Südindien-Tamil-Film: „Alai Payuthey“ (2000, mit Madhavan, Regie Mani Ratnam) – mit Videos – 6 Sterne

„Alai Payuthey“ (auch „Alaipayuthey“) zeigt relativ nüchtern ein junges Paar vor und nach der Hochzeit. Das Buch zu diesem Tamil-Film von 2000 schrieb Mani Ratnam, der auch Regie führte. 2002 erschien eine Bollywood-Hindi-Neuauflage dieser Geschichte, das etwas aufwändiger produzierte „Saathiya – Sehnsucht nach Dir“.

Starke Parallelen:

Beide Filme ähneln sich stark, bis in die Kameraeinstellungen hinein, auch wenn Gulzar für die Hindi-Fassung neue Dialoge schrieb. „Saathiya“-Regisseur Shaad Ali arbeitete lange mit Ratnam zusammen und war bei „Alai Payuthey“ sein Assistent. A.R. Rahmans hervorragende Musik hört man in beiden Filmen.

„Alai Payuthey“ wirkt jedoch in vieler Hinsicht etwas schlichter und weniger „kino“, dafür vielleicht realistischer, es entstand wohl auch mit weniger Geld. Tamil-Star Madhavan (später auch Hauptfigur in Hindifilmen wie 3 Idiots) erscheint hier in einer sehr frühen Rolle, sieht natürlich gut aus, seine Film-Partnerin ist Alt-Star Shalini.

Nicht schlecht, aber:

Beide spielen nicht schlecht, haben aber nicht die Ausstrahlung von Vivek Oberoi und Rani Mukherji in der späteren Hindi-Fassung „Saathiya“. Wie es sich für Ratnam-Filme gehört, liefert Kameramann P.C. Sreeram schöne Bilder ab und Farah Khan choreografierte tolle Tanzszenen mit wie immer auch reizvoller Kameraregie.

Als Film verdient „Alai Payuthey“ sechs Sterne. Doch die in England hergestellte DVD von Ayngaran International enttäuscht: sie hat Tamil-Ton mit grammatisch falschen, dafür teils drolligen englischen Untertiteln, die oft viel zu kurz aufblitzen. Das Bild war schlechter als bei allen anderen Filmen, die ich bisher sah, Extras gibt es nicht.






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