Rezensionen zu: Caesar, von Christian Meier (Biografie 1982)

Golo Mann im Spiegel:

Wer die Geschichte Julius Caesars nicht schon einigermaßen kennt, der sollte dies Buch nicht bei der Seite 1 zu lesen beginnen, sondern bei der Seite 70. Was vorher kommt, ist wie eine Ouvertüre, in der schon alle Motive der Oper anklingen… Die Biographie also beginnt Seite 70 mit Caesars Geburt und endet nach 508 Seiten, 56 Jahre später, mit seiner Ermordung. Ein abrupter Beschluß. Kein Wort über das Danach, die Leichenrede des Antonius, die Flucht der Mörder usw. und so fort.

Literaturkritik.de:

Christian Meiers Beschäftigung mit Caesar begann 1957 mit einem Aufsatz und gipfelte 25 Jahre später in diesem einsichtsvollen Buch, dessen Ideenreichtum Golo Mann im „Spiegel“ würdigte und dessen lebendiger Stil nichts von seiner Brillanz eingebüßt hat

HansBlog.de:

Die Darstellung wirkt teilweise zu langatmig spekulativ – über viele Absätze psychologisierend und mögliche Beweggründe erläuternd; häufig erscheint der Name Caeser viele Seiten lang gar nicht. Die Kaskaden von Ämterbezeichnungen und römischen Namen setzen Vorkenntnisse voraus. Andererseits schöne Details über Caesars Truppenführung, seinen gerühmten Schreibstil, Gladiatoren und den Mietwohnungsmarkt im antiken Rom. Viele Schwarzweißabbildungen von Münzen, Statuen und Landkarten in meiner dtv-Wissenschaft-Ausgabe von 1993, allerdings ohne Fußnoten oder Literaturverzeichnis. Bei dieser Ausführlichkeit überrascht es um so mehr, dass das Buch mit Caesars Tod abrupt endet, obwohl gerade gegen Ende einige markante Figuren ein Eigenleben entwickelt haben; man würde sie gern noch etwas begleiten. Lediglich in einem kuriosen Nachwort, das auch Danksagung und ein paar Quellenangaben einschließt, liefert Meier etwa zwei Seiten zu Rom nach dem 15. März 44 v. Chr.

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