Europa

Bücher, die auf Englisch erschienen, lese ich im Original.

Buchkritik Italien-Auswanderer: Die Oliven von San Pietro, ein italienisches Abenteuer, von Annie Hawes (2003, 1. Teil der Trilogie, engl. Extra Virgin) – 7 Sterne

Ich habe oft und laut gelacht. Und ich habe einiges gelernt: Italienisch, Ligurisch, Mentalität, Küche, Landwirtschaft. Ich konnte das Buch zeitweise kaum weglegen. Fragwürdiger Ton: Annie Hawes schreibt mit hochtouriger, deftiger und übertrieben wortreicher Ironie. Das ist unterhaltsam; man hat aber auch das Gefühl, dass sie dabei ihre italienischen Nachbarn verrät. So sah Hawes es…

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Bollywood + Salsa = Geht das? Amüsanter Hindi-Spanisch-Mix in zwei Songs

Bollywood und Salsa, Hindi und Spanisch – passt das zusammen? Zwei Bollywood-Spielfilme wagen die Kombination aus Sprachen und Stilen. Die indischen Macher suggerieren damit Europa-Urlaub, weltmännische Unbeschwertheit und lässig-kultivierten Reichtum. Das musikalische Ergebnis kann man gut anhören. Um diese zwei Filme geht es: Man lebt nur einmal – Zindagi Na Milegi Dobara, 2011 – mit…

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Deutscher Spielfilm in der Kritik: Berlin für Helden (2012, Regie Klaus Lemke) – mit Trailer – 7 Sterne

Seinen Darstellern zahlt Regisseur Klaus Lemke nur 50 Euro am Tag, darum laufen sie so prekär durch Berlin – bargeldlose, wilde Szenetypen, abgewirtschaftet, aber mit Stil. Ladenwohnungen in pittoresk schäbigen Stadtvierteln. Starke Atmosphäre, stark gespielt. Aber mickrige Handlung, die Kamera wackelig und manchmal unscharf. Immer wieder dieselben zwei oder drei Musikschnipsel – und dann nochmal,…

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Rezension historischer Bauernschwank: Die Chronik von Flechting, von Oskar Maria Graf (1925) – 7 Sterne

In einem Dorf am Starnberger See, so um 1850, gehen die Geschäfte gut, seit sich der König dort niedergelassen hat. Auch die Fargs, Außenseiter eigentlich, prosperieren mit Handwerk, harter Arbeit und Spekulation. Doch nichts bleibt, wie es ist. Einer belauert den anderen und will den eigenen Vorteil einfahren. Oskar Maria Graf schildert Schlaumeier, Ausg’schamte, Schaffer…

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Rezension Deutschland-Afrika-Spielfilm: Die Schlafkrankheit (2011; mit Trailer) – 7 Sterne

Langsame, ruhige Einstellungen, nach meiner Erinnerung komplett ohne Musik, so dass die Musik zum Abspann nach dem abrupten Ende gar nicht passt. Im ersten Teil spielen die Darsteller so beiläufig-natürlich, wie  man es selten sieht. Das Milieu erscheint überzeugend (Regie Ulrich Köhler, mit Pierre Bokma, Jean-Christophe Folly, Jenny Schily). Einige schöne Außenaufnahmen in Kamerun, aber…

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Rezension historischer Bayern-Roman: Die Ehe des Herrn Bolwieser, von Oskar Maria Graf (1931; mit Video) – 7 Sterne

Graf schreibt ein deftiges, kauziges, unterhaltsames, aber auch sehr treffsicheres Deutsch, er greift mit  Musik in die Saiten. Auf die Schüppe nimmt er Eheglück und Eheleid und das vordigitale, ja vorelektronische social network einer Kleinstadt in Bayern. Zunächst wirken die Verhältnisse noch halbwegs realistisch und erkenntnisstiftend, doch die Handlung driftet zunehmend in Richtung Satire und…

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Lustiger England-Roman rezensiert: Das Intimleben des Adrian Mole, 13 3/4 Jahre alt, von Sue Townsend (1982) – 7 Sterne

Nett, lustig, leicht. Kann man einfach so runterlesen, und die Unterteilung in viele viele kleine Tagebuch-Häppchen macht es noch leichter. Mitunter sind die Witze vorhersehbar, das Konstruktionsprinzip von Sue Townsend ist gut, aber zum Schluss etwas abgehangen. Aber es wird nie selbstgefällig, wie bei deutschen Autoren, die heimlich doch nur über sich selbst schreiben. Die…

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Rezension deutscher Roman: Die Haushälterin, von Jens Petersen (2005) – 7 Sterne

