Rezension Thailand-Spielfilm: The Love of Siam bzw. รักแห่งสยาม (2007) – 8 Sterne

Wundervoll langsamer Film um Mittelschicht-Jungen in Bangkok (engl. Titel The Love of Siam, in Thai รักแห่งสยาม bzw. Rak Haeng Thai bzw. Rak Haeng Sayam). Der Film bleibt ruhig und beschaulich trotz dramatischer Entwicklungen in der Handlung. Zauberhaft gefilmt, mit maximalem Bokeh im Hintergrund. Die Schauspieler wirken ungemein menschlich und natürlich.

Südostasiatische Stimmung:

Schade, dass aus Thailand nicht viel mehr von der Sorte kommt. Die Atmosphäre erinnerte mich aber andere Filme mit Akteuren und Regisseuren aus Südostasien, so an The Scent of the Green Papaya, an Rice People (Neak sre; Les gens de la rizière) und One Evening After the War (Un soir après la guerre).

Manchen Szenen von Love of Siam habe ich mir in der Zeitlupe noch einmal angeschaut, so gut – weil natürlich – waren sie. Und das Bild: eins der besten von DVD, das mein Beamer je an die Wand warf.

Ich habe es wegen der allgemeinen Thainess gesehen, das angekündigte doppelt-flaumbärtige Liebesgeschehen hat mich vorab eher beunruhigt. Aber es tut gar nicht weh.

Unstimmigkeiten:

Freilich wirkt die Geschichte um die Band August – die es nach dem Film dann wirklich gab – etwas konstruiert und Witwisit Hiranyawongkul reicht als Sänger und Performer keinesfalls an Thai-Star Thongchai McIntyre heran. Auch die Entwicklung des zunehmend verzweifelten Vaters bleibt fragwürdig, und man weiß zeitweise nicht, wie seine Familie ihren Lebensstandard hält.

Doch als Schauspieler sind Witwisit Hiranyawongkul als Mew, Laila Boonyasak als June und erst recht Kanya Rattapetch (Ying) narak maak-maak.


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