Philippinen-Reiseführer 2016: 3 aktuelle Bände im Vergleich – Lonely Planet, Rough Guide, Stefan Loose


Ich habe die Bücher vor allem für Luzon und für Landeskunde benötigt, kaum für andere Inseln und allgemeine Philippinen-Tipps. M.E. sollte man zusätzlich zum Reiseführer eine GPS-Landkarte im Handy nutzen, das ist online oder offline möglich; bei Wanderungen oder allgemein in offenem Gelände sind auch Satellitenbilder mit GPS-Position gut; eine philippinische SIM-Karte bekommt man unkompliziert und günstig z.B. gleich am Flugi. Für Hotel- und Restaurantsuche sind Online-Bewertungen und -Landkarten nützlich, wenn auch nicht ohne Manipulationsgefahr. Meine Angaben unten können fehlerhaft sein.

Lonely Planet Philippines (Englisch):

Gesamteindruck: sehr gut organisiert, sehr professionell, sehr angenehm formuliert, wenn auch gelegentlich viel zu lobend, etwa bei Tagatagay („gorgeous“); inhaltlich knapp, aber vielleicht wirklich mit den Highlights, wirkt insiderhaft (ich hatte die englische Version)

12.Auflage, Mai 2015

388 Gramm

Gesamtseiten: 476

Seiten Ortsbeschreibung: ca. 380

Karten: farbig, meist eingenordet, klarer als RG

Angeles: knapp, aber nicht so knapp wie RG

Subic: hat die interesantesten Insider-Restaurant-Tipps, zumeist in der Freeport-Zone

Baguio: kein Buch erwähnt die besonders angenehm nutzbaren Taxis mit Taxameter, das effiziente Bureau of Immigration oder die atmosphärische (und teure) Craft Brewery

Kabayan: relativ knapp, aber lobend

Taal-See etc.: erwähnt Reis-Institut, Mt. Makiling und Los Baños mit den Pools als einziges Buch *nicht*, erwähnt ebenso wie die anderen den Mahogany-Market in Tagaytay mit seinen Essständen nicht, erwähnt nur wenige der alten Häuser in Taal-Stadt

The Rough Guide to the Philippines:

Gesamteindruck: diesen würde ich zuerst zuhause lassen, der Rough Guide zu Thailand gefiel mir besser; unruhiges Layout

4. Auflage, Oktober 2014

448 Gramm

Gesamtseiten: 480

Seiten Ortsbeschreibung: ca. 385

Karten: farbig, teils nicht eingenordet

Angeles: sehr knapp, missbilligend, aber besonders ausführlich über Mt. Arayat-Besteigung (und anders als LP)

Subic: behandelt die Gegend nur knapp

Baguio: Hoteltipps überwiegend außerhalb und/oder teuer, unpraktisch für das vielseitige Nachtleben im Zentrum (das nicht umsonst Session Road heißt)

Taal-See etc.: am genausten über Taal-Stadt und Südseite des Taal-Sees, jedoch am knappsten in Tagaytay; empfiehlt um Los Banos herum nur Süßigkeitenstände, keine Restaurants

Philippinen (Stefan Loose Travel Handbücher):

Gesamteindruck: eventuell allgemein der ausführlichste, und das bei nur einem Autor für das Gesamtbuch in Erstauflage – wirkt allerdings weniger organisiert und gelegentlich unter-redigiert – schöne Ausklappkarten – nur hier Hochglanzteil für Fotos (aber nicht so wichtig) – betont Wandern und Natur weit stärker als andere (ignoriert jedoch die Bergprovinz Kalinga) – evtl. mehr allgemeine Landeskunde direkt im Reiseteil bei Einzelzielen

1. Auflage, Mai 2014

420 Gramm

Gesamtseiten: 558

Seiten Ortsbeschreibung: ca. 410

Karten: SW plus Orange, wohl stets eingenordet, unübersichtlicher als LP

Angeles: viele Tipps

Baguio: erwähnt als einziger die Asin Hot Springs (die Itogon Hot Springs erscheinen nirgends) und das hübsche Orchidarium im Burnham Park  

Kabayan: die genauesten Wander-Informationen, meldet aber fälschlich Hotellosigkeit

Sagada: bei weitem die ausführlichsten Wandertipps, verschweigt jedoch anders als RG + LP Tinglayan (Kalinga)

Tinglayen (Kalinga): die ganze Provinz Kalinga wird anders als bei LP und RG komplett ignoriert, trotzt sonstiger Begeisterung für Wandern

Taal-See etc.: genaueste Informationen über Los Baños-Anreise (Aktualität nicht geprüft); Taal-Stadt ohne Tipps für Übernachten und Essen; das neue Paradores-Hotel dort erscheint bei keinem Autor


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