Ein schüchtern pubertierender Junge und sein arbeitsloser, oft alkoholisierter Vater rivalisieren um die Haushälterin. Die kommt weniger als „Raumpflegerin“ daher, eher wie eine sehr lebendige, durchaus anziehende Studentin. Die wenigen Darsteller werden sehr genau beobachtet, die wachsende Spannung und Anspannung im Haus ist mit Händen zu greifen und machte mich fast nervös, sogar ärgerlich. Dabei…

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Rezension Politik-Spielfilm: Der Rücktritt (2014, über Ch. Wulff) – mit Trailer – 7 Sterne

Intensiv, eindringlich inszeniert, in Edel-Optik gefilmt, sehr spannend, nur momentweise zu melodramatisch. Tolle Mischung aus Spielszenen und dokumentarischem Material – dass die Schauspieler den Originalen nicht perfekt ähneln, stört nicht (Anja Kling hat allerdings deutlich mehr Format als die Vorlage, Bettina Wulff). Anders als die auf ihre Art auch unterhaltsame zu Guttenberg-Verfilmung desselben Senders kommt…

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Rezension deutscher Spielfilm: Mensch Kotschie (2009) – mit Trailer – 7 Sterne

Das hat mich unterhalten: viele attraktive, überraschende Kameraeinstellungen, wenn auch etwas zu oft aus Vogelperspektive und mit etwas zu blauem Himmel; die Bilder beeindrucken noch mehr als die (ebenfalls markanten, aber spärlicheren) Dialoge staubtrockener Blick auf Alltagsabsurditäten und typische kleine Demütigungen, gelegentlich an Kaurismäki, Punch-Drunk Love oder American Beauty erinnernd das Midlife-Elend wird bis zur…

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Rezension deutsche Komödie: Einer meiner ältesten Freunde (1994) – 7 Sterne

Zwei lockere Jungs ziehen aus der Provinz nach München. Bald schon hat der eine, bravere, eine attraktive Freundin. Sie mag aber auch den anderen Zugereisten – und der ist ein cooler Hund, der nichts anbrennen lässt. Unbeschwerte Szenen: Die erste Filmhälfte zeigt die unbeschwerte Zeit des Kennenlernens und des Heiratsantrags. Das ist beste Komödie ohne…

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Historischer Afrika-England-Roman rezensiert: Der Eiskrem-Krieg, von William Boyd (1982) – 7 Sterne

Gut erzählt mit vielen kleinen Details, die das räumlich und zeitlich ferne Szenario fast in Vergrößerung zeigen. Dabei präsentiert William Boyd seine präzisen Einblicke so en passant, dass er nie angeberisch faktenhubernd klingt. Ebenso knapp, aber sehr detailliert schildert Boyd auch männliche Sexualität und Kriegsgreuel, mmmhh. Boyd schreibt unterhaltsam, aber mit reichem Wortschatz und viel…

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Rezension Schweiz-Roman: Die toten Männer, von Lukas Bärfuss (2002) – 7 Sterne

Der Ich-Erzähler schwärmt von einer Welt ohne Liebe und bevorzugt behelfsweise „Liebe ohne Gefühle“ wie bei seiner alten Mutter, die er sich gut in Edelstahlausführung vorstellen kann. Mit leicht abstrusen, aber genau geschilderten und auch etwas faszinierenden Gedanken will der EQ-Autist sich von allen und jedem distanzieren, verstrickt sich aber nur immer mehr mit seiner…

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Rezension Berlin-Roman: Menschen im Hotel, von Vicki Baum (1929) – 7 Sterne

Über weite Strecken eine schwungvolle Satire (von 1929). Schön, wie Vicki Baum die Schicksale verknüpft und einen Reigen wechselnder Begegnungen und Beziehungen auf engem Raum herstellt. Flotte Handlung: Die Handlung schnurrt schwungvoll durch wie ein gut aufgezogener Spielautomat, mit immer neuen Wendungen um die immer selbe Achse herum – das Hotel (weit flüssiger als der…

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Rezension deutsche Komödie: Karniggels (1991, Regie Detlev Buck) – mit Trailer – 7 Sterne

Die staubtrocken witzige Komödie zeigt einen Polizei-Azubi in norddeutschen Dörfern, Kuhmördern und Autodieben auf der Spur. Cool auf dem platten Land: Ähnlich wie bei den – stärkeren – Filmen von Adolf Winkelmann gilt: Die Jungs müssen Coolness zeigen. Ja sogar die Mädels, die Mädels von der Heide dürfen keine Verletzbarkeit zeigen. So gibt der strohblonde…

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Rezension deutsche Erzählung: Schweigeminute, von Siegfried Lenz (2008) – 7 Sterne – mit Video

