Tag Archive for Mira Nair

Rezension indischer Spielfilm: Salaam Bombay! (1988, Regie Mira Nair; mit Trailer) – 9 Sterne

Wunderschöne Bilder von schönen Menschen in extrem unschöner Lage. Toll gefilmt, toll recherchiert, an Originalschauplätzen in den Straßen und Kammern des Millionenmolochs, fast eine Dokumentation mit eingestreuter Spielhandlung (die Regisseurin und studierte Havard-Soziologin Mira Nair hatte zuvor Dokumentationsfilme gedreht und suchte ein Doku-artiges sujet, bei dem das Ergebnis besser als bei einer reinen Reportage steuern…

Rezension US-Inder-Spielfilm: Mississipi Masala (1991, mit Denzel Washington; mit Trailer & 2 Szenen) – 8 Sterne

Inder ziehen aus Uganda in den US-Süden, betreiben dort ein Motel – und erleben einen Clash der Kulturen. Mira Nairs „Mississippi Masala“ greift nicht so ans Herz wie ihr „Salaam Bombay“ und fließt nicht so grandios dahin wie ihre Filme „Monsoon Wedding“ oder „Der Namensvetter“. Multikultur: Aber Mira Nairs 91er „Mississippi Masala“ ist so multikulti…

Rezension US-Indien-Spielfilm: Namesake/Namensvetter (2006, Regie Mira Nair) – mit Trailer – 8 Sterne

Wunderschön gefilmt, voll zauberhafter Blicke und Gesten in Nahaufnahmen. Insbesondere Kal Penn als Gogol geht in seiner Rolle auf und es verblüfft, wie er zeitweise seinem Filmvater Irrfan Khan gleicht. Khan und Tabu überzeugen als Ehepaar, das sich nach arrangierter Hochzeit erst langsam aneinander gewöhnt, dann aber eindrucksvoll und ohne viel Reden harmoniert. Kalkutta erscheint…

Rezension Indien-Spielfilm: Monsoon Wedding (2001, Regie Mira Nair; mit Video) – 8 Sterne

Der Film zeigt ein permenanentes, mehrtägiges indisches Hochzeitschaos in Delhi. Und dann tun sich nebenbei noch die Abgründe auf – vorehelicher Ehebruch, Kindesmissbrauch, Geldprobleme, unerwartete Liebe, usw. usf. – und doch: „Monsoon Wedding“ fließt mit unerschütterlicher Ruhe auf eine Art Happy End zu, bleibt heiter, immer im Fluss, unaufhaltsam, mit viel schwungvoll orientalischer Musik und…

Indien-Spielfilm: Kama Sutra – Die Kunst der Liebe (1996, Regie Mira Nair) – 6 Sterne

Die Geschichte um Macht, Sex und Eifersucht hat was, wurde aber von Mira Nair sehr schwülstig geschrieben und inszeniert. Kaum vorstellbar, dass Inder im 16. Jahrhundert so offen und detailliert über Gefühle sprachen. Eigentümlich auch der engliche O-Ton in den indischen Kulissen – die Tempel von Khajurao, Lehmhütten, kerzenerleuchtete Märchenpaläste als Billigausgabe von Devdas (2002).…