Rezension Bollywood-Komödie: Hungama (2003) – 7 Sterne – mit Presse-Links & Video


Dieser Film hat so viele Figuren, Intrigen und Nebenhandlungen, dass er 2:53 Stunden dauert. Es gibt absurde Verwechslungen, fatale Namensgleichheiten, gezielte Täuschung, wilde Prügelei und allerlei Hindi-Stadl-Schabernack – das Ganze immerhin ohne Längen, aber auch ohne Stars (zu den bekannteren Akteuren gehören Leinwanddebütantin Rimi Sen, die gelegentlich an Kareena Kapoor wie auch an Rani Mukherjee erinnert, der ausnahmsweise nicht durchgehend verstörende Akshaye Khanna sowie Paresh Rawal; Regie Priyadarshan). Wer alle Verwirblungen der Geschichte mitbekommen will, liest vorab die ausführliche Handlung auf Wikipedia; ich habe aber auch noch kompliziertere Bolly-Komödien gesehen.

Psychologie spielt hier keine Rolle, Schauspieler agieren und sprechen überdeutlich, grimassieren gewaltig, jeder hält jeden für den Falschen, die Handlung dreht sich gewaltsam in Richtung Absurdistan. Auch wegen der Bonbon-farbenen und realitätsfreien Szenerie dachte ich an David-Dhawan-Filme, hier mit halbiertem Budget.

Ok, aber es gibt Besseres:

Hungama ist ein passabler Spaß fast ohne Vulgarität. Doch wer eine klasse überdrehte Bollywood-Komödie sucht, hat mit Khichdi, Jaane Bhi Do Yaaro, mit Priyadarshans eigenem Vorgänger Hera Pheri oder einem Medley der besten Om-Shanti-Om-Szenen noch mehr zu lachen.

Die Musik klingt immer nach Plastik (trotz bekannter Sänger), die Tänze sind einfallslos choreografiert und schlecht umgesetzt. Meine in Indien gekaufte Shemaroo-DVD hatte ein knapp passables Bild und exzellente Untertitel, blieb jedoch immer wieder hängen. Extras gab es nicht – nur vorab laufende Trailer für andere Filme, die man nicht überspringen konnte.

„Too many sub-plots and too many characters…“ – Die Kritiker:

Rediff:

The film has too many sub-plots and too many characters. The result is that all the characters are half-baked and shallow

Planet Bollywood (Wertung 7,5 von 10):

with introductions out of the way, the flick finally kicks in to gear and it will have you laughing aplenty until it ends…

Glamsham:

The film is a result of mistaken identities and a one-too-many misunderstandings resulting into sheer chaos. Add to that some 30-40characters

Taran Adarsh auf Bollywood Hungama (gibt 2 von 5 Sternen):

The director has provided laughter unlimited, but logic takes a complete backseat… Priyadarshan takes the David Dhawan route of entertaining the masses

Fullhyd.com (8 von 10 Sternen):

Mayhem, chaos, pandemonium, disarray… outrageous ideas (like swallowing a film) and outlandish antics (ditto)

Molodezhnaja (gibt 3 von 5 Sternen):

Bei „Hungama“ hat er es mit dem Chaos leicht übertrieben. Man kommt manchmal schlicht nicht mehr draus, wer mit wem was warum wann tut.



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