Julian Barnes

Kritik Kurzgeschichten: Der Zitronentisch, von Julian Barnes (2004, engl. The Lemon Table) – 7/10

Gesamteindruck: Die Kurzgeschichten handeln vom Älterwerden, bis zur Demenz, an ganz unterschiedlichen Orten in unterschiedlichen Jahrhunderten und Gesellschaftsschichten. Julian Barnes beobachtet sehr genau und schreibt oft kunstvoll sparsam – so wie eine seiner Figuren „simple, hard, true” sprechen möchte. Andererseits textet Julian Barnes je nach Kontext gern extravagant: cartilaginous… waxy grottoes ((das Ohr-Innere)) Außerdem Wiederkehrendes: […]

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Romankritik: Die einzige Geschichte, von Julian Barnes (2018, engl. The Only Story) – 7/10 Sterne

A nineteen-year-old boy, or nearly-man, and a forty-eight-year-old woman? Das fragt der Ich-Erzähler zu Beginn verblüfft – doch es funktioniert in diesem Roman über viele Jahre, jedenfalls für die zwei Hauptfiguren, weniger für die Familien und den Tennisclub, in dem sie sich begegneten (ich kenne nur die engl. Fassung und kann die Eindeutschung der langjährigen

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Romankritik: Liebe usw., von Julian Barnes (2000, engl. Love etc) – 5/10 Sterne

Nach einigem Vorgeplänkel schließt der Roman Love etc. nahtlos an den Vorgänger Darüber reden (engl. Talking It Over, 1991) an. Das heißt auch: Es gibt wieder endlose Schwafelei von Oliver/Ollie. Ich hätte gewettet, dass Autor Julian Barnes die Logorrhoe seines evtl. Alter ego im zweiten Band zügelt. Aber nein, Ollie muss wieder obsolete  Betrachtungen und

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Romankritik: Darüber reden, von Julian Barnes (1991, engl. Talking It Over) – 6/10 Sterne – mit Video

Drei Personen reden abwechselnd direkt zum Leser und schildern jeweils ihre Sicht eines sich anbahnenden Liebesdreiecks; teils erzählen sie ihre Geschichte fortlaufend, ohne Überlappung. Diese interessante Konstruktion schwächt Julian Barnes durch die Geschwätzigkeit und Blasiertheit der Figur Oliver/Ollie samt Angeber-Fremdwörtern („Gillian’s rebarbatively quotidian motor-car“) und anlasslosem Deutsch oder Französisch mitten im englischen Satz (ich kenne

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Kritik Kurzgeschichten: Unbefugtes Betreten, von Julian Barnes (2011, engl. Pulse) – 6/10 Sterne

Julian Barnes hat oft eine souveräne Erzählstimme und teils bärenstarke Dialoge, ist wiederholt lässig, originell, witzig („‚riding a hobby horse to death is flogging a dead metaphor“). Ich habe tatsächlich öfter gelacht, wann gibt’s das schon. Andererseits handeln zwei Geschichten ziemlich schmerzlich auch von Krebstod – „Barnes writes wonderfully about dying“, schwelgt eine Kritikerin. Gelegentlich

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