Rezension US-Spielfilm: American Beauty (1999, mit Kevin Spacey, Regie Sam Mendes) – mit Trailer – 8 Sterne

Scharfe, höhnische Satire aus der amerikanischen Vorstadthölle, in der die Darsteller beiläufig sehr verächtlich agieren. Viele atemraubende Sätze, teils schöne Bilder, teils derbe Offenheit, nichts für sanfte Gemüter – und ein wohltuender Kontrast zu all den aufgekratzten, gutgelaunten, schrill belanglosen Filmchen dieser Tage.

Besonders treffend die Rezension aus dem Rolling Stone:

„… the kind of artful defiance that Hollywood is usually too timid to deliver: a jolting comedy that makes you laugh till it hurts.“

American Beauty ist so komplex, dass man auch zwei Streifen daraus hätte machen können, zum Beispiel getrennt über die Eltern und ihre heranwachsenden Kinder. Ein paar Szenen sind auch für eine Satire etwas überzogen und schwächen die Wirkung, zum Beispiel das übertriebene Spiel der sich selbst konditionierenden Mutter.

Deutlich bissiger und weniger geföhnt als Mendes‘ zweites, späteres Vorstadtdrama „Zeiten des Aufruhrs“ / „Revolutionary Road“ (Besprechung hier).


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