Siegfried Lenz erzählt hauchzart eine Sommerliebe an der Ostsee, nur ein Sommer, zwischen Schüler und junger Lehrerin, vor einigen Jahrzehnten schon. Das Ende erfährt man gleich zu Beginn und Siegfried Lenz wechselt immer wieder die Zeitebene. Lenz, bei der Niederschrift über 80, erzählt in seiner ersten Liebesgeschichte betont behutsam, achtsam, rücksichtsvoll. Mitunter wirkt er dabei…

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Franz. Spielfilm rezensiert: Der Swimmingpool (1969, mit Romy Schneider, Alain Delon, Jane Birkin) – 7 Sterne

Vom Pool zur Terrasse. Von der Terrasse in die Küche. Von dort weiter ins Schlafzimmer. Langsam, ja faul folgt die Kamera den Wegen der Darsteller – und den knusprig gebräunten Kurven Romy Schneiders. Die Sommerhitze liegt über Südfrankreich, man überhastet nichts. Ich habe leider nur einen Monat Ferien, sagt die Delon-Figur einmal; damals hatte man…

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Rezension Beerdiger-Komödie: Grabgeflüster – Liebe versetzt Särge (2002; mit Trailer) – 7 Sterne

Ich habe mich bestens amüsiert, und das, obwohl in den Haupt- und wichtigen Nebenrollen trantütige Endvierziger agieren, darunter gleich mehrere Bestattungsunternehmer. Trocken bösartiger Witz, schöne Szenenübergänge, doppelbödig unschuldig biederes Spiel vor allem von Brenda Blethyn als betrogenener Ehegattin. Zeitweise unerträglich spannend (engl. Titel Plots with a View). Eine Zeitlang habe ich mich gefreut, dass es…

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Rezension Hollywood-Klassiker: Ein Herz und eine Krone (1953, mit Audrey Hepburn, Gregory Peck) – mit Video – 7 Sterne

Gregory Peck ist amerikanischer Journalist in Rom. Zufällig läuft ihm Audrey Hepburn als Prinzessin in die Arme; sie will inkognito aus ihrem faden Alltag ausbrechen und landet sogar in seinem Bett. Wenn das mal keine Komödie wird, womöglich eine romantische. Verhaltene Komödie: Doch für eine Komödie ist Ein Herz und eine Krone (engl. Roman Holiday)…

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Rezension deutscher TV-Spielfilm: Männertreu (2014, mit Matthias Brand) – mit Trailer – 7 Sterne

Der links-liberale Verleger ist so smart wie elegant – und er könnte Bundespräsident werden. Die Frau an seiner Seite ist erfolgreiche Scheidungsanwältin. Dass der Verleger ihr immer wieder untreu wird, bringt die Geschichte Männertreu ins Rollen. Starkes Spiel: Matthias Brandt und Suzanne von Borsody zeigen die reichen Arrivierten kalt-lässig überzeugend, mit nonchalanter Chuzpe. Matthias Brandt…

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Rezension Theater-Farce: Noises off, von Michael Frayn (1982, dt. Der nackte Wahnsinn) – 7 Sterne

Theaterstücke gedruckt sind per se kein reines Lesevergnügen und dieses von 1982 vielleicht noch weniger als andere. Alle Figuren erscheinen mit zwei verschiedenen Namen im Text: So heißt eine Schauspielerin der Rahmenhandlung Belinda, doch im Stück im Stück spielt sie eine Flavia. Je nachdem, ob sich die Figur innerhalb oder außerhalb des Stücks im Stück…

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Kritik Doku: Geheimnisvoller Garten (2014) – 7 Sterne – 1 Video

Der Doku-Zweiteiler des renommierten Naturfilmers Jan Haft zeigt unentwegt hinreißende Bilder: Vögel und Hornissen in Super-Zeitlupe, aufblühende Blumen und hochschießende Pilze in Super-Zeitraffer und Makro-Superweitwinkel, jeweils im Studio nachvertont. Das Ganze aus nächster Nähe, in satten Farben und bei stets blauem Himmel. Zusätzlich bewegt sich die Kamera oft horizontal, auch bei Zeitraffern und Nahaufnahmen. Idyllische…

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Roman-Kritik Chinesen in England: Sour Sweet, von Timothy Mo (1982) – 7 Sterne

Gefühlt 65 Prozent des Buchs von 1982 widmet Mo einer Hongkong-chinesischen Kleinfamilie, die sich mit einer Imbissbude eine Existenz im ärmeren Teil Londons aufbaut – unterhaltsam, einfühlsam und mit trockenem Humor, dazu verblüffende Einblicke und Begegnungen. Es klingt, als sei Mo selbst dabei gewesen und hätte doch die nötige Distanz, die Entwicklung allgemeinverständlich und Roman-tauglich…

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Bücher, die auf Englisch erschienen, lese ich im Original.

