Buch

Rezension Biografie: Barack Obama, The Story, von David Maraniss, (2012) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Das Buch reicht von Obamas Urgroßeltern in Kansas und Kenia bis zu Obamas Jurastudiumbeginn 1988 in Harvard. Es endet also deutlich vor Beginn der politischen Laufbahn. Washington-Post-Journalist Maraniss erzählt ausführlich aus dem Kansas der 1920er Jahre, in Kenia geht er kurz zurück bis auf 1820. Fast stolz erwähnt Maraniss im Vorwort, dass der spätere US-Präsident…

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Rezensionen zur Biografie: Rising Star. The Making of Barack Obama, von David J. Garrow (2017)

Die Hardcover-Ausgabe dieser Barack-Obama-Biografie hat 1460 Seiten und basiert auf Gesprächen mit über 1000 Informanten. Deutsche Kommentare: Spiegel: Reizvoll ist das Buch aber in Wahrheit deshalb, weil es mal eine kritische Erzählung von Obamas Aufstieg vorlegt und den Ex-Präsidenten weniger als netten Graswurzelaktivisten porträtiert Jan Bösche (ARD): Kritiker sagen: zu intensiv; das Buch sei zu…

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Rezension (Kurz-)Geschichten: Die Ballade from traurigen Café, von Carson McCullers (1951, engl. The Ballad of the Sad Café) – 7 Sterne – mit Video & Kritiken

Fazit: Hauptattraktion ist McCullers‘ punktgenauer, trockener Erzählton. Ihre Figuren in der Geschichtensammlung The Ballad of the Sad Café sind melancholisch und einsam, einige wirken auch bizarr bis rätselhaft. Die nicht verbundenen Kurzgeschichten liefern eher Stimmung als Handlung – das aber exzellent. Zwei Geschichten sind schlicht zu merkwürdig und lassen den Leser kalt. Das Büchlein ist…

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Rezension: Peach Tree Road, von Anne Rivers Siddons (1989) – 6 Sterne – mit Presse-Links

Fazit am Roman-Ende nach 817 Seiten: Rivers Siddons spannt einen schönen, runden Bogen über 50 Jahre Atlanta seit den späten 1930ern. Die Stadt wird dem Leser fast zur Heimat, die Hauptfiguren gehören zur Familie. Die Sprache ist leicht und mit unspektakulären Dialogen, die Handlung überwiegend gelungen konstruiert; Siddons verbindet die Hauptcharaktere schön mit Zeitströmungen und…

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Rezension: Fremd im eigenen Haus, von Georges Simenon (1940) – 6 Sterne – mit Video

Ein leicht verlotterter, weinseliger, alleinerziehender Kleinstadt-Rechtsanwalt muss überrascht feststellen, dass unter es unter seinem Dach nicht nur heimliche Parties und Krankenversorgung, sondern auch einen Mord gab. Georges Simenon (1903 – 1989) beschreibt die Vernetzung der verschiedenen Kleinstadt-Figuren wie Staatsanwalt, Wirt oder Gefängniswärter. Das ist ganz interessant, allerdings streut Simenon zu erkennbar falsche Fährten aus. Und…

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Rezension Magellan-Biografie: Over the Edge of the World, von Laurence Bergreen (2003) – 7 Sterne – mit Presse-Links & Video

Bergreen erzählt ruhig mit vielen Hintergründen. Zwar war die Reise laut Buchumschlag „terrifying“ und voller „sex“ und „violence“; gleichwohl schlägt der langjährige Erfolgsbiograf und Harvard-Absolvent Laurence Berggren im Buch keinen reißerischen Ton an und personalisiert auch nicht mehr als realistisch. So berichtet er auf den frühen Seiten sehr allgemein, fast dröge und praktisch ohne einzelne…

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Rezension Biografie: Magellan, von Tim Joyner (1992) – 4 Sterne – mit Vergleich

Der Biologe Tim Joyner hat zunächst sein Material nicht im Griff: Eifrig will er über alle Hintergründe und Umstände aufklären – und verwirrt den Leser doch bloß mit fast unkontrollierter Faktenflut und teils ausschließlich historischen Ortsnamen. Joyner beginnt mit der Geschichte der Seefahrt seit 4000 vor Christus und präsentiert allerlei adliges und kirchliches Personal ein…

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Rezension Biografie: Magellan, Der Mann und seine Tat, von Stefan Zweig (1937) – 6 Sterne – mit Vergleich

Stefan Zweig schreibt wortreich, blumig, altbacken, oft auch pathetisch tremolierend bis heillos over the top – mit reichlich Postponieren, rhetorischen Fragen, Adjektivkaskaden, erregten Parenthesen, Perfektpartizipien ohne Hilfsverb und muffigem Dativ-e („auf zermorschtem Schiffe“, S. 10). Zwar klingt die Sprache nie langweilig, nie schwach, der Wortschatz ist reich zumal bei Nautischem, die Geschichte bleibt meist spannend;…

