Tanz-Spielfilm: Dirty Dancing 2 – Heiße Nächte auf Kuba

Peplos und klischiert

Naja. So schlecht kann ein Tanzfilm auf „Kuba“ gar nicht sein, dass nicht doch ein bisschen Hot Country Entertainment entsteht. Also mir hat die Musik meist gefallen, die Salsa-Nummern ebenso wie der Santana-patentierte Latin-Rock. Ein paar schöne Bilder gab es auch, Land und Leute (gefilmt in Puerto Rico), wenn auch weniger „Location“ als erwartet (engl. Titel Dirty Dancing: Havana Nights).

Ansonsten: Was für eine Enttäuschung. Die Schauspieler agieren wie hölzerne Marionetten, die auch noch fade Klischeesätze aufsagen. Die kubanische Revolution wurde dem Teeniedrama mühsam aufgepfropft. Das Vorbild, Dirty Dancing 1, bot Magie und Chemie – Dirty Dancing 2 spult müde Stereotypen ab. Zwischen den Hauptakteuren britzelt nichts, und sie passen auch nicht in ihre Rollen, weder die höhere Schülerin Romolo Garai noch der Albino, nein, „Latino“ Diego Luna.

Die Tänze bleiben peplos. Oft brechen Tanzszenen auch frühzeitig ab. Teilweise wirkt es einfach peinlich, das sinnlich gemeinte, aber seelenlose Gehampel. Der 51jährige Patrick Swayze tanzt in diesem Film weit inspirierter als die jungen, angeblich tanzsüchtigen Hauptakteure.

Her mit Saturday Night Fever, her mit Dirty Dancing 1. Dies hier aber ist ein Tanzfilm aus dem TUI-Katalog, powered by Disneyland Süd.


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