Rezension Spielfilm: Frankreich Privat, Die Sexuellen Geheimnisse einer Familie (2012) – 5 Sterne – mit Kritikerstimmen & Video


Das muss einfach ein französischer Film sein, denn alle in der Großfamilie reden unentwegt über Sex. Oder sie praktizieren ihn, in deftigen Szenen. Hauptfigur ist ein 18jähriger, der schon mal in Tränen ausbricht, weil er noch nie – aber auch Geschwister, Eltern und Großvater kommen zur Sache, in Wort und Tat.

Das ist offenherzig und modern, momentweise an LOL und Sophie Marceau erinnernd, aber nie ganz leicht beschwingt und französisch charmant, weil zu verkrampft auf Das Eine fokussiert und zu unrealistisch. Anders als beworben sind die Chroniques sexuelles d’une famille d’aujourd’hui keine Komödie, trotz gelegentlicher Komik. Ich hab’s auf 3sat gesehen, die deutsche DVD-Version ist wohl noch deutlich offener.

Kritiker:

TV Spielfilm:

Viel Sex und dennoch wenig Höhepunkte.

Filmgazette:

Relativ unmotivierte und auch holprige Aneinanderreihung mehr (Uncut-Version) oder weniger expliziter Sexszenen. Das dünne Drehbuch behauptet eine Erzählung, die jenseits freundlich vorgetragener Klischees kaum der Rede wert ist. Vielmehr wird diese durchsetzt respektive „interruptiert“ von einer sexuellen Nummernrevue der einzelnen Familienmitglieder… die ehrenwerten Absichten sympathischer Filmemacher ergeben noch keinen guten Film, sondern allenfalls akzeptable Pornographie… Filmästhetisch betrachtet, verzichten die beiden Regisseure weitgehend auf detaillierte Großaufnahmen und musikalischen Kleister und wechseln die Perspektive immer wieder zwischen Nähe und Distanz, wodurch mitunter auch intime, sogar berührende Momente entstehen. Trotzdem folgen sie mit ihrer durchsichtigen Dramaturgie, der es vor allem an Entwicklung mangelt, einer pornographischen (Erzähl-)Logik

Kino-Zeit.de:

Obschon in der ungekürzten Fassung (Vorsicht: Es gibt auch eine, die um sechs Minuten erleichtert wurde) der Geschlechtsakt recht unverblümt in den Fokus gerückt wird, kommt keine Stimmung auf… Die Mixtur aus Drama und Komödie verzichtet auf echte Konflikte. Aber ohne Konflikt gibt es auch keine interessante Erzählung. Stattdessen ergeht sich der Film in dem Versuch, die Realität abzubilden, scheitert aber schon daran, dass die Mitglieder der Familie durchweg gut aussehend sind. Leider haben sie an anderer Stelle ein deutliches Defizit: Sie sind unglaublich langweilige Menschen. Und zwar derart langweilig, dass es noch nicht mal aufregend ist, ihnen beim Sex zuzusehen… Es ist wie eine große Portion Friede, Freude, Eierkuchen – niemand pflaumt den anderen an

  • IMDB: 5,3 von 10 Publikumssternen


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