Rezension US-Tanz-Spielfilm: How She Move (2007) – 2 Videos – 7 Sterne

Nervöse, latent aggressive Atmosphäre in eher armen Verhältnissen, aber kein Ghetto. Die Szenen in der Kleinfamilie werden überraschend sülzig. Viele schöne Kameraeinstellungen, oft im Dunkeln.

Vor allem aber: Hochinteressante, ungewöhnliche Tänze voll Akrobatik, Pantomime, Alltagsgesten. Staubtrockene Hiphop-Musik mit erfreulich wenig Gesang. Vielleicht überraschend: Der Film ist nicht zu hektisch geschnitten und zeigt nicht zu viele Nahaufnahmen, so dass sich der Ensemble-Tanz zeitweise gut verfolgen lässt; die Sprache geht nicht in die Gosse.

Die Handlung ist reichlich konstruiert, teils unglaubwürdig, Musical halt. Eher schon erstaunt, wie ernst die Akteure zwischen den Tänzen auftreten. Aber auch die Tänze sind nie entspannt, sondern eher militärisch.

Die professionelle Kritik war recht angetan; unklar, warum How She Move auf IMDB nur erbärmliche 3,2 Publikumspunkte bekommt (August 2014; Frauen urteilen positiver, sind aber in der Minderzahl). Mich hat der Film trotz der Klischeegeschichte gefesselt. Man sollte ihn im O-Ton sehen.


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