Buch

Kritik 3 Kurzgeschichten aus: Too Much Happiness (2009), von Alice Munro

Diese Sammlung hat, warnt der Guardian, several stories featuring violent death Darum habe ich nach Vorrecherchen nur drei Geschichten gelesen. Doch schon dafür lohnt sich das Buch, dessen englische Ausgabe man wie üblich gebraucht günstig bekommt. Fiction (2009) – 7,5/10 Joyce und Jon leben auf einem einsamen Gehöft. Nach der Trennung heiratet Joyce Matt, doch…

Kritik 3 Kurzgeschichten aus: Too Much Happiness (2009), von Alice Munro Weiterlesen »

Rezension 5 Kurzgeschichten aus: Runaway, von Alice Monroe (2004) – 7/10

Gemeinsamkeiten: Mehrere Geschichten liefern Frauen, die sich weit mehr für Bildung und Künste interessieren als ihre provinzielle Umgebung: Juliet aus der Juliet-Reihe ist hochgebildet, vor allem in klassischen Sprachen, so wie auch die Hauptfigur Grace in der Geschichte “Passion” Robin in der Geschichte „Tricks“ interessiert sich mehr für Shakespeare als ihre kleinstädtische Umwelt Die Frauen…

Rezension 5 Kurzgeschichten aus: Runaway, von Alice Monroe (2004) – 7/10 Weiterlesen »

Lese-Eindruck Erzählungen Bernd Cailloux: german writing (2006)

Die kleine Satiren amüsieren teils mild. Bernd Cailloux berichtet vermeintlich aus dem Schriftstellerleben, erzählt aber auch alles andere – angehende Schauspieler, nächtliche Berlinstreifzüge, Rozanne aus Kalifornien in Oklahoma und ihre fünf Mal verheiratete Mutter. Die Texte klingen matt und selbstgefällig, dafür steht z.B. dieser Ausschnitt: Auf den letzten Metern zum Zeitungscafé konnte ich mich gerade…

Lese-Eindruck Erzählungen Bernd Cailloux: german writing (2006) Weiterlesen »

Sachbuchkritik: Der Tag danach, von Michael Jürgs (2005) – 6/10

Natürlich redet Michael Jürgs nicht nur über den Tag danach, sondern er rafft ganze Biografien auf meist zehn Seiten zusammen, teils mehrere einschneidende Erlebnisse knapp beisammen (z.B. Entlassung und Schlaganfall bei Manfred Bissinger, ebenso zwei getrennte Ereignisse für den Studenten und später für den Journalisten Ulrich Wickert) und teils gleich mehrere Tage danach (wie bei…

Sachbuchkritik: Der Tag danach, von Michael Jürgs (2005) – 6/10 Weiterlesen »

Thailand

Romankritik: Burma Sahib, von Paul Theroux (2024) – 7/10

Fazit: Paul Theroux gelingt ein stimmungsvoller, atmosphärischer Roman (reine Fiktion) mit spannenden Dialogen, Details, Konflikten, Querbezügen und lebendigen Protagonisten – teils meisterlich, teils geborener Erzähler. Der Autor bringt jedoch zu viel Belehrung, Kolonialsprech und Altherrenerotik. Filmi filmi: Der Mann kann erzählen, einerseits; man fühlt sich sofort in einem Historienfilm von Merchant-Ivory: She remained in the…

Romankritik: Burma Sahib, von Paul Theroux (2024) – 7/10 Weiterlesen »

Thailand

Heftkritik: The Passenger: Thailand (2025) – 7/10

Dieses englische Buch/Heft “for explorers of the world” ist denkbar untouristisch: die Wörter “Phuket” oder “Ko Samui“ kommen vermutlich nicht vor, vielleicht auch nicht das Wort ”Strand”. Das Wort „tourist“ steht in ein paar Bildunterschriften und in den Artikeln über Instagram-kompatible Bergvölker sowie in dem über Geisterglaube: Farang have no soul, so when they die…

Heftkritik: The Passenger: Thailand (2025) – 7/10 Weiterlesen »

Lese-Eindruck: Arrivals, Departures and the Adventures In-Between, von Christopher O’Shaughnessy (2014)

Der Autor schreibt munter schon ab dem Vorwort: Most audiences, out of politeness , applaud at the beginning of a presentation… please applaud now for the pages you’re about to read Der joviale Ton ist oft gut lesbar sowie zu wortreich. Peinlich wird es bei den Bildchen, die man QR-Code abrufen kann: allzu persönliche Privataufnahmen,…

