Rezension hist. Indonesien-Roman: Garten der Menschheit, von Pramoedya Ananta Toer (1980, ind. Bumi Manusia) – 6 Sterne

Was mir gefiel:

  • viel Handlung
  • viele kurzweilige Dialoge
  • interessante Einblicke
  • ordentliche, flüssige Übersetzung durch Brigitte Schneebeli (jedoch pauschal kritisiert von Einar Schlereth)

Weniger behagte mir:

  • sehr ungewöhnliche, untypische indonesische Hauptfiguren
  • Hauptfigur Ann nur hübsch + hohl
  • über weite Strecken naiver, kindlicher Erzählton (Ich-Erzähler ist ca. 18) (ähnlich Toers Erzählband Das ungewollte Leben)
  • im letzten Viertel teils melodramatisch bis absurd, wie ein Bollywood-Schmachtfetzen
  • Kolonialismus– und Doppelmoral-Kritik gelegentlich zu aufdringlich

Freie Assoziation:

Pramoedya Ananta Toer erscheint auch in der indonesischen Kurzgeschichtensammlung Perlen im Reisfeld

  • Dt. Wikipedia zur Romantetralogie, die mit Garten der Menschheit beginnt
  • Engl. Wikipedia zum Roman Garten der Menschheit (engl. This Earth of Mankind)


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