Tag Archive for James Salter

Kritik Roman: Ein Spiel und ein Zeitvertreib, von James Salter (1967, eng. A Sport and a Pastime) – 7 Sterne

Junger Ami und schlichte blutjunge Französin ziehen in den 1960ern in einem schicken Auto durch die französische Provinz und lieben sich in allen Variationen. Er spielt seinen Reichtum nur vor und muss sich in demütigenden Szenen immer wieder Geld leihen; sie ist eine Verkäuferin, „eyes of a knowing child… Dean knows he’s not the first……

Rezension Kurzgeschichten: Letzte Nacht, von James Salter (2005, engl. Last Night) – 7 Sterne – mit int. Presse-Links

Das schmale Bändchen enthält zehn nicht verbundene Geschichten, je sechs bis 20, meist knapp zehn luftig bedruckte Seiten lang. Einige erschienen zuvor in Esquire, Paris Review oder New Yorker. Salter schreibt sparsam, flüchtig, federleicht, impressionistisch, fast schon abstrakt. Dabei sitzt jedes karge Wort, ruft Bilder und Eindrücke hervor. Manchmal lässt Salter Bezüge und Zuordnungen unklar,…

Rezension Kurzgeschichten: Dämmerung und andere Erzählungen, von James Salter (auch als Fremde Küsten veröff., engl. Dusk and other Stories, 1988) – 6 Sterne – mit int. Presse-Links

Das schmale Bändchen enthält elf nicht verbundene Geschichten à sechs bis 18 Seiten; sie erschienen zuvor in der Paris Review, im Esquire und in anderen Magazinen. Salter steigt abrupt ein; Hintergründe, Vorgeschichte und Verbindungen der Akteure reimt sich der Leser über die Seiten hin selber zusammen – manchmal klappt es. Mitunter driftet der Fokus des…

Buchkritik: Verbrannte Tage, von James Salter (Autobiografie 1997, engl. Burning the Days) – 7 Sterne

Salter (1925 – 2015) schreibt nicht streng chronologisch: Tritt eine neue Figur auf, erzählt er ihr Schicksal oder seine Beziehung zu ihr mitunter gleich über die nächsten Jahrzehnte hin, wenn auch nur auf wenige Seiten. Militär- und Autorenzeit überlappten sich in Salters Leben deutlich, aber er erzählt die entsprechenden Episoden in getrennten Buchteilen. Dieser Erzählstil…

Rezension: Alles, was ist, von James Salter, (Roman 2013, engl. All That Is) – 7 Sterne – mit Presse-Links

James Salter (1925 – 2015) schreibt ernsthaft, aber jederzeit eminent lesbar, raunt mystisch altersweise und atmet Gravitas in dicken Wolken – man denkt gelegentlich an den mittleren V.S. Naipaul etwa in An der Biegung des großen Flusses. Bei den Kriegshandlungen zu Beginn tönt Salter zu pompös, wie mit Wochenschau-Pathos (ich kenne nur das englische Original…