US-Komödie: Die Reifeprüfung (1967, mit Dustin Hoffman) – mit Trailer – 5 Sterne

Kein Highlight

Dustin Hoffman (im Leben 30, laut Drehbuch 20) spielt einen unsympathischen, ganz und gar nicht nachvollziehbaren, meist abgekapselten Semi-Autisten, der keinerlei Interesse weckt. Spannung erzeugt die Handlung erst ab der Halbzeit. Die überreichliche, süßliche Musik von Simon & Garfunkel wirkt monoton, sie passt ohnehin nicht, außer zum süßlichen Ende.

Co-Autor Buck Henry pflastert sonst ganze Filme mit coolen Sprüchen, diesmal fiel ihm nicht so viel ein – mit Ausnahme der Beiträge von Anne Bancroft, die eindrucksvoll den supercoolen Vamp mit Ehering gibt und gängige Etikette ungerührt vom Tisch schiebt (Bancroft war 36, doch laut Drehbuh doppelt so alt wie die Figur von Hoffmans, 30). Ungewöhnlich eine Prügelei in der Kirche, mit Kreuz als Prügel.

Vielleicht hängt die Beurteilung eines Films auch von der Zeit ab, in der der Betrachter lebt. Der große amerikanische Filmkritiker Roger Ebert lobte Reifeprüfung im Erscheinungsjahr 1967 in höchsten Tönen: „The funniest American comedy of the year“, vier von vier Sterne. 30 Jahre später hielt er weniger davon: „A lesser movie“, aber immer noch drei Sterne.


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