Rezension Italien-Auswanderer: Picknick im Olivenhain: Ein italienisches Abenteuer, von Annie Hawes (2004; Teil 2 der Trilogie) – 7 Sterne

Unterhaltsame, leicht konsumierbare Geschichten vom Leben in einem ligurischen Dorf (engl. Originaltitel Ripe for the Picking). Es geht viel ums Kochen, aber auch um Wein- und Olivenanbau, Hühnerzucht, Renovierung – und ums Eintauchen ins dörfliche italienische Familienleben: Denn Ripe for the Picking (ich hatte die englische Ausgabe) ist eine Art „Maria, ihm schmeckt’s nicht“ mit…

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Rezension US-Spielfilm: Before Midnight (2013, Teil 3 der „Before“-Reihe, mit Julie Delpy, Ethan Hawke) – mit Trailer – 7 Sterne

Jesse (Ethan Hawke) und Celine (Julie Delpy) verbringen mit ihren Zwillingstöchtern einen Urlaub in Griechenland, im Kreis einiger Autoren, im Jahr 2012. Man redet und redet. Nichts passiert. Die Vorgeschichte der Figuren kennen wir bereits aus den aufeinander aufbauenden Filmen Before Sunrise (1994) und Before Sunset (2003). Jetzt sind sie weitere neun Jahre älter. Rede-Fluss:…

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Rezension TV-Bericht: Journalismus von morgen – Die virtuelle Feder (Arte 2012) – 7 Sterne

Die Doku zeigt hochinteressante Einblicke in arbeitende Zeitungsredaktionen: Unter anderem Bild und Welt in Berlin, Le Monde in Paris und das mächtige Blatt Patrika im indischen Rajasthan, außerdem Lokalblätter in Frankreich und an der US-Ostküste. Dazu kommen die Meister der digitalen Contentvermarktung und Erfolgsmessung, unter anderem die Macher des Programms Chartbeat in New York und…

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Rezension TV-Spielfilm: Fremdgehen (2010) – mit Trailer – 7 Sterne

Thomas Sarbacher als verheirateter Staatsanwalt verlässt Hals über Kopf seine Frau (Antje Schmidt) und zieht mit einer türkischen Imbissbetreiberin und Putzfrau zusammen (Tanya Barut); die ist ebenfalls verheiratet und hat ein Kind. Der Mann erzeugt unlösbare Konflikte und im weiteren Verlauf könnte noch viel mehr kaputtgehen, als ohnehin zu erwarten war. Ohne viele Worte: Der…

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Spielfilm-Kritik: Zerrissene Umarmungen (2009, Regie Pedro Almodóvar, mit Penélope Cruz; mit Trailer) – 7 Sterne

Filme von Pedro Almodóvar sind immer eine Augenweide, notfalls sogar ohne Penélope Cruz. Bei diesem Film von 2009 kapriziert er sich nicht ganz so auf Primärfarben (außer im Selbstzitat aus seinem bunten Frauen am Ende des Nervenzusammenbruchs). Aber Almodóvar produziert immer noch viele klare, schöne, markante, helle Bilder, die lange im Gedächtnis bleiben. Wenn ich…

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Lustiger Roman rezensiert: Adrian Mole und die Achse des Bösen, von Sue Townsend (2006) – 7 Sterne

Und schwups hat man hundert Seiten gelesen, so leicht geht das runter, wenn auch anfänglich weniger lustig. Ab der zweiten Hälfte wird es bitterer, aber gleichzeitig auch humorvoller. Es ist ein Roman auf einer sehr geraden Zeitachse mit einem Kapitel pro Tag; es könnte auch ein normaler Roman sein: das Tagebuchschema spielt, anders als in…

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Bücher, die auf Englisch erschienen, lese ich im Original.

Rezension Italien-Bericht: Der Himmel über Kalabrien. Ein italienisches Familientreffen, von Annie Hawes (2006, Teil 3 der Trilogie) – 7 Sterne

Ingesamt erinnert das Buch (engl. Journey to the South: A Calabrian Homecoming) deutlich an Annie Hawes‘ zwei vorhergehende Italienbände (s.u.); man liest sie am besten vorher, muss es aber nicht unbedingt. Vorzüge: Hawes versucht, Sitten, Speisen und Personen sehr genau zu beschreiben. Sie lernt alles gut kennen, weil sie offensichtlich gut Italienisch und teils auch…

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Rezension romantische Komödie: About a Boy, oder: Der Tag der toten Ente (2002, mit Hugh Grant) – mit Trailer – 7 Sterne

Lässig, schwungvoll, in der ersten halben Stunde ungeniert spöttisch – ein Film, der Laune macht, selbst wenn er nach den Gesetzen der Romkom gestrickt ist. Ein paar Freaks und Schreckgespenster in Nebenrollen amüsieren, ohne zu viel Platz einzunehmen.

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