Roman: Das war ich nicht, von Kristof Magnusson – 4 Sterne

Das lässt sich flott runterlesen, der Roman hat Zug und zeitweise Spannung.

Allerdings agieren die eigentlich gebildeten und vernunftbegabten Hauptfiguren an entscheidenden Stellen sehr unrealistisch, eine Hauptfigur erklärt sich sogar zwischenzeitlich selbst für verrückt. Zu Recht.

Wie realistisch ist das?

Magnusson schiebt seine Figuren wie auf dem Schachbrett hin und her und erzeugt immer neue, mild kuriose Situationen. Liebe und Weltwirtschaftskrisen ereignen sich aus dem Nichts, der Autor will es so.

Das war ich nicht spielt meist auf eng begrenztem Raum in Chicago, in den immergleichen Räumen. Fast denkt man eine alberne Boulevardkomödie, bei der die Schauspieler laufend aus diversen Türen auf die Bühne stürmen.

Und Michael Frayn hätte aus dem Stoff von Das war ich nicht sicher eine rasante, tatsächlich komische Farce komponiert. Das gönnt uns Kristof Magnusson nicht. Die Sprache ist zudem belanglos und ohne Reiz – und bei drei verschiedenen Ich-Erzählern immer gleich.

Ich habe das Buch unbeteiligt zu Ende gelesen und brauche jetzt eine Anschlusslektüre mit mehr Substanz.

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