Rezension US-Spielfilm: Love & Basketball (2000) – mit Trailer – 7 Sterne

Der Film begleitet die afroamerikanischen Nachbarn Quincy und Monica über rund 13 Jahre. Erst sind sie Kids, beide spielen gern Basketball. Später werden sie ein Paar, feiern Erfolge im Basketball und – haben so ihre Probleme.

Wichtig für den Film sind auch die Familien der beiden Hauptfiguren: beide afroamerikanisch, sehr gut situiert, mit großzügigen, benachbarten Häusern in den gediegenen Baldwin Hills von Los Angeles.

Entspanntes Vergnügen:

Über weite Strecken ist das ein amüsanter Film mit ein paar schönen Sportpassagen, coolen Sprüchen und lässigem Kuschelsoul. Die etwas versteckte Liebe der Hauptdarsteller Omar Epps und Sanaa Lathan wirkt glaubwürdig, nur in ihren bockigen Momenten erscheint Lathan zu aufgesetzt (Regie und Buch: Gina Prince-Bythewood).

Love & Basketball ist ein Liebesfilm im Sportlermilieu und kein Sportfilm, in dem es um den Gewinn einer Meisterschaft geht. Es ist auch kein Film zur Rassenfrage. Eine Komödie – ja, aber die Pointen haben nie Kraft, manch interessante Episode endet sogar etwas unspektakulär.

Melodramatische Momente:

In den letzten 30 Minuten wird der Streifen zu melodramatisch, mit Aus- oder Ansprachen zwischen Vater und Sohn, Mutter und Tochter, Ex-Liebenden und einem absurden Korbspiel um die Zukunft. Umso unterhaltsamer ist der erste Teil mit den Hauptdarstellern als Schüler, die sich schüchtern annähern, aber immer die Coolness wahren wollen.

Vorsicht, der Elternratgeber Common Sense Media warnt:

Strong sexuality for a PG-13, including descriptions of some sexually aggressive women, a strip basketball game, and a scene of Monica and Quincy having sex that has no nudity but is fairly explicit — but refreshingly it includes the obvious use of a condom.

Das dramatisiert unnötig. In Deutschland ist der momentweise sinnliche, aber nie aufdringliche Film zu Recht ab sechs Jahren empfohlen.

Andere Filme, frei assoziiert:

Keine englischen Untertitel:

Auf meiner DVD dauert der Film genau zwei Stunden. Das schließt über sechs Minuten Abspann vor schwarzem Hintergrund ein, doch in den letzten Sekunden kommt noch ein sehenswerter Moment.

Neben der deutschen Tonspur gibt es den englischen O-Ton mit deutlich deftigeren Sprüchen, aber sehr vernuschelt. Untertitel lieferte meine DVD nur auf Deutsch – ich hätte gern englische gehabt.

DVD-Extras:

Rund sechs Minuten herausgeschnittene Szenen in voller Filmqualität, aber nur mit englischem Ton ohne Untertitel, liefern kleinere Hintergründe; allerdings dachte ich auch, dass der Film ohne die entfernten Szenen kompakter bleibt. Zudem sieht man Vorab-Proben in schlechter Bild- und Tonqualität mit den Hauptakteuren in einem leeren Zimmer.

Die DVD hat zwei verschiedene Audiokommentare in voller Filmlänge, einmal mit Regisseurin und Hauptdarstellerin in bester Laune, einmal mit Regisseurin, Cutterin Terilyn A. Shropshire und Musiker Terence Blanchard. Es gibt noch ein Musikvideo und eine 36minütige Doku über Frauen (Englisch ohne UT), die hart für ihren Erfolg arbeiten mussten, unter ihnen die Regisseurin und Autorin von Love & Basketball, aber auch Politikerinnen und Sportlerinnen.


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