Westlich

Rezension US-Spielfilm: Boogie Nights (1997, mit Mark Wahlberg) – 7 Sterne

Das hat mir gefallen: gute Handkamera, die im ersten Teil fast ein Eigenleben zu führen scheint realistische, aber auch leicht bizarre Darsteller, die zusammen mit der Kamera den Eindruck einer Doku erwecken gelungene 70er- und 80er-Jahre-Stimmung in diesem Film von 1997 mit Mark Wahlberg, mit stimmigen Kostümen, Frisuren und Liedern (auch wenn IMDB Fehler und […]

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Rezension US-Action-Komödie: 3 Engel für Charlie (2000, mit Cameron Diaz, Drew Barrymore, Lucy Liu) – mit Trailer – 7 Sterne

Voll wilder Action, ungenierter Selbstironie und überschäumender Fantasie – auch Männerfantasie: Die drei Schönen werden aus den lüsternsten Perspektiven abgelichtet, müssen dauernd mit dem Hintern wackeln, ganz zu schweigen von den vielen ranzigen Doppeldeutigkeiten im ansonsten blassen Dialog. Zudem himmeln die drei Hasen auch noch unentwegt ältere Herren an, deren einer unsichtbar bleibt und den

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Rezension Musik-Doku: Standing in the Shadows of Motown (2002) – mit Trailer – 7 Sterne

Interessante, oft sympathische Typen, die hier markig und anekdotenselig aus einem unglaublichen Musikerleben in den Motown-Studios erzählen. Wenn sie kurz einen Takt auf den Tisch klopfen oder einen Rhythmus zischeln, dann blitzt sofort das alte Feuer durch. Interessant, dass von Anfang an auch ein paar Weiße dabei waren, wenn auch nicht in prägenden Rollen. Der

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Rezension historischer Bauernschwank: Die Chronik von Flechting, von Oskar Maria Graf (1925) – 7 Sterne

In einem Dorf am Starnberger See, so um 1850, gehen die Geschäfte gut, seit sich der König dort niedergelassen hat. Auch die Fargs, Außenseiter eigentlich, prosperieren mit Handwerk, harter Arbeit und Spekulation. Doch nichts bleibt, wie es ist. Einer belauert den anderen und will den eigenen Vorteil einfahren. Oskar Maria Graf schildert Schlaumeier, Ausg’schamte, Schaffer

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Rezension Deutschland-Afrika-Spielfilm: Die Schlafkrankheit (2011; mit Trailer) – 7 Sterne

Langsame, ruhige Einstellungen, nach meiner Erinnerung komplett ohne Musik, so dass die Musik zum Abspann nach dem abrupten Ende gar nicht passt. Im ersten Teil spielen die Darsteller so beiläufig-natürlich, wie  man es selten sieht. Das Milieu erscheint überzeugend (Regie Ulrich Köhler, mit Pierre Bokma, Jean-Christophe Folly, Jenny Schily). Einige schöne Außenaufnahmen in Kamerun, aber

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Rezension historischer Bayern-Roman: Die Ehe des Herrn Bolwieser, von Oskar Maria Graf (1931; mit Video) – 7 Sterne

Graf schreibt ein deftiges, kauziges, unterhaltsames, aber auch sehr treffsicheres Deutsch, er greift mit  Musik in die Saiten. Auf die Schüppe nimmt er Eheglück und Eheleid und das vordigitale, ja vorelektronische social network einer Kleinstadt in Bayern. Zunächst wirken die Verhältnisse noch halbwegs realistisch und erkenntnisstiftend, doch die Handlung driftet zunehmend in Richtung Satire und

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Lustiger England-Roman rezensiert: Das Intimleben des Adrian Mole, 13 3/4 Jahre alt, von Sue Townsend (1982) – 7 Sterne

Nett, lustig, leicht. Kann man einfach so runterlesen, und die Unterteilung in viele viele kleine Tagebuch-Häppchen macht es noch leichter. Mitunter sind die Witze vorhersehbar, das Konstruktionsprinzip von Sue Townsend ist gut, aber zum Schluss etwas abgehangen. Aber es wird nie selbstgefällig, wie bei deutschen Autoren, die heimlich doch nur über sich selbst schreiben. Die

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Rezension deutscher Roman: Die Haushälterin, von Jens Petersen (2005) – 7 Sterne

Ein schüchtern pubertierender Junge und sein arbeitsloser, oft alkoholisierter Vater rivalisieren um die Haushälterin. Die kommt weniger als „Raumpflegerin“ daher, eher wie eine sehr lebendige, durchaus anziehende Studentin. Die wenigen Darsteller werden sehr genau beobachtet, die wachsende Spannung und Anspannung im Haus ist mit Händen zu greifen und machte mich fast nervös, sogar ärgerlich. Dabei

