Satirischer Polit-Spielfilm rezensiert: Der Minister (2013) – mit Trailer – 7 Sterne

Deftig schadenfrohe Polit-Satire, die sich am Aufstieg und Fall des einstigen Medienstars Karl-Theodor zu Guttenberg orientiert.

Was mir gefiel:

  • viele pfiffige, teils zynische Dialoge
  • einige öffentliche Figuren recht gut getroffen, u.a. Herr und Frau zu Guttenberg, Steinmeier, Steinbrück, Schavan
  • schöne Kamera
  • interessante Erzählperspektive – aus der Sicht eines Schulfreundes und Redenschreibers
  • sehr schöne Guttenberg-Villa in Berlin
  • brauchbare Politsatire, ein seltenes Ereignis

Weniger sprach mich an:

  • einige Figuren nicht gut getroffen, u.a. Merkel, Westerwelle
  • derbe Kritik an Politik und Medien klingt wohlfeil und unoriginell
  • der Film tritt risikolos auf einen am Boden Liegenden ein und zeigt ihn durch den frei erfundenen, ihn fernsteuernden Redenschreiber ungerechtfertigt als Polit-Handpuppe; eine Satire Die Kanzlerin wäre interessanter und mutiger; oder wie wäre es mit einer Satire Der Kanzler der Einheit
  • Drehbuchautorin Dorothee Schön hat offenbar reichlich fremdes Gedankengut in ihr Buch geschrieben (dazu Wikipedia)

Vage vergleichbare deutsche Politfilme, jedoch ernster: Der Rücktritt, Männertreu.


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