Rezension TV-Spielfilm: Altersglühen – Speed Dating für Senioren (2014, mit Mario Adorf, Senta Berger) – 7 Sterne – mit Presse-Links

Vergnüglicher, improvisiert gedrehter Quasselmarathon um gediegene Datingveranstaltung für ältere Mitbürger; ließ mich ein paarmal laut auflachen. Viele markante Gesichter in immer neuen Großaufnahmen, besonders in Erinnerung bleiben Senta Berger, Mario Adorf, Matthias Habich und Hildegard Schmahl. Verblüffend: Der Milchbubi-Moderator im Film ist Regisseur und Autor Jan Georg Schütte.

Es gibt Altersglühen als TV-Spielfilm und in Variation auch als kleine Serie. Verkauft werden unterschiedliche DVDs nur mit dem Film, nur mit der Serie oder mit allem. Ich habe den Film gesehen. Das Ergebnis lässt natürlich an den Speeddating-Film mit Jüngeren, Shoppen, denken.

Ein oder zwei Figuren sind zu karikiert. Vor allem aber: Keine rechte Entwicklung, keine markanten Querbezüge, und auffällige Wiederholungen bestimmter Motive und Gesichtszüge – die Geschichte tritt lange eloquent auf der Stelle, dann tröpfelt sie ergebnislos aus. Das kommt davon, wenn man drehbuchlos mit 19 Kameras immer weiter macht. Hoch dotiertes Impro-Theater.

Vieles erinnert an den ebenso improvisierten 2016er Nachfolger Wellness für Paare – der Paare-Reigen, das luxuriös-gastronomische Ambiente, Autor und Regisseur Jan Georg Schütte als Barkeeper und der peplose Ausklang.

„Hochachtung, Chapeau“ – die Presse:

Evenlyn Roll in der Süddeutschen Zeitung:

Was für eine Spiel-lust. Was für eine Improvisationsfreude. Was für eine Überraschung… Hochachtung, Chapeau, und: Danke schön!

FAZ:

Mit jeder Paarung hat auch der Zuschauer ein neues Date, und nach einiger Zeit, wenn er die Figuren besser kennt, wächst der Reiz, zu sehen, wer da aneinandergerät

Spiegel:

Improvisation ist seit Jahren das Spezialgebiet des Autors und Regisseurs Jan Georg Schütte… erfrischend kurzweilige Ergebnisse

Frankfurter Rundschau:

Verblüffend authentisch wirkende Konstellationen…

TV Spielfilm:

Teils Banales, Rührendes, Witziges und immer sehr Menschliches fördert dieses Experiment zutage

Die Welt:

Das muss man gesehen haben!… Einen Film, den man sich am Ende wahnsinnig gern noch mal von vorn anschauen würde.

Tittelbach.de:

Das Top-Esemble macht den 85-Minüter sogar Primetime-tauglich… Im Kern haben viele Geschichten etwas Schmerzliches.


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