gut

In Andalusien war ich auch mal.

Rezension Andalusien-Bericht: Factory of Light, von Michael Jacobs (2004) – 8 Sterne – mit Videos

Jacobs schreibt warmherzig, liebevoll, und wir tauchen tief in die Dorfgesellschaft ein. Ein anderer Wahl-Andalusier, Chris Stewart, berichtet zwar auch sehr warmherzig – Stewart lebt jedoch isoliert am Berg und das mit Ehefrau, Kind und vielen Tieren, bekommt also weniger vom üblichen Dorfleben mit. Jacobs dagegen wohnt ohne Anhang mitten im Dorf Frailes (in einer…

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In Andalusien war ich auch mal.

Rezension Andalusien-Berichte: A Parrot in the Pepper Tree, von Chris Stewart (2002, Teil 2 von „Driving over Lemons“) – 7 Sterne

Lebhaft, warmherzig, unterhaltsam, dazu sehr spannend und überaus lustig – ich habe selten so oft bei einem Buch gelacht, und so laut, sogar bei den kurzen Abschnitten über England und Schweden, von denen ich mir wenig erhofft hatte. Ich habe mich bald wie ein Teil der Familie gefühlt, weil Chris Stewart auch recht ehrlich schreibt…

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In Andalusien war ich auch mal.

Rezension Andalusien-Buch: Leben im Publeo. Das 21. Jahrhundert hält Einzug in ein andalusisches Dorf, von David Baird (2004) – 7 Sterne

Dies ist kein Roman. Baird erzählt vom eigenen Leben in einem andalusischen Dorf. Er zog mit Frau in den 60er Jahren in ein baufälliges Haus und rekapituliert gut drei Jahrzehnte. Es gibt keine durchgehende Handlung, das Buch (engl. „Sunny Side Up“) erscheint sogar etwas heterogen und die Kapitel kann man weitgehend unabhängig voneinander lesen. Einzelne…

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Rezension Sachbuch: Der Iran: Die verschleierte Hochkultur, von Andrea Claudia Hoffmann (2009) – 7 Sterne

Hoffmann bombadiert unermüdlich und gelehrt mit Fakten, bilanziert 3000 Jahre Geschichte und Geistesgeschichte, bis hin zum gedanklichen Fundament des Ajatollah Khomenei. Quellenangaben fehlen zumeist, dennoch wirkt die Lektüre enorm informativ. Mitunter wären freilich Tabellen oder Diagramme besser als lange Absätze, zum Beispiel bei den Unterschieden zwischen Schia- und Sunni-Islam, bei den Schia-Imamen oder bei der…

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Rezension Iran-Sachbuch: City of Lies, von Ramita Navai (2014, über Teheran) – 7 Sterne

Navai schreibt professionell gut, spannend (ich hatte das englische Original). Sie verschafft verblüffende Einblicke in ein völlig unbekanntes Teheran, jedesmal packend erzählt, nie mit Happy End. Sie baut Statistiken, exotische Pressemeldungen und Staatskunde gekonnt ein. Navai berichtet aus einem einzigartigen Land über die ungewöhnlichsten Figuren, die eine ehrgeizige Reporterin für den umkämpften englischsprachigen Pressemarkt auftreiben…

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In Andalusien war ich auch mal.

Rezension historischer Spanien-Bericht 1935: As I Walked Out One Midsummer Morning, dt. An einem hellen Morgen ging ich fort, von Laurie Lee (1969) – 7 Sterne – mit Presse-Links & 2 Videos

Laurie Lee (1914 – 1997) beschreibt eine lange Wanderung Mitte der 30er: ein Kapitel über englische Dörfer, dann ein Jahr Geldverdienen in London, dann zu Fuß ein halbes Jahr durch Spanien, von Vigo über Valladolid und Madrid bis Sevilla, Cadíz und Málaga, zuletzt ein weiteres halbes Jahr in einem spanischen Küstendorf – mit einem abrupten,…

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Rezension Bollywood-Filmbuch: Sholay, The Making of a Classic, von Anupama Chopra (2000) – 7 Sterne

Amazon-Werbelinks: Bollywood | Shah Rukh Khan | Priyanka Chopra Was für ein Aufwand, was für ein Drama beim Filmen des Dramas, des absoluten Bollywood-Klassikers Sholay: Mehrere Hauptdarsteller wollen die Hauptdarstellerin heiraten – im richtigen Leben; betrunkene Hauptdarsteller schießen mit scharfer Munition knapp neben andere Hauptdarsteller (keine Eherivalen); Beamte müssen geschmiert werden; danach müssen die Antikorruptionsbeamten…

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Rezension Le Monde diplomatique: Indien – Die barfüßige Großmacht (2010) – 7 Sterne

Faktenreich referieren die Autoren – Wissenschaftler und ein paar Journalisten – vor allem über Politik und soziale Unruhen. Die Sympathie für alternative Ideen und machtlose Kleinbauern scheint gelegentlich durch. Ein buntes Magazin mit schönen Bildstrecken ist es nicht: „Indien, die barfüßige Großmacht“ zeigt einzelne, gute, groß aufgezogene Fotos. Aber die Bleiwüste dominiert. Nord- und Mittelindien…

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Bücher, die auf Englisch erschienen, lese ich im Original.