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Romankritik: Cecile, von Theodor Fontane (1886) – 5 Sterne – mit Fontane-Übersicht

Fontane hat viele interessante Frauenfiguren geschaffen (der New Yorker nannte ihn „Heroine Addict“) – so Effi Briest; die Lene aus Irrungen, Wirrungen; oder Melanie aus L’Adultera. Cécile aber ist anders: Jung, und verheiratet mit einem weit älteren, höflichen Oberst – so weit, so fontanesk –, leidet sie maßvoll in einer Kurpension im Harz vor sich hin….

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Romankritik: Die Poggenpuhls, von Theodor Fontane (1895) – 6 Sterne – mit Übersicht

Dieser besonders kurze Gesellschaftsroman hat besonders wenig dramatische Entwicklung – kein Selbstmord, kein Ehebruch, keine aufblühende Liebe, keine vergebliche Liebe, nicht mal eine Hochzeit. Ein älterer Herr stirbt irgendwann, mehr passiert nicht. Die verarmte Majorswitwe Poggenpuhl mit fünf erwachsenen Kindern kämpft beständig gegen die Geldnot und ihren sinkenden sozialen Status. Ihre Kinder äußern in den…

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Romankritik: Effie Briest, von Theodor Fontane (1894) – 8 Sterne

Fontane erzählt gemütlich und beständig, mit bis zur Buchmitte leicht schmunzelnder Stimme, so gutbürgerlich-gediegen wie seine Figuren. Die mild behäbige, aber doch lebendige Sprache schafft ein angenehmes Klima. Theodor Fontane (1819 – 1898) integriert reizvolle Dialoge, berichtet meist chronologisch ohne Zeitschleifen, diskret und ohne Verallgemeinerungen – schlichte Erfolgsrezepte, die heutige deutsche Autoren ignorieren oder nicht…

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Romankritik: Frau Jenny Treibel, von Theodor Fontane (1893) – 7 Sterne – mit Presse-Links & Übersicht

Die blasierte Kommerzienrätin Treibel, geb. Bürstenbinder, war einst eine Berliner Krämerstochter; doch sie heiratete in feine Fabrikantenkreise hinauf. Nun stellt die Neureiche ihren Sozialstolz durch viel Getue und Gerede heraus – Fontane zeigt sie und ihre Kreise deutlich spöttischer und satirischer als andere Figuren in seinen Gesellschaftsromanen. Dicke Satire: Die Satire trägt Theodor Fontane fast…

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Romankritik: Unwiederbringlich, von Theodor Fontane (1891) – 6 Sterne – mit Presse-Links & Übersicht

Völlig überraschend kommt im letzten Fünftel echtes Drama in den lange dahinplätschernden Roman. Fontane schreibt die Ehebruchiade mit sicherer Stimme, chronologisch, in nuancierten Dialogen – das liest man gern. Den Unterschied zwischen dem lockeren Ehemann und seiner gestrengen Gattin formuliert Fontane jedoch überdeutlich, in ihren eigenen Dialogen als auch in den Kommentaren der Umgebung. Der…

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Romankritik: Stine, von Theodor Fontane (1889) – 6 Sterne – mit Fontane-Übersicht & Links

Nach Fontane-Art herrscht heiteres Geplauder unter Adelsleuten und Kleinbürgern in Berlin. Hier wirkt die Sache etwas schäbig, weil die verwitwete, aber mit zwei Kindern von zwei Männern geschlagene Pauline Stippkowitz sich allzu dezidiert einem schmierigen älteren Single-Baron zur Verfügung stellt, den sie gar nicht mag. Manche Dialoge wirken sogar überdehnt, als ob Fontane den kurzen…

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Romankritik: Irrungen, Wirrungen, von Theodor Fontane (1887) – 7 Sterne

Fontane erzählt mit sicherer, gemütlicher Stimme von der Romanze zwischen der lieben Kleinbürgerin Lene und dem schneidigen, aber auch menschlichen Baron Botho – doch Lene weiß schon, dass Botho sie aus Standesgründen nicht an den Altar führen wird, und spricht das auch ganz offen an. Fontane stellt Kleinbürgermilieu wie auch militär-affine Adelskreise lebhaft, atmosphärisch und…

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Romankritik: Unterm Birnbaum, von Theodor Fontane (1885) – 7 Sterne – mit Fontane-Übersicht