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Rezension Politik-Spielfilm: Der Rücktritt (2014, über Ch. Wulff) – mit Trailer – 7 Sterne

Intensiv, eindringlich inszeniert, in Edel-Optik gefilmt, sehr spannend, nur momentweise zu melodramatisch. Tolle Mischung aus Spielszenen und dokumentarischem Material – dass die Schauspieler den Originalen nicht perfekt ähneln, stört nicht (Anja Kling hat allerdings deutlich mehr Format als die Vorlage, Bettina Wulff). Anders als die auf ihre Art auch unterhaltsame zu Guttenberg-Verfilmung desselben Senders kommt

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Rezension deutscher Spielfilm: Mensch Kotschie (2009) – mit Trailer – 7 Sterne

Das hat mich unterhalten: viele attraktive, überraschende Kameraeinstellungen, wenn auch etwas zu oft aus Vogelperspektive und mit etwas zu blauem Himmel; die Bilder beeindrucken noch mehr als die (ebenfalls markanten, aber spärlicheren) Dialoge staubtrockener Blick auf Alltagsabsurditäten und typische kleine Demütigungen, gelegentlich an Kaurismäki, Punch-Drunk Love oder American Beauty erinnernd das Midlife-Elend wird bis zur

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Rezension USA-Indien-Roman: Das Tiefland, von Jhumpa Lahiri (2013, engl. The Lowland) – 7 Sterne

Jhumpa Lahiri schreibt psychologisch dicht, einfühlsam, und wahrt dabei immer eine einfache, fast lakonische, unaufgeregte Sprache, die ich auch im englischen Original „The Lowland“ leicht lesen konnte. Wichtige Elemente der Geschichte sind plötzliche Beziehungsabbrüche, Einsamkeit und die Nachwirkungen politischer Gewalt. Interessant wirken kurze, unaufdringliche Ausflüge in die Geschichte und in die Wissensgebiete der Buchfiguren, so

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Rezension romantische Komödie Ü50: Wenn Liebe so einfach wäre (2009, mit Meryl Streep) – mit Trailer – 7 Sterne

Ja, eine moderne Hollywoodkomödie, da würde man ja eigentlich weglaufen. Diese hier ist aber ganz nett, unterhaltsam, nicht zu schrill, routiniert perfekt gespielt, sahnig heruntergefilmt und sogar mit ein paar kurzen, bewegenden Momenten des Innehaltens – bis zum nächsten nackten Hinterteil (engl. Titel It’s Complicated). Natürlich wirkt alles sehr unrealistisch: Das Schöner-Wohnen-Traumhouse über der südkalifornischen

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Rezension deutsche Komödie: Einer meiner ältesten Freunde (1994) – 7 Sterne

Zwei lockere Jungs ziehen aus der Provinz nach München. Bald schon hat der eine, bravere, eine attraktive Freundin. Sie mag aber auch den anderen Zugereisten – und der ist ein cooler Hund, der nichts anbrennen lässt. Unbeschwerte Szenen: Die erste Filmhälfte zeigt die unbeschwerte Zeit des Kennenlernens und des Heiratsantrags. Das ist beste Komödie ohne

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Historischer Afrika-England-Roman rezensiert: Der Eiskrem-Krieg, von William Boyd (1982) – 7 Sterne

Gut erzählt mit vielen kleinen Details, die das räumlich und zeitlich ferne Szenario fast in Vergrößerung zeigen. Dabei präsentiert William Boyd seine präzisen Einblicke so en passant, dass er nie angeberisch faktenhubernd klingt. Ebenso knapp, aber sehr detailliert schildert Boyd auch männliche Sexualität und Kriegsgreuel, mmmhh. Boyd schreibt unterhaltsam, aber mit reichem Wortschatz und viel

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James-Bond-Rezension: Octopussy (1983, mit Roger Moore) – mit Trailer – 7 Sterne

Unterhaltsam, voll skurriler Erfindungen, die jedoch nicht zu mickrig wirken, darunter ein krokodilförmiges Mikro-U-Boot und Klappflügelflugzeuge; teils auch launig kaspernde Dialoge. Dramatische Action auf Zug- und Flugzeugdächern, zwischen Tigern, Elefanten und Schlangen und auf der Rikshah. Am infantilsten vielleicht noch der brünstige Blick auf weibliche Extremitäten und strapsgewandete Amazonenbrigaden. Nun ja, zum Schluss ein langer

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Rezension Schweiz-Roman: Die toten Männer, von Lukas Bärfuss (2002) – 7 Sterne

