßig jeweils knapp 30 Seiten lang: eine weibliche Ich-Erzählerin berichtet mehrere Jahre aus ihrem Leben, manchmal ihr ganzes Leben. Die Geschichten sind nicht miteinander verbunden, doch die Ich-Erzählerinnen leben häufig in Großstädten (fünfmal New York, zweieinhalbmal Delhi, eineinhalbmal Nachkriegs-London) und haben besondere Verbindungen zu Indien – wie die Autorin selbst….

Rezension Erzählungen: My Nine Lives, von Ruth Prawer Jhabvala (2004) – 6 Sterne – mit Presse-Links Weiterlesen »

Rezension Kurzgeschichten: A Lovesong for India, von Ruth Prawer Jhabvala (2011) – 5 Sterne – mit Presse-Links

Die Geschichten spielen in den teuersten Immobilien von Delhi oder Mumbai, vor allem aber in New York: Anders als in frühereren Romanen oder in Kurzgeschichtensammlungen bis Out of India/dt. Eine Witwe mit Geld (1986) portraitiert Ruth Prawer Jhabvala diesmal die Oberschicht und Superreiche – eine Dichterfürstin, Hollywood-Stars, Bollywood-Stars (angelehnt an Amitabh Bachchan), Filmkritiker oder Popmanager,…

Rezension Kurzgeschichten: A Lovesong for India, von Ruth Prawer Jhabvala (2011) – 5 Sterne – mit Presse-Links Weiterlesen »

Rezension Filmsatire: Thank You For Smoking (2005) – 7 Sterne – mit Video

Schnelle, witzige Komödie um einen amerikanischen Zigaretten-Lobbyisten. Viele bizarre, politisch sehr unkorrekte Dialoge, teils pfiffig gefilmt. Sehr unterhaltsam, auch wenn Hauptdarsteller Aaron Eckhart zu gut aussieht für einen Lobbyisten und im ganzen Film nicht eine Zigarette angezündet wird. Der gleichnamige, zugrundeliegende Roman wurde fürs Drehbuch stark gestrafft, vor allem die absurde Krimihandlung – Medien und…

Rezension Filmsatire: Thank You For Smoking (2005) – 7 Sterne – mit Video Weiterlesen »

Rezension Satire-Roman USA: Danke, dass Sie hier rauchen, von Christopher Buckly (1994, engl. Thank You For Smoking) – 6 Sterne – mit Video u. Presse-Links

Satire-Profi Buckly erzählt routiniert, süffig überzogen und stets unterhaltsam von der Arbeit eines fiktiven Zigaretten-Lobbyisten in der US-Medien- und Politszene. Am Rand agieren auch PR-Akteure für Feuerwaffen und Alkohol. Die vielen Dialoge sind voller Gags und geschmeidiger Sophistereien. Dennoch entsteht ein etwas fader Beigeschmack: Manche Dialoge und Szenarien wirken weit hergeholt, überflüssig oder unrealistisch, bieten…

Rezension Satire-Roman USA: Danke, dass Sie hier rauchen, von Christopher Buckly (1994, engl. Thank You For Smoking) – 6 Sterne – mit Video u. Presse-Links Weiterlesen »

Rezension Film-Komödie: Broadway Therapy, Regie Peter Bogdanovich (2014, engl. Titel She’s Funny That Way) – 4 Sterne – mit Video

Peter Bogdanovich versucht wieder eine Komödie. Doch was mit Is’ was, Doc, Paper Moon und Noises Off! gelang, funktioniert hier nicht: Die schönen blonden Menschen in schicken Kulissen erinnern eher an einen neueren Woody-Allen-Film. Sie sind dabei völlig unrealistisch konstruiert und produzieren zu wenig Gags. Die Screwball-Elemente mit horrenden Verwechslungen, peinlichen Begegnungen und rasanten Abläufen…

Rezension Film-Komödie: Broadway Therapy, Regie Peter Bogdanovich (2014, engl. Titel She’s Funny That Way) – 4 Sterne – mit Video Weiterlesen »

Nach oben scrollen