Drama

Kritik: Ohne Liebe, von Marie von Ebner-Eschenbach (1888 ) – 6/10

Das ist eine flapsige Salonkomödie, schnelle Gags und Ideenvermittlung gehen vor psychologischen Tiefgang. Der Witz resultiert aus dem spöttischen Selbstbewusstsein, mit dem Gräfin Emma (24) ihre Verehrer und den Ehestand auf Distanz hält; und wie trübtassig die Galane sich von Emma abservieren lassen; und warum Emma schließlich doch – Marie von Ebner-Eschenbach  (1830 – 1916) […]

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Kritik: Pygmalion, Theaterstück von George Bernhard Shaw (1913) – 7/10

Das Theaterstück hat witzige Dialoge, markante Charaktere und eine pfiffige Grundidee. Bernard Shaws Ideen von Klassismus und Antimaskulinismus klingen aber zu belehrend durch. Unrealistisch ist die Geschichte zudem – “exceedingly improbable” laut Shaws eigenem “Sequel”. Dieses Drama wirkt überdies mehr wie ein Roman in Dramenform, es scheint in der Originalfassung schwer aufführbar mit Straßenszenen im

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Kritik Theaterstück: Frau Warrens Beruf, von Bernard Shaw (1894, engl. Mrs Warren’s Profession) – 6/10

Das Stück hat amüsante Dialoge, einige Wendungen und regt zum Nachdenken an. Im letzten Akt verblüfft der Wechsel von komfortablen Landgütern in ein schlichtes Stadtbüro. Bernard Shaws Drama klingt jedoch auch künstlich und konstruiert. So sagt  Herbert Geisen im Nachwort der reclam-Ausgabe: Immer wieder durchbricht er die realistische Darstellungsweise, um den Parabelcharakter des Stücks herauszustellen

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Kritik Theaterstück: Bunbury – Ernst sein ist alles, von Oscar Wilde (1895) – 6/10

Das ist witzig und allzu routiniert geschnitzt: Oscar Wildes Figuren parlieren in einer Tour widersprüchlich, respektlos oder gegen die Norm. Sie gewinnen wenig Kontur, weil ihr Dialog immer die Lustspielmaschine befeuern muss. Speziell die zwei jungen Damen reden zu absurd und gekünstelt dümmlich, und beide wollen nur einen Mann namens Ernst heiraten, alles klar. (Engl.

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Kritik Theaterstück: Lady Windermeres Fächer, von Oscar Wilde (1892) – 7/10

Der Cast schnurrt gut aufgezogen übers aalglatt ölige Parkett. Oscar Wilde kredenzt v.a. in den ersten beiden Akten ein köstliches Aperçu nach dem anderen. Plot und Dialog basieren nicht immer auf Realismus und Psychologie, wirken teils mechanisch nach den Regeln der Theaterfarce konstruiert. (Engl. Titel Lady Windermere’s Fan.) Amazon-Werbelinks: Oscar Wilde allgemein | Ernst sein

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Kritik Theaterstück: Ein idealer Gatte, von Oscar Wilde (1895) – 6/10

Das Theaterstück handelt von Moral, Politik und Erpressung mit Rufmord. Im dritten von vier Akten wird daraus plötzlich eine schnelle Verwechslungskomödie, und nebenbei kommt wenig glaubwürdig Liebe ins Spiel. Einige Figuren wirken besonders unrealistisch, so die hysterisch schwankende Lady Chiltern und die boshaft feixende Mrs Chevely. Manche Monologe in diesem Stück ziehen sich über eine

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