Um 1832 in einem Dorf am Oderbruch: Die Eheleute Hradschek betreiben einen Kramladen nebst Gasthaus. Sie stecken in Geldschwierigkeiten – ein Mord soll die Probleme beiseiteschaffen. Erst nach der Bluttat beginnt der kleine Roman so richtig. Den Täter kennen wir. Die Frage bleibt, ob oder wie lange er seine Schuld vor dem Dorf verbirgt und…

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Theodor Fontane bei HansBlog.de

Handlung Milieus Good­reads.com** Amazon.de Hans­Blog.de 1880* L’Adultera Ehe unterschiedlicher Charaktere und Generationen ohne Liebe, Ehebruch Geschäftsleute in Berlin; etwas Berliner und Schweizer Mundart; eher kurz 3,18 (106 Stimmen) 3,6 (8) 7 1885 Unterm Birnbaum Leben eines Wirtsleute-Ehepaars, nachdem es einen Mord begangen hat; kein Liebesdrama Dorf im Oderbruch um 1831; viel Mundart; eher kurz 3,13…

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Romankritik: L’Adultera, von Theodor Fontane (1880) – 7 Sterne

Melanie van der Straaten, née de Caparoux, ist 26 Jahre jünger als ihr Ehemann Ezechiel, ein erfolgreicher Berliner Unternehmer. Der plaudert spöttisch bis zynisch daher und missachtet die Konventionen der gehobenen Schichten mitunter nonchalant. Dabei strahlt er auch noch eine gewisse Kälte aus. Und so interessiert sich Melanie mehr und mehr für einen jungen, gefühlvollen…

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Romankritik: Leichte Verfehlungen, von Elke Schmitter (2002) – 6 Sterne

Berliner Akademikerinnen um die 40 in allen Lebenslagen: In Diskussionsgruppen zu Derrida oder Schnitzler; im Diskurs mit Zugehfrauen, Kleinkindern und One-Night-Stands; beim Gynäkologen, beim Theaterworkshop und bei bizarren Schwiegereltern in spe. Nonstop fließen Weißwein, qualmen Zigaretten, und die Kellner sind eine Zumutung. Schmitter – zu unterschiedlichen Zeiten auch Redakteurin bei taz und Spiegel – spießt…

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Romankritik: Achtung, Mama ante portas, von William Sutcliffe (2008, engl. Whatever Makes You Happy) – 4 Sterne – mit Video & Presse-Links

England. Drei Mütter um die 60 besuchen unangemeldet ihre drei jeweils unverheiratet lebenden Söhne und quartieren sich für eine Woche ein. Sie wollen die rätselhaften Wesen, die sie einst großzogen, jetzt alle Mitte 30, endlich kennenlernen: I just want to find out who you are. Reden Mütter so? Die Geschichte hat ein paar witzige, aber…

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Rezension Kurzgeschichten: Wenn es klopft, von Christopher Kloeble (2009) – 3 Sterne – mit Presse-Links

Hier schreibt ein Deutscher über Deutsche: Humor, Leichtigkeit, Charme gibt es nicht. Alles ist betroffen, verletzt, klobig, freudlos, mechanisch, mild (w)irr, ein Buch aus der Leipziger Schreibfabrik. Eine Welt, die man gern wieder verlässt (Spurenelemente von Humor könnte man in zwei der elf Geschichten entdecken). Christopher Kloeble (*1982) schreibt einerseits über ihm vertraute Milieus –…

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Romankritik: Unter Einzelgängern, von Christopher Kloeble (2008) – 4 Sterne – mit Presse-Links

Die Handlung ist nicht ohne Finesse und phasenweise spannend mit zwei kleinen, gutbürgerlichen Familien und einer Geschichte in der Geschichte. Sie kreist aus unterschiedlichen Perspektiven und Zeitebenen immer wieder um dieselben traumatischen Ereignisse. Ich habe nicht alles komplett verstanden, und meines Erachtens gleitet das Buch gegen Ende in ein irrelevantes Fabulierspiel ab (aber ich kann…

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Romankritik: Hummer zum Dinner, von Helen Fielding (1994, engl. Cause Celeb) – 7/10 – mit Presse-Links

Noch vor ihrem ersten Bridget-Jones-Band brachte Helen Fielding den Roman Hummer zum Dinner (engl. Cause Celeb) heraus. Die Ich-Erzählerin hier ist zunächst PR-Agentin und zeitweise Geliebte eines egozentrischen TV-Stars in London. So gelangt sie auf Schickeria-Parties und TV-Galas, die sie sehr satirisch beschreibt. Nach einem Kurzbesuch in Afrika verlässt die Ich-Erzählerin Freund und Job in…

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Buchkritik: Bridget Jones, Am Rande des Wahnsinns, von Helen Fielding (1999, engl. The Edge of Reason) – 6 Sterne – mit Links & Video