Lese-Eindruck: Arrivals, Departures and the Adventures In-Between, von Christopher O’Shaughnessy (2014) Weiterlesen »

Romankritik: Big Swiss, von Jen Beagin (2023) – 5/10

Der Roman ist voll Selbstmord, Sex, Vergewaltigung, Haustierfixiertheit, Drogen, Bienen, Analem, Mini-Eseln, Muttertochterproblemen und Freaks. Die Autorin studierte Creative Writing in Kalifornien – so liest sich das auch, kreativ und kalifornien. Manche halten das für einen Qualitätsbeweis. Das Buch braucht Triggerwarnungen für Hunde- und Menschenfreunde (ich gendere nicht), obwohl und weil eine Figur beruhigend zu…

Romankritik: Big Swiss, von Jen Beagin (2023) – 5/10 Weiterlesen »

Sachbuchkritik: The Newlyweds. Fighting for Love in the New India, von Mansi Choksi (2022) – 8/10

Dieses Reportagebuch ist intensiv wie ein Filmskript. Die Autorin lernte das Journalistenhandwerk an der Columbia-Universität; sie ist aufdringlich nah an ihren Figuren, verrät intime Gefühle, Wortwechsel und Tagebuchnotizen, nennt Klarnamen. Mansi Choksi berichtet auch grausame körperliche und seelische Übergriffe, und selbst darüber hinaus fiel mir die Lektüre nicht leicht – das Pausieren aber auch nicht….

Sachbuchkritik: The Newlyweds. Fighting for Love in the New India, von Mansi Choksi (2022) – 8/10 Weiterlesen »

Kritik: Ohne Liebe, von Marie von Ebner-Eschenbach (1888 ) – 6/10

Das ist eine flapsige Salonkomödie, schnelle Gags und Ideenvermittlung gehen vor psychologischen Tiefgang. Der Witz resultiert aus dem spöttischen Selbstbewusstsein, mit dem Gräfin Emma (24) ihre Verehrer und den Ehestand auf Distanz hält; und wie trübtassig die Galane sich von Emma abservieren lassen; und warum Emma schließlich doch – Marie von Ebner-Eschenbach  (1830 – 1916)…

Kritik: Ohne Liebe, von Marie von Ebner-Eschenbach (1888 ) – 6/10 Weiterlesen »

Romankritik: Božena, von Marie von Ebner-Eschenbach (1876) – 7/10

Marie von Ebner-Eschenbach schreibt kraftvolles, einfühlsames Deutsch, gelegentlich mit triefendem Spott, etwa bei speichelleckerischen Briefen und enttäuschten Liebesgockeln, mal auch schwülstig pathetisch. Ihre Dialoge und Begegnungen haben Spannung und Zwischentöne, auch wenn die Autorin gelegentlich zu deutlich erklärt. Etwa bei einer unliebsamen Besucherin, die man gleichwohl freudig anheucheln muss: Sie bezeigte eine überschwengliche, mit einem…

Romankritik: Božena, von Marie von Ebner-Eschenbach (1876) – 7/10 Weiterlesen »

Kritik Sachbuch: Feeding the Machine. Hinter den Kulissen der KI-Imperien, von James Muldoon, Mark Graham, Callum Cant (2025) – 6/10

Die Autoren schreiben sehr lesbar, in jedem Kapitel zunächst orientiert an einzelnen, eventuell anonymisierten Personen – Annotatoren, Investoren, Techniker, Ingenieure. Sie schreiben nie detailliert über private KI-Endanwender – jedoch über KI-Einsatz in Amazon-Lagerhäusern und Personalabteilungen. Urheberrechtsverletzungen werden nur bei einer kopierten Sprecherstimme ausführlich diskutiert, nicht bei Text; möglicher politischer Missbrauch durch Demagogen kommt gar nicht…

Kritik Sachbuch: Feeding the Machine. Hinter den Kulissen der KI-Imperien, von James Muldoon, Mark Graham, Callum Cant (2025) – 6/10 Weiterlesen »

Thailand

Romankritik: Seebarsch und Süßkartoffeln, von Pensri Kiengsiri (2006, engl. Love in the Fish Market) – 6/10