Buchkritik Italien-Auswanderer: Die Oliven von San Pietro, ein italienisches Abenteuer, von Annie Hawes (2003, 1. Teil der Trilogie, engl. Extra Virgin) – 7 Sterne

Ich habe oft und laut gelacht. Und ich habe einiges gelernt: Italienisch, Ligurisch, Mentalität, Küche, Landwirtschaft. Ich konnte das Buch zeitweise kaum weglegen. Fragwürdiger Ton: Annie Hawes schreibt mit hochtouriger, deftiger und übertrieben wortreicher Ironie. Das ist unterhaltsam; man hat aber auch das Gefühl, dass sie dabei ihre italienischen Nachbarn verrät. So sah Hawes es…

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Rezension Iran-Sachbuch: Persian Pilgrimages bzw. The Soul of Iran, von Afshin Molavi (2002, 2005) – 7 Sterne

Molavi schreibt so locker und gefällig, dass man ihm mühelos über 350 eng beschriebene Seiten folgt. Sogar Wiederholungen wie die stets wiederkehrenden Höflichkeitsrituale oder die Eigenheiten seiner örtlichen Freunde stören nicht übermäßig. Berichte aus allen Provinzen: Dabei reist der Autor, meist mit Iranern, stets Männern, in alle Ecken des weiten Landes und informiert nebenbei gründlich…

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Rezension Historischer Afrika-Bericht: Too Late to Turn Back: Barbara and Graham Greene in Liberia, von Barbara Greene – 7 Sterne

Vergnüglicher, kurzweiliger Bericht im Plauderton über eine anstrengende Wanderung durch die westafrikanischen Länder Sierra Leone und Liberia mit 30 einheimischen Helfern 1934 (dt. Im Hinterland). Über die selbe Wanderung berichtet auch Barbara Greenes berühmter Cousin Graham Greene im weit bekannteren Journey without Maps. Barbara Greenes Bericht ist aber besser zu lesen und frei von Abschweifungen….

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Rezension Afrika-Bericht: Auf der Fährte des Teufels: Zu Fuß durch Sierra Leone und Liberia, von Tim Butcher – 7 Sterne

Auf den Spuren von Graham und Barbara Greene wandert Preisjournalist Tim Butcher durch den liberischen Urwald, seine Reise beginnt mit einer Busfahrt durch Sierra Leone (engl. Titel Chasing the Devil; dt. Auf der Fährte des Teufels; ich hatte die englische Fassung und kann die Übersetzung nicht beurteilen). Amazon-Werbelinks: Ganz Afrika | Südafrika | Kenia |…

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Rezension 1950er-Hongkong-Memoiren: Gweilo, von Martin Booth (2004, US-Titel Golden Boy) – 7 Sterne – mit Presse-Links

1952 kommt der Engländer Martin Booth als Siebenjähriger mit seinen Eltern nach Hongkong und bleibt drei Jahre. Er erkundet die Straßen allein und ist bald mit vielen Händlern und Dienstboten befreundet. Er testet Knallfrösche und gebratene Käfer. Alle sind nett zum kleinen Martin, auch weil sein blondes Haar Glück verspricht. Booth (1944 – 2004) beschreibt…

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2 Bangladesch-Reiseführer von 2012 im Vergleich: Bradt Guide, Lonely Planet – 9 Sterne, 3 Sterne

In Dhaka und Umgebung (also nicht in ganz Bangladesch) habe ich diese zwei Bücher verwendet: Bangladesh, Lonely Planet Verlag, 2012 – 9 Sterne Bangladesh, Bradt-Verlag, 2012 – 3 Sterne Mein Fazit: Der Bradt-Guide ist weitaus ausführlicher, er richtet sich teils eher an expats als an Touristen. Der Bradt-Guide liefert speziell in Dhaka eine viel größere…

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Rezension Sierra Leone-Bericht: Green Oranges on Lion Mountain, von Emily Joy, fast identisch mit What for Chop Today: Her Mission was to Save Lives, von Gail Haddock bzw. (2001) – 8 Sterne

Dieser Sierra Leone-Bericht erschien fast identisch zweimal mit zwei verschiedenen Titeln und Autorennamen: Zuerst: What for Chop Today: Her Mission Was to Save Lives, von Gail Haddock (das ist ihr richtiger Name) Und dann: Green Oranges on Lion Mountain, von Emily Joy (später erschienen unter Pseudonym, Sierra Leone wird in Lion Mountain übersetzt, mit Nachträgen,…

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Reiseführer-Rezension von 2009: The Gambia & Senegal, von Katharina Kane – 7 Sterne

Katharina Loebeck Kane schildert Senegal und Gambia wirklich genau und kennerhaft, speziell Musik- und Vogelfreunde kommen auf ihre Kosten. Ich bin auf keine einzige falsche Telefonnummer gestoßen – das schafft nicht jeder Lonely Planet. Dass die Internet- und E-Mail-Adressen aus dem Senegambia-Lonely-Planet oft nicht funktionieren, kann man Loebeck Kane nicht anlasten: Ganz offenbar wechseln oder…

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Rezension Afrikabericht: French Lessons in Africa: Travels with My Briefcase Through French Africa, von Peter Biddlecombe (1992) – 7 Sterne

Der unterhaltsame Band endet etwa 1993, als Mobutu Sese Seko noch für Schlagzeilen sorgte. Biddlecombe berichtet rund 50 Seiten lang aus jedem Land Französisch-Afrikas. Viele Begegnungen: Dabei sind die Kapitel sehr unterschiedlich aufgebaut, folgen keinem festen Schema. Mitunter beginnt Biddlecombe mitten in einem Länderkapitel mit ausgedehnten Schwenks und Vergleichen zu anderen Ländern. In „Senegal“ kommentiert…

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