In hektischen Tagebuch-Notizen verzeichnet Ich-Erzählerin Bridget Jones ihre Männerjagd in London, Besäufnisse mit Freunden, Demütigungen am Arbeitsplatz und einen kurzen, dramatischen Thailand-Trip. Das ist einigermaßen lustig, wenn auch komplett unrealistisch und mit unrunden Handlungssprüngen: Frauen am Rand des Nervenzusammenbruchs, und das Tagebuch erfährt alles brühwarm. Letztlich agiert und denkt Hauptfigur Jones oft sehr dümmlich, kindlich…

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Rezension: Die Lieben meiner Mutter, von Peter Schneider (2013) – 7 Sterne – mit Video

Das Buch spielt im zweiten Weltkrieg und bis 1950: Peter Schneiders Mutter hatte vier Kinder, einen Mann und – nicht verheimlicht – nacheinander mehrere Geliebte, verheiratete Bekannte ihres Mannes. Sie verschwieg nichts, und an ihrem (seinerseits verheirateten) Hauptgeliebten arbeitete sich auch ihre beste Freundin ab, die auch nichts hinterm Berg hielt. Meist war Schneiders Mutter…

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Romankritik: Veras Tochter, von Elke Schmitter (2006) – 4 Sterne – mit Presse-Links & Video

Elke Schmitter liefert hier eine Fortsetzung ihres Ehebruch-Romans Frau Sartoris (2000). Dieses frühere Buch handelte auch von Frau Sartoris‘ zuletzt 16jähriger Tochter, die mit einem dubiosen Typen zusammenkam. Im zweiten Roman wird scheinbar die Tochter zur Ich-Erzählerin: Sie ist schon 40 Jahre alt und blickt vor allem auf die Ereignisse ihrer Jugend zurück – der…

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Romankritik: Frau Sartoris, von Elke Schmitter (2000) – 7 Sterne – mit Video

Elke Schmitter erzählt in diesem schmalen Band gleich drei Geschichten:  vor allem ein Ehebruch, der immer wieder unterbrochen wird von Sätzen zu einem Kriminalfall, der sich erst später ereignet und mit dem Ehebruch kaum zu tun hat; das dritte Thema ist ein Teenager auf Abwegen und läuft schließlich mit einem der anderen Motive zusammen. Das…

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Romankritik: Quasikristalle, von Eva Menasse (2013) – 6 Sterne – mit Video

Fazit: Eva Menasse schreibt und beobachtet gut. Doch ihr Roman zerfällt in viele Einzelepisoden mit ständig wechselnden Hauptfiguren und Erzählperspektiven. Die eine wiederkehrende Figur – Roxane Molin – gewinnt keinerlei Kontur. Fast wie eine Kurzgeschichtensammlung: Eva Menasse schildert das Leben der Roxane Molin (kurz Xane) über mehrere Jahrzehnte seit den 1980ern in Österreich, später vor…

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Rezension Bild-Text-Band: Steirisches Weinland. Eine Anthologie (1990, u.a.m. Texten von Reinhard P. Gruber, Gerhard Roth, Wolfgang Bauer) – 5 Sterne

Das schmächtige Coffeetable-Buch mit etwa 128 äußerst luftig (oder gar nicht) bedruckten Seiten zeigt mehrere kurze Texte über die südlichste Steiermark (teils als Schilcherland bekannt), dazu Landschaftsfotos in Farbe und SW. Der Schwerpunkt liegt auf Weinbau und -genuss, andere Merkmale der Region erscheinen nur am Rand. Zu den Fotos: Helmut Tezaks Fotos sind äußerst schwach….

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Rezension: Aus dem Leben Hödlmosers, von Reinhard P. Gruber (1973) – 7 Sterne

Gruber bringt kurze, schlichte Episoden aus dem Leben des Steirerbauern Hödlmoser: Wie er die Fani ins Gebüsch und dann in die Ehe manövriert; ein Besuch auf dem Fußballplatz; heikle Begegnung beim Wildern; Kommentar eines Zeitungsartikels im Familienkreis; eine Beerdigung; und ein wüstes Ende. Die Geschichtchen sind nicht miteinander verbunden, der schmale dtv-Band ist schlecht gedruckt…

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Rezension: Das Schilcher ABC, von Reinhard P. Gruber (1988) – 7 Sterne – mit Video

Gruber greift mit Lust in die Saiten, schreibt schmackig-deftig im Idiom seiner Wahlheimat rund ums südweststeirische Deutschlandsberg (Gruber lebt seit 1977 in Stainz nördlich von Deutschlandsberg; auf wuchs er in Judenburg im oberen Murtal, und in dieser Region spielt sein Romänchen Aus dem Leben Hödlmosers). Grubers Sprache zusammen mit politischen Unkorrektheiten und schwurbeliger Logik macht…

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