Drama auf dem Thonglor-Markt an der Sukhumvit-Straße in diesem Roman, der ab 12 oder 13 Jahren Alter empfohlen wird: Kim-lang, die schöne Tochter der Fischhändlerin Kim-huai, soll Chaturong heiraten, Sohn des Fleischhändlers Tek-hai. Sie interessiert sich aber mehr für den Gemüsehändler Paramet vom Marktstand schräg gegenüber ihrer Mutter. Der macht ihr quer über den Gang…

Romankritik: Seebarsch und Süßkartoffeln, von Pensri Kiengsiri (2006, engl. Love in the Fish Market) – 6/10 Weiterlesen »

David Nicholls

Romankritik: Zwei in einem Leben, von David Nicholls (2024, engl. You Are Here) – 8/10

Fazit: David Nicholls schreibt wie immer reizvolle Dialoge mit Zwischentönen und feinem, verblüffendem Humor. Gelegentlich liefert er zu viele geografische und andere Details. Die Handlung ist lange unspektakulär, doch voll amüsant heikler Momente und relativ realistisch. Drama gibt es in den ersten drei Vierteln nur per Rückblende auf Konflikte in der Vergangenheit; umso mehr Spannung…

Romankritik: Zwei in einem Leben, von David Nicholls (2024, engl. You Are Here) – 8/10 Weiterlesen »

Buchkritik: Iowa, von Stefanie Sargnagel (2023) – 4/10

Das Machwerk (Buch) braucht eine Triggerwarnung. Diese Rezi (Machwerk) auch. Die Triggerwarnung für das Buch lautet: Vorsicht bitte, hier sargnagelt die Steffi über random Zeugs, gelegentlich lustig, gelegentlich “mit Iowabezug”. Ich Unschuldslamm dachte, hier kommen selbsterlebtes US-College-Treiben und Iowa. Stattdessen beginnt Stefanie Sargnagel mit versifften Berlinhipstern (ich gendere nicht, ätsch), die sich per Schrebergartenfaselei eine…

Buchkritik: Iowa, von Stefanie Sargnagel (2023) – 4/10 Weiterlesen »

Kritik Reisebericht: Kingdom of the Filmstars, Journey into Jordan, von Annie Caulfield (1997) – 7/10

Fazit: Annie Caulfield schreibt witzig, gelegentlich gezwungen witzig, aber meist humorvoll, warmherzig und scharf beobachtend. Ihre interkulturellen Erlebnisse in der Beduinenfamilie ihres Partners mit traditionellen und westlichen Elementen klingen wundervoll; ein Pistolenheld und eine Beziehungskrise peppen die Story auf. Man erfährt viel Persönliches über den Alltag in Hauptstadt und Wüste – und über interkulturelle Liebe….

Kritik Reisebericht: Kingdom of the Filmstars, Journey into Jordan, von Annie Caulfield (1997) – 7/10 Weiterlesen »

Kritik Kurzgeschichten aus: Seitensprung, von William Trevor (2004, engl. A Bit on the Side) – 6,44/10

Gemeinsame Eigenschaften der Geschichten: graue, traurige, ältere Gestalten (“his wasted features and old man’s bloodshot eyes“); Rückblicke voll resignierter Melancholie; ödes irisches Landleben, in dem Konventionen streng befolgt werden; schlechte Zähne; relativ kurz, so dass die Geschichte in den New Yorker passt; makellos elegant fließender, oft wehmütiger Ton In einem Totenhaus – 7,5/10 (engl. Sitting…

Kritik Kurzgeschichten aus: Seitensprung, von William Trevor (2004, engl. A Bit on the Side) – 6,44/10 Weiterlesen »

Romankritik: Writers & Lovers, von Lily King (2020) – 7/10

Fazit: Witzige, scharfe Dialoge und schöne Beobachtungen aus dem Familien-, Beziehungs-, Literatur-, Arbeitsleben. Doch die Autorin überfrachtet den Roman mit Problemen, vor allem mit Trauer: Die Ich-Erzählerin trauert ausführlich um ihre verstorbene Mutter und ist zeitweise mit einem Witwer und Vater zusammen, auch dort wird getrauert; außerdem Trauer in der Literaturwelt; nicht zu vergessen Mini-Psychosen,…

Romankritik: Writers & Lovers, von Lily King (2020) – 7/10 Weiterlesen »

Romankritik: Zwischen den Palästen, von Nagib Machfus (1956, Kairoer Trilogie Teil 1) – 7/10

