Rezension TV-Bericht: Journalismus von morgen – Die virtuelle Feder (Arte 2012) – 7 Sterne

Die Doku zeigt hochinteressante Einblicke in arbeitende Zeitungsredaktionen: Unter anderem Bild und Welt in Berlin, Le Monde in Paris und das mächtige Blatt Patrika im indischen Rajasthan, außerdem Lokalblätter in Frankreich und an der US-Ostküste. Dazu kommen die Meister der digitalen Contentvermarktung und Erfolgsmessung, unter anderem die Macher des Programms Chartbeat in New York und Wolfgang Blau, einst bei Zeit Online, jetzt beim Guardian in New York.

Wir treffen auch Journalisten vom Guardian und von der New York Times, sehen aber kaum etwas von den Redaktionen.

Was diese Männer hier über die Zukunft des gedruckten und digitalen Pressetexts sagen ist egal – die Zukunft des Journalismus kennen wir auch so, und man würde es ohnehin lieber lesen als im TV sehen. Aber die Einblicke in arbeitende Redaktionen, die unterschiedlichen Ambientes sind aufschlussreich für Medieninteressierte, und gut gefilmt.

Englische Texte für Deutsche:

Nur ein Satz von Wolfgang Blau überraschte mich: Dass auch Deutsche vermehrt Englisch lesen würden, die deutsche Sprache nicht zwingend sei, um deutsche Leser zu erreichen. Auf mich trifft das ja zu: guardian.com/uk ist eine meiner Lieblingsseiten (bis vor ganz kurzem übrigens guardian.co.uk, bemerkenswert), auch die gedruckte englische NYT-Beilage der Süddeutschen Zeitung lese ich gern, die meisten Bücher lese ich auf Englisch.

Aber wie akzeptiert englische Nachrichtentexte bei deutschsprachigem Publikum wirklich sind, würde mich genauer interessieren. Ich glaube, Deutsch wird weithin bevorzugt.


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