TV-Kritik: Biete/Suche (ZDF-Partnersuche-Doku 2015) – 5 Sterne – mit Video

Die Dokumentation aus der Reihe Das kleine Fernsehspiel begleitet vier Menschen bei der Partnersuche per Online-Plattform (u.a. Finya, OkCupid, ElitePartner, Joyclub). Dabei lernen wir auch viele potentielle Partner kennen. In mindestens einem Fall glückt die Suche.

Das kleine Fernsehspiel steht oft für hohe Qualität und die Reihe hat weitere Dokus über Partnersuche, etwa Die letzten Gigolos über Kreuzschiff-Eintänzer oder Dorf ohne Frauen über einsame serbische Bauern. Biete/Suche (Regie Romy Steyer) gefiel mir aus vier Gründen weniger:

  • Die Dialoge und Begegnungen der Hauptfiguren wirken oft gestellt und inszeniert. Sie müssen gestellt und inszeniert sein, anders geht es wohl nicht, aber hier schien es mir besonders auffällig und ich imaginierte ständig Kamera, Ton und Regie mit im Raum. Das gilt auch für die gezeigte „Kuschelparty“ mit einem Dutzend Akteuren.
  • Weitaus zuviel rhythmische Musik, die offenbar einen Schwung bringen soll, der von den Figuren nicht ausgeht.
  • Mit den vier äußerst unterschiedlichen Hauptakteuren konnte ich sämtlich wenig anfangen (71jähriger Schrebergärtner, 28jährige Marketingfrau, 47jährige auf der Suche nach sinnlichen Abenteuern, 23jähriger modischer Schwuler).
  • Der Ausgang der jeweiligen Suche erscheint zum Schluss in jeweils wenigen Sekunden und bleibt teilweise unklar.

In der Pressemeldung redet das ZDF von „vier miteinander verwobenen Episoden„, doch die vier Hauptfiguren der Dokumentation begegnen sich nicht, sie stammen auch aus völlig unterschiedlichen Sphären.


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