In der siebenköpfigen Familie von Abd al-Gawwad laufen verschiedene Vorabenddramen parallel ab: Jasin will nicht, dass seine geschiedene Mutter wieder heiratet und ihn so enterbt; der Herr des Hauses steigt einer üppigen Tänzerin nach, dann der verwitweten Nachbarin; und sein Sohn Jasin bespringt alles, was vorn und hinten drall ist – Gattin, Musikantin, Hausmagd, ob…

Romankritik: Zwischen den Palästen, von Nagib Machfus (1956, Kairoer Trilogie Teil 1) – 7/10 Weiterlesen »

Romankritik: Swimming Lessons and Other Stories from Firozsha Baag, von Rohinton Mistry (1987) – 7/10

Der Autor liefert gefühlsechte Einblicke in alltägliche Mittelschicht in einem Wohnblock in Mumbai – mehrfach lustig, skurril, momentweise berührend oder verstörend. Es gibt ein paar Auswanderer in New York und Toronto, keine Hauptfigur, keine arrangierte Ehe und nur einmal (verhinderte) Liebe. Rohinton Mistry bringt zu viele indische Wörter, und ich kann nicht einmal die Sprache…

Romankritik: Swimming Lessons and Other Stories from Firozsha Baag, von Rohinton Mistry (1987) – 7/10 Weiterlesen »

Buch unter Baum

Kritik Bücher-Buch: The Complete Polysyllabic Spree, von Nick Hornby – 6/10

Vor jedem kurzen Kapitel gibt es zwei Listen mit gekauften und mit tatsächlich gelesenen Büchern. Listen mit geschenkten oder geliehenen Büchern gibt es nicht; bei einzelnen gelesenen Büchern steht jedoch „not bought”. Büchereien spielen keine Rolle. Mindestens fünfmal bringt Nick Hornby mehrseitige Textproben aus Büchern, die er bespricht, so aus einem Autismusbuch, aus David Copperfield,…

Kritik Bücher-Buch: The Complete Polysyllabic Spree, von Nick Hornby – 6/10 Weiterlesen »

Romankritik: Atemübungen, von Anne Tyler (engl. Breathing Lessons, 1988) – 7/10

Der Roman beginnt genüsslich mit einem gereizten, dutzende Seiten langen Dialog zwischen den Eheleuten Maggie und Ira, unterwegs im Auto zu einer Trauerfeier. Die Rückfahrt am selben Tag glänzt mit weiteren ausgedehnten, mild absurden Dialogen, auch mit Zufallsbekanntschaften, die teils wie eingeschobene Kabarettstücke klingen, die nicht unbedingt zur Hauptgeschichte gehören. Die Autorin macht uns zunächst…

Romankritik: Atemübungen, von Anne Tyler (engl. Breathing Lessons, 1988) – 7/10 Weiterlesen »

Romankritik: Im Krieg und in der Liebe (engl. The Amateur Marriage), von Anne Tyler (2004) – 7/10

Anne Tyler schreibt hochatmosphärisch, mit packenden Details und kleinen, intimen Konflikten. Sie schildert kleine Leute aus den Vororten. Sie schreibt meist hochgradig realistisch und nüchtern, ohne bizarre Zufälle, nur bei der Suche nach dem verschwundenen Kind wunderte mich zeitweise etwas. Sie verzichtet auf dräuende Andeutungen oder Symbole und vorahnungsvolle Träume. Sie verallgemeinert nicht und fasst…

Romankritik: Im Krieg und in der Liebe (engl. The Amateur Marriage), von Anne Tyler (2004) – 7/10 Weiterlesen »

Romankritik: Redhead by the Side of the Road, von Anne Tyler (2020) – 7/10

Das ist schön menschlich und alltäglich, ohne haarsträubende Zufälle oder Ausgeflipptheiten. Doch die Dialoge klingen teils zu filmreif oder bedeutungsvoll, ebenso wie einige Details – angefangen bei der Souterrainwohnung mit den Fensterschlitzen. Ein Beispiel: Kurz bevor der vermeintliche Sohn auftaucht, träumt die einsame Hauptfigur von einem Baby. Später wird uns explizit erklärt, dass aus diesem…

Romankritik: Redhead by the Side of the Road, von Anne Tyler (2020) – 7/10 Weiterlesen »

Lese-Eindruck: Scoop, von Evelyn Waugh (1938) – 6/10

Flott formuliert, bizarr karikiert, und manchmal schlicht zu routiniert: Evelyn Waugh schreibt elegant, lustig und mit pfiffigen Details und Dialogen. Er versteht es, Spannung aufzubauen. Doch die Handlung ist komplett unrealistisch, die Hauptfiguren sind grenzdebil und maßlos übertrieben – man denkt an Dick und Doof. Der  Erzähler sagt selbst, dass eine Nebenfigur im Ministeramt sich…