Der Ich-Erzähler schwärmt von einer Welt ohne Liebe und bevorzugt behelfsweise „Liebe ohne Gefühle“ wie bei seiner alten Mutter, die er sich gut in Edelstahlausführung vorstellen kann. Mit leicht abstrusen, aber genau geschilderten und auch etwas faszinierenden Gedanken will der EQ-Autist sich von allen und jedem distanzieren, verstrickt sich aber nur immer mehr mit seiner

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Rezension Action-Komödie: OSS 117 – Er ist sich selbst genug (2009) – 3 Videos – 7 Sterne

Ein derber Dumme-Jungs-Spaß. So respektlos über Juden, Franzosen, Amerikaner, Nazis, Frauen, Deutsche, Krokodile, Sex, Hippies, Gott und die Welt herziehen, das trauen sich wohl nur die Franzosen. Mir stockte teils der Atem, was die sich erlauben. Teils eine Parodie auf mentalem Schülertheaterniveau, doch mit viel mehr Budget, geschliffenen Dialogen und unterhaltsamen Multi-Split-Screens. OS 117 –

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Rezension Berlin-Roman: Menschen im Hotel, von Vicki Baum (1929) – 7 Sterne

Über weite Strecken eine schwungvolle Satire (von 1929). Schön, wie Vicki Baum die Schicksale verknüpft und einen Reigen wechselnder Begegnungen und Beziehungen auf engem Raum herstellt. Flotte Handlung: Die Handlung schnurrt schwungvoll durch wie ein gut aufgezogener Spielautomat, mit immer neuen Wendungen um die immer selbe Achse herum – das Hotel (weit flüssiger als der

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Rezension deutsche Komödie: Karniggels (1991, Regie Detlev Buck) – mit Trailer – 7 Sterne

Die staubtrocken witzige Komödie zeigt einen Polizei-Azubi in norddeutschen Dörfern, Kuhmördern und Autodieben auf der Spur. Cool auf dem platten Land: Ähnlich wie bei den – stärkeren – Filmen von Adolf Winkelmann gilt: Die Jungs müssen Coolness zeigen. Ja sogar die Mädels, die Mädels von der Heide dürfen keine Verletzbarkeit zeigen. So gibt der strohblonde

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Rezension deutsche Erzählung: Schweigeminute, von Siegfried Lenz (2008) – 7 Sterne – mit Video

Siegfried Lenz erzählt hauchzart eine Sommerliebe an der Ostsee, nur ein Sommer, zwischen Schüler und junger Lehrerin, vor einigen Jahrzehnten schon. Das Ende erfährt man gleich zu Beginn und Siegfried Lenz wechselt immer wieder die Zeitebene. Lenz, bei der Niederschrift über 80, erzählt in seiner ersten Liebesgeschichte betont behutsam, achtsam, rücksichtsvoll. Mitunter wirkt er dabei

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Rezension US-Komödie: Clueless – Was sonst! (1995) – mit Trailer – 7 Sterne

Clueless (1995) hat viele witzige Dialoge und Monologe. Im Grunde würde ich den Film deswegen fast lieber als Buch lesen, ähnlich wie Sex and the City. Die Handlung spielt keine Rolle – zwar bahnen sich verschiedene Beziehungen an und gehen wieder den Bach runter, doch letztlich zerfällt Clueless in Einzelepisoden, oder mehr noch, in pfiffige

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Franz. Spielfilm rezensiert: Der Swimmingpool (1969, mit Romy Schneider, Alain Delon, Jane Birkin) – 7 Sterne

Vom Pool zur Terrasse. Von der Terrasse in die Küche. Von dort weiter ins Schlafzimmer. Langsam, ja faul folgt die Kamera den Wegen der Darsteller – und den knusprig gebräunten Kurven Romy Schneiders. Die Sommerhitze liegt über Südfrankreich, man überhastet nichts. Ich habe leider nur einen Monat Ferien, sagt die Delon-Figur einmal; damals hatte man

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Rezension US-Tanz-Spielfilm: Dirty Dancing (1987, mit Patrick Swayze) – Trailer & 2 Tänze -7 Sterne

Der Film zeigt behagliche 60er-Jahre-Nostalgie. Selbst wenn die Billigproduktion mitunter wie Theater-AG und die Handlung nach Plotbaumarktmodulen aussieht, erscheint Dirty Dancing liebenswert, mitunter auch sinnlich ohne zuviel Schwüle. Patrick Swayze mit knackigem Mantafahrer-Charme tanzt klasse. Fast noch beweglicher scheint Cynthia Rhodes. Jennifer Grey (hier noch mit Original-Nase) wirkt besonders natürlich und gezielt nicht perfekt –

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Rezension Beerdiger-Komödie: Grabgeflüster – Liebe versetzt Särge (2002; mit Trailer) – 7 Sterne

