Schweizer Komödie: Die Standesbeamtin – Drei sind einer zuviel (2009) – mit Trailer – 7 Sterne

Sympathische, sehr menschliche Komödie ohne Schrillitäten und Glamourfaktor. Manche Kritiker monieren, das Ende sei vorhersehbar – mir war das Ende nicht klar. Ich würde es auch nicht als Feelgood-Movie bezeichnen: dafür gibt es zuviele menschliche Probleme und knisternde, wollüstig ausgewalzte Peinlichkeiten.

Wie angenehm: ein gut gemachter, gut aufgebauter Film mit oft peppigen Dialogen aus einer Schweizer Kleinstadt. Hauptdarstellerin Marie Leuenberger als Standesbeamtin zwischen Pflicht und Liebe, Frust und Freundschaft ist eine Offenbarung, verletzlich, gefasst, radikal untheatralisch, wenn auch übertrieben als hässliches Entlein. Die Kamera liefert viele schöne Bilder, nur mitunter etwas touristisch.

Die Kleinstadt wirkt teils etwas puppenstubesk und der untreue Göttergatte schwafelt allzu hohl und uneinfühlsam. Die Sonne scheint immer, außer wenn die Gefühle ganz schwer sind, dann regnet’s. Die unsympathische Deutsche heißt Tinka Panzer und wirkt in einem Hindenburg-Zeppelin-Film mit.

Meist wird in meiner TV-Version Hochdeutsch gesprochen, ganz ohne Untertitel; der Trailer im Internet tönt dagegen schwyzerdütsch. Und noch ein schweizerdeutscher Spielfilm mit Untertiteln: Canzun alpina – Stimme des Herzens.


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