Lese-Eindruck: Scoop, von Evelyn Waugh (1938) – 6/10 Weiterlesen »

Kritik Biografie: Rudolf Augstein, von Peter Merseburger (2007) – 6/10

Dies ist keine Biografie. Dies ist eine episodische bundesdeutsche Zeitgeschichte mit gelegentlichen Schwenks auf Rudolf Augsteins einschlägige Leitartikel, Briefe und Vorträge. Tiefschürfend am Thema vorbei recherchiert. Über Augstein sagt Peter Merseburger, er habe sich zeitlebens mehr für Männer, die Geschichte machen, interessiert als für die strukturelle Seite der Historie Über Merseburgers Augstein-Buch sagt Hans D….

Kritik Biografie: Rudolf Augstein, von Peter Merseburger (2007) – 6/10 Weiterlesen »

Memoirenkritik: Der Herausgeber (2016), von Irma Nelles – 5/10

Geschickt vermischt Irma Nelles  Privates, Spiegel-Interna und bundesdeutsche Zeitgeschichte. Schon als Kind hörte sie Vater und Lehrerin ehrfürchtig von Rudolf Augstein reden. Sie beginnt mit dem Tod Rudolf Augsteins und springt dann in ihre Kindheit; so macht man das in modernen Büchern. Sie schreibt gefühlvoll und sehr menschlich, wahrt Takt, ohne Schwieriges komplett auszusparen. Fast…

Memoirenkritik: Der Herausgeber (2016), von Irma Nelles – 5/10 Weiterlesen »

Romankritik: Yellowface, von Rebecca F. Kuang (2023) – 7/10

Kuang schreibt sehr leicht lesbar und liefert genüsslichen Klatsch aus der Verlags-, Wokeness- und Twitter-Welt. Teils fühlt man sich in einem Krimi. Nur Liebe spielt keine große Rolle. Kuang übertreibt die Satire etwas. Ein weißer Mann, eine weiße Frau dürften so etwas nie schreiben. (Ich kenne nur das englische Original und kann die Eindeutschung von…

Romankritik: Yellowface, von Rebecca F. Kuang (2023) – 7/10 Weiterlesen »

Romankritik: The Tortoise and the Hare, von Elizabeth Jenkins (1954) – 7/10

Elizabeth Jenkins textet im ersten Buchdrittel zu blümerant, verwendet gern überflüssig doppelte Negierungen. Sie schildert im ersten Drittel, um alles zu erklären, ausgiebig Vergangenes, Gedanken und Bezüge, schreibt zu wenig direkte Handlung und Dialog in der erzählten Jetzt-Zeit. Berichtet sie eine Interaktion direkt, klingt das  psychologisch genau und mit stimmigem Dialog – aber dann kommen…

Romankritik: The Tortoise and the Hare, von Elizabeth Jenkins (1954) – 7/10 Weiterlesen »

Lese-Eindruck: Einfach losfahren, von Fabio Volo (2006)

Das Buch liest sich leicht und seicht. Die Hauptfiguren sind Hallodris, die auch so reden und erzählen. Klogewohnheiten: Der Ich-Erzähler beschreibt unangenehm detailliert sein Prozedere auf dem Klo, separat für kleines und großes Geschäft. Auch Wichsen ins Handtuch und Dickdarmspülung mit Wasser diskutiert er mit Lesern oder Kumpel – und “in dem Moment kam unser…

Lese-Eindruck: Einfach losfahren, von Fabio Volo (2006) Weiterlesen »

Biografie-Kritik: Henri Nannen, Der Herr vom Stern, von Hermann Schreiber (1999) – 7/10

Hermann Schreiber übertreibt es: er beginnt nicht nur mit gleich 2 Vorwörtern (Idealwert: 0), sondern rekurriert sofort auf die „Hafenstadt Emden… zu Zeiten ihrer Hochblüte im 16. Jahrhundert“. Wo ist der stern-Chef? Keine Quellenangaben: Hermann Schreiber (1929 – 2020) recherchierte erkennbar tief, redet im Vorwort von “zwei Jahren intensiver Nachforschung”, wühlte in Drucksachen seit den…

Biografie-Kritik: Henri Nannen, Der Herr vom Stern, von Hermann Schreiber (1999) – 7/10 Weiterlesen »

Nach oben scrollen