Ich habe mich bestens amüsiert, und das, obwohl in den Haupt- und wichtigen Nebenrollen trantütige Endvierziger agieren, darunter gleich mehrere Bestattungsunternehmer. Trocken bösartiger Witz, schöne Szenenübergänge, doppelbödig unschuldig biederes Spiel vor allem von Brenda Blethyn als betrogenener Ehegattin. Zeitweise unerträglich spannend (engl. Titel Plots with a View). Eine Zeitlang habe ich mich gefreut, dass es

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James-Bond-Kritik: Casino Royale (2006, mit Daniel Craig) – mit Trailer – 7 Sterne

Technisch und dramaturgisch ist der 2006er-Bond vielleicht einer der stärksten. Inhalt und Dialoge jedoch: Geschmackssache. Starke Action, wenig Stil: Daniel Craig als neuer, proletarischer Bond redet weit weniger unterhaltsam als seine Vorgänger; nonchalante Ironie weicht verschwitzter Geschäftigkeit; geschüttelt oder gerührt, das ist diesem Heimkind egal. Im Angesicht einer Schönen gleitet er ins Menschelnde aus, klingt

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Rezension Hollywood-Klassiker: Ein Herz und eine Krone (1953, mit Audrey Hepburn, Gregory Peck) – mit Video – 7 Sterne

Gregory Peck ist amerikanischer Journalist in Rom. Zufällig läuft ihm Audrey Hepburn als Prinzessin in die Arme; sie will inkognito aus ihrem faden Alltag ausbrechen und landet sogar in seinem Bett. Wenn das mal keine Komödie wird, womöglich eine romantische. Verhaltene Komödie: Doch für eine Komödie ist Ein Herz und eine Krone (engl. Roman Holiday)

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Rezension deutscher TV-Spielfilm: Männertreu (2014, mit Matthias Brand) – mit Trailer – 7 Sterne

Der links-liberale Verleger ist so smart wie elegant – und er könnte Bundespräsident werden. Die Frau an seiner Seite ist erfolgreiche Scheidungsanwältin. Dass der Verleger ihr immer wieder untreu wird, bringt die Geschichte Männertreu ins Rollen. Starkes Spiel: Matthias Brandt und Suzanne von Borsody zeigen die reichen Arrivierten kalt-lässig überzeugend, mit nonchalanter Chuzpe. Matthias Brandt

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Rezension Theater-Farce: Noises off, von Michael Frayn (1982, dt. Der nackte Wahnsinn) – 7 Sterne

Theaterstücke gedruckt sind per se kein reines Lesevergnügen und dieses von 1982 vielleicht noch weniger als andere. Alle Figuren erscheinen mit zwei verschiedenen Namen im Text: So heißt eine Schauspielerin der Rahmenhandlung Belinda, doch im Stück im Stück spielt sie eine Flavia. Je nachdem, ob sich die Figur innerhalb oder außerhalb des Stücks im Stück

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Kritik Doku: Geheimnisvoller Garten (2014) – 7 Sterne – 1 Video

Der Doku-Zweiteiler des renommierten Naturfilmers Jan Haft zeigt unentwegt hinreißende Bilder: Vögel und Hornissen in Super-Zeitlupe, aufblühende Blumen und hochschießende Pilze in Super-Zeitraffer und Makro-Superweitwinkel, jeweils im Studio nachvertont. Das Ganze aus nächster Nähe, in satten Farben und bei stets blauem Himmel. Zusätzlich bewegt sich die Kamera oft horizontal, auch bei Zeitraffern und Nahaufnahmen. Idyllische

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Roman-Kritik Chinesen in England: Sour Sweet, von Timothy Mo (1982) – 7 Sterne

Gefühlt 65 Prozent des Buchs von 1982 widmet Mo einer Hongkong-chinesischen Kleinfamilie, die sich mit einer Imbissbude eine Existenz im ärmeren Teil Londons aufbaut – unterhaltsam, einfühlsam und mit trockenem Humor, dazu verblüffende Einblicke und Begegnungen. Es klingt, als sei Mo selbst dabei gewesen und hätte doch die nötige Distanz, die Entwicklung allgemeinverständlich und Roman-tauglich

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Rezension zynischer Kriegsroman: Catch-22, von Joseph Heller (1961) -7 Sterne

Zynischer Roman über eine US-Fliegerstation in Italien gegen Ende des zweiten Weltkriegs (dt. und engl. Titel Catch-22). Die Absurdität des Kriegs wird in vielen Facetten durchgespielt – meist nicht im Kampf, sondern im Fliegerhorst oder bei Ausflügen nach Rom. Der Ton ist trocken, nonchalant, sarkastisch, zynisch und unterhaltsam intellektuell. Brillanter Stil: Selten war ein Roman

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